Zwischen Wahnsinn und Methode - Die Bedrohung der zivilen Vernunft in Zeiten von Pandemie und Populismus

48. Römerberggespräche

DER TERMIN WURDE ABGESAGT!

Als wäre dieses Jahr politisch nicht unheilvoll genug gewesen: der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf, der Brexit, die Aushöhlung des europäischen Rechtsgefüges. Doch die Corona-Pandemie hat alles noch verschlimmert. Neben den humanitären und materiellen Kosten hat sie die Verunsicherung und Spaltung unserer Gesellschaft vorangetrieben. Der Populismus erfährt im Kampf gegen die unterstellte Virus-Verschwörung einen abermaligen Aufschwung.
Schon vorher hatten Hassreden und Todesandrohungen bis hin zum tatsächlichen Mord die Macht des Ressentiments sichtbar gemacht. Hetze und Gewalt scheinen für einen Teil unserer Gesellschaft ein legitimes Mittel, fundamentalen Widerspruch und politische Gegnerschaft auszudrücken. Der durch die Gesundheitskrise begründete Ausnahmezustand hat die gesellschaftliche Polarisierung noch verstärkt. Wissenschaftliche Erkenntnisprozesse werden
diskreditiert; bislang geltende Kriterien der Wahrheitsbehauptung ignoriert; die seit der Aufklärung als Fundament unseres Zusammenlebens akzeptierte Vernunft gegen sich selbst gewendet.
Wie sehr hat der Irrationalismus die öffentlichen Diskussionen unterdessen beschädigt? Was ist dem von Pandemie und Populismus begünstigten Partikularismus entgegenzusetzen? Oder vermag eine zu allem entschlossene Minderheit die Mehrheit nachhaltig einzuschüchtern? Diese Fragen stellen sich in der aktuellen Situation verschärft. Die Römerberggespräche wollen prüfen, ob und wie sich demokratisch verfasste Gesellschaften gegen solche Einschüchterungsversuche wehren können.

Moderation: Hadija Haruna-Oelker (Politologin, Journalistin und Moderatorin) und Alf Mentzer (Leiter des Ressorts hr2-Tagesprogramm im Hessischen Rundfunk)

Veranstalter:
Römerberggespräche e.V. in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main


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