Veranstaltungen

Kritische Theorie nach '68

Konferenz

17. und 18. Januar 2019

Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, EG 01 + 02
Max-Horkheimer-Str. 2
60323 Frankfurt am Main

Anmeldung erbeten an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Verhältnis zwischen Kritischer Theorie und der studentischen Protestbewegung, die sich mit dem Jahr 1968 verbindet, ist komplex und der Gegenstand vieler Diskussionen des vergangenen Jahres gewesen. Die Konferenz soll nicht primär der Erinnerung gewidmet sein, sondern der theoretischen Reflexion: Was heißt Kritische Theorie heute für uns im Lichte der Diskussionen seit 1968? – Inwiefern ist sie eine emanzipatorische Theorie, die in gesellschaftliche Praxis eingreift und für bestimmte Protestbewegungen Position bezieht? Oder ist dieser Bezug seither endgültig zerbrochen? Oder neu zu bestimmen?
An zwei Tagen sollen diese Fragen gemeinsam und im Dialog mit Martin Jay diskutiert werden. Jays Forschungen zur Ideengeschichte der „Frankfurter Schule“, insbesondere sein grundlegendes Werk Dialektische Phantasie und sein jüngstes Buch Reason after Its Eclipse. On Late Critical Theory, gehören zu den wichtigsten Analysen und Positionsbestimmungen Kritischer Theorie. Sein Besuch dient uns zu einer Selbstverständigung über unsere eigenen Gedanken.

Mit Beiträgen von: Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Prof. Dr. Klaus Günther, Prof. Dr. Rainer Forst, Prof. Dr. Martin Jay, Prof. Dr. Christoph Menke, Prof. Dr. Martin Saar und Prof. Dr. Martin Seel

Weitere Informationen in Kürze

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normative Ordnungen"

"Niemand will Nazi gewesen sein." Überlegungen zur Nachgeschichte des "Dritten Reiches"

Öffentlicher Vortrag

24. Januar 2019, 18.30 Uhr

Prof. Dr. Norbert Frei (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fellow am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 2
Casino-Gebäude
Raum 1.801

„Ihr werdet überhaupt keine Nazis finden, keiner will Nazi gewesen sein, die müsst ihr erst suchen.“ Mit dieser Prophezeiung hatte Hellmuth Freiherr von Rauschenplat im März 1945 im Marinehafen von Dover alliierte Soldaten verabschiedet, die demnächst in Deutschland Teil der Besatzungsverwaltung werden sollten. Der adlige Antifaschist und spätere Remigrant sollte recht behalten: Schon in ihren ersten Begegnungen mit den Besatzern ging die große Mehrheit der Deutschen auf Abstand zu Hitler und dem verflossenen Regime, und noch vor Gründung der beiden deutschen Staaten war aus dieser pauschalen Distanzierung in Ost und West, wenngleich auf unterschiedliche Weise, die neue Staatsraison geworden. Der Vortrag versucht, die Nachgeschichte des Nationalsozialismus ausgehend von den beiden deutschen Wegen der Transformation der vormaligen Volksgenossen zu entwickeln.

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" gemeinsam mit dem Fritz Bauer Institut zur Geschichte und Wirkung des Holocaust

Civil Disobedience and the European Crisis

Workshop

10. Dezember 2018, 14 Uhr

Workshop with William Scheuerman (Indiana)

Gebäude "Normative Ordnungen"
Raum 5.01
Campus Westend
Max-Horkheimer-Str.2
60323 Frankfurt am Main

Um Anmeldung bis zum 3. Dezember 2018 wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Organisation: María Emilia Barreyro, Agustín Casagrande, Ilaria Cozzaglio and Sofie Møller (Postdoctoral Fellows at Normative Orders)

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Die Deutschen und die NS-Vergangenheit seit 1945 Verweigerung, Engagement und Ermüdung im „Erinnerungsdienst“ - Masterclass

Masterclass

25. Januar 2019, 9-13 Uhr

mit Prof. Dr. Norbert Frei (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fellow am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Campus Westend
Seminarhaus, Max-Horkheimer-Straße 4, Raum SH 5.107

Die Anmeldung ist per Mail bis zum 17.12.2018 möglich. Wir freuen uns insbesondere über Anmeldungen von Studierenden unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Voraussetzung für die Teilnahme an der Masterclass ist die Lektüre zweier kurzer, noch unveröffentlichter Essays von Norbert Frei, die zusammengenommen eine knappe, vor allem diskursgeschichtlich angelegte Chronik des Umgangs der Deutschen mit der NS-Vergangenheit seit 1945 bilden.

Zur Vorbereitung und Strukturierung des Gesprächs sind alle Teilnehmenden gebeten, ihre Gedanken, Fragen und Diskussionswünsche zu den beiden Texten im Umfang von insgesamt maximal drei Seiten niederzuschreiben und bis zum 18. Januar 2019 per Mail einzuschicken. Die entsprechenden Texte erhalten Sie nach der Anmeldung

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" gemeinsam mit dem Fritz Bauer Institut zur Geschichte und Wirkung des Holocaust

„Molding a diabolical Messiah“

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion innerhalb der Reihe "Tropical Underground. Revolutionen von Anthropologie und Kino"

Donnerstag, 29. November 2018, 18 Uhr

Künstlerhaus Mousonturm, Studio 1
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

Was geschieht? Und wie konnte es geschehen? Wie lässt sich der spektakuläre Zusammenbruch der brasilianischen Demokratie und der Aufstieg des Faschisten Jair Messias Bolsonaro begreifen? Welche Rolle spielt die mediale Repräsentation und die Selbstinszenierung des selbsternannten „Mythos“? Und was hat das Ganze mit dem rituellen Kannibalismus der Tupi-Völker zu tun? Dieser und anderen Fragen wird sich Suely Rolnik in ihrem Vortrag und dem daran anschließenden Gespräch mit Vinzenz Hediger und Oliver Precht widmen. Ausgehend von den in ihrem jüngst erschienenen Buch Zombie Anthropophagie. Zur neoliberalen Subjektivität entwickelten Thesen werden an diesem Abend die jüngsten Ereignisse rekapituliert, analysiert und in einem größeren Zusammenhang verortet.
Die Veranstaltung setzt die Beschäftigung mit kulturpolitischen Umbrüchen in Brasilien fort, die von Oktober 2017 bis Juli 2018 im Rahmen der Campus-Veranstaltung „Tropical Underground. Revolutionen von Anthropologie und Kino“ (www.tropical-underground.de) begonnen wurde.

Suely Rolnik ist Philosophin und Kulturwissenschaftlerin an der  Universidade Católica de São Paulo. Neben ihren zahlreichen Publikationen und Übersetzungen, unter anderem mit Felix Guattari (Micropolítica. Cartografias do desejo), arbeitet sie auch als Kuratorin und Psychoanalytikerin.
Oliver Precht ist Philosoph und Literaturwissenschaftler an der Ludwig-Maximilians-Universität München und arbeitet als Autor und Übersetzer aus verschiedenen Sprachen.
Vinzenz Hediger ist Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt und Principal Investigator am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Weitere Informationen zur Reihe: Hier...

Veranstalter:
Eine Veranstaltung des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm

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