Wen kümmert schon der Untergrund?

Lecture & Film: „Selbstporträts von Anderen: Das Universum von Agnès Varda“

16. Juni 2016, 20 Uhr

Die 1960er Jahre neigten sich ihrem Ende zu, und der Underground ging auf Reisen. Nachdem sie in Andy Warhols Blue Movie von 1968 vor laufender Kamera Sex gehabt hatte, verließ Viva die Factory des Künstlers in Manhattan und zog mit dem französischen Schauspieler Pierre Clémenti nach Paris. Dort traf sie den Regisseur Michel Auder, in den sie sich verliebte und mit dem sie nach Rom reiste. Hier erreichte sie ein Anruf von Agnès Varda, die sie nach Hollywood einlud, wo sie in einem Film neben den beiden Autoren des Musicals Hair auftreten sollte. Auder kam mit und führte Keeping Busy zu Ende, seinen Tagebuchfi lm über seine Reisen mit Viva in Europa und in den USA. Im Winter 1969 erschien die erste Ausgabe von Interview, der Zeitschrift, die Warhol herausgab. Auf dem Titel zu sehen: Varda, Viva, und ihre männlichen Hippie-Co-Stars. „Varda liebte Viva mehr als ich“, sagte Warhol, als er Lion‘s Love gesehen hatte.

Marc Siegel forscht und lehrt am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität. Zu seinen Spezialgebieten zählen Gender und Queer Studies und der Avant-Garde-Film. Er ist der Herausgeber
von „Jack Smith: Beyond the Rented World“, eine Themennummer der Zeitschrift Criticism (No. 56/2, 2014). Sein Buch Gossip of Images erscheint 2016 bei Duke University Press.

Vortrag in englischer Sprache

Filmprogramm:
Lion‘s Love, F/USA 1969, 110 Min.


Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220

 

 

 

 

 

 

Video:

Audio:

 

Veranstalter:
Eine Veranstaltungsreihe der Goethe-Universität (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft) und des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA). In Kooperation mit dem Masterstudiengang „Curatorial Studies“, dem Institut Français pour l’Histoire en Allemagne und der Filmwissenschaft/Mediendramaturgie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Zum Programm: Hier...


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