Forschung aktuell

Über den Erfolg des gewaltlosen Protests

Von Marian Nestroy

Für Mahatma Gandhi gibt es viele Denkmäler. Dargestellt ist der Asket meist so, wie man ihn kennt: ein magerer Mann mit runder Drahtbrille, den Oberkörper mit Tüchern bekleidet, dünne Beine, Riemensandalen.  Eines von diesen Denkmälern steht im Hafen von San Francisco. Der Sockel trägt mehrere Inschriften, eines davon ist ein Zitat Gandhis selbst: „My life is my massage.“ Gandhi steht wie kein Anderer dafür, wie der Kampf von David gegen Goliath ohne Mittel der Gewalt gewonnen werden kann. Denn ohne Gandhis jahrzehntelange Arbeit wäre die Unabhängigkeit Indiens von der Kolonialmacht Großbritannien wahrscheinlich nicht denkbar.
Die Frage warum dies dem ehemaligen Rechtsanwalt gelang, stellte Vinzenz Hediger, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Normative Ordnungen“ und Inhaber der Professur für Filmwissenschaft, in einem Jour Fixe des Clusters. Er diskutierte dabei mit Nicole Deitelhoff, Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen und ebenfalls Principal Investigator am Cluster.
Dass das Thema nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt der Verweis auf die Serie von Ereignissen des sogenannten Arabischen Frühlings, die im Dezember 2010 begann. Hier begehrten in vielen arabischen Ländern die Bevölkerung gegen die Machthaber auf. Während in westlichen Medien darin ein demokratischer Aufbruch in Richtung der Verbesserung der Menschenrechtssituation gesehen wurde, schlitterten die Entwicklungen zusehends in die entgegengesetzte Richtung. In Ägypten wurde der langjährige Autokrat Husni Mubarak abgesetzt, jedoch gewannen in der anschließenden Wahl die islamistischen Muslimbrüder, worauf ein Militärputsch folgte. In Syrien folgte den Protesten gegen den Machthaber Baschar al-Assad ein Bürgerkrieg, der das Land verwüstete und bis heute anhält. Sowohl Gandhis Aktionen, als auch die anfänglichen Proteste des Arabischen Frühlings setzten auf der Gewaltfreiheit und des zivilen Widerstands. Warum aber schlug das Aufbegehren hier fehl, wenn doch augenscheinlich Parallelen zum Vorgehen Gandhis bestehen? Hediger sieht die Antwort in der veränderten Form von Öffentlichkeit und in den damit korrespondierenden Formen medialer Kommunikation.

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Zeit-Raum Film. Lisa Gotto über die fragile Zeitlichkeit des Filmdramas „Und dann der Regen“

Von Steffen Andrae

Eine alte Auffassung der Kunst besagt, dass ihre Werke entweder im Raum oder in der Zeit stattfinden. Ein Gemälde etwa erstrecke sich im Raum oder schaffe Raum, während ein Musikstück in der Zeit stattfinde und sich dem Ohr des Hörers erst vollständig erschließe, nachdem es seine Zeit durchlaufen hat. So jedenfalls dachte Lessing, als das Medium Film noch gar nicht entwickelt war. Bis zu dessen ersten Gehversuchen waren es Mitte des 18. Jahrhunderts noch über hundert Jahre. Es ist eine Eigenart dieser späten Kunstform, zwischen Zeit und Raum zu stehen und zu entstehen. Dies gilt bereits auf mechanischer Ebene: Der Film entwickelt sich als Film überhaupt erst durch die Aufeinanderfolge einzelner fixierter Bilder; erst dadurch also, dass Bewegungsloses in Bewegung gesetzt wird, wird der Film zum Bewegtbild.
Dieses und andere Zeit-Raum-Phänomene des Films besprach die Film- und Medienwissenschaftlerin Lisa Gotto in ihrem Vortrag „Fragile Zeitlichkeiten“ am 30. April 2019 im Museum für Moderne Kunst. Ihre Vorlesung ist Teil der aktuellen Reihe „Fragile Kooperationen: Produktionskrisen des Kinos“, die von den Prinicpal Investigators des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ Angela Keppler, Christoph Menke und Martin Seel organisiert wird. Die Filmreihe nimmt die Diagnose einer „Fragilität normativer Ordnungen“ zum Anlass, die Krisenhaftigkeit solcher Ordnung an dem Mikrokosmos der an der Produktion von Filmen beteiligten Akteure zu untersuchen. Dies geschieht am Beispiel von Kinofilmen, die das Scheitern oder Misslingen solcher Produktionen in fiktionalen und dokumentarischen Formen zum Thema haben. Die Präsentation jedes Films wird durch einen Vortrag eingeleitet, anschließend gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

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Veranstaltungsbericht zum Crisis Talk „Die Krise der Nichtverbreitung - Zur Erneuerung der nuklearen Ordnung“

Von Dr. Stefan Kroll

Im Rahmen des 11. Crisis Talks ging es um eine Krise, die für lange Zeit aus dem öffentlichen Diskurs verschwunden war. Die Bedrohung durch Nuklearwaffen schien sich nach dem Ende des Kalten Krieges zu erübrigen. Das Netz aus bi- und multilateralen Verträgen und Institutionen, welches die Verbreitung eindämmen und der Einsatz von Nuklearwaffen verhindern soll, galt lange als stabil. Doch die Stabilität dieser nuklearen Ordnung ist alles andere als garantiert. Es mehren sich die Anzeichen, von einer Krise dieser Ordnung auszugehen. Alexander Lorz, der Kultusminister des Landes Hessen, wies in seiner Begrüßung auf die „brennende Aktualität“ dieses Themas hin, die in der Öffentlichkeit so aber oft nicht wahrgenommen werde.
Christopher Daase (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) gab der Krise in seinem Impulsreferat feinere Konturen: „Die zur Zeit des Kalten Krieges und kurz danach geschlossenen bilateralen Rüstungskontrollverträge werden gekündigt oder laufen ohne Aussicht auf Verlängerung aus. Die multilateralen Verträge zur nuklearen Nichtverbreitung oder Beendigung nuklearer Testexplosionen sind in der Krise oder werden nicht ratifiziert. Damit drohen Beschränkungen nuklearer Rüstung, Transparenz- und Verifikationsvereinbarungen hinfällig zu werden und einer neuen Rüstungsdynamik Platz zu machen.“  Im Anschluss an das Referat, welches Brisanz des Themas verdeutlichte, zugleich aber auch Handlungsoptionen aufzeigte, folgte wie immer eine moderierte Diskussion. Mit Titty Erästö (Stockholm International Peace Research Institute) und Elizabeth Konstantinova (Europäischer Auswärtiger Dienst) konnten Vertreterinnen aus Wissenschaft und Praxis für die Teilnahme an dem Panel gewonnen werden.

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„Demokratie und Nichtachtung“: Ein Problem des Populismus oder Scheitern der liberalen Demokratie? Bericht über den Vortrag von Jan-Werner Müller

Von Juana de O. Lorena

Am Abend des 22. November 2018 wurde ein aktuell in Politik und Gesellschaft zunehmend in den Blick geratenes Thema zum Kern der Keynote auf der Jahreskonferenz „Revolution, Reaktion, Restauration: Umbrüche normativer Ordnungen“ des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ – der Populismus.
Häufig diskutiert sowohl in den Medien und Alltagsdebatten, als auch in der Wissenschaft, findet der Terminus „Populismus“ trotzdem keine feste Definition. Sollte der Populismus und der populistische Politikstil eher als Bedrohung für die (liberale) Demokratie wahrgenommen werden? Oder sollten wir ihn lieber als nützliches Korrektiv für die nicht verwirklichten Verheißungen der liberalen Demokratie begrüßen? Mit anderen Worten, wie könnten und wie wollen wir, Bürger_Innen von etablierten liberalen Demokratien, diesem Phänomen begegnen? Der Versuch, klare Definitionen über diesen Begriff zu schaffen, bleibt noch offen. Als Folge daraus, bleibt ebenfalls die Frage nach einem angemessenen Umgang mit diesem Phänomen sehr kontrovers.
Doch, trotz Uneinigkeiten, gibt es zahlreiches Bemühen darum, eine Definition zu schaffen – und damit einhergehend Vorschläge zu machen, wie man mit dem Populismus umgehen könnte. Um diese zwei Punkte zu adressieren war Jan-Werner Müller zu Gast als Keynotespeaker der 11. Jahreskonferenz des Exzellenzclusters Normative Ordnungen. Professor Müller lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Princeton und ist einer der wichtigsten Experten zum Thema Populismus der Gegenwart. Zu seinen wichtigsten wissenschaftlichen Veröffentlichungen zählen „Contesting Democracy: Political Ideas in Twentieth-Century Europe“ (2013) und der einflussreiche Essay „What is Populism?“ (2016).
Vor dem Hintergrund dieser Expertise thematisierte Müller die Frage der Spaltung in der Gesellschaft in Bezug auf die Entwicklung des Populismus weltweit. „Auf welcher Basis werden politische Differenzen diskutiert?“ fragt sich Müller in seinem Vortrag mit dem Titel „Democracy and Disrespect“.

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Die Geschichte von ‘68 gegen den Strich gelesen. Martin Jay spricht über das Verhältnis der Frankfurter Schule zur Neuen Linken

Von Steffen Andrae

Dezember 1971. Die politischen und gesellschaftlichen Nachwehen des Sechstagekriegs zwischen Israel und den arabischen Staaten Ägypten, Jordanien und Syrien sind noch zu spüren, als Herbert Marcuse den vielfach ausgezeichneten israelischen General und Verteidigungsminister Mosche Dajan in Jerusalem trifft. Die beiden haben reichlich Gesprächsstoff. Sie unterhalten sich über mögliche Verhandlungen zwischen Israel und Ägypten, über die Frage der Zweistaatenlösung und über die drohende Gefahr eines neuen gewaltsamen Konflikts. Marcuse ringt Dajan das Bekenntnis ab, dass der israelische Staat auf Basis der Aneignung ursprünglich palästinensischen Lands errichtet wurde, erklärt jedoch im Gegenzug, dass die Verteidigung der Existenz Israels im Krieg von 1967 richtig und notwendig gewesen sei. „Israel did nothing wrong in defending its existence.“
Den symbolischen Gehalt dieser unüblichen Begegnung zwischen der vermutlich einflussreichsten Ikone der 68er-Bewegung und dem militärischen Helden des Sechstagekriegs, der just ein Jahr vor dem Höhepunkt der Erhebungen und Proteste der Neuen Linken stattfand, nahm der renommierte Historiker Martin Jay zum Ausgang, erneut – und anders – über das magische Jahr 1968 nachzudenken. Martin Jay ist Sidney Hellman Ehrman Professor für Geschichte an der University of California, Berkeley, und arbeitet vor allem zur intellektuellen und Geistesgeschichte. In Deutschland ist er durch seine Historiographie der Frankfurter Schule bekannt, die unter dem Titel Dialektische Phantasie 1976 veröffentlicht wurde. Die Forschungen für sein Buch führten ihn bereits 1968 nach Frankfurt, um einige Protagonisten der Kritischen Theorie wie Max Horkheimer und Leo Löwenthal zu treffen und zu befragen. Sein Vortrag „1968 in an Expanded Field. The Frankfurt School and the Uneven Course of History“ fand am 17. Januar 2019 in den Räumlichkeiten des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität statt.

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„Meinungsfreiheit - Wie verändert sich das Kommunikationsklima?“

Vortrag von Prof. Bernhard Pörksen im Rahmen der Denkraum-Reihe

Von Johanna Schafgans

Für eine demokratische Staatsordnung ist die Freiheit der Meinungsäußerung zentrale Voraussetzung, denn sie erst ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung, auch zwischen BürgerInnen und Staat. Im Streit der Meinungen vollzieht sich jedoch aktuell eine tiefgreifende Veränderung des Kommunikationsklimas, nicht zuletzt durch die digitalen Medien. Am 29. Januar war ein großes Publikum im Schauspielhaus eingetroffen, um mit Prof. Bernhard Pörksen über „Meinungsfreiheit - Wie verändert sich das Kommunikationsklima?“ zu diskutieren. Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Er analysiert in seinen Forschungsarbeiten die Inszenierungsstile in Politik und Medien und kommentiert in Zeitungskolumnen, in Radio- und Fernsehbeiträgen aktuelle Debatten. Prof. Pörksen hat zahlreiche Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht, überdies populärwissenschaftliche Bücher, die amüsant und scharfzüngig die gegenwärtige Medienlandschaft beschreiben.
In der Denkraum-Reihe des Schauspiel Frankfurts, in diesem Jahr unter Beteiligung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung Normativer Ordnungen“, geht es - anlässlich seines 70-jährigen Bestehens - um das Grundgesetz. Im dritten Denkraum wurde das Thema der Meinungsfreiheit behandelt. Diese sei ein zentraler Gedanke des Grundgesetzes, so Marion Tiedtke, Chefdramaturgin und stellvertretende Intendantin des Schauspiels Frankfurt, die die Veranstaltung eröffnete. Meinungsfreiheit sei eine Stütze jedes demokratischen Staates und müsse als ein Pfeiler unserer bürgerlichen Freiheit garantiert werden. Aber im Moment sei es um die Meinungsfreiheit nicht sehr gut bestellt. Das zeige zumindest das Kommunikationsklima in Deutschland, das sich vor allem auch durch die digitalen Medien verändert habe. „In einer Zeit in der die Autorität des klassischen Journalismus schwindet und die Lügenpresseschreie zunehmen, kann jeder zum Sender werden“, so hat es Bernhard Pörksen formuliert. In seinem heutigen Vortrag analysiert er, wie Kommentare in sozialen Medien, Klickzahlen, Likes und Links zunehmend darüber entscheiden, was als relevant und wahr gelte und wie sich dieser Medienwandel zunehmend auf demokratische Systeme auswirke.

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Veranstaltungsbericht zum Crisis Talk “Wahlen zum europäischen Parlament nach, während und vor der Krise“

Von Dr. Stefan Kroll

Es kommt selten vor, dass das Brüsseler Lunch-Talk-Format „Crisis Talks“ nicht pünktlich endet, und noch seltener, dass dann der Raum noch immer sehr gut gefüllt ist und die Zuhörerinnen und Zuhörer sich die Zeit für einen langen Applaus nehmen. Zu beobachten war dies dennoch beim jüngsten „Crisis Talk“, der sich mit der bevorstehenden Europawahl befasste. Professor Rainer Forst (Goethe Universität Frankfurt/Forschungsverbund „Normative Ordnungen“) und Professorin Ulrike Guérot (Donau-Universität Krems und European Democracy Lab) waren die Gäste auf dem Podium und boten dem Publikum eine inspirierte Debatte über die europäische Politik, die von Ralph Sina (WDR/NDR) ausgesprochen elegant und bestimmt moderiert wurde.
Dieser Talk zur Europawahl war bereits der 10. Crisis Talk, womit die Veranstalter – der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“, die Vertretung des Landes Hessen bei der EU, der Frankfurter Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ und das Europa-Büro der Leibniz-Gemeinschaft – ein kleines Jubiläum begingen. Die Europawahl war hierfür als Thema besonders geeignet. Mark Weinmeister (Staatsekretär für Europaangelegenheiten), der die Gäste in den Räumen der Hessischen Landesvertretung begrüßte, stellte fest, dass das Interesse an der Europawahl größer sei als in früheren Jahren. Dies hänge auch damit zusammen, dass die europäische Politik verschiedene Krisen quasi im Dauermodus zu bewältigen habe. Stefan Kroll (Leibniz-Forschungsverbund und Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) knüpfte daran an und hob hervor, dass dieser Jubiläums-Talk viele Fragen vorhergehender Crisis Talks zusammenführe.

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Kinderrechtsprogramme in Sansibar: Dr. Franziska Fay über dekoloniale Perspektiven auf ein Feld der Entwicklungszusammenarbeit

Von Tanja Strukelj

Die UN-Kinderrechtskonvention ist ein zentraler Bestandteil der Menschenrechte. Zu den Prinzipien der Konvention zählt unter anderem das Recht von Kindern auf Schutz vor allen Formen von Gewalt. Tansania – und somit auch dessen halbautonomer Teilstaat Sansibar – hat die UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 1991 ratifiziert und verpflichtet sich somit, die Ziele der Konvention umzusetzen. Dennoch ist die Körperstrafe in Sansibar legal und auch soziokulturell weitestgehend akzeptiert. Kinderschutzprogramme, welche die Ziele der UN-Kinderrechtskonventionen umsetzen wollen, arbeiten gemeinsam mit der sansibarischen Regierung daran, Körperstrafen an Schulen abzuschaffen. Allerdings gibt es sowohl unter Schüler*innen als auch unter Lehrer*innen, Eltern und institutionellen Vertreter*innen Vorbehalte gegenüber diesen Programmen. Doch aus welchen Gründen stoßen Kinderschutzprogramme in Sansibar auf eine solch breite Ablehnung? Und wie könnte ein erfolgreiches Kinderschutzprogramm aussehen?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Ethnologin Dr. Franziska Fay in ihrem Vortrag „Kinderrechte und Kritik: Dekoloniale Perspektiven auf ein Feld der Entwicklungszusammenarbeit“ am 23. Oktober 2018 im Klingspor-Museum in Offenbach im Rahmen der Goethe Lectures. Sie möchte eine konstruktive Kritik an international initiierten Kinderschutzprogrammen üben und dekoloniale Perspektiven in diesem Feld der Entwicklungszusammenarbeit aufzeigen. Franziska Fay ist seit November 2017 Postdoktorandin am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. In ihrer Promotion an der School of African Studies (SOAS) in London beschäftigte sie sich mit Interventionen zum Kinderschutz in Grund- und Koranschulen im ländlichen Sansibar. Zuvor studierte sie Erziehungswissenschaften, Afrikanisch Sprachwissenschaften (Swahili) und Kulturanthropologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie Ethnographische Forschungsmethoden an der SOAS London.

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„Has War Declined Through Human History?“ - Erster Vortrag von Prof. Michael Mann im Rahmen der Ringvorlesung: „The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century“

By Johanna Schafgans

For over 150 years liberal optimism has dominated theories of war. It has been repeatedly argued that war either is just declining or will shortly decline. There have been exceptions, especially in Germany and more generally in the first half of the twentieth century, but there has been a recent revival of such optimism, especially in the work of Azar Gat, John Mueller, Joshua Goldstein and Steven Pinker who all perceive a long-term decline in war and violence through history, speeding up in the post-1945-period.
But is it really like that? Has war declined through human history? Or has it just being transformed? These questions among others were discussed with Prof. Michael Mann in his lecture “Has War Declined Through Human History?“, as part of the lecture series of the Cluster of Excellence “The Formation of Normative Orders”, entitled: “The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century”. Michael Mann is Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University.

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„Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" - Vortrag von Jürgen Habermas am 19. Juni 2019

Zum Presseservice: Hier...

Weitere Informationen zum Vortrag „Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" von Jürgen Habermas am 19. Juni 2019 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main finden Sie hier...

Ringvorlesung „Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz“

Unter der fachlichen Leitung von Prof. Martin Saar und PD Dr. Thomas Biebricher findet im Sommersemester 2019 die Ringvorlesung „Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz“ statt. Mehr...

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24. Juni 2019

Fachbereichstag Gesellschaftswissenschaften. Mehr...

24 June 2019, 5.15pm

Ringvorlesung "Contemporary Approaches to Feminist Philosophy": Serene J. Khader:„Transnational and Decolonial Feminisms and the Normativity Question“. More...

25. Juni 2019, 19 Uhr

Vorlesungsreihe "Fragile Kooperationen: Produktionskrisen des Kinos": Prof. Dr. Christiane Voss (Bauhaus-Universität Weimar): Komik der Krise. Kooperation à la Hollywood. Mehr...

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Noch einmal: Moralität und Sittlichkeit

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Das Humboldt Forum und die Ethnologie

Prof. Dr. Karl-Heinz Kohl, Johann Michael Möller, Prof. Gereon Sievernich, Dr. Gisela Völger. Moderation: Dr. Eva Charlotte Raabe
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Kettemann, Matthias; Kleinwächter, Wolfgang; Senges, Max (2018):

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