Mittwoch, 30. Mai 2012, 18 Uhr c.t.

Ringvorlesung des Exzellenzclusters

Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte

Was ist Wandel „normativer Ordnungen“ im Europa des 16. / 17. Jahrhunderts?

Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ15

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Die Entstehung und der Wandel von Normen sind in einer historischen Analyse unter Verwendung des methodischen Instruments des „Rechtfertigungsnarrativs“ erfassbar. Dabei lässt sich für die europäische Frühe Neuzeit feststellen, dass unter der Fülle auch gegensätzlicher Varianten bestimmte argumentative Grundmuster eine gemeinsame Rekursmöglichkeit boten. Eine wichtige Rolle nimmt hierbei die intensivierte „Verzahnung“ von Religion und Politik durch die Reformation ein. Ausgewählte Fallbeispiele zeigen, dass der Streit um Normen oft als Streit um Begriffe ausgeführt wurde, Normwandel und Begriffswandel hängen somit eng zusammen. Von zentraler Bedeutung war aber auch die Stellung der jeweils beteiligten Institutionen. Für beide Aspekte bietet die Perspektive auf den gesamteuropäischen Horizont aufschlussreiche Erkenntnisse.

Zur Person

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Luise Schorn-Schütte ist Professorin für Neuere Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Frühen Neuzeit an der Goethe-Universität Frankfurt. Mitgliedschaften in einer Vielzahl von Vereinigungen, in der Zeit von 2004 bis 2010 Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Jüngste Veröffentlichungen:
Geschichte Europas in der Frühen Neuzeit. Studienhandbuch 1500-1789, Paderborn 2009; Konfessionskriege und europäische Expansion. Europa 1500-1648, München 2010; (als Herausgeberin), Intellektuelle in der Frühen Neuzeit, Berlin 2010.

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