Strafrechtsprechung durch Algorithmen? Ausblicke auf die normative Ordnung Künstlicher Intelligenz

Vortrag

Donnerstag, 6. Juni 2019, 20 Uhr

Prof. Dr. Christoph Burchard (Professor am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität und Principal Investigator der Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann (Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften und Principal Investigator der Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität
Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg vor der Höhe

Um Anmeldung wird gebeten an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Weitere Informationen (pdf): Hier...

Über den Vortrag
Strafrechtsprechung durch fortschrittliche Algorithmen (oder Künstliche Intelligenz, KI) klingt wie Science Fiction. Doch der Eindruck täuscht: In den USA und China wird bereits KI eingesetzt, um Rückfallwahrscheinlichkeiten zu berechnen und um eine vergleichbare Strafzumessung in vergleichbaren Fällen sicherzustellen. Die Verheißung ist, dass Strafrechtsprechung durch KI objektiver, neu-traler und kohärenter wird und dass sich politische, insbes. demokratische Entscheidungen darüber, was Strafen bezwecken sollen, algorithmisch effektiver und effizienter umsetzen lassen als durch menschliche Richter und Staatsanwälte. In seinem Vortrag hinterfragt Christoph Burchard, wie diese Verheißungen einzuordnen und wie sie unsere bestehenden normativen (insbes. gesellschaftlichen und rechtlichen) Ordnungen zu transformieren in der Lage sind.

Über den Redner
Christoph Burchard ist Inhaber der Professur für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main sowie Principal Investigator am Exzellenzcluster »Die Herausbildung normativer Ordnungen«. Dort leitete er das Forschungsprojekt »Die Legitimation der Völkerstrafrechtsordnung – Normative Offenheit als legitimierendes Gut supranationaler Herrschaftsgewalt« und wird künftig das Forschungsfeld »Digitalisierung und Künstliche Intelligenz« mitverantworten. Seit dem Sommersemester 2019 ist er zudem Goethe-Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften, wo er über »Die normative Ordnung künstlicher Intelligenz« arbeitet.

Weitere Informationen zum Forschungsnetzwerk "Die normative Ordnung Künstlicher Intelligenz | NO:KI": Hier...

Veranstalter:
Forschungskolleg Humanwissenschaften und Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"


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