Veranstaltungen

Der Konflikt der Demokratien

Weitere Informationen in Kürze

Zur Zukunft der Demokratie in der Europäischen Union

Konferenz

4. November 2022

Nach Art. 2 EUV gründet sich die Europäische Union (EU) auf den Wert der „Demokratie“, welcher durch Art. 9 bis 12 EUV weiter ausgestaltet wird. „Demokratie“ ist dabei kein feststehender Begriff und wird durch viele Faktoren beeinflusst, die einem stetigen Wandel unterliegen. Die Tagung wird verschiedene Perspektiven einnehmen, um über die Zukunft der Demokratie in der EU zu diskutieren.
Diese Tagung richtet sich insbesondere an Nachwuchswissenschaftler*innen und soll einen Austausch mit Praktiker*innen ermöglichen.

Die Tagung findet via Zoom von 9 Uhr bis voraussichtlich 15 Uhr statt. Für die Teilnahme ist daher eine vorherige Anmeldung unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. bis zum 2. November 2022 nötig. Die Zugangsdaten erhalten Sie am Vortag zur Tagung.

Programm (.pdf): Hier...

Veranstalter: Merton Zentrum für Europäische Integration und Internationale Wirtschaftsordnung

 Das Wilhelm Merton-Zentrum für Europäische Integration und Internationale Wirtschaftsordnung an der Goethe-Universität veranstaltet am 4. November 2022 eine digitale Tagung zum Thema „Zur Zukunft der Demokratie in der Europäischen Union“. Diese Tagung richtet sich insbesondere an Nachwuchswissenschaftler*innen und soll einen Austausch mit Praktiker*innen ermöglichen.

Nach Art. 2 EUV gründet sich die Europäische Union (EU) auf den Wert der „Demokratie“, welcher durch Art. 9 bis 12 EUV weiter ausgestaltet wird. „Demokratie“ ist dabei kein feststehender Begriff und wird durch viele Faktoren beeinflusst, die einem stetigen Wandel unterliegen. Die Tagung wird verschiedene Perspektiven einnehmen, um über die Zukunft der Demokratie in der EU zu diskutieren.

Die Tagung findet via Zoom von 9 Uhr bis voraussichtlich 15 Uhr statt. Für die Teilnahme ist daher eine vorherige Anmeldung unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. bis zum 2. November 2022 nötig. Die Zugangsdaten erhalten Sie am Vortag zur Tagung.

Global gescheitert? Der Westen zwischen Anmaßung und Selbsthass

Buchvorstellung und Diskussion

Freitag, 14. Oktober 2022, Beginn 19 Uhr

Historisches Museum
Saalhof 1
60311 Frankfurt am Main

Jan Fleischhauer diskutiert mit der Autorin Susanne Schröter über ihre neuste Publikation "Global gescheitert? Der Westen zwischen Anmaßung und Selbsthass" (Herder Verlag 2022)

Öffentliche, kostenfreie Veranstaltung

Wie der Westen seine Glaubwürdigkeit zurückgewinnt
Selten schien der Westen so geschlossen wie zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Die Werte der Freiheit und Demokratie galt es gegen ein autokratisches System zu verteidigen. Doch hinter der vermeintlichen Geschlossenheit zeigten sich schnell die ersten Bruchstellen. Wie werden wirtschaftliche Zwänge mit politischen Zielen in Einklang gebracht? Wie viel sind dem Westen die eigenen Ideale wert? Dass sich dahinter ein tiefgreifendes strukturelles Problem des Westens verbirgt, zeigt die Ethnologin und Islamexpertin Susanne Schröter in ihrem neuen Buch. Angesichts der jüngsten Konflikte in der Ukraine, in Afghanistan und Mali sowie der Planlosigkeit westlicher Regierungen im Umgang mit Migrationsbewegungen, Islamismus und Cancel Culture diagnostiziert sie einen zwischen Hybris und Selbsthass gefangenen Westen, der unentwegt die Werte der Demokratie beschwört, sie aber gleichzeitig immer dann verrät, wenn es darauf ankommt. Befindet sich der Westen auf dem besten Weg, die eigene innen- wie außenpolitische Glaubwürdigkeit zu verspielen? In ihrem analytisch klugen und thesenstarken Buch gibt Susanne Schröter die Antwort.

Weitere Informationen zum Buch: Hier...

Veranstalter:
Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität

Krisenwissen kommunizieren

Erstes ConTrust Praxisforum

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Goethe-Universität Frankfurt
Campus Westend
Gebäude IG Farben | Lobby und Raum 411

In Zeiten von Krisen zeigt sich besonders deutlich, wie groß der gesellschaftliche und politische Bedarf an wissenschaftlichem Expert:innenwissen, gesicherten Informationen und vertrauenswürdiger Medienberichterstattung ist. Zugleich offenbart sich in diesen Phasen radikaler Ungewissheit, wie schnell die Autorität von Wissenschaft und Medien pauschal infrage gestellt und Wissen entwertet werden kann – etwa, wenn Expert:innen gegeneinander antreten und immer unverblümter für Politik eingesetzt werden, oder wenn uns die Informationsflut der digitalen „Instant-Kommunikation“ einem permanenten Wechselspiel von Gewissheit und Ungewissheit aussetzt.
Wie lassen sich derartige Dynamiken aufhalten oder abwandeln? Wie gelingt vertrauenswürdige und -bildende Kommunikation in Zeiten von Krisen und Konflikten? Und welche Rolle spielt dabei der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Medien, Politik und Bürger:innen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des ersten Praxisforums der Forschungsinitiative „ConTrust: Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“.
Als Forscher:innen ganz unterschiedlicher disziplinärer Hintergründe möchten wir mit Verteter:innen aus Medien, Politik und anderen Praxisbereichen in konstruktiven Austausch treten. Verschiedene Formate bieten dabei die Möglichkeit, thematische Zugänge zu diskutieren, Erwartungen zu formulieren, aber auch informell ins Gespräch zu kommen.

Programm (PDF): Hier…

Die Teilnahme am ConTrust Praxisforum ist kostenlos.
Zur Anmeldung schreiben Sie bitte eine formlose E-Mail an: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Programm:

13:00-14:00 Uhr | Lobby
Markt der Möglichkeiten
Eine multimediale Wandelhalle mit Einblicken in die Forschung der Initiative ConTrust und Möglichkeiten der Begegnung

14:00-15:30 Uhr | Seminarraum 411
„Ein Teil dieser Antworten könnte die Bevölkerung verunsichern“ –
Wissen und Kommunikation im Angesicht der Krise (Workshop)

In drei Beiträgen stellen ConTrust-Forscher:innen ihre Projekte zur Debatte
Mit: Dr. Greta Wagner, Dr. Florian Hoof und Sarah Brockmeier

15:30-16:00 Uhr | Lobby
Kaffeepause

16:00-18:00 Uhr | Seminarraum 411
„Wissenschaft und Medien: Eine Beziehung (in) der Krise?“
Diskussion im Fishbowl-Format u.a. mit Prof. Dr. Nicole Deitelhoff und Dr. Stefan Kroll

18:00-20:00 Uhr | Lobby
Markt der Möglichkeiten und Buffet

Das ConTrust Praxisforum wird durchgeführt im Rahmen der Transfertagung des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) vom 13.-14.10.2022 unter dem Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt? – Zwischen Wissenschaft und Praxis“. Alle Teilnehmer:innen sind eingeladen, auch die Einzelveranstaltungen der Transfertagung zu besuchen. Programm und weitere Informationen dazu finden Sie hier…

 

Veranstalter:
Forschungsinitiative „ConTrust. Vertrauen im Konflikt“ am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und dem Mercator Science-Policy Fellowship-Programm

Queer im Islam. Homosexualität und Transgender - Kulturelle Tradition oder religiöses Verbot?

Konferenz

Freitag, 7. Oktober 2022

Gebäude „Normative Ordnungen“
Goethe-Universität Frankfurt
Campus Westend
Max-Horkheimer-Str. 2

Anmeldung erforderlich unter: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Die Teilnahme ist kostenfrei

Statement zur Schirmherrschaft der Konferenz „Queer im Islam“ des Forschungszentrums Globaler Islam an der Goethe-Universität Frankfurt am Main am 7. Oktober 2022 von Staatsminister Kai Klose (PDF): Hier...

Programm (PDF): Hier...

Im Iran werden Homosexuelle hingerichtet, ein Geschlechtswechsel ist hingegen erlaubt. Transgender gilt nicht als schuldhaftes Vergehen, sondern als Schicksal. Auch in Pakistan, Oman und Indonesien sind sogenannte „dritte Geschlechter“ offiziell anerkannt. In der indonesischen Provinz Aceh jedoch, in der die Scharia streng befolgt wird, werden sowohl Homosexualität als auch Transsexualität mit staatlichen Strafmaßnahmen verfolgt. In den meisten islamisch geprägten Ländern existieren Gesetze gegen Homosexualität, weil diese angeblich gegen die göttliche Ordnung verstößt. Gegenüber Transgender wird oft liberaler reagiert, weil man glaubt, darin göttliches Wirken zu entdecken.
Ein Blick in die islamische Geschichte zeigt ebenfalls Widersprüchliches: Einerseits stand Homosexualität unter Strafe, gingen staatliche Organe mit äußerster Härte gegen jedwede Abweichung von einer heterosexuellen Norm vor, andererseits wurde Homosexualität im höfischen Umfeld offen gelebt und homoerotische Poesie erfreute sich allgemeiner Beliebtheit.

Unbestritten ist, dass Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen in der islamischen Welt religiös legitimiert und kulturell tradiert werden. Auch jenseits staatlicher Repression werden vor allem Homosexuelle durch Körperverletzungen, Zwangsverheiratungen und sogenannte „Ehrenmorden“ bedroht. Dazu kommen Übergriffe im öffentlichen Raum. Auch in Deutschland existiert Gewalt gegen queere Menschen. In strenggläubigen Familien ist es in den vergangenen Jahren zu Gewalt gegen Lesben, Schwule und Transpersonen durch Täter mit islamistischem Hintergrund gekommen. 2021 wurde ein schwuler Mann in Dresden von einem homophoben Islamisten bei einem Messerangriff getötet und sein Partner schwer verletzt. In Münster wurde im September 2022 ein Transmann getötet, in Bremen eine Transfrau verprügelt.

Auf der Konferenz „Queer im Islam“ wird das Thema in seinen religiösen, sozialen, historischen und rechtlichen Dimensionen von Experten erörtert. Dabei geht es einerseits um die Frage, wie Diskriminierungen und die Verfolgung queerer Menschen bis hin zur Todesstrafe theologisch gerechtfertigt werden, und welche Interpretationen des Korans und der Sunna für einen diskriminierungsfreien Islam herangezogen werden können. Es soll aber auch um die Diskrepanz zwischen Theologie und gelebtem Alltag in islamisch geprägten Ländern, um Fundamentalismus und liberalen Islam und um Erfahrungen von Muslimen in Deutschland gehen, die sich selbst als homosexuell, trans oder im weitesten als queer bezeichnen oder die sich grundsätzlich für Toleranz und Offenheit einsetzen.

Programm

11:30 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Susanne Schröter, Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“
Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungsverbundes „Normative Ordnungen“

12:00 Uhr
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Universität Münster
Theologische Einordnung von Homosexualität im Islam

12:45 Uhr
Tugay Sarac, muslimisch-schwuler Aktivist
"Liebe ist halal" Aktion der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin

13:30 Uhr
Mittagspause

14:30 Uhr
Ahmad Mansour, Diplom-Psychologe
Seelische und soziologische Risikofaktoren beim Coming-out junger Muslime

15:15 Uhr
Prof. Dr. Susanne Schröter, Direktorin des FFGI, Universität Frankfurt
Transgender in der Islamischen Welt. Ein Kulturvergleich

16:00 Uhr
Kaffeepause

16:30 Uhr
Podiumsdiskussion
Seyran Ates, Imamin/Berlin
Kween Gipsy, muslimische Dragqueen
Dr. Ali Ghandour, Universität Münster, Forschungsfellow AIWG  

Moderation: Prof. Dr. Susanne Schröter, Direktorin des FFGI, Universität Frankfurt    

17:30 Uhr
Verabschiedung

Veranstalter:
Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Krieg und Kriegsfolgen aus sozio- und psychoanalytischer Sicht

Symposium

Donnerstag, 27. Oktober 2022

Referierende: José Brunner (Tel Aviv), Karola Brede (Garzau), Vinzenz Hediger (Frankfurt), Heinz Weiß (Stuttgart/Frankfurt), Christine Kirchhoff (Berlin), Pawel Dybel (Warschau/Krakau), Pradeep Chakkarath (Bochum), Vera King (Frankfurt)

Sigmund Freud Institut
Myliusstraße 20
60323 Frankfurt/Main
Tel.: 069 971204 148

Anmeldung bitte online hier bis 21. Oktober 2022

Programm (pdf): Hier...

Hybrid Veranstaltung, die Teilnehmer:innenzahl in Präsenz ist begrenzt . Die Anmeldung wird erst gültig nach dem Erhalt einer Anmeldungsbestätigung

Veranstalter:
Organisiert in Kooperation von Sigmund-Freud-Institut/Goethe-Uni Frankfurt/M., Hans Kilian und Lotte Köhler-Zentrum Bochum und Internationale Psychoanalytische Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Forschungsinitiative "ConTrust. Vertrauen im Konflikt! am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Kunst_weggespart oder systemrelevant?

Die Pandemie, der Krieg in der Ukraine, die Inflation: Die finanzielle Belastung des Staates ist immens. Keine gute Zeit für die Kunst, die auf Subventionen angewiesen ist. Was aber bleibt, wenn wir uns nur noch auf Naturwissenschaft, Technik und Ökonomie konzentrieren? Ist nicht der Kern unseres gesellschaftlichen Zusammenhaltes von Kulturleistungen bestimmt, die in der Kunst immer wieder neu rezipiert und reflektiert werden? Allein die Errungenschaften, die in unserer Verfassung verankert sind, wären ohne die Kunst, Bildung und Kultur nicht denkbar. Es ist an der Zeit zu überdenken, ob die Freiheit der Kunst nicht auch ein Seismograph für die Freiheit unserer Gesellschaft ist.

Ziel der Reihe "DenkArt" ist, die öffentliche Debattenkultur zu pflegen und einen partizipativen Diskursraum zu gesellschaftlichen Themen der Gegenwart zu ermöglichen. Nach jedem Impulsvortrag der Reihe erhalten alle Zuhörer die Möglichkeit, in kleinen Gesprächsrunden zu jeweils zehn Personen die dargelegten Thesen und Analysen zu diskutieren und Fragen an die Rednerin oder den Redner zu formulieren. Die jeweilige Moderatorin des Abends sammelt diese Eindrücke ein und konfrontiert den eingeladenen Gast auf diese Weise mit den Fragen des Publikums.

Oktober 2022 bis Januar 2023

Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main

Die Tickets erhalten Sie an der Rezeption im Haus am Dom, im Internet unter ticket.hausamdom.de oder an den AD-Ticket-Vorverkaufsstellen adticket.de/vorverkaufsstellen

Übertragung auch per Livestream:
youtube.com/hausamdom

Programm (pdf): Hier...

Bitte beachten Sie, dass es gegebenenfalls kurzfristige Änderungen beim Ticketverkauf und Livestreaming-Angebot geben kann.


Programm:

Freitag, 28. Oktober 2022, 19.30 Uhr
Keine Kunst ohne Institutionen?
Ayse Asar, LL.M. (London), Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Moderation: Rebecca C. Schmidt, Forschungsverbund Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt a.M.

Montag, 19. Dezember 2022, 19.30 Uhr
Keine Kunst ohne Freiheit?  
Luk Perceval, Theaterregisseur
Moderation: Prof. Marion Tiedtke, Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt a.M. und Dramaturgin

Montag, 30. Januar 2023, 19.30 Uhr
Keine Gesellschaft ohne Kunst?
Prof. Dr. Juliane Rebentisch, Professorin für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
Moderation: Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor der Katholischen Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom Frankfurt a.M.

 

Veranstalter:
Katholische Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.. Unterstützt wird die Reihe durch die Sebastian-Cobler-Stiftung für Bürgerrechte.

Zu den vergangenen DenkArt- und Denkraum-Reihen

"Identität_Aber welche?": Hier...
"Solidarität_Aber wie?":
Hier...
„Der normalisierte Ausnahmezustand“:
Hier...
"Zukunft_Aber wie?"
: Hier...
"Verfassung_Aber wie?": Hier...

Widersprüchliche Weltmacht China – Was bedeutet der Aufstieg der Volksrepublik für die internationale Ordnung und für Europa?

Buchvorstelllung und Podiumsdiskussion

18. Oktober 2022, 18.30 Uhr

Frankfurter Salon
Braubachstraße 32
Frankfurt am Main

Mit:
Tim Rühlig, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
Pascal Abb, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Kristin Shi-Kupfer, Universität Trier

Moderation: Prof. Christopher Daase, Goethe Universität Frankfurt, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“

Der Aufstieg der Volksrepublik China zur Weltmacht wird in Europa vielfach mit Sorge beobachtet: Wie eng rücken China und Russland in Folge des Krieges in der Ukraine zusammen? Droht ein weiterer großer Krieg zwischen den USA und China um Taiwan? China ist nicht nur deshalb ein Systemrivale, weil sein autokratisches System und sein Staatskapitalismus im Wettbewerb mit Demokratie und Marktwirtschaft stehen. Zusätzlich wächst die Befürchtung, China könnte nach einer neuen Weltordnung streben.

Was bedeutet der Aufstieg der Volksrepublik für die internationale Ordnung und für Europa?

Zum Zeitpunkt des nationalen Parteikongresses der Kommunistischen Partei Chinas, auf dem Xi Jinping für weitere fünf Jahre als Machthaber bestätigt werden soll, diskutieren wir diese Frage. Die Podiumsdiskussion greift Tim Rühligs neues Buch „China’s Foreign Policy Contraditions“ (2022, Oxford University Press) auf. Das Buch basiert wesentlich auf zahlreichen Interviews mit Parteikadern und chinesischen Politikberater*innen. Es gibt seltene Einblicke in die strategischen Überlegungen, Legitimationssorgen, wirtschaftlichen Interessen und institutionellen Strukturen des chinesischen Parteistaates.

Über das Buch und Chinas Aufstieg diskutieren Dr. Tim Rühlig von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Prof. Kristin Shi-Kupfer, Sinologin und Politikwissenschaftlerin an der Universität Trier, sowie Dr. Pascal Abb, China-Experte und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. Die Veranstaltung wird von Prof. Christopher Daase vom Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt moderiert.

Veranstalter:
Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurter Salon, Heinrich Böll Stiftung Hessen, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

The Affective Logic of Populism: Trust, Distrust, and the Productivity of Conflict

ConTrust International Workshop, AG 5

2 and 3 December 2022

Hosted by Pavan Malreddy and Johannes Voelz

This conference assembles leading international scholars with expertise in political emotions and affects. Coming from a broad range of disciplines, including cultural geography, social psychology, sociology, anthropology, discourse studies, and political science, the speakers will explore the affective dimensions of the constellations of trust and distrust at work in contemporary populism and authoritarianism. Starting from the premise that populism and authoritarianism share global family resemblances that have to be contextualized with regional and historical specificity, the conference facilitates a debate between perspectives from the Global South and North.

Conceptually, we start from the premise that populist and authoritarian formations are held together by the interplay of organized internal trust and external distrust. We will explore the hypothesis that this interplay operates according to identifiable affective logics. Internally, trust is demanded and enforced through appeals to loyalty and solidarity, but trust is also generated through affective experiences ranging from ressentiment and rage to enthusiasm and love. These affects of internal trust are mobilized in conjunction with affects of distrust along friend/enemy lines. While the constellation of internal trust and external distrust has been explored from a range of scholarly perspectives, our conference contributes to a more detailed analysis of the range of affects at play as well as their internal logic. From this starting point, we also hope to be able to shed light on those ranges of affect that do not seem to fit neatly into the schema of internal trust/external distrust. Experiences such as apathy, boredom, and the simultaneous experience of joy and fear also belong to the affective repertoires of populism and authoritarianism, yet how they relate to the more widely discussed features of the populist and authoritarian experience so far has remained largely unexplained.

Forschungskolleg Humanwissenschaften
Am Wingertsberg 4
61348 Bad Homburg v.d. Höhe

Program (pdf): Click here…

Further information will follow

Program

Friday, 2 December 2022

12-13.00h
Conference Opening
Initial input by Pavan Malreddy (Goethe-University Frankfurt, ConTrust) and Johannes Voelz (Goethe-University Frankfurt, ConTrust)

13-14h
Lunch

14-15h
Ben Anderson (Professor of Geography, Durham, UK)

15-16h
Vera King and Ferdinand Sutterlüty (Sigmund Freud-Institut Frankfurt, Goethe-University Frankfurt, ConTrust / Institut für Sozialforschung)

16.30-17.30
Ricardo Pagliuso Regatieri (Associate Professor, Department of Sociology, Federal University of Bahia, Brazil)

17.30-18.30
Ruth Wodak (Em. Professor Dr DDr h.c., FAcSS, Distinguished Professor and Chair in Discourse Studies, Lancaster University/University Vienna)

Saturday, 3 December 2022

9.00-10.00
Pierre Ostiguy (Professor, Instituto de Ciencia Politica, Pontificia Universidad Católica de Chile)

10. 00-11.00
Shalini Randeria (Rector, Central European University, Vienna)

11.15-12.15
Ulrike Flader (Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IfEK), Postdoc in Bremen Excellence, Chair group „Soft Authoritarianisms“)

12.15-13.15
Ajay Gudavarthi (Professor of Politics, Jawaharlal Nehru University, Dehli)

13.15
Lunch

 

Presented by:
Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität und „ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Archiv (Veranstaltungen)

Über die folgenden Links gelangen Sie zu den Veranstaltungsarchiven der jeweiligen Jahre:

2022

2021

2020

2019

2018

2017

2016

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

Friedensfähig in Kriegszeiten - Friedensgutachten 2022

Book lɔ:ntʃ

19. September 2022, 13.00 Uhr

Mit: Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen, Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main und stellvertretendes geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK))

transcript Verlag 2022

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat die europäische Sicherheitsarchitektur zum Einsturz gebracht. Das Friedensgutachten 2022 analysiert die Eskalation, zeigt Folgen für die Ukraine und die Region auf und richtet den Blick auf die Neuausrichtung der deutschen und europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Neben den globalen Implikationen des Krieges werden auch die Erfolgsbedingungen und Grenzen von Sanktionen dargelegt und die Krise der globalen nuklearen Ordnung analysiert. Darüber hinaus zeigen die Untersuchungen zum globalen Konfliktgeschehen, dass internationalisierte Konflikte, dschihadistische Gewaltakteure sowie Gewalt und Diskriminierung gegen Frauen und LGBTQI*-Minderheiten neue friedenspolitische Akzente erfordern. Und die wegen Terrorgefahr, Pandemie und Extremismus stetig ausgeweiteten Kompetenzen der Sicherheitsinstitutionen im Innern der Demokratien bedürfen ebenfalls stärkerer demokratischer Kontrolle.

Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Gutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute (BICC / HSFK / IFSH / INEF) und erscheint seit 1987. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten untersuchen darin internationale Konflikte aus einer friedensstrategischen Perspektive und geben klare Empfehlungen für die Politik.

Gebäude "Normative Ordnungen"
Lounge, 5. OG
Goethe-Universität Campus Westend
Max Horkheimer Str. 2
60323 Frankfurt

Um Anmeldung an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. wird gebeten.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe: Hier...

Weitere Informationen zum Friedensgutachten und Download der Publikatiion: Hier...

Veranstalter:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Comparative Perspectives On Popular Music Production and Regulation Online

CEDITRAA-Workshop

Thursday and Friday, 14-15 July 2022

With:
Gregory D. Booth, Professor of Ethnomusicology, The University of Auckland
Zhen Troy Chen, Senior Lecturer in Digital Advertising, University of the Arts, London
Malebakeng Agnes Forere, Associate Professor of Law, University of Witwatersrand, Johannesburg
Ulrike Luttenberger, PhD student, University of Leipzig
Leonardo de Marchi, Professor of Communication, Federal University of Rio de Janeiro
Jimmyn Parc, Associate Professor of East Asian Studies, University of Malaya
John Schaefer, Associate Professor of Anthropology, University of Miami

Workshop Topic:
Despite multiple international agreements and conventions to harmonise intellectual property law, including mutual obligations to cooperate and protect cultural production, each country implements the laws related to its various immaterial cultural goods independently. International conventions provide guidelines, demanding minimal consensus. It is hardly surprising that there is a variety of designs, implementations, and interpretations of intellectual property law. At the example of popular music, this workshop discusses the variety of national interpretations for protecting immaterial productions that have emerged with the proliferation of the internet during roughly the past 25 years. It seeks to investigate in comparative perspective how the internet has transformed music production and consumption, the meanings of these developments for musicians and audiences and their opinions about the current situation of accessing and sharing music, as well as for other stakeholders involved in pushing legal amendments forward.

Organisers:
Ute Röschenthaler (JGU Mainz)
Alexander Peukert (GU Frankfurt, Normative Orders)

Program (pdf): Click here...

Online via Zoom: Please register in advance: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Presented by:
Ceditraa in cooperation with „ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sponsored by the Federal Ministry of Education and Reseach

International Summer School on “AI and Criminal Justice”

11. Juli 2022 - 15. Juli 2022

Luiss School of Law
Via Pola, 12
Rom, 00198 Italien

The International Summer School on “AI and Criminal Justice”, organized by  Luiss School of Law in cooperation with Goethe University Frankfurt am Main is an advanced course which gives a comprehensive and up-to-date overview  of the interrelations between AI and criminal justice.
The course is one-of-a-kind, as it will bring together internationally recognized academics and practitioners who will co-teach during the interdisciplinary modules of the course. The course will be held in person at Luiss University.
Course objectives: The International Summer School on “AI and Criminal Justice” aims at providing participants with a comprehensive knowledge, as well as conceptual and normative tools to understand and manage
opportunities and threats brought by the latest AI developments in the different areas of criminal justice.

To this purpose, the course will primarily give a solid background on how algorithms work, essential in order to gain a full expertise to combine the related advantages and disadvantages. Afterwards, lessons will be focused on
AI applications in the criminal justice area, exploring the use of AI as a supportive tool in the public and private sectors and training participants’ skills to frame and solve the criminal liability issues related to these
new agents coming on to stage.

Target: The International Summer School on “AI and Criminal Justice” is an advanced course open to graduates, PhD students, post-doctoral researchers as well as to practitioners from public and private sectors who intend to acquire an interdisciplinary and in-depth knowledge in the cutting-edge area of AI and criminal justice in its most recent developments at the international level. Course grading: 80% final exam and 20% class participation. The final exam consists in writing a short paper on a specific topic addressed during the course and approved by the coordinator/tutor.

Program (PDF): Click here…
For further information: Click here…

Veranstalter
Luiss School of Law in Kooperation mit dem Clusterprojekt „ConTrust: Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Antonio de Campos – Konzepte für Zaha Hadid. Zwischen Geniekult und geistigem Eigentum

Podiumsgespräch im Rahmen der Ausstellung "Antonio de Campos – Konzepte für Zaha Hadid"

7. Juli 2022, 19 Uhr

Deutsches Architekturmuseum / DAM Ostend
Henschelstraße 18
60314 Frankfurt am Main

Der Eintritt ist frei

Programm

Begrüßung Peter Cachola Schmal (Direktor DAM)

Kuratorische Einführung Yorck Förster (Kurator und Publizist)

Diskusison mit: Dr. Gärfin Friederike von Brühl (Anwältin für Immaterialgüterrecht, Urheber- und Medienrecht, juristische Vertretung des Kippenberger-Nachlasses), Antonio de Campos (Künstler, Architekt und Filmemacher), Prof. Dr.Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft, Co-Sprecher der Forschungsinitiative "ConTrust", Normative Orders) und Dr.Niklas Maak (Journalist und Architekturkritiker)
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität)

Video:

 

Die bis zum 28. August 2022 im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main laufende Ausstellung „Antonio de Campos – Konzepte für Zaha Hadid“ thematisiert neben den Möglichkeiten von Architekturdarstellung auch Fragen der Authorship, der Urheberschaft von Kunst und Konzepten.
Antonio de Campos, der in den Jahren 1990-1992 und 2003-2016 als künstlerischer Berater für Zaha Hadids Architekturbüro tätig war, war mit seinen konzeptuellen Arbeiten mehr, als nur ein Zuarbeiter für Hadids weltbekannte Architekturgemälde. Als damaliger „Artist Consultant“ für Zaha Hadid Architects ist ein wesentlicher Teil der berühmten Darstellungskonzepte und großformatigen Bilder seinem kreativen Schaffen und Werk zuzuordnen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von de Campos, welche als Konzepte für zahlreiche Architekturbilder dienten, die unter Zaha Hadids Namen vermarktet wurden.
In der Podiumsdiskussion soll das Verhältnis von Idee und konkreter Umsetzung eines Kunstwerks beleuchtet werden. Es wird zu diskutieren sein, welchen Einfluss die Reputation und die Bekanntheit einer kunstschaffenden Person und die Erwartung entsprechend eines „Geniekults“ an die Zuschreibung der Autorenschaft haben. Inwieweit rückt dann die praktische Umsetzung in der Anerkennung einer kunstschaffenden Person als Urheber*in eines Werkes in den Hintergrund? Macht ausschließlich die (Initial-)Idee als solche den Kern kreativen Schaffens aus oder nicht auch deren konkrete Realisation? Welche Rolle spielen dabei Modelle der Kollektivarbeit, etwa in Architekturbüros?

  • Yorck Förster (Kurator und Publizist)
  • Antonio de Campos (Künstler, Architekt und Filmemacher)
  • Niklas Maack (Journalist und Architekturkritiker), Dr. Gräfin Friederike von Brühl (Anwältin für Immaterialgüter-, Urhber und Medienrecht, juristische Vertretung des Kippenberger Nachlasses), Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität), Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft, Co-Sprecher der Forschungsinitiative "ConTrust", Normative Orders), Antonio de Campos (Künstler, Architekt und Filmemacher)
  • Niklas Maack (Journalist und Architekturkritiker)
  • Niklas Maack (Journalist und Architekturkritiker), Dr. Gräfin Friederike von Brühl (Anwältin für Immaterialgüter-, Urhber und Medienrecht, juristische Vertretung des Kippenberger Nachlasses)
  • Dr. Gräfin Friederike von Brühl (Anwältin für Immaterialgüter-, Urhber und Medienrecht, juristische Vertretung des Kippenberger Nachlasses)
  • Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft, Co-Sprecher der Forschungsinitiative "ConTrust", Normative Orders)
  • Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität), Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft, Co-Sprecher der Forschungsinitiative "ConTrust", Normative Orders), Antonio de Campos (Künstler, Architekt und Filmemacher)
  • Peter Cachola Schmal (Direktor des Deutschen Architekturmuseum)
  • Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität)
  • Yorck Förster (Kurator und Publizist)

Veranstalter:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum Frankfurt

Zukunft als Katastrophe

Internationaler Workshop

7. und 8. Juli 2022

Organisiert von Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Co-Sprecher der Forschungsinitiative "ConTrust") und Dr. Greta Wagner (Institut für Soziologie der TU Darmstadt, Forschungsinitiative "ConTrust")

Gebäude „Normative Ordnungen“ Raum 5.01 und Raum EG01/02
Max-Horkheimer Str. 2, 60323 Frankfurt
Anmeldungen unter: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Programm (PDF): Hier...

Programm:

Donnerstag, 7. Juli 2022 (Raum 5.01)

14:00 - 14:20
Begrüßung und Einführung: Vinzenz Hediger und Greta Wagner

14:20 - 15:15
Sighard Neckel: Krise und Kritik im Zeitalter der Katastrophen
Response: Rainer Forst

15:25 - 16:20
Christine Hentschel: Zukunft als Katastrophe im Jetzt: über affektive Verausgabungen am Abgrund
Response: Angelika Schwarz

16:30 – 17:25
Julian Genner: „Vertrauen aber kann ich nur mir und dem Bau“ – Mit Kafka im Prepper-Keller
Response: Nahla El-Menshawy

Freitag, 9. Juli 2022 (Raum EG01/02)

09:30 – 10:25
Vinzenz Hediger: „The Imagination of Desaster“ Eine Relektüre von Susan Sontag
Response: Chris Tedjasukamana

10:30 – 11:25
Florian Hoof: Schwellen digitaler Kulturen: Datenpolitik und Infrastrukturen der Systemstabilität
Response: Regina Schidel

11:30 – 12:25
Ulrich Bröckling: Apokalyptik als Regierungskunst
Response: Martin Saar

12:30 – 13:30
Mittagessen

13:30 – 14:25
Finn Schmidt: Die Klimakrise als Krise des Normvertrauens – Klimastrafrecht als zelebrierte Staatssymbolik
Response: Lukas Sparenborg

14:30 – 15:25
Nina Boy: Security capitalism: Risk without return
Response: Andreas Folkers

15:30 – 15:45
Abschließende Bemerkungen: Greta Wagner
Vertrauen und Konflikt unter Bedingungen desaströser Zukunftserwartungen

 

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Wirtschafts- und Währungsunion in Krisenzeiten

Crisis Talks

Mittwoch, 29. Juni 2022, 13 - 14 Uhr

Verfolgen Sie den deutschen Livestream auf dem Youtube-Kanal "Hessen in Berlin und Europa": Hier...

Unter folgender Adresse können Sie Fragen an die Panelisten stellen: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Der Livestream wird simultan verdolmetscht (Englisch/Deutsch).

Programm (pdf): Hier...

Begrüßung
Uwe Becker (Hessischer Staatssekretär für Europaangelegenheiten)
Dr. Stefan Kroll (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung/Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Impuls
Prof. Dr. Michael Koetter (Vizepräsident am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH))

Podiumsdiskussion
Michael Hager (Kabinettschef von Exekutiv-Vizepräsident der Kommission Valdis Dombrovskis, Europäische Kommission)
Prof. Dr. Michael Koetter
MdEP Dr. Joachim Schuster (Mitglied des Europäischen Parlaments)
MdEP Siegfried Mureşan (Mitglied des Europäischen Parlaments)

Moderation
Silke Wettach (Wirtschaftswoche)

Video:

 

Wirtschafts- und Währungsunion in Krisenzeiten
Für eine krisenfeste EU ist die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) eine zentrale Säule. Diese hatte sich nach der Wirtschafts- und Finanzkrise bewährt, steht aber durch die Belastungen der Staaten durch die Corona-Pandemie weiter vor großen Herausforderungen. Weitere Krisen wie etwa der Krieg in der Ukraine sowie die sich verschärfenden Herausforderungen des Klimawandels schaffen zusätzliche ökonomische Belastungen in einer nach wie vor fragilen Eurozone. Derzeit wird im Rahmen der Weiterentwicklung der WWU u.a. die Überarbeitung der Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts diskutiert. Während einige Mitgliedstaaten mehr Spielraum für Investitionen fordern und den Stabilitäts- und Wachstumspakt in seiner derzeitigen Ausprägung eher als Hindernis für wirtschaftliche Entwicklung wahrnehmen, stoßen diskutierte Aufweichungen bei anderen Mitgliedstaaten auf Vorbehalte. Der Crisis Talk diskutiert den aktuellen Stand des Reformprozesses und die vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen des Weiteren diskutierten Ideen z. B. einer Stärkung des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM.

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“
Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ geht in der Reihe Crisis Talks der Frage nach, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgehen sollte.

Veranstalter:
Die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich und das Leibnizforschungsnetzwerk „Umweltkrisen - Krisenumwelten“ gemeinsam mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Weitere Informationen zur Reihe "Crisis Talks": Hier...

Borders, Territory and Rights: Changing Legal Cartographies of Migration and Mobility

International Research Workshop

June 30 – July 1, 2022

Organized by Seyla Benhabib and Ayelet Shachar

De-territorialization measures enable states to create not only lawless zones but also “rightless subjects.” How can we prevent this erosion of rights-protection and the transformation of migrants into abject subjects?
Ayelet Shachar proposes that we stretch our political imagination and legal apparatus to “rein in” countries, for instance, by creating a link between the exercise of border-control powers and rights-protection mechanisms irrespective of where the encounter occurs between the migrant and state authority, in effect having “rights follow the (shifting) border.”
Seyla Benhabib asks members of the demoi to adopt a more radically cosmopolitan perspective that at once acknowledges their own responsibility in generating migratory movements while also focusing on more regional and local institutions of refugee
admittance, entry and integration.
This combination of institutional and democratic possibilities opens up new routes for resistance and claims making in a world of shifting borders and cosmopolitanism without illusions.
This workshop celebrates the creation of the Leibniz Research Group “Transformations of Citizenship” directed by Ayelet Shachar. The group focuses on questions of citizenship, migration, democratic inclusion, and the relationship between im/mobility and global inequality.

Goethe University Frankfurt
Building Normative Orders, Fifth Floor (5.01)
Max Horkheimer Str. 2
60323 Frankfurt

For further information please contact: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. or check out the following website https://citizenship.uni-frankfurt.de/

Program (PDF): Click here...

Program

Thursday, June 30, 2022

10:00 – 10:30
Welcome and opening remarks by Seyla Benhabib and Ayelet Shachar

Panel 1. RIGHTS: Rethinking national and international human rights protection
Chair: Ayelet Shachar

10:30 – 11:30
Hiroshi Motomura (UCLA), “Reflections on the Relationship Between Refugee Protection and Immigration Policy”
Michael Doyle (Columbia University), “When States Cannot Protect their Citizens from the Climate: Climate Induced Migrants and the Protection of Forced Migrants in the Model International Mobility Convention”

11:45 – 12:45
Cathryn Costello (Hertie School), “Flight from Ukraine, Group Protection and Equality between Refugees”
Paul Linden-Retek (University at Buffalo), “‘Safe Third Country’: A Theory of a Dangerous Concept and the Democratic Ends of International Human Rights”

Panel 2. GOVERNANCE: Democratizing shifting borders
Chair: Benjamin Boudou
 
14:00 – 15:30  
Svenja Ahlhaus (University of Hamburg), “Invited, Invented, and Inverted Representation of Refugees beyond Sovereign Borders”
Eva-Maria Schäfferle (Goethe University Frankfurt), “Justice and Democracy in Migration: A Demoi-cratic Bridge towards Just Migration Governance”
Frédéric Mégret (McGill University), “Should Refugees be Allowed to Choose Where They Claim Asylum?”

16:00 – 17:00  
Paulina Ochoa Espejo (Haverford College), “Three responses to shifting borders: Sovereigntism, cosmopolitanism, and the Watershed Model”
Elizabeth Cohen (Syracuse University), “Temporality, Bordering, and the Rights of People Seeking Refuge”

Friday, July 1, 2022

Panel 3. TERRITORY: Reconceptualizing the geography of states
Chair: Seyla Benhabib
 
10:00 – 11:30  
Nishin Nathwani (Yale University), “The Materiality of Territory”
Matthew Longo (Leiden University), “Against Gulliver: Linear Borders, Territoriality and the Problem of Naturalness”
Itamar Mann (University of Haifa), “What is maritime legal thinking?”

11:45 – 12:45  
Dana Schmalz (Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law), “The role of proximity for states’ obligations towards persons seeking protection”
Marcus Carlsen Häggrot (Goethe University Frankfurt), “Deterritorialised Legislatively Constituencies: A Conditional Defence”

Panel 4. BORDERS: Tracing transnational power relations
Chair: Eva-Maria Schäfferle
 
14:00 – 15:00  
Anna Jurkevics (University of British Columbia), “Private Borders, Hidden Territories”
Sibel Karadağ (Koç University), “Degrees of Temporality, Cycles of Mobility: The Case of Turkey”

15:15 – 16:45  
Marie-Eve Loiselle (University of Toronto), “UNHCR and Biometrics: Refugees’ Rights in a Legal No-man’s Land?”
Ayten Gündoğdu (Barnard College), “On the Lawful Lawlessness of Borders: Rethinking Extra-territorialization as a Technique of Racialized Governance”
E. Tendayi Achiume (UCLA), To Be Confirmed

 

Presented by:
The Transformations of Citizenship Leibniz Research Group, R. F. Harney Program in Ethnic, Immigration, and Pluralism Studies, Munk School of Global Affairs & Public Policy, University of Toronto, Max Planck Law, Research Centre "Normative Orders" of Goethe University and Research Initiative "ConTrust - Trust in Conflict. Political Life under Conditions of Uncertainty"

Der politische Kern des Strafrechts – Zwischen kritischer Theorie und Praxis

Workshop

23. und 24. Juni 2022

Organisation: Christoph Burchard und Benno Zabel, Frankfurt am Main

Weitere Information und Anmeldung unter: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Programm (PDF): Hier…

 

Programm:

Donnerstag, 23. Juni 2022

Begrüßung und thematische Einführung: Christoph Burchard / Benno Zabel

13.00 bis 15.00 Uhr

I. Demokratisierung des Strafrechts? Zum Verhältnis von Politisierung und Entpolitisierung

Klaus Günther: Strafrecht zwischen Politisierung und Entpolitisierung

Stephanie Classmann: Strafrecht als politischer Kompromiss: Realismus, Repräsentation, Regulierung

Benno Zabel: Von der Schwierigkeit, das Strafrecht politisch zu denken. Interventionen der kritischen Theorie

Kaffeepause

16.00 bis 18.00 Uhr

II. Die Krise der Strafrechtswissenschaft und Straflegitimation

Daria Bayer: Nietzsche, Paschukanis, Foucault. Überlegungen zum politischen Kern des Strafrechts

Martino Mona: Es gibt keinen politischen Kern des Strafrechts

Christoph Burchard: Woher nimmt „der“ Staat sein Recht zu strafen? Über das Vergessen des Politischen

Gemeinsames Abendessen

Freitag, 24. Juni 2022

10.00 Uhr bis 12.00 Uhr

III. Paradoxien des Freiheitsschutzes: Regressions- und Transformationskräfte

Boris Burghardt: Strafrecht als transformatives Instrument der Gesellschaftsgestaltung?

Franziska Dübgen: Der (neo)feministische Kampf um Macht und (Straf)Recht

Finn-Lauritz Schmidt: Die politische Ambivalenz des „Klimastrafrechts“

Gemeinsames Mittagessen

13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

IV. Zur Kritik von Institutionen, Gesetzgebung und Deutungshegemonien

Ralf Kölbel/ Tobias Singelnstein: Ungleichheit und Macht im Strafrecht

Eric van Dömming: Zum politischen Kern der Polizei

Kaffeepause

15.30 bis 17.30 Uhr

V. Aporien der Rechtsprechungs- und „Strafschmerzpolitik“

Liza Mattutat: Deutungshoheit organisieren! Das Recht als Infrastruktur zur Organisation von Hegemonie

Ruth Antonia Rosenstock: Das Ideal der unpolitischen Justiz und der Rechtspositivismus

Nicole Börgelein: Strafe und soziale Ungleichheit am Beispiel der Ersatzfreiheitsstrafe

 

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Trust and Affect

Monday, 20 June 2022

Workshop

Organization: Andreas Schindel and Prof. Dr. Martin Saar (Working group 4: “Knowledge”)

Gebäude „Normative Ordnungen“, Raum 5.01
Max Horkheimer Str. 2
60323 Frankfurt am Main

Please register in advance at This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Politicians gain trust by articulating the anger of some citizens in an authentic way. Past injuries persist over time and make it difficult for underprivileged social groups to develop general trust in society. Climate anxiety strengthens distrust in traditional political institutions and motivates political activists to experiment with new kinds of political action. The concept of trust seems to point towards a dimension of social life which exceeds conscious and calculative behaviour. In the literature on trust it is widely accepted that trust cannot be built in absence of knowledge, but that it is opposed to full knowledge as well. Hence, there is good reason to assume that the gap between incomplete knowledge and the willingness to trust a person or an institution is often bridged by feelings or emotions. The workshop will elaborate on this affective side of trust. In particular, we will discuss the (inter-)relation of affects and knowledge in the emergence, maintenance and loss of trust.

In the first session, we will discuss the general connection between trust and affect and different options to conceptualize affect as an aspect of trust. Since the necessity for trust is based on certain ontological conditions, the second session will focus on uncertainty and vulnerability as implications and general experiences of social and political life. This also concerns the question how to analyze the power of unforeseen events to cause intense affective reactions and the functioning of affective economies in the public sphere. In the third session, we will look at the politics of fear and its consequences for trust/distrust in political institutions, epistemic authorities and the wisdom of crowds.

Program

13:00 – 14:15 (Session 1)
Prof. Dr. Robert Seyfert (University of Kiel): Trust and Affect

14:15 – 14:45
Coffee Break

14:45 – 16:00 (Session 2)
Dr. Brigitte Bargetz (University of Kiel): (Dis)Trust and Fear

16:00 – 16:30
Coffee Break

16:30 – 17:45 (Session 3)
Prof. Dr. Christine Hentschel (University of Hamburg): Uncertainty – Vulnerability – Trust

 

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Contested Forms. A Workshop on Documentary, Trust and Conflict

13. Juni 2022 - 14. Juni 2022

Workshop

Organized by Laliv Melamed and Vinzenz Hediger (Working Group 5: Media)

Registration to Florian Hoof This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. is requested

Gebäude „Normative Ordnungen“, Raum 5.01
Max Horkheimer Str. 2
60323 Frankfurt am Main

Program (PDF): Click here…

How does documentary relate to trust and conflict? This workshop explores documentary as a tool of democratic deliberation. It starts from the assumption that we are approaching, or have already reached, a tipping point at which documentary is no longer just a means for articulating social conflict but has itself become a contested form. This has serious implications for trust in the veracity of documentary and trust in documentary as a means of political agency.
Documentary has always been more than the “creative treatment of actuality”. Documentary as a form of (audio)visual representation with privileged truth claims emerged in the 1920s in response to a perceived crisis of democracy and the seeming demise of the “omni-competent citizen” (Walter Lippman). As such, documentary has always been not just about representing reality, but about democratic deliberation and eliciting and enforcing certain norms of citizenship.  Social documentary is a particular case in point. Social documentary makes injustice visible. It puts the spectator in a position which political theorist Judith Skhlar has described as “passive injustice”, i.e. a position in which be become witness to injustice without assuming responsibility and doing something about it. Social documentary thus addresses – or interpellates, to use Althusser’s term – the spectator as a citizen with agency who can and should do something to correct the injustice to which she has become a witness.
Documentary in that sense is an integral part of what Pierre Rosanvallon proposes to call “counter-democracy”, i.e. that aspect of democratic governance which takes place outside of the electoral cycle and parliamentary representation and which takes shape in vigilance, the public denunciation of dysfunction and various forms of judgment to correct dysfunction. If counter-democracy is an “invisible institution” in the sense of Kenneth Arrow, then documentary can be understood as a highly visible part of that invisible institution – a form of practical resistance through organized distrust which, somewhat paradoxically, hinges on the trust invested in the documentary form by the citizen-subject.

The assumption of privileged agency of the presumed citizen-subject of (Western) liberal democracy connected to the truth-claims of documentary has been criticized by scholars such as Pooja Rangan in her work on the humanitarian impulse in documentary. But the assumption that the documentary representation of social and political injustice will create a consensus for action has run up against obstacles in documentary filmmaking practice as well. The emergence of digital portable camera devices, in particular smart phones, seem to quickly change the field of social and political action. Instant documentary footage uploaded to the internet triggered and sustained protest movements across the Middle East and North Africa in the early 2010s. The availability of digital cameras also seemed to create an opening for a documentary critique of the Israeli governance regime in the occupied territories. But it soon turned out that what we might call the accountability feedback look which promises to make the documentary visualization of injustice effective in democracies does not compensate for the absence of resilient democratic institutions in a country like Egypt, while in the occupied territories settler activists quickly tried to turn the privileged truth claims of the documentary form to their advantage and started making their own activist videos countering those of anti-settler activists, a dynamic closely observed an analyzed by Israeli documentary (or rather, meta-documentary) “The Viewing Booth” (2021). In a similar fashion we can observe that climate change sceptics and right-wing activists in Europe and the US ranging from the extreme right-wing German AfD party to Steve Bannon and Dinesh D’Souza produce documentaries to get their message across to their constituencies and rely on the inherent truth claims of the form in the hope of broadening their audience.

The documentary form, in other words, is no longer just a means for articulating social conflict. It has itself become a site of social and political conflict, a conflict which could also be described as a contest for the trust reflexively afforded the documentary form by audiences. In the ideal type of documentary, which addresses a citizen-subject in a liberal democracy, documentary will demand, but also foster what Mark Warren proposes to call “generalized trust”, i.e. trust in the ability of existing institutional arrangements to address social injustice, and trust in the willingness of other citizen-subjects to have the best interest of those suffering from social injustice at heart. Once documentary form itself becomes contested, it can become a source of particularized trust, the kind which binds together in-groups against out-groups (climate change deniers vs. climate activists, etc.). Through this transformation, however, the documentary form thus broadly understood shows resilience in conflict, so to speak, a continued ability to marshal the kind of trust in veracity which makes it an effective device for argument and deliberation regardless of context and content.

Taking Ra’anan Alexandrowicz’ “The Viewing Booth” as its point of departure, this workshop will explore documentary as a means for articulating conflict and as site of conflict and contest.

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Criminal Justice in light of Trust by Conflict?

Author’s Workshop

9. Juni 2022/12:00 - 10. Juni 2022/16:30

Gebäude „Normative Ordnungen“
Max Horkheimer Str. 2
60323 Frankfurt und online via Zoom

Organized by Prof. Christoph Burchard, Dr. Melina C. Kalfelis and Prof. Jonas Wolff (Working Group 2: Coercion and Sanctions)

Please register in advance: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Program:

Thursday, 9 June 2022

12.00-13.00
Brown-Bag Lunch with an Introduction to the Workshop

13.00-14.15
Klaus Günther (Goethe University Frankfurt am Main, in person): Coercion, Sanctions and Trust in Conflict
Discussant: Joshua Kleinfeld (Northwestern Law, virtual)

14.30-16.00
Lucia Michelutti (University College London, in person): Dis/trust and Extortion: Ethnographic Notes from North India
Discussant: Kriti Kapila (King’s College London, in person)
Discussant: Pavan Malreddy (Goethe University Frankfurt am Main, in person)

16.15-17.45
Christoph Burchard (Goethe University Frankfurt am Main, in person): (Musings on) A Vision of Predictive Criminal Justice (in light of trust, conflict, uncertainty, and coercion)
Discussant: Hadar Dancig-Rosenberg (Bar-Ilan University, Berkeley, virtual)
Discussant: Kiel Brennan-Marquez (UConn School of Law, virtual)

Friday, 10 June 2022

9.00-10.15
Tobias Singelnstein (Goethe University Frankfurt am Main, virtual): Crime as Conflict
Discussant: Tobias Wille (Goethe University Frankfurt am Main, virtual)

10.30-11.45
Jonas Wolff (Goethe University & Peace Research Institute Frankfurt, in person): Negotiating (mis-)trust in the construction of pluralist justice systems:
An explorative study on the Andean region
Discussant: Agustin Grijalva Jimenez (Universidad Andina Simón Bolívar)

Lunch

13.00-14.45
Sofiya Kartalova (Max Planck Institute for the Study of Crime, Security and Law, in person): Trust and the Procedural Requirements of Article 7(2) TEU: When More than One Bad Apple Spoils the Barrel

Armin von Bogdandy (Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law/ Goethe University Frankfurt am Main, tbc): How the European Rule of Law Can Support Democratic Transitions:
On the Criminal Responsibility of Biased Judges

15.00-16.30
Melina C. Kalfelis (Goethe University Frankfurt am Main, in person): Criminal Justice in the Moral Twilight. On Vigilantism, Trust, and Power
Discussant: Elísio Macamo (University of Basel, tbc)
Discussant: Nestor Zanté (University of Würzburg, virtual)

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Listening in Crip Time: Toward New Forms of Documentary Trust

Contrust Speaker Series

Tuesday, 7 June 2022, 4.15 pm

Pooja Rangan (Associate Professor of English and Chair of Film and Media Studies, Amherst College)

Building „Normative Ordnungen“, Goethe University, EG 01
Max Horkheimer Str. 2
60323 Frankfurt am Main

and online via Zoom

Registration at This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. is requested 

In a recent provocation regarding the crisis of the journalistic arts, Brett Story argues that the future of documentary “lies in building new forms of trust.” Story has in mind a collectivized structure for sharing resources and risk that make the field as a whole more accessible, by giving people room to develop skills, work, and relationships that serve their social needs and the common good rather than the demands of a market that pits them against each other. My talk – grounded in readings of Hara Kazuo’s Goodbye CP (1972) and Jordan Lord’s Shared Resources (2021, shown at Visible Evidence Frankfurt), and drawn from my current book project, On Documentary Listening – centers the importance of disability expertise and access activism in reimagining documentary trust. Whereas access is conventionally understood in industry parlance in adversarial terms, as a leveraging of influence or trust to gain entry into realms deemed to harbor documentary value, these films offer portals to a crip vision of access understood as a shared responsibility. They model approaches to listening that cultivate the social capacity for this vision by bending the clock away from the ableist values of productivity, self-sufficiency, and independence.

Pooja Rangan is a documentary scholar based in Amherst College, where she is Associate Professor of English and Chair of Film and Media Studies. Rangan is the author of the award-winning book Immediations: The Humanitarian Impulse in Documentary (Duke UP, 2017) and co-editor of Thinking with an Accent: Toward a New Object, Method, and Practice (forthcoming from UC Press, 2023). She is currently completing a book titled On Documentary Listening, and co-authoring a book with Brett Story on abolitionist documentary.

ConTrust Speaker Series
A standard assumption of research is that trust and conflict stand in opposition and exclude one another. ConTrust questions that assumption and inquires into the dynamics of trust and conflict in various contexts of social life. Can trust arise in, manifest itself and be stabilized in conflicts rather than apart from them? What are the conditions for that?

Video:

 

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ - ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Rule of Law and Democracy

Online Lecture Series

The crisis of democracy we face today triggers many questions about the very concept of democracy as well as its interaction with other political ideals.
Some of those who embody this crisis claim to speak in the name of the people and contradict, at the same time, the most basic democratic institutions of Constitutional states. That pushes us to look at one highly contested issue, which is the relation between democracy and the rule of law ideal. Are they based on contradictory principles, and united, paradoxically, in Constitutional Democracies - as Habermas has pointed it out? Are they completely independent one from another - as some other scholars believe? Does it make sense to talk about a democratic rule of law ideal?
The Lecture Series on Rule of Law and Democracy attempts to address this issue from a multidisciplinary perspective. History, Philosophy of Law and Political Philosophy are here brought together to enrich and shed different lights on this old debate that revives once again.

Organized by Dr. Sofie Møller (Goethe University, Normative Orders) and Carlos Gálvez Bermúdez (Goethe University, Normative Orders)

Online via Zoom. Registration at This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. is required.
The login data will be sent after registration.

Programme:

June 17, 17:00 (CEST)
Prof. Neil Walker (Edinburgh): The Burden of the European Constitution
Commentator:
Prof. Sandra Seubert (Goethe University)

 

June 22, 18:00 (CEST)
Prof. Seana Valentine Shiffrin (UCLA): Democratic Law
Commentator:
Carlos Gálvez Bermúdez (Goethe University, Normative Orders)

 

July 4, 17:00 (CEST)
Prof. David Dyzenhaus (Toronto): The Legal Experience of Injustice
Commentators:
Prof. Uwe Volkmann (Goethe University)
Dr. Chiara Destri (Goethe University, Contrust)

 

 

Presented by:
Research Centre "Normative Orders" of Goethe University

The Crises of International Law and its Implications for the Refugee Convention

Public Lecture

Wednesday, 29 June 2022, 6.00 pm

Public Lecture by Prof. Seyla Benhabib (Columbia/Yale)
Welcome Comments by Prof. Rainer Forst (Frankfurt)
Introduction by Prof. Ayelet Shachar (Toronto/Frankfurt)

Building “Normative Ordnungen” | Room EG 01 + 02 (ground floor)
Max-Horkheimer Str. 2 | 60323 Frankfurt am Main

Mandatory registration at: https://citizenship.uni-frankfurt.de

Video:

 

Presented by:
The Transformations of Citizenship Leibniz Research Group, R. F. Harney Program in Ethnic, Immigration, and Pluralism Studies, Munk School of Global Affairs & Public Policy, University of Toronto, Max Planck Law, Research Centre "Normative Orders" of Goethe University and Research Initiative "ConTrust - Trust in Conflict. Political Life under Conditions of Uncertainty"

Three Faces of Capitalist Labor: Uncovering the Hidden Ties between Gender, Race, and Class

Public Lecture

Thursday, June 23, 2022, 18:15

Public Lecture by Prof. Nancy Fraser (New School/New York)

Building “Hörsaalzentrum” | Room HZ 3
Campus Westend | Goethe-Universität Frankfurt

Presented by:
Kolleg-Forschergruppe "Justitia Amplificata", Leibniz-Forschungsgruppe Transnationale Gerechtigkeit der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main und „ConTrust“ - ein Clusterprojekt des Landes Hessen

Book Symposium on Climate Justice

Symposium

June 7-8 2022

It is a truism that climate change is among the most difficult and urgent tasks that humanity faces today. Over the last decades, there has been a vivid academic debate in political philosophy and political theory about the ethical dimension of a changing climate. This year marks not only the publication of the newest IPCC report, but also of four new books by internationally recognized academics in the field of climate justice. Additionally, what these books also have in common is that they aim to address a wider audience and put forward the case for why we should act now and what climate justice means in a fundamentally unjust world.

This hybrid event will feature the discussion of the new publications on climate justice, which include Elizabeth Cripps’ “What Climate Justice Means and Why We Should Care”; Catriona McKinnon’s “Climate Justice and Political Theory”; Darrel Moellendorf’s “Mobilizing Hope: Climate Change and Global Poverty” as well as Henry Shue’s “The Pivotal Generation: Why We Have A Moral Responsibility to Slow Climate Change Right Now”.

Registration is required both for hybrid and in-person attendance. Please note that seating is very limited. Please register with Ellen Nieß: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Program (pdf): Click here...

Program

Tuesday June 7th 2022
Venue: Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg, Großer Salon (Villa Reimers) 

11.15
Welcome
Darrel Moellendorf
& Lukas Sparenborg (Frankfurt)

11.30
Elizabeth Cripps (Edinburgh) “What Climate Justice Means and Why We Should Care”
Commentators: Hanna Schübel (Fribourg) / Jamie Draper (Oxford)

13.00
Lunchbreak

14.00
Henry Shue (Oxford): “The Pivotal Generation: Why We Have A Moral Responsibility to Slow Climate Change Right Now”
Commentators: Säde Hormio (Helsinki) / Lukas Sparenborg (Frankfurt)

Wednesday, June 8th 2022
Venue: Forschungsverbund „Normative Ordnungen“, Goethe-Universität Frankfurt, Room EG.01 

10.00
Catriona McKinnon (Exeter): “Climate Justice and Political Theory”  
Commentators: Laura García-Portela (Fribourg) / Joshua Wells (Dods Political Consultant)

11.45
Darrel Moellendorf (Frankfurt): “Mobilizing Hope: Climate Change and Global Poverty” 
Commentators: Eva Weiler (Duisburg-Essen) / Alex McLaughlin (Cambridge) 

14.30
Public Event: Book Launch and Discussion
Venue: Forschungsverbund “Normative Ordnungen”, Room: EG.01 
During this public event, the four authors will come together, present their books, and discuss urgent and just responses to climate change.
Moderator: Rebecca C. Schmidt (Managing Director, Normative Orders).

Presented by:
Research Centre “Normative Orders” of Goethe University, Forschungskolleg Humanwissenschaften (Institute for Advanced Studies in the Humanities) and "ConTrust. Trust in Conflict. Political Life under Conditions of Uncertainty" - a cluster project of the State of Hesse

: Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg, Großer Salon (Villa Reimers) 

Vorführung und Podiumsgespräch zum auf dem Campus Westend gedrehten Kino-Film CONTRA

Podiumsgespräch

13. Mai 2022, 16.45 Uhr

Im Gespräch Tom Spieß (u.a Das Wunder von Bern, Deutschland. Ein Sommermärchen) und Christoph Müller (u.a. Sophie Scholl, Er ist wieder da, Goethe!)

Moderation:
Dr. Stefan Kroll (Leiter Wissenschaftskommunikation, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Assoziiertes Mitglied der Forschungsinitiative „ConTrust“ an der Goethe Universität)

Hörsaalzentrum HZ6
Theodor-W.-Adorno-Platz 1
60323 Frankfurt am Main

Die fwwg in Kooperation mit den Kritischen Ökonomen und der Forschungsinitiative "ConTrust - Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit" am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" zeigen die auf dem Campus Westend gedrehte, preisgekrönte Komödie CONTRA und sprechen mit den Erfolgsproduzenten Tom Spieß und Christoph Müller über ihr Werk.

Im Anschluss laden die Veranstalter zu einem Get-Together auf der Terrasse und im 3. OG des HZ ein. Die Vorführung ist kostenlos.

Weitere Informationen: Hier...

Veranstalter:
fwwg - Frankfurter Wirtschaftswissenschaftliche Gesellschaft mit den Kritischen Ökonomen und der Forschungsinitiative "ConTrust - Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit" am Forschungsverbund "Normative Ordnungen"

Contested Solidarities: Agency and Victimhood in Anglophone Literatures and Cultures

32nd Annual Conference of the Association for Anglophone Postcolonial Studies (Gesellschaft für Anglophone Postkoloniale Studien / GAPS)

26. Mai 2022 - 29. Mai 2022

Goethe University
Campus Westend
Casino Building
Norbert-Wollheim Platz 1
60329 Frankfurt

If Anglophone literatures and cultures worldwide once sprang from a contested terrain of solidarities emerging in the shadow of colonialism, many of them have been struggling with the legacies of these solidarities, with ideals of liberation that turned into new forms of oppression, and with the clamorous or muted appeal of old and new victimhoods for more than half a century now. Ethnic, racial or national victimhood and solidarity have been invoked in a cynical politics of exclusion all over the globe – from an aggressive assertion of Hindu hegemony in India to the militant Buddhism in the guise of nationalism in Sri Lanka and Myanmar, the abuse of anticolonialism as an ideology of oppression in Zimbabwe. In a quite different setting, victimhood has also become a mainspring of the anxiety-infested xenophobia spawned by right-wing populism in contemporary Europe. At the same time, the oppression of minorities and the plight of political, economic and environmental refugees has generated new forms of sociality as well as solidarity.

While the 21st century has seen the exhaustion of ‘enchanted’ or ‘unconditional’ solidarities rallying around idealized images of oppressed ‘postcolonial’ or ‘third world’ collectivities, sections of academia continue to see ‘resistance’ as form of catharsis, or even a panacea for a myriad of victimhoods and grievances. Yet, Anglophone literary texts and cultural productions themselves have long since engaged in self-reflexive encounters that have undermined trite formulations of perpetrators and victims and have explored the tribulations of what Michael Rothberg has recently called ‘implicated subjects’ (2019): all modern subjects are involuntarily implicated both in the history of oppression and victimhood, often simultaneously – not only in the formerly colonizing, but also in the formerly colonized regions of the world. More often than not, these implications, which call for a ‘disenchanted’ or ‘conditional’ solidarity that holds the abuses of victimhood in the name of agency accountable, cut across habitual East/West or North/South divides: as large parts of the world are rightly admiring civil resistance against the current military rulers of Myanmar and deploring the overthrow of Aung San Suu Kyi, the memory of how her own government was complicit with the persecution of the Rohingya minority in Burma seems to be waning. At the same time, European admonitions to respect democracy and protect the Rohingya refugees are timely but hardly beyond reproof given the background of calculated misery in its refugee camps in the Mediterranean and unceasing daily deaths at its external frontiers.

The 2022 Annual Conference of the Association for Postcolonial Anglophone Studies (GAPS) will engage in a wide-ranging reassessment of implicated subjects, of the uses and abuses of victimhood, of different forms of agency, and of the manifold implications of English as a medium of literary and cultural expression in anglophone literatures, cultures and media. Participants are invited to scrutinize fictional encounters with ‘internal’ forms of oppression, with the ‘enemy within’ (Nandy) and ‘the danger of a single story’ (Adichie), or the excessive display of wealth and power by local bourgeoisies (Mbembe). They are also encouraged to engage in a self-reflexive discussion on the role of ‘unconditional’ and ‘conditional’ solidarities in Anglophone literary cultures and on the role of victimhood in recent debates on globalization, world literature and the Anthropocene. Furthermore, participants may wish to tackle the new solidarities expressed through concepts such as cosmopolitanism (Appiah), Afropolitanism (Selasi), conviviality (Gilroy) or environmental justice and to explore the role of anglophone literatures and cultures as ‘resources of hope’ (Raymond Williams). Participants are further welcome to focus on transitions from a politics of victimhood to a poetics of agency in anglophone literatures and cultures and to scrutinize the role of English in plurilingual contact zones across the world.

Conference convenors: Kathrin Bartha, PhD (Institute for English and American Studies, Goethe University Frankfurt), Dr. Pavan Kumar Malreddy (RInstitute for English and American Studies, Goethe University Frankfurt, Research Initiative "ConTrust") and Prof. Dr. Frank Schulze-Engler (Institute for English and American Studies, Goethe University Frankfurt)

Contact: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it..">This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it..

Registration is required: Here...
For further information: Click here...

Presented by:
Gesellschaft für Anglophone Postkoloniale Studien / GAPS in Zusammenarbeit mit "ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Contestation and Change in International Organizations

Workshop

28 - 29 April 2022

Convenors: Prof. Dr. Lisbeth Zimmermann, Dr. Nele Kortendiek and Lily Young.

Building „Normative Orders“ Max-Horkheimer-Str. 2
Frankfurt am Main, 60323

Registration at This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. is required

Programm (pdf): Click here...

Programm:

Thursday, 28 April 2022

9h00
Registration and Coffee

9h30
Welcome and Introduction

Part I: International Organizations under Pressure? External and Internal Contestation Dynamics

10h00
Anna Holzscheiter (TU Dresden) and Andrea Liese (Potsdam University): “Disentangling IO Responses to Norm Collisions. A Typology“
Discussant: Jonas Tallberg

11h00
Coffee Break

11h30
Felix Anderl (University of Marburg) and Michael Hißen (Zeppelin University Friedrichshafen): “Food Sovereignty Movement vs. Agribusiness: The UN Food Regime as a Battlefield”
Discussant: Ole Jacob Sending

12h30
Lunch Break

14h00
Catherine Weaver (The University of Texas at Austin) and Mirko Heinzel (Potsdam University): “Intellectual Monopolies and Ideational Change in International Financial Institutions”
Discussant: Leonard Seabrooke

Part II: To Change or Not to Change? How International Organizations React to Contestation

15h00
Leonard Seabrook (CBS) and Ole Jacob Sending (NUPI): “Institutional Ecologies and Organizational Change in Global Governance” (hybrid)
Discussant: Thomas Sommerer

16h00
Coffee Break

16h30
Lisbeth Zimmermann, Nele Kortendiek and Lily Young (Goethe University Frankfurt): “Open for Change? Explaining WHO’s and UNICEF’s Reactions to Contestation by Affected Groups”
Discussant: Antje Vetterlein

Friday, 29 April 2022

9h00
Nicola Piper (Queen Mary University of London) and Laura Foley (University College Dublin): “Moving the Goalposts in Qatar via Multi-Actor Governing Networks: The role of the ILO” (hybrid)
Discussant: Anna Holzscheiter

Part III: Open, Networked, Donor-Driven? Patterns and Drivers behind Policy Change in International Organizations

10h00
Alexander Kentikelenis (Bocconi University Milan) and Leonard Seabrooke (CBS): “How Global Boardrooms Shape the World Polity: A Social-Organizational Approach to Global Script-Writing"
Discussant: Andrea Liese

11h00
Coffee Break

11h30
Carl Vikberg (Stockholm University), Thomas Sommerer (Potsdam University) and Jonas Tallberg (Stockholm University): “False Promise? Non-State Actor Access and Participation in Global Governance”
Discussant: Felix Anderl

12h30
Lunch Break

13h30
Nicole Deitelhoff (PRIF): “Legitimacy Policy through Dialogue Forums? Global Economic Institutions and their Critics”
Discussant: Catherine Weaver

14h30
Wrap-Up and Further Plans
Rapporteurs: Nicole Deitelhoff and Laura Foley

15h30
Coffee and Farewell

Presented by:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main and Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Power in Uncertainty: Exploring the Unexpected in World Politics

DER TERMIN WURDE ABGESAGT UND WIRD ZU EINEM SPÄTEREN ZEITPUNKT NACHGEHOLT!

Contrust Speaker Series

Wednesday, 1 June 2022, 4.15 pm

Prof. Peter J. Katzenstein (Walter S. Carpenter, Jr. Professor of International Studies)

Building „Normative Ordnungen“, Goethe University, EG 01
Max Horkheimer Str. 2
60323 Frankfurt am Main

und online via Zoom

Eine Anmeldung an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. ist erforderlich. Die Logindaten werden nach Anmeldung übermittelt.

ConTrust Speaker Series
A standard assumption of research is that trust and conflict stand in opposition and exclude one another. ConTrust questions that assumption and inquires into the dynamics of trust and conflict in various contexts of social life. Can trust arise in, manifest itself and be stabilized in conflicts rather than apart from them? What are the conditions for that?

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ - ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Crisis Talk: Konferenz zur Zukunft Europas: Partizipation in Zeiten der Krise

Crisis Talks

Donnerstag, 28. April 2022, 13 - 14 Uhr

Verfolgen Sie den deutschen Livestream auf dem Youtube-Kanal "Hessen in Berlin und Europa": Hier...

Please put questions to the panelists here: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Please register here: https://eu.hessen.de/crisistalk/
Der Livestream wird simultan verdolmetscht (Englisch/Deutsch).

Programm (pdf): Hier...

Video:

 

Begrüßung
Lucia Puttrich
Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten
Dr. Stefan Kroll
Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung/Goethe-Universität Frankfurt am Main

Impuls
Sarah Brockmeier
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und Non-resident Fellow am Global Public Policy Institute (GPPi) Berlin

Podiumsdiskussion
Stephanie Hartung
Nationale Bürgervertreterin Deutschland bei der Konferenz zur Zukunft Europas (CoFoE); Mitbegründerin und Vorstand Pulse of Europe e.V.
Sarah Brockmeier
Prof. Dr. Gianluca Sgueo, LL.M
Senior Associate Fellow and Adjunct Professor at the Brussels School of Governance

Moderation
Matthias Kolb
Süddeutsche Zeitung

Konferenz zur Zukunft Europas: Partizipation in Zeiten der Krise
In welchem Europa möchten wir leben? Dies ist die Kernfrage der „Konferenz zur Zukunft Europas“, welche im Frühjahr des vergangenen Jahres begann. Die Konferenz bietet eine erstmals in dieser Form durchgeführte Möglichkeit der demokratischen Beteiligung. Alle EU-Bürgerinnen und -Bürger sind aufgerufen, im Rahmen einer Onlineplattform und in europäischen und nationalen Bürgerforen ihre Ideen über die europäische Zukunft einzubringen und mit einander zu diskutieren. Der „Zwischenbericht“ zur Konferenz ist für den 9. Mai 2022 geplant. Wir möchten reflektieren, ob die Konferenz die Erwartungen an eine neue Form der aktiven Partizipation der Bürgerinnen und Bürger bisher zu erfüllen vermochte: Welche Personen und Gruppen haben sich beteiligt? Was zeigt der Prozess auch für vergleichende Forschungen zur europäischen Demokratie? Hatte die Pandemie einen besonderen Einfluss auf die Partizipation im Rahmen der Konferenz? Bei der Veranstaltung soll diskutiert werden, inwieweit die Konferenz ihre Ziele bisher erreichen konnte oder noch mit dem „follow up“ erreichen kann und ob diese Form der Bürobeteiligung ein Modell für die Zukunft ist.

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“
Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ geht in der Reihe Crisis Talks der Frage nach, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgehen sollte.

Veranstalter:
Die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich und das Leibnizforschungsnetzwerk „Umweltkrisen - Krisenumwelten“ gemeinsam mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Weitere Informationen zur Reihe "Crisis Talks": Hier...

 

The social circumstances of epistemic trust

Contrust Speaker Series

Wednesday, 6 July 2022, 6.15 pm

Lecture by: Prof. Dr. Lisa Herzog (Centre for Philosophy, Politics and Economics der Universität Groningen)

Online via Zoom. Please register in advance: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

ConTrust Speaker Series
A standard assumption of research is that trust and conflict stand in opposition and exclude one another. ConTrust questions that assumption and inquires into the dynamics of trust and conflict in various contexts of social life. Can trust arise in, manifest itself and be stabilized in conflicts rather than apart from them? What are the conditions for that?

Video:

 

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ - ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

State-led Repression, low trust levels and Mobilization in the MENA

Contrust Speaker Series

Wednesday, 22 June 2022, 6.15 pm

Lecture by: Prof. Nadine Sika (Associate Professor of Comparative Politics, American University in Cairo, Cairo, Egypt)

Nadine Sika is associate professor of Comparative Politics at the American University in Cairo.  She was Humboldt Foundation Visiting Fellow at the German Institute for International and Security Affairs in Berlin (2014-2015).  She is the book reviews editor of Mediterranean Politics, and associate editor of Democratization.

Nadine Sika is currently a Fellow of the Research Initiative "ConTrust: Trust in Conflict - Political Life under Conditions of Uncertainty". Further infomnation: Here...

Online via Zoom. Please register in advance: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

ConTrust Speaker Series
A standard assumption of research is that trust and conflict stand in opposition and exclude one another. ConTrust questions that assumption and inquires into the dynamics of trust and conflict in various contexts of social life. Can trust arise in, manifest itself and be stabilized in conflicts rather than apart from them? What are the conditions for that?

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ - ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

The Clemency Scenario: Trust and Scale in European Political Drama, 1787-1830

Contrust Speaker Series

Monday, 9 May 2022, 6.15 pm

Lecture by: Prof. Dorothy Noyes (Ohio State University)

Video:

 

This talk examines the modeling of political relations - negative and positive reciprocity, estrangement and accommodation-- in late absolutist and Restoration drama. The scenario of princely clemency, which takes shape with Corneille and is finally smashed up by Verdi, continually reworks the problematic transition of scale between the interpersonal politics of court society and the mediated governance of the modern imperial state.  Mozart and Mazzolà's La Clemenza di Tito (1791) depicts the bourgeois reform of aristocratic factionalism as enabled by increasingly costly investments of trust. Schiller's Don Carlos (1787) and Hugo's Hernani (1830) dramatize divergent pathologies of trust as the distance widens between ruler and ruled. In examining how these historical dramas stage contemporary political tensions, I will reflect on the affordances of what Bakhtin called the "sensuous thought" of the arts in the conduct of intellectual history.

Dorothy Noyes is College of Arts & Sciences Distinguished Professor of English, with a joint appointment in the Department of Comparative Studies. Noyes studies political performance and the traditional public sphere in Europe, with an emphasis on how shared symbolic forms and indirect communication facilitate coexistence in situations of endemic social conflict. She also writes on folklore theory and the international policy careers of culture concepts. Among her books are Fire in the Plaça: Catalan Festival Politics After Franco (University of Pennsylvania Press, 2003); Humble Theory: Folklore’s Grasp on Social Life (Indiana University Press, 2016); and Sustaining Interdisciplinary Collaboration: A Guide for the Academy, co-authored with Regina F. Bendix and Kilian Bizer (University of Illinois Press, 2017). Her current book projects are Exemplary Failures: Gesture and Emulation in Liberal Politics and, co-edited with Tobias Wille, The Global Politics of Exemplarity. Noyes served as President of the American Folklore Society in 2018 and 2019, and received the Society’s Kenneth Goldstein Award for Lifetime Academic Leadership. She has lectured or taught in more than 20 countries, and in 2019 was awarded an honorary doctorate from the University of Tartu. In 2021 she received the Ohio State University’s Distinguished Scholar Award. In summer 2022 she will begin an appointment as Director of Ohio State’s Mershon Center for International Security Studies.

Prof. Dorothy Noyes is currently a Fellow of the Research Initiative "ConTrust: Trust in Conflict - Political Life under Conditions of Uncertainty". Further infomnation: Here...

Gebäude „Normative Ordnungen“
Max Horkheimer Str. 2
60323 Frankfurt and online via Zoom

Please register in advance: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

ConTrust Speaker Series
A standard assumption of research is that trust and conflict stand in opposition and exclude one another. ConTrust questions that assumption and inquires into the dynamics of trust and conflict in various contexts of social life. Can trust arise in, manifest itself and be stabilized in conflicts rather than apart from them? What are the conditions for that?

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ - ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Show Me the Money: Building Public Trust through Central Bank Museums

Lecture

11. Mai 2022, 14:00 - 16:00    

Lecture by Prof. Juliet Johnson (Department of Political Science, Mc Gill University – Canada)

This talk examines how central banks attempt to build public trust in money through strategically employing what I call the stability narrative. This narrative asserts that central banks: 1) can maintain the value of money; 2) can maintain the security of money; 3) represent the nation; and 4) have grown increasingly professional and sophisticated – and thus better at their jobs – over time. I explore the stability narrative by studying its expression in central bank visitor centers/museums, drawing on interviews/site visits to 18 leading central bank museums as well as qualitative content analysis of the websites of the over 150 central bank museums that currently exist around the world. Museums tell stories; they distill, teach, and privilege the beliefs of their creators. As such, museums represent an ideal vehicle for understanding the ways in which central banks attempt to build public trust by promoting their ability to govern money. This task has become more difficult and more important over time, as central bankers increasingly rely upon communicative strategies in order to defend national and international monetary stability.

Building “Normative Ordnungen”, Room EG 01 + 02
Max-Horkheimer Str. 2
60323 Frankfurt am Main

Video:

 

Online participation is also possible. Please register by 5 May at This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Veranstalter
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Der Krieg in der Ukraine: Fragen an Prof. Dr. Stefan Fröhlich

Online Veranstaltung

Mittwoch, 23. März 2022, 18.00 Uhr

Seit mehr als zwei Wochen führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Offenbar hatte die russische Führung nicht mit dieser heftigen Gegenwehr von ukrainischer Seite gerechnet, ebenso wenig, wie mit den im Wesentlichen gut koordinierten und harten wirtschaftlichen Sanktionen der westlichen Staatengemeinschaft. Zudem ist inzwischen das Narrativ einer »Sonder Militär-Operation« auch in Russland nicht mehr so ohne Weiteres haltbar. In dieser Situation ist es dem Westen bislang gelungen, den Spagat zwischen Unterstützung der Ukraine und einer weiteren Eskalation zu meistern. Gesprächsansätze, die zur Deeskalation und schließlich zur Beendigung des Angriffskrieges führen könnten, scheinen jedoch noch nicht gefunden zu sein.

Stefan Fröhlich ist seit 2003 Inhaber der Professur für Internationale Beziehungen und Politische Ökonomie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und lehrt seit vielen Jahren als Gastdozent am Collège d›Europe in Brügge, dem College of Europe in Natolin (Warschau) und dem Zentrum für Europäische Integrationsforschung in Bonn. Die Moderation übernimmt Rebecca C. Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität.

Zur Anmeldung klicken Sie bitte hier...

Veranstalter:
Deutsch Atlantische Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität

 

Nie wieder Frieden? Der Ukraine-Krieg und die neue Welt-Unordnung

51. Römerberggespräche

30. April 2022, 10 bis 17 Uhr

Schauspiel Frankfurt, Chagallsaal
Neue Mainzer Str. 17
60311 Frankfurt am Main

Der 24. Februar 2022 bedeutet für Europa ein böses Erwachen. Bisherige außenpolitische Normen und diplomatische Regeln wurden durch den das Völkerrecht verhöhnenden russischen Überfall auf die territoriale Integrität eines freien Landes in ihren Grundfesten erschüttert, nicht zuletzt ein traditionell verankerter Pazifismus. Zahllose Menschen, aber auch bisherige Gewissheiten sind unter der Kriegsmaschinerie Putins begraben worden.

Der Angriff auf die Ukraine hat die Vorstellung einer auf Kooperation gegründeten globalen Ordnung erschüttert. Der Westen sieht sich über Nacht mit geostrategischen Ambitionen konfrontiert, bei denen Russland von Atommächten wie China und Indien Rückendeckung erhält.  

Putins Krieg zielt nicht nur auf die Ukraine, sondern auch auf die Stabilität und den inneren Frieden westlicher Demokratien. Die offenen Gesellschaften werden beweisen müssen, dass sie der militärischen und geistigen Mobilmachung ihrer Feinde gewachsen sind. Die mit dem Fall der Mauer entstandene Hoffnung auf ewigen Frieden in Europa scheint als Illusion entlarvt worden zu sein. Worauf werden wir uns in Zukunft überhaupt noch verlassen können? Was sollen wir tun? Was dürfen wir hoffen?

Moderation Hadija Haruna-Oelker und Alf Mentzer

  • Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst
  • Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Karl Schlögel, Osteuropahistoriker und Publizist
  • Prof. Dr. Karl Schlögel, Osteuropahistoriker und Publizist; Alf Mentzer, Moderator
  • Alice Bota, Journalistin und Autorin
  • Viktor Jerofejew, Autor
  • Prof. Dr. Charlotte Klonk, Kunsthistorikerin an der HU Berlin
  • Prof. Dr. Stefan Kadelbach LL.M., Rechtswissenschaftler an der Goethe-Universität
  • Adam Tooze, Wirtschafthistoriker an der Columbia University
  • Dr. Jannis Panagiotidis, Historiker an der Universität Wien
  • Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Politikwissenschaftlerin an der Goethe-Universität, Sprecherin des Forschungsverbundes Normative Ordnungen und Leiterin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Programm (PDF): Hier...

Programm:

10:00 Uhr
Begrüßung
Angela Dorn, Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main

10.15 Uhr
Karl Schlögel (Osteuropahistoriker und Publizist, Stiftung Europa-Universität Viadrina)
Die Ordnung im Kopf und die Unordnung der Welt

 

11.00 Uhr
Alice Bota (Journalistin und Autorin) – Jurko Prochasko (Essayist)
(K)ein neuer Krieg – Osteuropäische Perspektiven

 

12.00 Uhr
Viktor Jerofejew (Autor)
Putin and Europe

 

13.00 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Charlotte Klonk (Kunsthistorikerin, HU Berlin)
Wieder “Nie Wieder” – Bilder des Krieges

 

14:45 Uhr
Stefan Kadelbach (Rechtswissenschaftler, Normative Orders, Goethe-Universität) – Adam Tooze (Wirtschaftshistoriker, Columbia University)
Verbrechen und Strafe: Wie sanktioniert die Weltgemeinschaft Putins Aggression?

 

15:30 Uhr
Jannis Panagiotidis (Historiker, Universität Wien)
Flucht aus der Ukraine, postsowjetische Migration und die Zukunft der Migrationsgesellschaft

 

16.15 Uhr
Nicole Deitelhoff (Politikwissenschaftlerin, Normative Orders, Goethe-Universität)
Zurück auf Null? Der Ukrainekrieg und seine Folgen



17.00 Uhr
Ende

 

 

Veranstalter:
Römerberggespräche e.V. in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Ein Verbrechen ohne Namen. Anmerkungen zum neuen Streit über den Holocaust

Buchvorstellung

Mittwoch, 13. April 2022, 20.00 Uhr

Mit Prof. Dr. Dan Diner, Prof. Dr. Norbert Frei und Prof. Dr. Sybille Steinbacher

Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1, Frankfurt am Main

Moderation: Rebecca Caroline Schmidt, Forschungsverbund »Normative Ordnungen« der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Weitere Informationen und die aktuellen Corona-Regeln: Hier...
Anmeldung bitte an: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Zum Livestream auf YouTube: Hier...

Video:

Ist es ein neuer Historikerstreit? Die Erinnerung an den Holocaust in Deutschland steht plötzlich in der Kritik. Was eben noch als eine politische und gesellschaftliche Errungenschaft galt, verstehen manche nun als einen »Katechismus«, der den Deutschen aufgezwungen sei und über dessen Einhaltung »Hohepriester« wachten. Seine wahre Funktion sei es, andere historische Verbrechen auszublenden und dem Mord an den Juden eine übertriebene Rolle im kollektiven Gedächtnis der Deutschen einzuräumen.
Der vorgestellte Band Ein Verbrechen ohne Namen (München: Verlag C.H.BEC