Ernst-Bloch-Preis für Axel Honneth

Prof. Dr. Axel Honneth erhält den Ernst-Bloch-Preis der Stadt Ludwigshafen. Das gab die Jury am 12. Juni 2015 bekannt. Axel Honneth ist Direktor des Instituts für Sozialforschung und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" an der Goethe-Universität. In der Begründung der Jury heißt es: "Wie bei keinem anderen bedeutenden Philosophen der Gegenwart stehen Leben und Werk von Axel Honneth in der komplexen Tradition der Kritischen Theorie, die er für unsere heutige gesellschaftliche Wirklichkeit philosophisch neu interpretiert. Mit Rückgriff auf Hegel formuliert er eine Gesellschaftskritik, die sich an Verhältnissen entzündet, in denen die menschliche Würde durch systematisch versagte Anerkennung verletzt wird. Dafür analysiert er sowohl – sozusagen negativ – die Pathologien der Vernunft, wie er zugleich, positiv, den Versuch einer Gerechtigkeitstheorie wagt, die der Gesellschaftsanalyse treu bleibt: die ethische Freiheit verdankt sich demnach einer gelingenden Selbstbeziehung, deren Voraussetzung in der reziproken sozialen Anerkennung liegt."

Die Stadt Ludwigshafen am Rhein vergibt in einem Turnus von drei Jahren den Ernst-Bloch-Preis, der zum hundersten Geburtstag des Ludwigshafener Philosophen im Jahre 1985 gestiftet wurde. 2015 – und damit 30 Jahre nach Auslobung – wird der Ernst-Bloch-Preis zum elften Mal verliehen. Er zeichnet "herausragendes wissenschaftliches oder literarisches Schaffen mit philosophischer Grundhaltung aus, das für die Kultur in kritischer Auseinandersetzung mit der Gegenwart bedeutsam ist", heißt es in den Richtlinien.

 Quelle: Pressemitteilung Ernst Bloch Zentrum


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