Frankfurter Stadtgespräch XX.

Glück. Fortuna und Felicitas: Ambivalenzen der Lebenskunst

21. April 2016, 19.00 Uhr

Stefan Sagmeister im Gespräch mit Prof. Dr. Martin Seel (Professor für Philosophie, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen").

Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzlcusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt

Eintritt frei

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in Zusammenarbeit mit dem Museum Angewandte Kunst und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main

Es scheint selbstverständlich, das Streben nach Glück als wesentlichen Bestandteil unserer Selbst- und Weltverhältnisse zu verstehen. Dabei betreffen Fragen des Glücks nicht nur die Einzelnen in ihrem konkreten Lebensvollzug – auch die Wissenschaften und Künste erforschen seine Bedeutung. Glück tritt überdies als Leitlinie gesellschaftspolitischer und rechtlicher Belange in Erscheinung und hat als pursuit of happiness sogar Einzug in die US-amerikanische Verfassung gehalten. Wie jedoch lässt sich der Begriff des Glücks konkreter bestimmen? Ist Glück Zufall oder Verdienst? Was sind gesellschaftliche und politische Bedingungen der Möglichkeit von Glück? Und was hat es mit der gegenwärtigen „Glückshysterie“ auf sich? Über diese und weitere Fragen diskutieren im XX. Frankfurter Stadtgespräch Stefan Sagmeister, Designer und Künstler, dessen Ausstellung The Happy Show im Museum Angewandte Kunst gezeigt wird, und Martin Seel, Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“.

Stefan Sagmeister ist Grafikdesigner und Künstler und arbeitete für diverse Klienten, unter anderem die Rolling Stones, HBO und das Guggenheim Museum. Nach seinem Studium in Wien erhielt er ein Fulbright-Stipendium am Pratt Institute in New York, wo er 1993 die Werbeagentur Sagmeister Inc. gründete. Er ist zweifacher Gewinner des Grammy sowie verschiedener international bedeutender Design-Awards. Sagmeister beschäftigt sich intensiv mit fundamentalen Themen des Lebens wie Glück oder Schönheit, die er auf ihre Bedeutung für den Alltag und ihr Verhältnis zum Design hin befragt. Seine Ausstellung „The Happy Show“ wurde weltweit bereits von über einer viertel Million Menschen gesehen und ist damit die meistbesuchte Grafikdesign-Ausstellung der Geschichte.

Martin Seel ist seit 2004 Professor für Philosophie mit den Forschungsschwerpunkten Theoretische Philosophie, Praktische Philosophie und Ästhetik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Er beschäftigt sich sowohl mit moralphilosophischen Fragen als auch mit solchen, die eine Ethik der Lebensführung betreffen sowie mit kunsttheoretischen Themen. Als Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ forscht Martin Seel zu Quellen moralischer Normativität und zu Rechtfertigungsnarrativen bzw. Gesetz und Gewalt im Kino. Das Thema Glück behandelte er unter anderem in den Publikationen „Versuch über die Form des Glücks. Studien zur Ethik“ (1995), „Ethisch-ästhetische Studien“ (1996), „Sich bestimmen lassen. Studien zur theoretischen und praktischen Philosophie“ (2002) und „111 Tugenden, 111 Laster. Eine philosophische Revue“ (2011).

Rebecca Caroline Schmidt hat an der Goethe-Universität Rechtswissenschaft studiert und ist seit Beginn der zweiten Förderperiode am 1. November 2012 Geschäftsführerin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen". Zuvor war sie bereits an unterschiedlichen universitären Forschungsprojekten sowohl wissenschaftlich als auch als Koordinatorin tätig.

 

 

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Bildergalerie:

  • Stefan Sagmeister, Grafikdesigner
  • Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Prof. Dr. Martin Seel, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

 


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