Mittwoch, 22. Juni 2011, 18 Uhr

Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ5

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Karl Gabriel (Exzellenzcluster Religion und Politik der Universität Münster)

Der lange Abschied von der Säkularisierungsthese - und was kommt danach?



Abstract

Die Vorlesung geht im ersten Schritt dem Ursprung der Säkularisierungsthese und ihrer Bedeutung für das Selbstverständnis der europäischen Intellektuellen nach. Der lange Abschied von der Säkularisierungsthese, um den es im zweiten Punkt geht, bekommt vor diesem Hintergrund besonders scharfe Konturen. Im dritten Anlauf geht es um die Frage, was nach der Säkularisierungsthese kommt. Als direkte Gegenthese hat die Vorstellung einer Revitalisierung der Religion, ihrer Rückkehr bzw. Wiederkehr Interesse auf sich gezogen. Wie ich zu zeigen versuche, bleibt aber auch diese These unbefriedigend. Deshalb möchte ich mich im vierten Schritt auf die Suche nach einem Deutungsrahmen machen, der an die Konzeption der multiplen Modernen anknüpft. Es soll gezeigt werden, dass die These der Vielfalt religiöser Modernisierung die gegenwärtige Lage von Religion und Christentum besser dem Verständnis zu erschließen vermag als die beiden konkurrierenden Positionen.

CV

altKarl Gabriel, geboren 1943, ist seit 2009 Senior Professor am Exzellenzcluster Religion und Politik der Universität Münster. Von 1980 bis 1998 war er Professor für Soziologie, Pastoralsoziologie und Caritaswissenschaft an der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland Osnabrück/Vechta. In der Zeit von 1998 bis 2009 war er Professor für Christliche Sozialwissenschaften an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Direktor des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften. Im Jahre 2010 erhielt er die Ehrenpromotion der Theologischen Fakultät der Universität Luzern. –Neuere Veröffentlichungen (Auswahl): Ambulante Pflege zwischen Familie, Staat und Markt. Freiburg im Breisgau 2004 (zusammen mit H. Geller); Evaluierung Exposure- und Dialogprogramme (EDP) e.V. von 1996 bis 2004. Bonn 2004 (zusammen mit Heribert Weiland, Helmut Geller, Carina Sarstedt); Caritas und Sozialstaat unter Veränderungsdruck.
Analysen und Perspektiven, Münster 2006: Lit (Reihe Diakonik Band 1); Die Situation ausländischer Priester in Deutschland. Studie im Auftrag der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben (zusammen mit Rainer Achtermann und Stefan Leibold) (im Erscheinen); Religionsfreiheit und Pluralismus. Entwicklungslinien
eines katholischen Lernprozesses. Band 1 der Reihe Katholizismus zwischen Religionsfreiheit und Gewalt, Paderborn 2010 (zusammen mit Christian Spieß und Katja Winkler).

Bildergalerie:

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Denken im Widerspruch

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„Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" - Vortrag von Jürgen Habermas am 19. Juni 2019. Skript und Aufzeichnung verfügbar

Die Meldung zum Vortrag finden Sie: Hier...
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Skript und Medienecho) finden Sie: Hier...

"The History of Postmetaphysical Philosophy and the Future of Democracy" - Konferenz zu Ehren von Jürgen Habermas

Am 20. und 21. Juni fand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" die Konferenz "The History of Postmetaphysical Philosophy and the Future of Democracy" statt.
Die Meldung zur Konferenz finden Sie hier...
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9. Dezember 2019, 18 Uhr c.t.

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12. Dezember 2019, 18 Uhr

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