Nichtstaatliche Akteure und Weltordnung

Jahreskonferenz des Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

8. und 9. Oktober 2015

Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main


Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Baseler Straße 27-31
60329 Frankfurt am Main

Nichtstaatliche Akteure – zivilgesellschaftliche Organisationen, Wirtschaftsunternehmen und Gewaltakteure – spielen in Konflikten eine immer größere Rolle. Dies gilt sowohl für Gewaltkonflikte auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene als auch für Auseinandersetzungen über sicherheitsrelevante Themen wie Meinungsfreiheit und Cyber Security. Nichtstaatliche Akteure können Konflikte verursachen, sie ringen nach Anerkennung und Mitwirkung, oder sie sind im Rahmen von Global Governance zunehmend in politische Prozesse zur Lösung von Konflikten eingebunden.
Im Rahmen der HSFK-Jahreskonferenz 2015 „Agents of Peace and Justice? Non-state Actors and World Order“, die am 8. und 9. Oktober stattfindet, sollen die Chancen und Risiken, die aus der Inklusion nichtstaatlicher Akteure entstehen, diskutiert werden. Leitfragen sind: Ist die Einbeziehung nichtstaatlicher Akteure förderlich oder hinderlich für Frieden und Gerechtigkeit? Führt die Beteiligung nichtstaatlicher Akteure zu effektiverer Problemlösung? Welche Probleme entstehen für die Demokratie und die Legitimität politischer Prozesse?
Die HSFK-Jahreskonferenz bringt Wissenschaftler und Praktiker aus Politik, Zivilgesellschaft und Unternehmen zusammen, um über diese Fragen zu diskutieren. Die Eröffnungsveranstaltung am 8. Oktober findet in deutscher Sprache, die Konferenz am 9. Oktober findet in englischer Sprache statt.

Programme:

Thursday, 8 October 2015 (Haus am Dom, in German)

19:00–20:30

Public Forum

Freiheit des Worts vs. Schutz der Religion: Von der Kontroverse zur Annäherung

Prof. Dr. Susanne Schröter, Goethe-Universität Frankfurt a. M.
Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN
Dr. Lale Akgün, ehem. Bundestagsabgeordnete (SPD)
Tim Wolff, Chefredakteur der „Titanic“

Moderation: Dr. Claudia Baumgart-Ochse (HSFK)

 Friday, 9 October 2015 (HSFK, in English)

09:00–09:30   

Introduction
Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf

09:30–11:00   

Panel I: Non-state Actors and the Implementation of International Humanitarian Law – Potential and Risk of their Inclusion

Introduction: Konstanze Jüngling (HSFK)

Engaging with Armed Non-state Actors (ANSAs) to Promote Greater Compliance with International Humanitarian Law (IHL)
Yvette Issar (University of Geneva, Geneva)

The Role of NGOs in Implementing International Humanitarian Law: Opportunities and Limitations
Andrea Prasow (Human Rights Watch, Washington D. C.)

11:00–11:30   

Coffee break

11:30–13:00 

Panel II: Just and Inclusive Resource Governance – An (Im)possible Task?

Introduction: Andreas Jacobs (HSFK)

Cocoa in the Côte d’Ivoire: From a Conflict Resource to a Fundament for a Better Livelihood?
Friedel Hütz-Adams (Südwind Institut, Bonn)

Campaigning for a More Transparent and Accountable Extractive Sector: Experiences from the Publish What You Pay Coalition and
the EITI
Dr. Asmara Klein (Publish What You Pay International, London)

13:00–14:00   

Lunch

14:00–15:30   

Panel III: Non-state Actors and the Securitization of the Internet

Introduction: Dr. Thorsten Thiel (HSFK/University of Trier)

The Limits of State Power in Cyberspace
Dr. Myriam Dunn Cavelty (ETH Zürich)

The Role of Non-state Actors in Cyberspace
Frank Rieger (Chaos Computer Club, Hamburg)

15:30–16:00   

Coffee break

16:00–17:00   

Closing remarks

Introduction: Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf (PRIF)

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (PRIF)

Prof. Dr. Jens Steffek (Technische Universität Darmstadt)

 

 Veranstalter: Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"


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Bis Ende September 2020

In der Goethe-Universität finden mindestens bis Ende September 2020 keine Präsenzveranstaltungen statt. Das Veranstaltungsprogramm des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" wird ebenfalls bis auf Weiteres ausgesetzt.

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