Meldungen

„Frankfurter interdisziplinäre Live-Debatte“ geht in die nächste Runde

Das Podium der „Frankfurter interdisziplinären Live-Debatte“ kommt am 21. September 2021 um 18.00 Uhr zur zweiten Runde zusammen, um über das Thema „Studieren, Forschen, Lehren trotz Corona-Pandemie“ zu diskutieren. Ausgangspunkt der digitalen Veranstaltung ist die Beobachtung, dass sich der gesamte Bildungssektor durch die Corona-Pandemie stark verändert hat. Die Diskussionsrunde wird sich daher sowohl den Vorteilen als auch den kritischen Aspekten der Digitalisierung von Bildung widmen und erörtern, welche Folgen für Hochschulen, Gesellschaft und ferne auch die Arbeitswelt zu erwarten sind.
Ursprünglich als Blog-Plattform gestartet, wurde die „Frankfurter interdisziplinäre Debatte“ als Serie von Live-Podiumsdiskussionen im Mai 2021 neu gestartet. Neben dem Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE zählen zu den Gründungsinstitutionen des im Jahr 2020 begonnenen Blogs „Frankfurter Debatte“ das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), der Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt sowie das Exzellenzcluster „Cardio-Pulmonary Institute“ (CPI) der Universitäten Frankfurt und Gießen zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung.

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„International Organization as Technocratic Utopia“ von Prof. Dr. Jens Steffek erschienen

Die technokratische und administrative Ausgestaltung internationaler Organisationen steht immer wieder und insbesondere in den letzten Jahren in der Kritik. So kam es im Zuge der Brexit-Kampagne zur berühmten Aussage des Brexit-Befürworters Michael Gove, dass die Menschen genug von Experten hätten. In Bezug auf die Europäische Union wiederum wird häufig ein demokratisches Defizit, also mangelnde Kontrolle der Technokraten kritisiert.
Im dem kürzlich Bei Oxford University Press erschienenen Buch „International Organization as Technocratic Utopia“, welches Teil der Reihe „Transformations in Governance“ ist, befasst sich Prof. Dr. Jens Steffek (Principal Investigator am Forschungsverbund Normative Ordnungen) mit der Genese und Kritik der Technokratie in internationalen Organisationen. Steffek fokussiert sich dabei auf öffentliche Institutionen mit politischer Autorität und unterteilt die kontingente Entwicklung des technokratischen Stranges in vier große Phasen, welche das Buch strukturieren.

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Book lɔ:ntʃ zum Friedensgutachten 2021 "Europa kann mehr!" mit Prof. Dr. Christopher Daase am 22. September 2021

Globale Krisen und Herausforderungen können nur durch Kooperation gemeistert werden. Die Erosion der internationalen Ordnung in den vergangenen Jahren zeigt, dass Europa im internationalen Machtgefüge handlungsfähiger werden muss. Gerade für Friedensförderung und Sicherheitspolitik gilt: Europa kann mehr – und muss mehr tun. Das Friedensgutachten 2021, das im Frühsommer unter eben diesem Titel "Europa kann mehr: Zivile Handlungsspielräume nutzen und eine Corona-Friedensdividende schaffen" erschienen ist, gibt klare Empfehlungen und praktische Handlungsanweisungen im Dialog zwischen Wissenschaft und aktueller Politik. Am 22. September 2021 um 13.00 Uhr wird es in einem Booklaunch von Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen, Mitglied des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main und stellvertretendes geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)) am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" vorgestellt.

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Your body is a battleground – Ultrakonservative Strategien zur Wiederherstellung einer „natürlichen Ordnung”

Zweitägiges Forum des Frankfurter Kunstvereins und des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität am 18. und 19. September

Gerade einmal fünfzig Jahre nach der Frauenbewegung stehen Errungenschaften, die wir längst für selbstverständlich gehalten hatten, unter Beschuss. Weltweit sind politische ultrakonservative Akteure auf dem Vormarsch, die eine vermeintlich „natürliche Ordnung“ wiederherstellen wollen. Aufgeweicht oder abgeschafft werden unter anderem das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, das Recht auf Schutz vor häuslicher Gewalt, der Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen sowie zu modernen Fortpflanzungstechnologien.
Gemeinsam mit dem Frankfurter Kunstverein veranstaltet der Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität am 18. und 19. September ein Forum, das solche Akteure und Allianzen in den Blick nimmt und sich mit ihren Strategien zur Wiederherstellungen einer vermeintlich „natürlichen Ordnung“ befasst. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung mit dem Titel „Your body is a battleground – ultrakonservative Strategien zur Wiederherstellung einer ‚natürlichen Ordnung’“ werden Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Journalist*innen ihre Erkenntnisse um Strategien, Vorgehensweisen und Ziele von ultrakonservativen Netzwerken teilen und debattieren.

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RAY Festival 2021 IDEOLOGIEN mit Beteiligung des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen"

Ideologien begründen und rechtfertigen Handeln. Aber was verbirgt sich hinter ihnen? Wie sind Ideologien verknüpft mit Manipulation und Missbrauch? Wie werden sie kommuniziert und verbreitet? Gerade Bilder sind ein bevorzugtes Mittel in der Bildung und Verbreitung von Ideologien. Doch sie können nicht nur zur Verbreitung ideologischer Weltbilder, Herrschaftsstrukturen oder Rassismen beitragen, sondern auch kritische Kunstwerke sein, welche die Position des Bildes selbst reflektieren. Bis zum 12. September widmet sich die Fotografie-Triennale RAY 2021 unter dem Titel IDEOLOGIEN genau diesen ideologiekritischen Potenzialen von Kunst, insbesondere von künstlerischen Fotografien und Filmen. Der Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität ist bereits zum zweiten Mal wissenschaftlicher Partner des Projekts und beteiligt sich unter anderem am RAY Festival, welches vom 1. bis 3. September 2021 im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main stattfindet. Dort werden Künstler*innen, Kurator*innen und Expert*innen die Perspektiven auf das Thema und die fotografischen Positionen und Interpretationen von Ideologien und Kritik diskutieren.
Im Rahmen der Kooperation hält Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Verbunds und Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität, am 1. September einen Impulsvortrag beim RAY Festival zum Thema „Wahrheit, Demokratie und Ideologie“. Den gleichnamigen Titel trägt auch der Beitrag des Philosophen im Katalog der Ausstellung, welcher auf dem Festival vorgestellt und Ende August im Kehrer Verlag erscheinen wird. An den Vortrag von Rainer Forst schließt die Diskussionsrunde IDEOLOGIEN mit den Festival-Kurator*innen Matthias Wagner K, Anne-Marie Beckmann, Celina Lunsford, Alexandra Lechner und Susanne Pfeffer an, die von Rebecca C. Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“, moderiert wird.

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"Aufhören oder Weiterdenken? Zur Frage des Umgangs mit Carl Schmitt" herausgegeben von Jonas Heller und Marina Martinez Mateo erschienen

Warum sollten wir Carl Schmitt, einen autoritären und zuweilen überzeugten nationalsozialistischen Juristen, heute lesen? Was könnten wir aus Schmitts Denken gewinnen und lernen, das nicht nur von historischem Interesse wäre? Und wie sollte man mit seinen unauflöslich ambivalenten Texten methodisch und theoretisch umgehen? Mit dem kürzlich erschienen Schwerpunkt "Aufhören oder Weiterdenken? Zur Frage des Umgangs mit Carl Schmitt. Eine Debatte mit Jean-François Kervégan" der Zeitschrift „Rechtsphilosophie. Zeitschrift für die Grundlagen des Rechts“, herausgegeben von Jonas Heller und Marina Martinez Mateo, wird diesen Fragen unter Bezugnahme auf und im Dialog mit Jean-François Kervégan nachgegangen, dessen Buch "Que faire de Carl Schmitt?" dafür einen fruchtbaren Ausgangspunkt bietet. Dabei greifen die enthaltenen Beiträge von Marietta Auer, Klaus Günther, Jens Hack und Anna-Bettina Kaiser nicht nur die Frage Kervégans auf, ob und wie die Auseinandersetzung mit Schmitt die Bearbeitung aktueller Fragen der Politischen Philosophie und Rechtstheorie weiterbringen kann, sondern befassen sich, teilweise kritisch, auch mit Kervégans Antworten darauf. In einem den Schwerpunkt abrundenden Beitrag reagiert Kervégan abschließend auf die vier Kommentare und setzt sich mit der in ihnen geäußerten Kritik auseinander.
Der Zeitschriftenschwerpunkt knüpft an den Workshop "Politik in der Zeit der Legitimitätskrise: warum Carl Schmitt heute lesen, und wie?"an, der anlässlich des Erscheinens der deutschen Übersetzung im Juni 2019 am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" stattfand und Teil des Forschungsprojektes "Staat|Gesellschaft. Neue Perspektiven auf ein krisenhaftes Verhältnis" war.

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Dritter Zyklus der Reihe DenkArt widmet sich ab dem 25. August der Frage "Identität_Aber welche?"

Die Debatte um Identitätspolitiken hat in den letzten Jahren nicht nur an Aufmerksamkeit gewonnen, sondern spaltet zunehmend die Gesellschaft. Während sie auf der einen Seite als wichtiges Mittel zur Herbeiführung gleicher gesellschaftlicher Teilhabe für alle Gruppen angesehen werden, wird ihnen gleichzeitig vorgeworfen, sich nur auf die Bedürfnisse und Befindlichkeiten benachteiligter Minderheiten zu konzentrieren und dabei zu Polarisierung und Kompromisslosigkeit zu neigen.
Für die einen ist der Begriff der Identität ein Vehikel, um Diskriminierung zu rechtfertigen, für andere ist das Beharren auf einer besonderen, eben nicht universalen Identität der Weg, endlich als öffentliche Stimme gehört zu werden. Versteckt sich hinter der politischen Kontroverse ein ideologischer Verteilungskampf oder entpuppt sie sich als notwendiger Schritt auf dem Weg zur Teilhabe?
Die Diskurse über Identität bieten zugleich die Möglichkeit, über Gleichberechtigung und Selbstbestimmung neu nachzudenken: Grund genug, sie in der partizipativen Redenreihe DenkArt „Identität_Aber welche?“ zu reflektieren, die ab diesem Sommer fortgesetzt wird.
Am Mittwoch, dem 25. August, um 19.30 Uhr eröffnet die Autorin Dr. Mithu Sanyal die Reihe mit dem Vortrag „Identitätsspiel_Was bestimmt uns wirklich?“. Im Anschluss spricht am 3. November der Professor für Gesellschaftstheorie und Sozialforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Direktor des Frankfurter Instituts für Sozialforschung (IfS) Stephan Lessenich zur Fragestellung „Identitätspolitik_Was soll das denn sein?“. Zum Abschluss der Reihe folgt schließlich die Politologin Dr. Emilia Roig mit einem Vortrag zu der Frage „Identitäsraub_Wer darf über wen sprechen?“ am 2. Dezember.

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"Allahs Karawane. Eine Reise durch das islamische Multiversum" von Prof. Dr. Susanne Schröter erschienen

Wenn es in öffentlichen Debatten um den Islam geht, dann stehen meistens der politische Islam, Radikalisierung und Dschihadismus im Fokus. Dabei geraten die vielen, diversen und oft auch kreativen Seiten des Islam und deren Auslegungen des Koran in Vergessenheit. In dem kürzlich im Verlag C.H. Beck erschienenen Buch „Allahs Karawane“ erhebt Prof. Dr. Susanne Schröter Einspruch gegen diese Homogenisierung der zweitgrößten Weltreligion. In ihrer „Reise“ stellt sie einige dieser unterschiedli-chen Auslegungen und Kulturen des Islam anhand von insgesamt elf Ländern vor. So berichtet sie zum Beispiel von den Derwischen in der Türkei und deren eigenen orthodoxen Auslegung, vom Balkan, wo es seit langem unorthodoxe, europäische Formen des Islam gibt und von Malaysia, wo alte muslimische Matriarchate existieren. Schröter zeigt, wie der Islam in verschiedenen Ländern ein jeweils eigenes Profil gewonnen hat, welches sich oft eher an den jeweiligen Vorstellungen eines guten Lebens als an den detaillierten Vorgaben der heiligen Texte orientiert.
Die Strömungen, welche Schröter vorstellt, sind auch in sich sehr unterschiedlich. Manche können als tolerant bezeichnet werden, andere wiederum sind dogmatisch und erheben einen Wahrheitsanspruch. Das Buch ist eine Einladung, den Islam in seiner Vielfalt (neu) zu entdecken und dieser mehr Raum zu geben als den prävalenten verkürzenden Verständnissen.

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"Recognition and Ambivalence" herausgegeben von Heikki Ikäheimo, Kristina Lepold und Titus Stahl erschienen

Anerkennung ist ein viel diskutiertes Konzept im zeitgenössischen sozialen und politischen Denken. Seine Befürworter, wie Axel Honneth, vertreten die Ansicht, dass es ein grundlegendes menschliches Bedürfnis sei, von anderen anerkannt zu werden, dass Anerkennung für die Bildung einer Identität von zentraler Bedeutung sei, und dass die Verweigerung von Anerkennung Individuen und Gemeinschaften etwas Wesentliches für ihr Gedeihen vorenthalte. Kritiker wie Judith Butler haben jedoch in Frage gestellt, ob Anerkennung in Herrschaftsstrukturen verwickelt ist, und argumentieren, dass der Wunsch, anerkannt zu werden, Individuen motivieren kann, den ihnen zugewiesenen Platz in der sozialen Ordnung zu akzeptieren, indem sie sich unterdrückerischen Normen anpassen oder repressiven Institutionen gehorchen.
Das Buch "Recognition and Ambivalence", herausgegeben von Heikki Ikäheimo, Kristina Lepold und Titus Stahl und kürzlich erschienen bei Columbia University Press, vereint Beiträge aus der sozialen und politischen Philosophie, um neue Perspektiven auf Anerkennung und ihre Rolle im sozialen Leben zu entwickeln. Es beginnt mit einer Debatte zwischen Honneth und Butler, der ersten Auseinandersetzung dieser beiden großen Denker zu diesem Thema. Ferner reflektieren Beiträge sowohl von Befürwortern als auch von Kritikern von Anerkennungstheorien die Probleme und Herausforderungen, die mit der Theoretisierung des Konzepts verbunden sind.

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Forschungsgruppe „Rekonfiguration und Internalisierung von Sozialstruktur“ (RISS) untersucht ab Herbst den sozialen Wandel der Gegenwart

Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 6. Juli 2021 bekanntgegeben hat, kann das Projekt mit dem Titel „Rekonfiguration und Internalisierung von Sozialstruktur“ („Reconfiguration and Internalization of Social Structure“, RISS) im Herbst die Arbeit aufnehmen. Sprecherin ist die Soziologin Prof. Dr. Daniela Grunow von der Goethe-Universität, Ko-Sprecher ist Prof. Dr. Richard Traunmüller von der Universität Mannheim. Beide sind zugleich Mitglieder des Clusterprojekts "ConTrust - Vertrauen im Konflikt", welches am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" angesiedelt ist. Die Förderung des neuen Projekts läuft zunächst über vier Jahre, insgesamt erhält die Forschungsgruppe rund 3 Millionen Euro. Im Zentrum steht der gesellschaftliche Wandel und dessen Auswirkungen.
„Die Entfremdung von demokratischen Prinzipien und die Polarisierung der Gesellschaft wird zunehmend als Problem wahrgenommen. Ich freue mich, dass an der Goethe-Universität nun mit Nachdruck daran gearbeitet wird, dieses Phänomen wissenschaftlich besser fassen zu können“, sagt Prof. Dr. Bernhard Brüne, als Vizepräsident zuständig für Forschung. „Wir gehen von einem dezidiert multidimensionalen Ansatz zur Sozialstruktur aus und wollen die Komplexität der Thematik in einer Kombination aus Sozialstrukturanalyse und Politischer Soziologie untersuchen“, erklärt Daniela Grunow, die Sprecherin der Gruppe.

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Fortsetzung der Lecture & Film-Reihe „Jia Zhangke: Kino der Transformation“ ab dem 15. Juli 2021

Von einem zerschundenen Agrarstaat am Ende der Kulturrevolution zur hoch technisierten zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt in knapp vier Jahrzehnten: Wenige Staaten haben sich zuletzt so dramatisch verändert wie die Volksrepublik China. Die Filme von Jia Zhangke, einem der bedeutendsten chinesischen Regisseure der Gegenwart, sind Seismogramme dieser Transformation.
Im Juli setzt das Kino des DFF einen besonderen Schwerpunkt auf das Werk Jias und bringt damit die aktuelle Lecture & Film-Reihe in Kooperation mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen", die ihren Anfang im Oktober 2019 – und damit noch zu prä-pandemischen Zeiten – genommen hat, zum Abschluss. Unter dem Titel „Jia Zhangke: Kino der Transformation“ hat die Filmreihe mit begleitenden Vorträgen Einblick in das vielfältige Schaffen des Regisseurs gegeben, der als genauer Beobachter der ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche der Volksrepublik China gilt.

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Von großen und kleinen Räumen - tinyMONDAY zur Ausstellung "tinyBE • living in a sculpture" am 5. Juli 2021

Welche Folgen hat es für unser Zusammenleben, wenn immer mehr Menschen in Großstädten leben – dieser Frage widmet der Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität zwei Diskussionsrunden am 5. Juli 2021 im Rahmen der Ausstellung „tinyBE • living in a sculpture“.
Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, und doch zieht es vor Ort und weltweit immer mehr Menschen in die Großstädte – auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben. Wie könnte eine zunehmende soziale Ungleichheit in den Städten aufgehalten werden – etwa durch Bürgerinitiativen, durch eine klimasensible und nachhaltige Stadtentwicklung? Wo liegen in der zunehmenden weltweiten Urbanisierung Chancen, die im Voraus bedacht werden können, wo liegen soziale und ökologische Grenzen?
Die beiden Diskussionsrunden im Rahmen des tinyMONDAY am 5. Juli (Beginn 16:00 Uhr bzw. 18:00 Uhr, via Zoom) widmen sich dem Thema aus lokaler und globaler Perspektive. Nach den lokalen Folgen der Urbanisierung fragt die Auftaktdiskussion „Frankfurt – eine auseinanderwachsende Stadt?“ im Anschluss an den einführenden Kurzvortrag von Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ und Politischer Philosoph an der Goethe-Universität. Es diskutieren Tim Noller (Transition Town Frankfurt, Bürgerinitiative Maingold), die Soziologin Dr. Greta Wagner von der Technischen Universität Darmstadt und Peter Cachola Schmal, Leitender Direktor des Deutschen Architekturmuseums unter der Moderation von Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“).

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Susanne Schröter in Expertenkreis zum politischen Islamismus berufen

Prof. Dr. Susanne Schröter, Professorin im Institut für Ethnologie an der Goethe-Uni und Mitglied unseres Forschungsverbunds, ist zum Mitglied des neu eingerichteten Expertenkreises „Politischer Islamismus“ im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat berufen worden. Der Expertenkreis wird aktuelle und sich wandelnde Erscheinungen des politischen Islamismus aus wissenschaftlicher Perspektive analysieren und Handlungsempfehlungen entwickeln, die die sicherheitsbehördlichen Maßnahmen um gesellschaftspolitische und wissenschaftliche Ansätze ergänzen sollen. Außerdem sollen bestehende Lücken in der wissenschaftlichen Bearbeitung identifiziert werden - so das Bundesministerium.
Teilnehmende des Expertenkreises Politischer Islamismus sind (in alphabetischer Reihenfolge): Prof. Dr. Naika Foroutan, Frau Gülden Hennemann, Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Dr. Michael Kiefer, Prof. Dr. Ruud Koopmans, Prof. Dr. Stefan Korioth, Prof. Dr. Gudrun Krämer, Prof. Dr. Susanne Schröter, Prof. Dr. Kyrill-Alexander Schwarz sowie je ein Vertreter der Forschungsstellen beim Bundeskriminalamt (BKA) und beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Zur ausführlichen Pressemitteilung des BMI (pdf): Hier...
Zur Meldung der Goethe-Universität: Hier...

Forschungsverbund "Normative Ordnungen" erneut wissenschaftlicher Partner der RAY Triennale der künstlerischen Fotografie und verwandter Medien

Der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität ist 2021 erneut wissenschaftlicher Partner von RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain. In diesem Jahr steht das Thema "IDEOLOGIEN" im Zentrum der vierten internationalen Triennale der künstlerischen Fotografie und verwandter Medien. Was verbirgt sich hinter Ideologien, wie wirken sie und inwieweit unterstützen sie Macht, Manipulation, Missbrauch, Ausgrenzung und Ausbeutung, oder üben sie gar selbst aus? RAY will vom 3. Juni bis 12. September 2021 zum Thema Ideologien, das kritische Potenzial von Kunst, insbesondere der künstlerischen Fotografie und verwandter Medien, nutzen, um das Wirken vergangener und gegenwärtiger Ideologien offenzulegen - der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" begleitet das Vorhaben aus wissenschaftlicher Perspektive.

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"Europa kann mehr" - Friedensgutachten 2021 auf der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt

Unter dem Titel "Europa kann mehr: Zivile Handlungsspielräume nutzen und eine Corona-Friedensdividende schaffen" wurde am 8. Juni das Friedensgutachten 2021 bei der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt. Prof. Tobias Debiel, Institut für Entwicklung und Frieden (INEF), Prof. Nicole Deitelhoff, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK/PRIF) und "Normative Orders" und Prof. Conrad Schetter, Bonn International Center for Conversion (BICC) präsentierten das Friedensgutachten 2021 und seine zentralen Empfehlungen an die Bundesregierung.
Die EU müsse im internationalen Machtgefüge handlungsfähiger werden, um auf globale Herausforderungen mit nicht-militärischen Lösungen reagieren zu können. EU-intern bedeute dies, nationalistische Bestrebungen, Demokratieabbau und Missmanagement entschieden anzugehen. Außenpolitisch gilt es, etwa bei den Konflikten im Donbass und Bergkarabach Maßnahmen zu ergreifen, die die politische Kompromissbereitschaft der beteiligten Akteure vergrößern, ohne grundlegende Prinzipien des Völkerrechts preiszugeben. Im Verhältnis zum Globalen Süden müsse die EU ebenfalls neue Akzente setzen: Sie kann dazu beitragen, Impfstoffe gerecht zu verteilen, die sozioökonomischen Kosten der Pandemie abzumildern und die Armuts- und Ernährungspolitik neu zu justieren. Dazu sei ein radikales Umdenken bei den Militärausgaben nötig: Das Friedensgutachten schlägt vor, die Rüstungs- und Militärausgaben zu senken und so dringend benötigte Mittel für die globale Bekämpfung der Pandemie freizusetzen. Weil pandemiebedingt Steuereinnahmen sinken und Staatshaushalte schrumpfen, braucht die Welt diese Corona-Friedensdividende.

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Der Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ wird Partner des Ausstellungsprojekts „tinyBE • living in a sculpture“ – Rote Info-Box mit Videobeiträgen von WissenschaftlerInnen des Verbunds ab dem 28. Mai auf dem Campus Westend

  • Rote Info-Box der Archtiekten schneider+schumacher zur Ausstellung „tinyBE • living in a sculpture" auf dem Campus Westend
  • Rote Info-Box der Archtiekten schneider+schumacher zur Ausstellung „tinyBE • living in a sculpture" auf dem Campus Westend
  • Rote Info-Box der Archtiekten schneider+schumacher zur Ausstellung „tinyBE • living in a sculpture" auf dem Campus Westend
  • Rote Info-Box der Archtiekten schneider+schumacher zur Ausstellung „tinyBE • living in a sculpture" auf dem Campus Westend
  • Rote Info-Box der Archtiekten schneider+schumacher zur Ausstellung „tinyBE • living in a sculpture" auf dem Campus Westend
  • Alison Knowles: The House of Dust (1967/2021), Wiesbaden, Germany, TECLA - A project by WASP and Mario Cucinella Architects. Ph: Iago Corazza
  • Laure Prouvost: Boob Hills Burrows, 2021 Visualisation interior of BOOB HILLS BURROWS by Laure Prouvost, tinyBE #1 © Laure Prouvost
  • MY-CO-X: MY-CO-SPACE, 2021 Visualisation of MY-CO-SPACE by MY-CO-X, tinyBE #1 ©Sven Pfeiffer, MY-CO-X
  • Onur Gökmen: FIRST, 2021 Visualisation interior of FIRST by Onur Gökmen, tinyBE #1 © Onur Gökmen

Welche Orte brauchen wir zum Leben und Arbeiten? Wie groß, wie klein kann der Raum für ein erfülltes und nachhaltiges Leben sein? Die Ausstellung tinyBE – vom 26. Juni bis 26. September im Frankfurter Metzler Park – greift diese Fragen mit bewohnbaren Skulpturen internationaler Künstler:innen auf. Eine digitale Info-Box informiert vorab über das Projekt, das vom Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität wissenschaftlich begleitet wird.

Mit einer roten Info-Box geht es los: Auf vier Bildschirmen liefert die tinyBE Info-Box der Architekten schneider+schumacher vor dem Casino-Anbau auf dem Campus Westend vom 28. Mai bis zum 24. Juni 2021 Informationen über die tinyBE-Ausstellung, das wissenschaftlich-künstlerische Rahmenprogramm der tinyMONDAYS und die beteiligten Förderer und Kooperationspartner. Die Ausstellung greift aktuelle Debatten über die Zukunft von Wohnen und Arbeiten auf, über soziokulturelle Herausforderungen und den ressourcenschonenden Umgang mit Lebensräumen in künstlerisch und funktional gestalteten Kleinarchitekturen – Themen, mit denen sich auch die Videobeiträge der Info-Box von Wissenschaftler:innen des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ befassen.
Die zentrale Ausstellung „tinyBE • living in a sculpture“ zeigt anschließend vom 26. Juni bis 26. September im Frankfurter Metzlerpark (mit Satelliten in Darmstadt und Wiesbaden) bewohnbare Skulpturen international renommierter Künstler:innen. Im Metzlerpark wird auch ein Ausstellungspavillon entstehen, der von Studierenden der Hochschule für Gestaltung Offenbach entworfen wird und als Gartentheater und Besucherzentrum dienen soll.

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"Unworking" herausgegeben von Dr. Peer Illner erschienen

Désœuvrement, übersetzt als Unarbeit oder Inoperativität, ist ein Begriff, der die zeitgenössische politische Theorie und Praxis heimsucht. In dem kürzlich erschienen Band "Unworking", herausgegeben von Dr. Peer Illner (ehemaliger Postdoktorand am Forschungsverbund "Normative Ordnugnen"), wird die typische Bewertung von Arbeit und Aktion im Sinne eines solchen Désœuvrements gekippt. Die Beiträge des Bandes eröffnen einen Weg, radikale Passivität und Inaktivität als ästhetische und politische Praktiken zu denken, die das modernistische Mantra von zielgerichteter Produktion und unaufhörlicher Aktivität in Frage stellen. In seiner grundlegendsten Form sei Unarbeit die Kritik der Arbeit in all ihren Variationen, so die grundlegende These des Buchs: Nicht nur der Lohnarbeit, wie es der Marxismus will, sondern auch der Arbeit der Kunst, der Arbeit der Gemeinschaftsbildung und sogar der Psychoanalyse, die als "Durcharbeiten" gedacht ist.

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Vortragsreihe "Politische Falschheiten: Diagnosen und Konzepte" ab dem 2. Juni 2021

Unwahrheiten in der Politik haben eine neue Prominenz erhalten. So lautet jedenfalls die These vieler Gegenwartsdiagnosen, die ein postfaktisches Zeitalter, die Rückkehr der Ideologien, oder den Aufschwung von Verschwörungstheorien feststellen. In der Vortragsreihe "Politische Falschheiten: Diagnosen und Konzepte" werden ab dem 2. Juni diese Diagnosen, die ihnen zugrundliegenden Phänomene und die verwendeten Begriffe kritisch diskutiert. Welche Konzepte helfen uns, trennscharf zu erfassen, welche Art der politischen Falschheiten heute wirksam sind? Was ist neu an der gegenwärtigen Art und Weise, Politik mit Unwahrheiten zu machen? Und wie sollten wir damit umgehen?
Organisiert wurde die Reihe von Dr. Frieder Vogelmann (Vertretungsprofessor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziologische Theorie und Theoriegeschichte am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main). Zu den Redner*innen gehören Dr. Christian Schmidt (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Javier Burdman (Université de Strasbourg), Dr. Sergej Seitz (Universität Innsbruck) & Dr. Gerald Posselt (Universität Wien), Dr. Carmen Lea Dege (Van Leer Jerusalem Institute), Prof. Dr. Nicola Gess (Universität Basel) und Dr. Eva Marlene Hausteiner (Universität Greifswald).

Weitere Informationen, Programm und Link zur Anmeldung: Hier...

"Die Fremdheit des Rechts. Aufzeichnungen eines fragilen Versprechens" von Benedict Vischer erschienen

Die Macht des Rechts weckt aktuell beträchtliches Unbehagen. Am Ideal der "rule of law" haben sich heftige Auseinandersetzungen entzündet. Vor dem Hintergrund der Krisen rechtsstaatlicher Strukturen, die in den vergangenen Jahren zumal im Kontext rechtlicher Internationalierungsprozesse zu verzeichnen waren, wendet sich die sich die Publikation "Die Fremdheit des Rechts. Aufzeichnungen eines fragilen Versprechens" von Benedict Vischer, die aus einem Projekt am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" hervorgegangen ist, auf einer rechtstheoretischen Ebene dem charakteristischen Zug des Fremden der rechtlichen Semantik und Form zu. Die Fremdheit des Rechts lässt sich, so Vischer, als der verbindende Anstoß unterschiedlicher Varianten des Einwands gegen das Gewicht rechtlicher Strukturen fassen.

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Acht Postdoc-Stellen im Clusterprojekt "ConTrust: Vertrauen im Konflikt - Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Unsicherheit" zu besetzen

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt werden für das Clusterprojekt "ConTrust: Vertrauen im Konflikt - Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Unsicherheit" acht Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (Post-Docs) mit einer Laufzeit von drei Jahren gesucht (E 13 TV-G-U). ConTrust befasst sich mit der Dynamik von Vertrauen und Konflikt unter Bedingungen der Ungewissheit. Dabei wird davon ausgegangen, dass Vertrauen eine "ungesicherte Sicherheit" erzeugt, die in einem interdisziplinären Diskurs im Konflikt lokalisiert wird. Das Clusterprojekt setzt sich aus fünf interdisziplinären Arbeitsgruppen zusammen, in denen Stellen mit entsprechendem Forschungsfokus angeboten werden: 1. Demokratie, 2. Zwang und Sanktionen, 3. Märkte, 4. Wissen und 5. Medien. Darüber hinaus sind drei gruppenübergreifende Stellen ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 8. Juni 2021.

Mehr Informationen zu "ConTrust" und zur ausführlichen Stellenbeschreibung: Hier... 

49. Römerberggespräche "Die Republik auf allen Viren – wieviel Angst verträgt die Demokratie?" am 22. Mai 2021

Die Pandemie gerät zum Stresstest – nicht nur für das Individuum, sondern auch für das politische System. Grundrechte werden eingeschränkt, Gesetze zu Verordnungen verkürzt. Die Regierung inszeniert sich als effizienter Krisenmanager, der aus wissenschaftlichen Erkenntnissen alternativlose Konsequenzen zieht. Grenzüberschreitend werden angesichts der viralen Bedrohung Rückfälle in autoritär anmutendes Staatshandeln und überwunden geglaubten Nationalismus sichtbar.
Bleibt den Bürger*innen derweil nur noch Angst und Ohnmacht, wenn Experten das Sagen haben? Welche Langzeitfolgen wird der fortgesetzte Lockdown haben – psychisch und politisch? Was wird aus individueller Freiheit, wechselseitigem Vertrauen und staatsbürgerlicher Souveränität? Wie verändert sich das Verhältnis von Staat, Wissenschaft und Gesellschaft? Wie kann die Zivilgesellschaft wieder zum Ort einer kritischen Öffentlichkeit werden? Wieviel Vertrauen müssen wir dem staatlichen Handeln und wissenschaftlicher Wahrheit gegenüber aufbringen; wie sehr können wir es in Frage stellen – ohne haltlosem Verschwörungsglauben in die Hände zu spielen? Dies fragen die 49. Römerberggespräche "Die Republik auf allen Viren – wieviel Angst verträgt die Demokratie?" in Kooperation mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" am Samstag, dem 22. Mai 2021, live übertragen aus dem Chagall Saal des Schauspiel Frankfurt. Der Livestream wird ab 10 Uhr auf www.roemerberggespraeche-ffm.de zu verfolgen sein.

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„Symposium on Jürgen Habermas’ Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Rainer Forst erschienen

Eineinhalb Jahre ist es her, dass Jürgen Habermas sein Buch „Auch eine Geschichte der Philosophie“ veröffentlicht hat. In zwei Bänden erläutert er, wie sich die Disziplin der Philosophie nicht nur herausgebildet, sondern ebenso eine Reflexion über ihre Aufgaben erfahren hat. Das Buch sorgte für großes internationales Aufsehen und war unter anderem Gegenstand von drei Diskussionsrunden, aus denen nun ein von Rainer Forst herausgegebenes Symposium entstanden ist, welches kürzlich als Ausgabe der internationalen Zeitschrift "Constellations: An International Journal of Critical and Democratic Theory", veröffentlicht wurde.

Die erste Diskussionsrunde, auf die sich die Beiträge beziehen, war eine denkwürdige Konferenz in Frankfurt am Main, welche anlässlich von Habermas‘ 90. Geburtstag im Juni 2019 am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ abgehalten wurde, nachdem er am Abend zuvor einen öffentlichen Vortrag vor über 3.000 Zuhörer*innen gehalten hatte. Der zweite Anlass war ein digitales Panel bei der American Political Science Association. Schließlich fand im November 2020 die digitale Tagung „Gegenwart der Religion – Zukunft der Philosophie. Überlegungen im Anschluss an das jüngste Werk von Jürgen Habermas“ statt. Hier wurden international renommierte Wissenschaftler*innen aus der Philosophie und Theologie dazu eingeladen, Stellung zu Habermas‘ Thesen zu beziehen, sowie dem Autor die Möglichkeit zur Antwort zu geben. Dieser Workshop wurde vom Institut für Religionsphilosophische Forschung sowie dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ veranstaltet und in Kooperation mit dem Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg durchgeführt.

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Frankfurter interdisziplinäre Live-Debatte „Zukunft der Solidarität“ am 12. Mai 2021

Im Jahr 2020 als Blog gestartet, geht die Frankfurter Debatte als eine Serie von Podiumsdiskussionen weiter. Die Initiatorinnen und Initiatoren der Dialogplattform greifen dabei Perspektiven aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen zu aktuellen Fragestellungen rund um das Thema „Zukunft Post-Covid“ auf. Der Starttermin für das neue Format „Frankfurter interdisziplinäre Live-Debatte“ ist Mittwoch, der 12. Mai 2021, um 18 Uhr. Der Auftakt wird als digitale Veranstaltung übertragen, bei der Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (HSFK und „Normative Ordnungen“), Prof. Dr. Stefanie Dimmeler (Cardio-Pulmonary Institute und Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Rainer Forst („Normative Ordnungen“), Prof. Dr. Klaus Günther („Normative Ordnungen“) und Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen (SAFE) über „Zukunft der Solidarität“ unter dem Eindruck der aktuellen Coronakrise miteinander diskutieren. Moderiert wird die Debatte von hr-Journalistin Doris Renck.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Exzellenzcluster Cardio-Pulmonary Institute, vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung HSFK, dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt und vom Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE („Sustainable Architecture for Finance in Europe“).

Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmenden erhalten einen Link zur Teilnahme an der Live-Debatte. Zur Anmeldung: Hier...
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Zivilgesellschaftliches Netzwerk Paulskirche plant “Frankfurter Tage der Demokratie”

Mit vielfältigen Initiativen zur Stärkung und Weiterentwicklung der Demokratie bringt sich die Frankfurter Zivilgesellschaft in die Feierlichkeiten zum 175-jährigen Jubiläum der ersten deutschen Nationalversammlung ein. Ein Zusammenschluss aus unterschiedlichen Akteuren und Institutionen hat Anfang April das Netzwerk Paulskirche - Demokratie im Kommen gegründet. Das Netzwerk will das Jubiläum der Paulskirchen-Versammlung von 1848 zum Anlass nehmen, um Demokratie als konkrete Lebensform zu stärken und mit Blick auf die neuen globalen Herausforderungen zu erweitern.

Zu den Initiator:innen des Netzwerks gehören unter anderem die Stiftung medico international, der Verein „mehr als wählen“, das Institut für Sozialforschung, der Forschungsverbund Normative Ordnungen, die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung sowie die Forschungsstelle Demokratische Innovationen und das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt an der Goethe-Universität Frankfurt. „Die Paulskirche wird oft als ‚Wiege der deutschen Demokratie’ bezeichnet“, so Dominik Herold von „mehr als wählen“: „Mit den Frankfurter Tagen der Demokratie wollen wir zeigen, dass sich Demokratie nicht im musealen Erinnern erschöpfen darf, sondern einen nie zu Ende kommenden und fragilen Prozess darstellt, den es selbstbestimmt und von unten zu gestalten gilt. Dazu gehört, vor allem die Stimmen derjenigen, die häufig nicht gehört und gesehen werden, ins Zentrum zu stellen.“

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„Ethical choices behind quantifications of fair contributions under the Paris Agreement". Neue Studie kritisiert normative Grundlagen von Studien zur gerechten CO2-Emissionsvergabe

In dem kürzlich erschienenen Paper „Ethical choices behind quantifications of fair contributions under the Paris Agreement“ kritisiert Darrel Moellendorf, Professor für Internationale Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt und Principal Investigator am Forschungsverbund Normative Ordnungen, gemeinsamen mit internationalen Kolleginnen und Kollegen die Forschung zum sogenannten ‚Effort Sharing‘ von CO2-Emissionen. Für ihren Beitrag sahen sich die Wissenschaftler*innen eine Auswahl von Studien an und untersuchten sie auf die Transparenz ihrer eigenen normativen Grundlagen.

Das Ergebnis: 10 der 15 untersuchten Studien gaben sich selbst als wertfrei und neutral aus. Gleichzeitig ließ sich feststellen, dass sie dabei reiche Industrieländer systematisch besser darstellten. Die fehlende Transparenz sei demnach nicht nur irreführend, sondern bedinge manifeste Falschvorstellungen darüber, was von internationalen Kapitalzentren erwartet werden kann. Im Speziellen wurde dabei das Problem des ‚Grandfatherings‘, also des Vergebens kostenloser neuer Emissionsrechte, die auf Basis bisheriger Emissionen berechnet werden, kritisiert. Dieses, so die Wissenschaftler*innen, sollte kein Teil von Berechnungen über die gerechte Aufteilung von Emissionen sein, denn reiche Länder würden so strukturell bevorzugt.

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„Normative Ordnungen“, herausgegeben von Rainer Forst und Klaus Günther, erscheint am 17. April 2021 im Suhrkamp Verlag

In nunmehr schon fünfzehn Jahren interdisziplinärer Zusammenarbeit haben die Wissenschaftler*innen des Frankfurter Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ untersucht, was normative Ordnungen sind, wie sie sich herausbilden, stabilisieren und umgestalten. Ungezählte Publikationen sind dazu erschienen, nicht zuletzt in der gleichnamigen Buchreihe beim Campus Verlag.
Gleichwohl ist es Zeit für eine kollektive Zwischenbilanz: Am 17. April 2021 erscheint der Sammelband „Normative Ordnungen“ im Suhrkamp Verlag. Herausgegeben von den Clustersprechern Prof. Dr. Rainer Forst und Prof. Dr. Klaus Günther, bietet das Werk einen weit gefassten Überblick über die Ergebnisse eines erfolgreichen wissenschaftlichen Projekts, das eine deutliche Frankfurter Handschrift trägt. Nach einer Einleitung der Herausgeber zum Forschungsprogramm versammelt der Band 26 Beiträge von Wissenschaftler*innen des Forschungsverbunds. Zusätzlich beinhaltet das Buch den Aufsatz von Jürgen Habermas, den er anlässlich seines 90. Geburtstag auf Einladung der Normativen Ordnungen vortrug.

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Das Postdoc-Programm des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“: Nachwuchsförderung zwischen 2017 und 2020

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Die Erfolge sprechen für sich.
Dank der hohen internationalen Sichtbarkeit des Verbundes wurden zwischen 2017 und 2020 aus den unterschiedlichsten Disziplinen herausragende Forscher*innen angezogen. So konnte das Recruiting international, interdisziplinär und mit einem besonderen Augenmerk auf die Erhöhung des Anteils von Wissenschaftlerinnen erfolgen.
Die explizit interdisziplinäre und internationale Ausrichtung des Programms hat im Verlauf der drei Jahre eine Vernetzung der Early Career Researchers über die Disziplin- und Verbundgrenzen hinaus vorangetrieben. Insbesondere der wissenschaftliche Austausch mit den Principal Investigators des Verbunds, aber auch gemeinsam organisierte Veranstaltungsreihen, Publikationsprojekte, Workshops und Klausurtagungen boten den Teilnehmer*innen des Programms einzigartige Möglichkeiten zur Zusammenarbeit untereinander und mit der internationalen Wissenschaftscommunity.

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Ringvorlesung “Algorithms - Between Trust and Control” untersucht ab dem 22. April den Umgang mit Algorithmen in einem Nebeneinander von Vertrauen und Kontrolle

Algorithmen – und die Akteure dahinter – vermessen und beeinflussen immer mehr Dimensionen unseres modernen Lebens. Sie empfehlen, welche Filme man sich ansehen sollte, sie berechnen risikogerechte Kreditscores und sie spielen eine Rolle bei der Verhängung „gerechter“ Strafen, um nur einige Bereiche zu nennen. Gleichzeitig korrigieren sie unvollkommene menschliche Entscheidungen und fügen neue Informationsdimensionen hinzu. Um die sich abzeichnenden Transformationen normativer Ordnungen in einer prädiktiven Gesellschaft abzuschätzen und zu bewerten, nähert sich die Ringvorlesung Algorithmen vor dem Hintergrund eines Nebeneinanders von Vertrauen und Kontrolle. Warum und unter welchen Bedingungen vertrauen wir Algorithmen –  oder eben nicht? Können und sollten wir ihnen vertrauen? Vor allem, weil ihre algorithmische Normativität (nicht) in Rechtfertigungsforen produziert wurde, wo Vertrauen in und durch soziale Konflikte zustande kommt?

Dies sind nur einige der Fragen, die international renommierte Referent*innen in der Ringvorlesung „Algorithms - Between Trust and Control“ aufwerfen, die von Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann und Prof. Christoph Burchard verantwortet und vom Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main, dem Clusterprojekt „ConTrust“ des Landes Hessen, den Frankfurter Gesprächen zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und dem Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung veranstaltet wird.

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Debattenreihe „Kontrovers: Aus dem FGZ“ gestartet

Am 25. März 2021 fand der Online-Auftakt von „Kontrovers: Aus dem FGZ“ statt. In der klassisch gehaltenen Debattenreihe des Frankfurter Teilinstituts werden Themen und Thesen aus der Forschung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in öffentlichen Debatten zu kontroversen Positionen zugespitzt, der Öffentlichkeit vermittelt und zur Diskussion gestellt. In der Auftaktveranstaltung debattierten so Prof. Dr. Elvira Rosert und Prof. Dr. Uwe Volkmann unter der Moderation von Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Professorin für Internationale Beziehungen an der Goethe-Universität Frankfurt sowie Mitglied des FGZ-Sprecher*innenrats , unter dem Titel „Freiheit und Leben: Wege aus dem Ausnahmezustand?“ vor circa 90 Zuschauer*innen die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie.
Den Einstieg machte dabei Elvira Rosert, Juniorprofessorin für Politikwissenschaft am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg, mit einigen Betrachtungen zum Thema Unfreiheit in der Pandemie, indem sie betonte, dass die aktuell erlebbare Unfreiheit zuallererst auf die Pandemie selbst zurückzuführen sei und nur mittelbar aus den politischen Maßnahmen zur Pandemiebearbeitung resultiere. Diese, so Rosert, zielten darauf ab, die Bedingung der Unfreiheit, nämlich die Pandemie als solche, zu beseitigen. Dabei berief sie sich auf ein sozialstaatliches Verständnis, in dem eine demokratische Pandemiebearbeitung durch gute Begründung von Maßnahmen und dem Setzen auf Anreize zur freiwilligen Befolgung von Maßnahmen der Bevölkerung möglich sei.

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Wir trauern um Michael Stolleis (1941-2021)

Der Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main trauert um Michael Stolleis, der nach kurzer, schwerer Krankheit am 18.03.2021 in Frankfurt verstorben ist. Er war seit 1975 Professor für Öffentliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte am Fachbereich Rechtswissenschaft, dem er auch nach seiner Berufung in das Amt des Direktors am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte im Jahre 1991 in Forschung und Lehre eng verbunden blieb.

Michael Stolleis hat die deutsche und europäische Rechtsgeschichte sowie das Öffentliche Recht nachhaltig geprägt. Mit der Geschichte des öffentlichen Rechts hat er ein neues Feld der rechtshistorischen Forschung national wie international eröffnet. Seine vierbändige Gesamtdarstellung, inzwischen in viele Sprachen übersetzt, ist eine eindrucksvolle Pionierleistung, die zugleich Maßstäbe gesetzt hat. Seit der 1974 veröffentlichten Münchner Habilitationsschrift über Gemeinwohlformeln im nationalsozialistischen Recht gehörte er zu dem damals noch kleinen Kreis mutiger Wissenschaftler*innen, die sich mit dem Recht und der Rechtswissenschaft dieser Zeit auseinandersetzen; auch danach blieb er dieser Aufgabe in seinen Forschungen treu. Dass dieser Kreis seither größer wurde, ist nicht zuletzt sein Verdienst. Aber auch Schicksale deutscher Juristen jüdischer Herkunft, die Geschichte des Sozialrechts, die Rechtsgeschichte der DDR und Osteuropas sind vor allem durch ihn in das Blickfeld der Rechtsgeschichte geraten. Seine umfassende Gelehrsamkeit ermöglichte es ihm darüber hinaus, originelle Bezüge zu Literatur und Kunst herzustellen und sich in interdisziplinären Forschungsprojekten zu engagieren.

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R. Jay Wallace geht in seinem neuen Buch der Frage nach wie moralische Verpflichtung und Beziehungen zusammenhängen

Zu Beginn dieses Jahres erschien das neue Buch von R. Jay Wallace unter dem Titel ‚Der moralische Nexus’ im Suhrkamp Verlag. Es geht zurück auf zwei Vorlesungen im Rahmen der Frankfurt Lectures, die der Moralphilosoph aus Berkeley auf Einladung des Exzellenzclusters Normative Ordnungen im Sommer 2013 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main hielt. Das Buch untersucht ein Gebiet, welches Wallace den Bereich interpersonaler Moral nennt. Dieser wird aufgespannt zwischen Menschen, die zueinander in Beziehung stehen und somit eine moralische Verbindlichkeit eingehen. Hier finde sich, so die These von Wallace, eine ‚bilaterale Normativität‘, die Moralität als etwas ausweise, das grundsätzlich auf Beziehungen beruhe, anstatt nur beim Einzelnen zu liegen. Damit legt Wallace eine philosophisch durchaus besondere Konzeption vor, denn sie stellt traditionellen eher individualistischen Theorien einen Ansatz entgegen, der auf einem völlig anderen Fundament steht.

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Vortragsreihe "Rule of Law and Democracy" beginnt am 19. März 2021

Die Krise der Demokratie, mit der wir heute konfrontiert sind, löst viele Fragen über das Konzept der Demokratie selbst sowie über ihre Wechselwirkung mit anderen politischen Idealen aus. Darunter gerät auch das Verhältnis zwischen der Demokratie und dem Ideal der Rechtsstaatlichkeit in den Blick. Beruhen diese auf widersprüchlichen Prinzipien und sind sie in konstitutionellen Demokratien paradoxerweise dennoch vereint - wie Habermas es herausgestellt hat? Sind sie völlig unabhängig voneinander wie andere Gelehrte meinen und wie sinnvoll ist es, von einem demokratischen Rechtsstaatsideal zu sprechen? Diesen Fragen geht ab dem 19. März 2021 die Vortragsreihe "Rule of Law and Democracy" nach, die Teil der Postdoctoral Dialogue Series "Norms, Plurality and Critique" des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität ist.
Eröffnet wird die Reihe von Prof. Dr. Klaus Günther (Goethe-Universität, Normative Orders), der unter dem Titel "Crisis of democracy: Rule of law and Rule by law" vortragen wird. Kommentieren werden Prof. Michael Wilkinson (London School of Economics) und Dr. María Emilia Barreyro (Goethe-Universität, Normative Orders). Am 26. März folgt Prof. Herlinde Pauer-Studer (Universität Wien) mit ihrem Vortrag "Constitutivism and the Rule of Law", kommentiert von Prof. George Pavlakos (University of Glasgow) und Carlos Gálvez Bermúdez (Goethe-Universität, Normative Orders). Zum Abschluss spruicht am 9. April Prof. Cristina Lafont (Northwestern University) zu "The Democratic Case for Judicial Review: A Participatory interpretation of the internal relation between the Rule of Law and Democracy" mit Kommentaren von Prof. Richard Bellamy (University College London) und Dr. Sofie Møller (Goethe-Universität, Normative Orders). Die Vortragsreihe wird online über Zoom stattfinden.

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"Disputing Discipline. Child Protection, Punishment, and Piety in Zanzibar Schools" von Dr. Franziska Fay erscheint am 16. April 2021

Am 16. April erscheint "Disputing Discipline. Child Protection, Punishment, and Piety in Zanzibar Schools" von Dr. Franziska Fay (Postdoktorandin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main) bei Rutgers University Press. In der Monografie untersucht Fay, wie die Bemühungen globaler und lokaler Kinderrechtsaktivisten in den Schulsystemen Sansibars, die körperliche Züchtigung abzuschaffen, die moralische und politische Landschaft des Archipels verändern. Durch die Betrachtung von Kinder- und Erwachsenenperspektiven erforscht sie zudem, was Kinderschutz für sansibarische Kinder bedeutet, die ihr Leben an den Schnittpunkten von universalisierten und lokalen "Kinderschutz"-Ansprüchen verhandeln müssen, während sie zu verantwortungsbewussten Erwachsenen heranwachsen. Durch einen visuellen und partizipatorischen ethnographischen Ansatz, der die Stimmen der Kinder durch ihre Gedichte, Fotografien und Zeichnungen in den Vordergrund stellt, gepaart mit einer eingehenden Swahili-Sprachanalyse, zeigt sie, wie die Ansichten und Erfahrungen der Kinder unser Verständnis von Kinderschutz verändern können. Das Buch zeigt, dass politische Entscheidungsträger und Praktiker, um Interventionen zu verbessern, Kinderschutz jenseits eines politischen Verständnisses des Begriffs verstehen und auf die Lebenswirklichkeit der Kinder eingehen müssen, um zu vermeiden, dass das Wohlergehen junger Menschen ungewollt gefährdet wird, anstatt es positiver zu gestalten.

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Erfolg für die Clusterinitiative "ConTrust: Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit"

Die Sprecher*innen der Initiative, Prof. Nicole Deitelhoff und Prof. Rainer Forst, freuen sich über den Erfolg in der Förderlinie des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst „Clusterprojekte zur Vorbereitung der nächsten Runde der Exzellenzstrategie“: „Wir können es kaum erwarten, mit der Arbeit an diesem innovativen Projekt zu beginnen und danken dem Land Hessen und unserer Universität für das in uns gesetzte Vertrauen. Die Wissenschaftler*innen und das Team der Normativen Ordnungen, die diesen Verbund zu diesem ersten Erfolg geführt haben, haben den Mut bewiesen, neue Wege der Forschung zu gehen.“ ConTrust wird in den nächsten fünf Jahren mit fast 10 Millionen Euro gefördert werden, davon kommt die Hälfte vom Land Hessen, die andere Hälfte steuern die Goethe-Universität, die Hessische Stiftung Frieden- und Konfliktforschung sowie (zu einem Viertel) die beteiligten Forscher*innen mit eigenen Mitteln bei. Das Projekt wird als Teil des Forschungszentrums Normative Ordnungen dort angesiedelt sein und Synergien mit anderen hier beheimateten Verbünden, etwa dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, anzielen.

Worum es geht, in Kürze: Konflikte sind in gesellschaftlichen Kontexten unumgänglich, und dennoch machen sie ein Zusammenleben nicht unmöglich. Aber woher nehmen wir die Gewissheit, dass Auseinandersetzungen nicht eskalieren, dass sich das jeweilige Gegenüber an Regeln hält, dass Institutionen uns gegen Überschreitungen absichern und die soziale Welt als ganze so stabil ist, dass wir unser Handeln in ihr sinnvoll orientieren können? Die erste Antwort ist: Vertrauen. Vertrauen erzeugt eine „ungesicherte Sicherheit“, die niemals vollständig eingelöst werden kann und dennoch das Geheimnis gesellschaftlichen Zusammenlebens ausmacht. Aber woher kommt dieses Vertrauen?

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"DenkArt" widmet sich ab Frühjahr 2021 der Frage "Solidarität_Aber wie?"

Ab März 2021 befasst sich die partizipative Vortragsreihe DenkArt "Solidarität_Aber wie?" mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht nur im Zuge der Corona-Pandemie. Sei es in Fragen der Religion, der Herkunft, der sozialen Stellung, der politischen Haltung, des eigenen Lebensstils: die Gesellschaft ist divers und droht in dieser Vielfalt als Gemeinschaft zu zerfallen. Was verbindet sie noch, wenn Werte strittig geworden sind, wenn Meinungen stärker wahrgenommen werden als Argumente, wenn das Soziale sie immer mehr spaltet? Die Reihe wird an insgesamt drei Terminen diskutieren, wie Solidarität heute überhaupt noch möglich ist.
Am 9. März um 19.30 Uhr eröffnet die Autorin und Netz-Aktivistin Kübra Gümüşay die Reihe mit dem Vortrag „Solidarität_Wie ist Teilhabe für alle möglich?“. Im Anschluss spricht am 4. Mai der Autor und Büchnerpreisträger Lukas Bärfuss  darüber, wie sich der Wert "Solidarität" heute neu denken lässt. Zum Abschluss folgt Prof. Sighard Neckel (Professor für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel der Universität Hamburg, Assoziiertes Mitglied des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main), mit einem Vortrag zu der Frage „Welche Rolle spielen Emotionen, Regeln, Infrastrukturen?“ am 8. Juni.

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Book lɔ:ntʃ "Pandemic Media. Preliminary Notes Toward an Inventory" am 28. Januar 2021 um 12.30 Uhr

Mit ihrem beispiellosen Ausmaß und ihren Folgen hat die COVID-19-Pandemie nicht nur Normen in Frage und Governance-Systeme auf die Probe gestellt, sondern auch eine Vielzahl von neuen Medienkonfigurationen hervorgebracht. Als Antwort auf die Nachfrage nach Information, Synchronisation, Regulierung und Eindämmung gestalten diese "pandemischen Medien" soziale Interaktionen, Räume und Zeitlichkeiten neu.
Am 28. Januar 2021 um 12.30 Uhr wird das Buch "Pandemic Media. Preliminary Notes Toward an Inventory" (meson press 2020), das in insgesamt 37 Aufsätzen diese "pandemischen Medien" untersucht, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Book lɔ:ntʃ" vorgestellt.
Herausgegeben von einer internationalen Gruppe von Forschern, die mit dem Forschungsverbund Normative Ordnungen und dem Graduiertenkolleg "Konfigurationen des Films" an der Goethe-Universität zusammenarbeiten, will die neueste Publikation der Open-Access-Buchreihe "Konfigurationen des Films" Elemente für ein Verständnis der zukünftigen post-pandemischen Welt liefern.

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"Disasters and Social Reproduction" - Online Booklaunch am 22. Januar 2021 um 12.30 Uhr

Im nächsten Online-Booklaunch innerhalb der Postdoctoral Dialogue Series wird Dr. Peer Illner (Postdoktorand am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“) am 22. Januar 2021 um 12.30 Uhr sein Buch "Disasters and Social Reproduction - Crisis Response between the State and Community" (Pluto Press 2020 / Mapping Social Reproduction Theory Series) gemeinsam mit Prof. Darrel Moellendorf (Professor für internationale politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“) diskutieren. Begrüßen wird Prof. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität).
Viele Gemeinden in den Vereinigten Staaten sind vom Staat im Stich gelassen worden. Was passiert, wenn Naturkatastrophen zu ihrem Elend hinzukommen? "Disasters and Social Reproduction - Crisis Response between the State and Community" befasst sich mit der zerrütteten Beziehung zwischen der Bundesregierung und der Zivilgesellschaft in Zeiten von Krisen. Indem er die Katastrophenhilfe durch die Linse der sozialen Reproduktion betrachtet, verfolgt Peer Illner in dem Buch die Veränderungen in der amerikanischen Nothilfe, von den Wirtschaftskrisen der 1970er Jahre bis zur COVID-19-Pandemie, und wirft schwierige Fragen über die zweischneidige Rolle der gegenseitigen Hilfe bei Kürzungen der Sozialausgaben auf.

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"Autonomie und Willkür. Kant und die Zweideutigkeit der Freiheit" von Dirk Setton erschienen

Zu Beginn des Jahres ist das Buch "Autonomie und Willkür. Kant und die Zweideutigkeit der Freiheit" von Prof. Dirk Setton (Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin, ehemals Postdoktorand am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität) als Sonderband der Deutschen Zeitschrift für Philosophie erscheinen. In dem Buch, welches aus seiner Habilitationsschrift hervorgegangen ist, befasst sich Setton mit dem Verhältnis von Wille und Willkür bei Kant: Weshalb muss sich der eine Begriff des freien Willens in zwei Formen der Freiheit teilen - in die Freiheit der Autonomie auf der einen Seite und die Freiheit der Willkür auf der anderen? Beide Freiheiten stehen nicht in einem Verhältnis der einfachen Ergänzung, sondern gehören unterschiedlichen Ordnungen an, so Setton: Der Wille als Vermögen der vernünftigen Selbstbestimmung beschreibt eine normative Ordnung, während die Willkür als Kraft eigensinniger Entschiedenheit gerade eine Freiheit von normativen und faktischen Bestimmungen in Anspruch nimmt. Wie ist das Verhältnis dieser beiden Dimensionen und damit zuletzt die Einheit des Willens zu begreifen?

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Neue Ausschreibungsrunde für studentische Fellowships bei Humanity in Action

Noch bis zum 14. Februar 2021 können sich Studierende für ein Fellowship bei Humanity in Action bewerben. Im Rahmen des einjährigen Fellowships nehmen die Fellows zunächst virtuell an einem intensiven dreiwöchigen Bildungsprogramm (vom 1. bis zum 23. Juni 2021) in Berlin, Sarajewo oder Warschau teil, das ein länder- und kontextspezifisches Curriculum bietet, welches sich mit historischen und aktuellen Herausforderungen für Menschenrechte, Pluralismus und Gleichberechtigung auseinandersetzt. Nach den drei Wochen, beginnen sie mit der Entwicklung zivilgesellschaftlicher Initiativen in eigenen Aktionsprojekten.
Seit Frühjahr 2020 ist die Goethe-Universität, vertreten durch Prof. Nicole Deitelhoff und Prof. Rainer Forst, Kooperationspartner der internationalen gemeinnützigen Organisation „Humanity in Action“, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Dialog über soziale Gerechtigkeit zu fördern, um auf Herausforderungen, denen sich immer heterogener werdende demokratische Gesellschaften stellen müssen, angemessen reagieren zu können.
 
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Die Gegenwart der Religion und die Zukunft der Philosophie. Eine Tagung über und mit Jürgen Habermas

Am 20. und 21. November 2020 fand die Tagung „Gegenwart der Religion - Zukunft der Philosophie. Überlegungen im Anschluss an das jüngste Werk von Jürgen Habermas“ statt. Im Zentrum der insgesamt acht Vorträge und Diskussionen an zwei Tagen stand das 2019 erschienene zweibändige Werk "Auch eine Geschichte der Philosophie", welches unter Zuschaltung des Autors Jürgen Habermas in einer Videokonferenz besprochen wurde. Zu den Beiträger*innen gehörten international renommierte Wissenschaftler*innen aus der Philosophie und Theologie wie Maeve Cooke (University College Dublin, Irland), Ingolf Dalferth (Claremont Graduate University, USA), Rainer Forst (Goethe-Universität Frankfurt), Volker Gerhardt (Humboldt-Universität zu Berlin), Maureen Junker-Kenny (University of Dublin, Trinity College, Irland), Gustavo Leyva (Universidad Autónoma Metropolitana, Mexiko), Eduardo Mendieta (Pennsylvania State University, USA), Michael Moxter (Universität Hamburg) und Thomas M. Schmidt (Goethe-Universität Frankfurt).  
Konzipiert und organisert wurde die Tagung von Thomas M. Schmidt und Matthias Lutz-Bachmann mit dem Institut für Religionsphilosophische Forschung, dem Forschungsverbund Normative Ordnungen und in Kooperation mit dem Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg.

Zum ausführlichen Tagungsbericht von Michael Roseneck und Dennis Stammer: Hier...
Zum Tagungsprogramm: Hier...
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Die Tagung ist Teil des Forschungsprojekts "Sprache und Praxis von Religion. Zur normativen Bedeutung religiöser Symbole und Rituale" von Matthias Lutz-Bachmann und Thomas Schmidt. Weitere Informationen zum Projekt: Hier...

"Das Klimasystem in der Krise - Politisches Entscheiden in langfristiger Perspektive" - Nächster Crisis Talk am 1. Dezember 2020

Der nächste Crisis Talk am 1. Dezember 2020 um 13 Uhr trägt den Titel "Das Klimasystem in der Krise - Politisches Entscheiden in langfristiger Perspektive".
In der Veranstaltung der Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich, des Leibniz-Forschungsverbunds „Krisen einer globalisierten Welt“ gemeinsam mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wird Prof. Dr. h.c. Volker Mosbrugger (Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) einen Impuls geben und anschließend mit Niels Schuster (Europäische Kommission, Generaldirektion Klima) diskutieren. Begrüßen werden Staatssekretär Mark Weinmeister (Hessischer Staatssekretär für Europaangelegenheiten des Landes Hessen) und Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Normative Orders). Die Moderation hat Ralph Sina (WDR|NDR-Radiostudio Brüssel) inne. Die einstündige Veranstaltung kann im Livestream über den Youtube-Kanal des Landes Hessen in Europa verfolgt werden.

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„Kritische Theorie(n). Ein Workshop mit Martin Saar" fand am 20. und 21. November 2020 an der Goethe-Universität statt

Der Workshop „Kritische Theorie(n). Ein Workshop mit Martin Saar“ mit und zur Würdigung des wissenschaftlichen Schaffens von Martin Saar (Professur für Sozialphilosophie an der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“) fand am 20. und 21. November digital und unter großer Beteiligung an der Goethe- Universität statt. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ und dem Institut für Sozialforschung wurde dieser von Sarah Bianchi, Corina Färber, Hannes Kuch, Kristina Lepold und Frieder Vogelmann organisiert. In fünf Panels, die auf die zwei Tage verteilt waren, wurden Arbeiten der eingeladenen Gäste vorgestellt und diskutiert. Thematisch gruppiert waren diese nach zentralen Begriffen des Werkes von Saar, an das die Vortragenden anschlossen: „Affekt, Norm, Ideologie“, „Immanenz und Kritik“ sowie „Macht und Ontologie“.
Der Philosoph publizierte unter anderem zu Genealogie als eigenständigem Modus der Kritik im Anschluss an Michel Foucault und Friedrich Nietzsche und zu einer Poltischen Theorie der Macht nach Baruch de Spinoza. Diesen und klassischen Autoren der Kritischen Theorie und ihrer Bedeutung für Fragen der Kritik, Demokratie und Emanzipation widmeten sich dann auch die Beiträge in Auseinandersetzung um eine kritische Theorie für die Gegenwart.

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„Gesellschaftlicher Zusammenhalt - Ein interdisziplinärer Dialog“ herausgegeben von Nicole Deitelhoff, Olaf Groh-Samberg, Matthias Middell erschienen

„Gesellschaftlicher Zusammenhalt - Ein interdisziplinärer Dialog“ ist als erster Sammelband des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt, herausgegeben von den drei Sprecher*innen Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Teilinstitut Frankfurt am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität), Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg (Teilinstitut Bremen) und Prof. Dr. Matthias Middell (Teilinstitut Leipzig), im Campus Verlag als Open-Access-Publikation erschienen. Veröffentlicht und vorgestellt wurde der Sammelband mit 18 Beiträgen aus dem Forschungsinstitut im Rahmen der Eröffnungskonferenz des Instituts am 10. und 11. November 2020. Die Printausgabe des Bandes ist ab dem 16. Dezember 2020 erhältlich.
Der interdisziplinäre Sammelband versteht sich als erster Aufschlag eines Forschungsprogramms und plädiert in 18 Beiträgen für ein Beharren auf der Komplexität des Begriffs Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Dabei wird eindrücklich dargestellt, dass Gesellschaftlicher Zusammenhalt sowohl diskursiv omnipräsent ist als auch weiterer Forschung bedarf, um der Komplexität des Konzepts und seinen vielfältigen Aufrufungen gerecht zu werden.

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"Der geschichtliche Ort der historischen Forschung". 28. Band der Schriftenreihe "Normative Orders" erscheint am 16. Dezember 2020

Der 28. Band der Schriftenreihe "Normative Orders" erscheint am 16. Dezember 2020 unter dem Titel "Der geschichtliche Ort der historischen Forschung. Das 20. Jahrhundert, das Lehnswesen und der Feudalismus" im Campus Verlag. Herausgegeben wird er von Dr. Simon Groth (Universität Köln, ehemaliger Postdoc am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität).
Der Band befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen mediävistischer Wissenschaftsgeschichte. Insbesondere anhand von Forschungen zu »Lehnswesen« und »Feudalismus« versucht er diese als Konzepte normativer Ordnung im 20. Jahrhundert auszuloten und nimmt dazu ebenso die Konstitutionsbedingungen des Wissens aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick.

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Wiederauftakt der "Postodoctoral Dialogue Series" im Wintersemester 2020/2021

Mit dem Symposium "Populism in the Civil Sphere", organisiert von Dr. Jason Mast (Postdoktorand am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main), wird ab dem 18. November 2020 die Postdoctoral Dialogue Series "Norms, Plurality and Critique" fortgesetzt. In der Veranstaltungsreihe befassen sich Nachwuchswissenschaftler*innen des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main in unterschiedlichen Formaten und aus interdisziplinärer Perspektive mit Normen, Vielfalt und Kritik.

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„Pandemic Media. Preliminary Notes Toward an Inventory“ herausgegeben von Vinzenz Hediger, Philipp Keidl, Laliv Melamed und Antonio Somaini erschienen

Seit des Ausbruchs der Corona-Pandemie sind digitale Medien präsenter denn je. Dadurch entstehen neue Forschungsfragen, die die Auswirkungen und Nutzung neuerer Medien betreffen. In „Pandemic Media. Preliminary Notes Toward an Inventory“, herausgegeben von Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Sprecher des Graduiertenkollegs „Konfiguration des Films“, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“), Dr. Philipp Keidl (Graduiertenkolleg „Konfiguration des Films“) und Dr. Laliv Melamed (Graduiertenkolleg „Konfiguration des Films“), wird in 37 Beiträgen diesen Fragen auf den Grund gegangen. Von der Diskussion der Ästhetik von Zoom-Video-Konferenzen, über Trumps Fernsehstrategie gegen das Coronavirus, bis hin zur Entwicklung und Umsetzung der Corona-Warn-App in Deutschland, widmen sich die Texte vor allem unserer gegenwärtigen Realität auf nationaler wie internationaler Ebene, aber auch Fragen des Vertrauens in diese Medien.
Die Wissenschaftler*innen, die an diesem Sammelband mitgewirkt haben, forschen unter anderem an Universitäten in New York, Stanford, Toronto, Seattle, Oxford, London, in Lagos, Utrecht, Frankfurt am Main oder Paris. Er ist hervorgegangen aus dem Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“. Am 28. Oktober 2020 erschienen die Beiträge in der Reihe „Configurations of film“ des meson press-Verlags als Open Acces Publikation, zunächst im html-Format, später als PDFs zum Herunterladen.

Zur Publikation bei meson press: Hier…
Zur Pressemeldung der Goethe-Universität: Hier…

„Machtverschiebung durch Algorithmen und KI“ - Ringvorlesung beginnt am 11. November 2020

Im kommenden Wintersemester widmet sich die Ringvorlesung „Machtverschiebung durch Algorithmen und KI“ den Folgen der Digitalen Revolution und den daraus resultierenden Veränderungen sozialer und ökonomischer Machtstrukturen. In insgesamt fünf Vorträgen werden die gesellschaftlichen Auswirkungen aus soziologischer Perspektive betrachtet und Optionen rechtlicher Regulierung diskutiert.
Am 11. November um 18.00 Uhr eröffnet Prof. Mireille Hildebrandt (Vrije Universiteit Brussel) die Reihe mit dem Vortrag „Legal effect in computational ‘law’“. Es folgen Vorträge von Prof. Kristian Kersting (Technische Universität Darmstadt), Prof. Jörn Lamla (Universität Kassel), Prof. Christiane Wendehorst (Universität Wien) und Prof. Antje von Ungern-Sternberg (Universität Trier). Alle Vorlesungen können via Zoom verfolgt werden.
Convenors sind Prof. Roland Broemel (Goethe-Universität), Prof. Christoph Burchard (Goethe-Universität, „Normative Orders“), Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe-Universität).

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„Frankfurt streitet“: DemokratieWagen nimmt Fahrt auf

Begleitet durch ein ganztägiges Veranstaltungsprogramm auf dem Paulsplatz und in der Paulskirche wurde am Mittwoch, dem 21. Oktober, der DemokratieWagen der Öffentlichkeit präsentiert. In Anlehnung an die Forderung nach mehr mobilen Räumen für Demokratie des Demokratiekonvents des Vereins „mehr als wählen e.V.“ hin, wurde der ehemalige Linienbus in Kooperation mit verschiedenen Künstler*innen des interdisziplinären Ausstellungsprojekts „Making Crises Visible“ und der Unterstützung des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (Teilinstitut Frankfurt am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität) und weiteren Partner*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft umgestaltet.
Nach der offiziellen Vorstellung des Busses mit Oberbürgermeister Peter Feldmann, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ), Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Normative Orders), Stadträtin Sylvia Weber (Dezernat Integration und Bildung), Dr. Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank), Dr. des. Felix Kosok (Kurator des Busses, Making Crises Visible, HSFK) und Ben Christian und Yannik Roscher (mehr als wählen e.V.) am Vormittag, weihte Prof. Dr. Nicole Deitelhoff am Nachmittag den Bus als „StreitBus“ des FGZ ein.

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Hartmut Leppin übernimmt Vorsitz am Historischen Kolleg

Prof. Dr. Hartmut Leppin, Althistoriker an der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen", ist vom Kuratorium des Historischen Kollegs zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt worden. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Leppin folgt in diesem Amt auf Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, der satzungsgemäß nach zehn Jahren aus dem Gremium ausgeschieden ist.
Das Historische Kolleg wurde 1980 vom Stiftungsfonds der Deutschen Bank und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gegründet und hat seinen Sitz in München. Träger ist die Stiftung zur Förderung der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und des Historischen Kollegs. Die Grundausstattung wird seit dem Jahr 2000 vom Freistaat Bayern finanziert, für die Forschungsstipendien werden private Zuwendung eingesetzt. Die Fellowships des Historischen Kollegs erlauben es Forscherinnen und Forschern, ungestört an großen Buchprojekten zu arbeiten. Das Historische Kolleg verleiht für herausragende Historikerinnen und Historiker den Preis des Historischen Kollegs. Zudem ist der Internationale Forschungspreis der Max Weber Stiftung am Institut angesiedelt. „Es ist eine große Ehre, dieses traditionsreiche Institute for Advanced Study zu leiten. Meine wichtigste Aufgabe wird sein, die Freiräume zu bewahren, die Internationalität voranzutreiben und das Kolleg als einen Ort hoher wissenschaftlicher Produktivität und anspruchsvollen wissenschaftlichen Austauschs sichtbar zu machen“, sagt Leppin.

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Nächster Book lɔ:ntʃ „Clausewitz – Inspiration für die Kämpfe unserer Zeit? Ein Streitgespräch“ am 16. November 2020

Im nächsten Online-Book lɔ:ntʃ „Clausewitz – Inspiration für die Kämpfe unserer Zeit? Ein Streitgespräch“ am 16. November um 12 Uhr wird Dr. Sebastian Schindler (Ludwig-Maximilians-Universität München und ehemaliger Doktorand am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität) sein neues Buch ‚Clausewitz zur Einführung‘ (Junius, 2020) gemeinsam mit Prof. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Forschungsverbund „Normative Orders“, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung), Prof. Hanna Pfeifer (Kooperationsprofessur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Radikalisierungs- und Gewaltforschung an der Goethe-Universität) und Dr. Tobias Wille (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsverbund „Normative Orders“) diskutieren.
Im Zentrum wird die Frage stehen „Was kann uns ein Militärtheoretiker, dessen zentrales Werk ‚Vom Kriege‘ aus dem 19. Jahrhundert stammt, heute noch sagen?“ Tatsächlich überraschend viel – sagt Dr. Sebastian Schindler. Denn Carl von Clausewitz‘ Opus Magnum behandelt kriegerische Auseinandersetzungen facettenreich und mit großer philosophisch geschulter Tiefe. Als Soldat, politischer Reformer und Denker hat Clausewitz ein tiefes Verständnis vom Wesen und Sinn des Kämpfens erlangt. Seine Ideen können dazu inspirieren, für die eigenen Überzeugungen einzustehen, selbst wenn die Hindernisse überwältigend und die Erfolgschancen gering scheinen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung statt.

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Buchvorstellung "Debating Critical Theory. Engagements with Axel Honneth" am 6. November 2020

Wahrscheinlich haben nur wenige die jüngere Kritische Theorie ähnlich intensiv geprägt wie Axel Honneth. Sei es der Begriff der Kritik, der Anerkennung, der Freiheit, des Fortschritts oder wie zuletzt des Sozialismus, an einer Auseinandersetzung mit den Schriften Honneths führt auf dem Gebiet der Sozialphilosophie kein Weg vorbei. Anhand der zentralen Themen der Philosophie Axel Honneths versuchen jüngere Autorinnen und Autoren in ‚Debating Critical Theory. Engagements with Axel Honneth‘, das diesen Herbst bei Rowman & Littlefield erscheint, seine Denklinien weiterzuzeichnen. Damit greifen sie die Tradition kritischen Denkens auf und versuchen sie produktiv auf die Problemfelder der gegenwärtigen Gesellschaft anzuwenden.
Am 6. November 2020 um 16 Uhr werden Prof. Dr. Kristina Lepold und Prof. Dr. Daniel Loick gemeinsam mit Prof. Dr. Axel Honneth, Prof. Dr. Amy Allen, Prof. Dr. Rainer Forst, Prof. Dr. Sally Haslanger, Prof. Dr. Beate Rößler und Prof. Dr. Martin Saar das Buch im Forschungsverbund „Normative Orders“ vorstellen.

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Europäisch-amerikanische Partnerschaft vor dem Wendepunkt? Vertreter von Wissenschaft und Politik diskutieren am 27. Oktober über die Folgen der US-Wahlen für die europäische Politik


Die europäisch-amerikanische Partnerschaft im Licht der bevorstehenden US-Wahlen ist Thema der Online-Veranstaltung „Rethinking the Transatlantic: The U.S. Elections and the Challenges to a Sustainable Transatlantic Partnership“ am 27. Oktober 2020 um 19.30 Uhr in englischer Sprache mit anschließender Diskussion. Auf dem virtuellen Podium diskutieren drei Experten für transatlantische Politik: Daniel Benjamin, Präsident der American Academy Berlin, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Professorin für Internationale Beziehungen an der Goethe-Universität und Direktorin der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung sowie Jürgen Trittin, Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Deutschen Bundestag. Moderiert wird die Veranstaltung von Rebecca Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungsverbunds Normative Ordnungen an der Goethe-Universität. Grußworte sprechen Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität, sowie der Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V., Christian Schmidt.

Die virtuelle Podiumsdiskussion ist eine gemeinsame Veranstaltung der Goethe-Universität Frankfurt und des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen", der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V. und der American Academy Berlin. Konzipiert wurde der Abend von Prof. Dr. Johannes Völz, Heisenberg-Professor für Amerikanistik an der Goethe-Universität und Direktoriumsmitglied am Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg.

Anmeldung über die Webseite der American Academy: Hier...
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30 Jahre Deutsche Einheit. Prof. Rainer Forst spricht auf dem Festakt in der Paulskirche über "Demokratie als Lernprozess"

Anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums des Tags der Deutschen Einheit lud die Stadt Frankfurt am vergangenen Samstag zur Feierstunde in die Paulskirche ein. Bürgermeister Uwe Becker begrüßte die Gäste und richtete in seiner Eröffnung den Blick sowohl auf das in der Vergangenheit Erreichte als auch auf noch zu lösende Aufgaben. Im Anschluss hielt Prof. Rainer Forst, Co-Direktor des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main die Festrede "Demokratie als Lernprozess. 30 Jahre Deutsche Einheit" und unterstrich darin, dass die "Einheit" immernoch als unvollkommener Prozess betrachtet werden müsse.

Die Festrede "Demokratie als Lernprozess. 30 Jahre Deutsche Einheit" von Prof. Rainer Forst (PDF): Hier...
Zum Artikel „Freiheit muss erkämpft werden“ aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 3. Oktober 2020: Hier...

"Scientific Freedom under Attack" - 27. Band der Schriftenreihe "Normative Orders" erscheint am 7. Oktober 2020

"Scientific Freedom under Attack - Political Oppression, Structural Challenges, and Intellectual Resistance in Modern and Contemporary History" lautet der Titel des nächsten Bands der Schriftenreihe "Normative Orders", die im Campus Verlag erscheint. Herausgegeben wird er von von Prof. Dr. Ralf Roth (Professor für Neuere Geschichte am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Ass. Prof. Dr. Aslı Vatansever (Assoziierte Forscherin am Institut Re:Work der HU Berlin). Die Beiträge des Bandes gehen aus der internationalen Tagung "The Problems of Scientific Freedom in Modern and Contemporary History", welche am 2. und 3. November 2018 am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität stattfand. Sie nehmen insbesondere die Arbeitsbedingungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und die Einschränkungen ihrer Freiheit in den letzten 250 Jahren aus globalgeschichtlicher Perspektive in den Blick.   

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Weitere Informationen zur Tagung "The Problems of Scientific Freedom in Modern and Contemporary History": Hier...

Prof. Nicola Fuchs-Schündeln zur Fellow der Econometric Society gewählt

Prof. Nicola Fuchs-Schündeln, Professorin für Makroökonomie und Entwicklung an der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen", wurde zur Fellow der Econometric Society gewählt. Die 1930 gegründete Econometric Society ist eine auserlesene internationale Gesellschaft, die Forscherinnen und Forscher vereinigt, um den Fortschritt der theoretischen Wirtschaftswissenschaft in ihrer Beziehung zur Statistik und Mathematik voranzutreiben. Einmal im Jahr wählt sie aus einem kleinen Kreis nominierter Wissenschaftler neue Fellows. Unter den rund 700 aktiven Fellows sind nur zehn weitere in Deutschland tätig. Der Gesellschaft gehören so renommierte Wissenschaftler an wie Paul Krugman und Joseph E. Stiglitz sowie zahlreiche weitere Wirtschaftsnobelpreisträger.

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Ute Sacksofsky erhält Ehrendoktorat der Universität Wien

Foto: Jürgen LecherAm vergangenen Freitag, dem 18. September 2020, wurde Prof. Dr. Ute Sacksofsky (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" und Professorin für Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main) die Ehrendoktorwürde der Universität Wien verliehen. Die festliche Verleihung fand durch Rektor Heinz W. Engl im Großen Festsaal der Universität Wien statt. In seiner Rede würdigte Engl Professorin Sacksofskys "außerordentlichen wissenschaftlichen Beitrag zu den Bereichen Grund- und Freiheitsrechten, Geschlechterstudien im Recht, Finanz- und Abgabenrecht sowie zu zahlreichen anderen rechtlichen Themen."
Neben Professorin Sacksofsky wurden außerdem die Juristin Prof. Andrea Büchler von der Universität Zürich sowie der Informatiker Prof. Georg Gottlob – bis 2019 Vorsitzender des Scientific Advisory Boards der Universität Wien – ausgezeichnet.  

Zur Pressemeldung der Universität Wien und Videoaufzeichnung der Preisverleihung: Hier...

Book lɔ:ntʃ "Navigating Normative Orders - Interdisciplinary Perspectives" - 26. Band der Schriftenreihe "Normative Orders" am 23. September 2020

In der kommenden Runde unseres "Book lɔ:ntʃ" am 23. September werden Dr. Matthias C. Kettemann, Dr. Ilaria Cozzaglio, Dr. Stefan Kroll, Dr. Daniel Lambach, Dr. Sofie Møller und Dr. Umberto Sconfienza um 14.00 Uhr den im Juni erschienenen Sammelband „Navigating Normative Orders“ vorstellen. Die Veranstaltung wird eingeführt von Prof. Dr. Rainer Forst und Prof. Dr. Klaus Günther. Im Sammelband stellen Nachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen ihre Ergebnisse im Rahmen ihrer Forschung bei „Normative Orders“ vor. Ihnen gemeinsam stehen die Fragen nach Flexibilisierungen, Verschiebungen und Transformationen, denen normative Ordnungen unterliegen, vor Augen: Wie kann es sein, dass sich Normen permanent im Wandel befinden und es doch eine Kontinuität ihrer Wirkung gibt? Diese Frage stellt sich umso schärfer, je mehr sich krisenhafte Erscheinungen in das Bewusstsein der Menschen drängen. Denn Krisen der Natur oder etwa staatlicher Legitimität lassen normative Ordnungen nicht unberührt und fördern einen beschleunigten Wandel, den es zu erfassen gilt.

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In der kommenden Runde unserer "Book lɔ:ntʃ" am 23. September werden Dr. Matthias C. Kettemann, Dr. Ilaria Cozzaglio, Dr. Stefan Kroll, Dr. Daniel Lambach, Dr. Sofie Møller und Dr. Umberto Sconfienza um 14.00 Uhr den im Juni erschienenen Sammelband „Navigating Normative Orders“ vorstellen. Die Veranstaltung wird eingeführt von Prof. Dr. Rainer Forst und Prof. Dr. Klaus Günther.

Book lɔ:ntʃ "Autoritarismus - Verfassungstheoretische Perspektiven" mit Prof. Günter Frankenberg am 10. September 2020

Im nächsten "Book lɔ:ntʃ" des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" stellt Prof. Günter Frankenberg am 10. September um 12.30 Uhr sein zu Beginn dieses Jahres bei Suhrkamp veröffentlichtes Buch "Autoritarismus - Verfassungstheoretische Perspektiven" vor. Darin untersucht Frankenberg, weshalb sich autoritäre Regime Verfassungen geben und zeigt wie diese als für ein Publikum geschriebene Texte, mit denen Zwecke verfolgt werden, verstanden werden müssen. Ausgehend von einer imaginären Gemeinschaft von Herrschern und Beherrschten beschreibt er Merkmale eines autoritären Konstitutionalismus, darunter Partizipation als Komplizenschaft, Macht als Privateigentum und den Kult der Unmittelbarkeit.

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Rainer Forst zu Corresponding Fellow der British Academy gewählt

Wie die British Academy am 24. Juli bekannt gab, wurde Prof. Rainer Forst als Corresponding Fellow aufgenommen. Jährlich wählt die British Academy herausragende Gelehrte und Wissenschaftler*innen, die sich auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften international verdient gemacht haben, zu Corresponding Fellows. Die Stipendiat*innen und Preisträger*innen der Akademie sollen dabei die Breite und Exzellenz des Fachwissens in den verschiedenen Disziplinen repräsentieren. In den meisten Fachgebieten werden jährlich nur ein oder zwei Stipendiaten gewählt.
Prof. Rainer Forst ist einer der wenigen Deutschen, denen diese Ehre bisher zu Teil wurde und sagt dazu "Ich freue mich sehr darüber, in diese ehrwürdige Akademie aufgenommen worden zu sein. Sie versammelt eine beeindruckende internationale Forschungsgemeinschaft, in der ich viele Kolleg*innen treffe, mit denen ich in produktivem Austausch stehe.“
Die Politik- und Forschungsarbeit der Akademie widmet sich insbesondere der Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf politische Fragen zum öffentlichen Nutzen und gesellschaftlichen Wohlergehen. Dabei ist die British Academy die führende Institution Großbritanniens auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften.

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„DenkArt“ widmet sich ab September in Kooperation mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ den Herausforderungen der Corona-Pandemie

Ab Herbst widmet sich die partizipative Vortragsreihe DenkArt „Der normalisierte Ausnahmezustand“ im Haus am Dom den gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Fragen wie "Wird es danach wieder wie davor weitergehen oder wird der Ausnahmezustand zu einer neuen Normalität führen? Können wir auf positive Veränderungen hoffen oder haben wir Regressionen unserer sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Freiheit zu befürchten?" sollen dabei im Zentrum stehen.
Am 8. September um 19.30 Uhr eröffnet der Soziologe Prof. Wilhelm Heitmeyer die Reihe mit dem Vortrag „Autoritäre Bedrohungen oder liberale Demokratie? – Die offene Gesellschaft im Ausnahmezustand“. Im Anschluss spricht am 17. November die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Prof. Jutta Allmendinger, zu „Teilhabe oder Rückschritt? – Die Position der Frau in Zeiten von Corona“. Zum Abschluss folgt Prof. Günter Frankenberg, Jurist der Goethe-Universität Frankfurt am Main und assoziiertes Mitglied des Forschungsverbundes „Normative Ordnungen“, mit einem Vortrag zu der Frage „Freiwilligkeit oder Zwang? – Experimente in den Zeiten von Infektionsschutz“ am 8. Dezember.

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"The Normative Order of the Internet. A Theory of Rule and Regulation Online" von Matthias C. Kettemann erscheint am 27. Juli 2020

Am 27. Juli 2020 erscheint "The Normative Order of the Internet. A Theory of Rule and Regulation Online" von PD Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard) (Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität und Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Insitut) bei Oxford University Press. Die Studie zeigt, wie eine legitime Ordnung von Normen im Internet entstanden ist, sowohl durch nationale als auch durch internationale Rechtssysteme. Diese Ordnung erklärt - so Kettmann - Prozesse der Online-Regelung und -Regulierung und integriert Normen auf drei verschiedenen Ebenen (regional, national, international), von zwei Typen (privat und öffentlich verfasst) und von unterschiedlichem Charakter (vom ius cogens bis zu technischen Standards).
Am 15. Dezember 2020 um 14 Uhr stellt Matthias C. Kettemann das Buch in einem "Book lɔ:ntʃ" im Forschungsverbund "Normative Ordnungen" vor.

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"Navigating Normative Orders - Interdisciplinary Perspectives" - 26. Band der Schriftenreihe "Normative Orders" erscheint am 22. Juli 2020

"Navigating Normative Orders - Interdisciplinary Perspectives" heißt der nächste Band der Schriftenreihe "Normative Orders", die im Campus Verlag erscheint. Herausgegeben wird er von Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard) (Leibniz-Institut für Medienforschung │ Hans-Bredow-Institut, Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main). Der Band versammelt Beiträge von NachwuchswissenschaftlerInnen, die im Forschungsverbund "Normative Ordnungen" tätig waren und sind. Sie zeigen ein breites Spektrum der beteiligten Disziplinen und spiegeln zugleich den Dialog zwischen den Perspektiven wider, die die Methodologie normativer Ordnungen bietet. Dabei konzentrieren sich die Aufsätze auf institutionelle Ordnungen und ihre Dynamiken im Lichte interner Formen der Kritik. Sie zeigen aber auch die Grenzen institutioneller Ordnungen und die Veränderungen auf, denen sie unterworfen sind, da z.B. der Territorialstaat radikal in Frage gestellt wird oder das globale Internet untersucht wird, welches sich in eine normative Ordnung verwandelt, die neue Formen der Bewertung erfordert. Das Buch erscheint am 22. Juli im Campus Verlag.
Im Vorfeld des Erscheinens präsentieren die AutorInnen ihre Beiträge in kurzen Videos, die über den Twitter- und Youtube-Kanal des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" aufrufbar sind.

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Letzte Chance für Europa? - Friedensgutachten 2020 erschienen

Unter dem Titel "Im Schatten der Pandemie: letzte Chance für Europa" wurde am 16. Juni das Friedensgutachten 2020 bei der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt. Prof. Dr. Conrad Schetter (Bonn International Center for Conversion), Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Prof. Dr. Christopher Daase (beide Mitglieder des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität und dessen Partnerinstitution Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) und Dr. Claudia Baumgart-Ochse (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) präsentierten das Friedensgutachten 2020 und seine zentralen Forderungen an die Bundesregierung. Prof. Dr. Christopher Daase wird das Friedensgutachten 2020 zudem am 29. Juni in einem Book lɔ:ntʃ vorstellen und diskutieren.

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Die neue Normalität? Wissenschaftliche Perspektiven auf die Coronakrise

Die Corona-Pandemie ist mehr als EINE Krise. Sie fächert sich vielmehr auf in eine ganze Reihe voneinander abhängiger Krisen. Sie ist eine Krise der Gesundheitssysteme, der Wirtschafts- und Sozialsysteme, und teilweise auch eine Krise internationaler Kooperation. Darüber hinaus droht sie weitere Krisen anzufeuern, weil sie Kapazitäten und Aufmerksamkeit auf sich konzentriert, die in anderen Politikfeldern fehlen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen befassen sich daher aus den verschiedensten Perspektiven mit den Auswirkungen der Pandemie - überall auf der Welt, so auch in Frankfurt.
Die Initiative "Die neue Normalität? Wissenschaftliche Perspektiven auf die Coronakrise" bündelt Beiträge zur Krise aus dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK/PRIF), dem Leibniz-Forschungsverbund "Krisen einer globalisierten Welt", dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe Universität Frankfurt, der Frankfurter interdisziplinären Debatte und dem interdisziplinären Ausstellungsprojekt "Making Crises Visible".

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Prof. Nicola Fuchs-Schündeln in französische Wirtschaftskommission berufen

Nicola Fuchs-Schündeln, Professorin für Makroökonomie und Entwicklung an der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität, ist in eine neu eingesetzte internationale Expertenkommission berufen worden, die den französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu den großen wirtschaftlichen Herausforderungen beraten wird.
Insgesamt 24 Ökonominnen und Ökonomen aus der ganzen Welt sollen darin Zukunftskonzepte zu den Themen Ungleichheit, Klimawandel und Demographie erarbeiten. Die Leiter der Kommission sind der Nobelpreisträger Jean Tirole und der ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds Olivier Blanchard.
Prof. Fuchs-Schündeln ist bereits seit September 2019 Mitglied des deutsch-französischen Expertenrats für Wirtschaft. Dieses Gremium besteht aus fünf deutschen und fünf französischen Wirtschaftsexpertinnen und -experten.

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Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) nimmt seine Arbeit auf

Nach einer eineinhalbjährigen Vorbereitungsphase startet am 1. Juni das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ).
In einer Pressekonferenz am gestrigen Vormittag hat Bundesministerin Anja Karliczek gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Sprecher des FGZ, Prof. Matthias Middell (Professor für Kulturgeschichte in Leipzig), und den Institutsprecher*innen Prof. Olaf Groh-Samberg (Professor für Soziologie an der Universität Bremen) und Prof. Nicole Deitelhoff (Professorin für Internationale Beziehungen an der Goethe-Universität Frankfurt und Mitglied des Forschungsverbund "Normative Ordnungen") den Startschuss für das neue Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) gegeben. Nun kann auch das Frankfurter Teilinstitut seine Arbeit aufnehmen.
Das interdisziplinär besetzte Frankfurter FGZ-Team, das im Forschungsverbund Normative Ordnungen der Goethe-Universität angesiedelt ist, geht unter der Leitung von Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Stellvertretung: Prof. Dr. Daniela Grunow und Prof. Dr. Rainer Forst) der Frage nach, wie die Pluralisierung moderner Gesellschaften auf Fragen des Zusammenhalts einwirkt und wie Konflikte so gestaltet werden können, dass sie demokratischen Zusammenhalt stabilisieren, nicht schwächen.

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Auftakt des Berliner Fellowship Programms von Humanity in Action in Kooperation mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" mit Gastvortrag von Prof. Sybille Steinbacher

Prof. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Inhaberin des Lehrstuhls zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wird am Abend des 8. Juni einen virtuellen Vortrag vor rund 120 internationalen Studierenden, jungen Absolvent:innen und geladenen Gästen zum Thema "National Socialism and the Shoah – On Dealing with the Nazi Past in Germany" halten. Ihre Zuhörer:innen sind Fellows des 2020er Jahrgangs des Humanity in Action Fellowships aus Europa und den USA. Humanity in Action fördert Demokratiebewusstsein, Empathie und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung bei jungen Menschen, die sich durch ihren aktiven Einsatz für gesellschaftliche Vielfalt und Menschenrechte auszeichnen.
Die deutsche Sektion von Humanity in Action kooperiert im Rahmen des Berliner Fellowship Programms mit dem Forschungsverbund Normativen Ordnungen der Goethe-Universität. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung gefördert.

Weitere Informationen zur Kooperation: Hier...
Weitere Informationen zum Fellowship-Programm: Hier...
Das Programm der Berlin-Fellowships 2020 (pdf): Hier...

"Die Ästhetiken der Philosophischen Anthropologie" herausgegeben von Thomas Ebke und Tatjana Sheplyakova erschienen

"Die Ästhetiken der Philosophischen Anthropologie" ist kürzlich als Band 9/2019 des "Internationalen Jahrbuchs für Philosophische Anthropologie" bei De Gruyter erschienen. Das Buch geht aus der gleichnamigen interdisziplinären Tagung hervor, welche die Herausgeber am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" im Frühjahr 2019 organisiert haben.
Die Beiträge des Sammelbands zielen auf eine eingehende Bestandsaufnahme der historischen Positionen der Philosophischen Anthropologen auf dem Feld der Theoretisierung des Ästhetischen einschließlich einer Archäologie der Einflüsse und Effekte, die diese Ästhetikentwürfe in den Kunst-, Literatur- und Filmwissenschaften gezeitigt haben. Darüber hinaus wird der Versuch unternommen, prominente Theoreme der Philosophischen Anthropologie (Schelers Lehre von den Ausdrucks- und Darstellungsfunktionen der Kunst, Plessners Hypothese von der exzentrischen Positionalität des Menschen, Gehlens Topos der Kommentarbedürftigkeit der Avantgarde, Jonas' und Blumenbergs Formel des homo pictor usw.) für eine Beschreibung moderner ästhetischer Praktiken und ihrer wissenschaftlichen Explikationen, die selbst keinen expliziten Bezug zur Philosophischen Anthropologie vorweisen, fruchtbar zu machen.

Weitere Informationen und zur Online-Ausgabe des Buchs: Hier...
Das Inhaltsverzeichnes zum Download (pdf): Hier...
Weitere Informationen zur interdisziplinären Tagung: Hier...

"Hope in political philosophy". Artikel von Dr. Claudia Blöser, Dr. Jakob Huber und Prof. Darrel Moellendorf im Philosophy Compass erschienen

Die Sprache der Hoffnung ist ein allgegenwärtiger Teil des politischen Lebens, aber ihr Wert ist zunehmend umtritten. Während in der politischen Philosophie eine Debatte über den Begriff "Hoffnung" aufkeimt, steht eine Bewertung der vorherrschenden Skepsis gegenüber seiner Rolle in der unpolitischen Praxis noch aus.
In dem kürzlich veröffentlichten Aufsatz "Hope in political philosophy", der als Open Access-Artikel in der Zeitschrift Philosophy Compass bei John Wiley & Sons Ltd erschienen ist, untersuchen Dr. Claudia Blöser (Institut für Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Dr. Jakob Huber (Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Prof. Darrel Moellendorf (Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main) Herausforderungen für eine systematische Darstellung des Begriffs "Hoffnung" in politischen Zusammenhängen. Beispiele wie Rassenungerechtigkeit oder der Klimawandel zeigen, so die Autorinnen, eine Notwendigkeit einer neuen systematischen normativen Darstellung, die sowohl auf die Unvermeidbarkeit der Hoffnung in der Politik als auch die damit einhergehenden Gefahren eingeht.

Der Artikel zum freien Download: Hier...

Neue Reihe "Normative Orders Insights"

Der Forschungsverbund startet mit "Normative Orders Insights" eine eigene Vlog-Reihe mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie assoziierten Mitgliedern des Verbundes.
In dem neuen Format beantworten diese in kurzen Videos jeweils 5 Fragen zu Ihren Forschungsprojekten in Bezug auf ein aktuelles Oberthema - im ersten Anlauf die Coronakrise und ihre Auswirkungen. Abschließend wird eine eigene Frage an den/die nachfolgende/n Wissenschaftler*in gestellt, um so in einen interdisziplinären Dialog zu treten.
Die Beiträge zur Reihe werden regelmäßig auf der Website sowie dem Youtube-Kanal des Forschungsverbundes erscheinen.

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Prof. Nicola Fuchs-Schündeln zur Vorsitzenden der "Review of Economic Studies" gewählt

Das Editorial Board der "Review of Economic Studies" hat Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln (Professorin für Makroökonomie und Entwicklung der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen") zur neuen Vorsitzenden gewählt. Ihre Amtszeit läuft bis 2023. "The Review of Economic Studies" wurde 1933 von einer Gruppe junger britischer und amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung in theoretischer und angewandter Wirtschaftswissenschaft, insbesondere von jungen Ökonomen, zu fördern. Heute ist sie weithin als eine der fünf wichtigsten Wirtschaftszeitschriften anerkannt.

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Monografie "Nonviolent Resistance and Democratic Consolidation" erschienen

Am 29. April 2020 erscheint das Buch "Nonviolent Resistance and Democratic Consolidation" bei Palgrave Macmillan. Darin untersucht PD Dr. Daniel Lambach (Wissenschaftliche Leitung des Heisenberg-Projekts: "Raum, Agency und Praktiken in der postnationalen Konstellation" am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität) gemeinsam mit Markus Bayer, Dr. Felix S. Bethke, Matteo Dressler und Dr. Véronique Dudouet die Herausbildung von Demokratien aus friedlichen Protestbewegungen. Dabei verfolgen sie die Annahme, dass solche Demokratien langlebiger sind und ein höheres Maß an "democratic quality" erreichen als Demokratien, denen gewaltsamer Widerstand als Mittel zur Durchsetzung gegen eine Diktatur vorausging. Im Gegensatz zu vielen anderen Studien betrachten die Autor*innen in ihren Fallstudien die Entwicklungen mit einer langerfristigen Perspektive.
Die Publikation ist aus dem gleichnamigen DFG-geförderten Forschungsprojekt hervorgegangen.

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Wir trauern um Rainer Schmalz-Bruns (11.9.1954 – 31.3.2020)

Mit Rainer Schmalz-Bruns ist einer der wichtigsten und einflussreichsten Politikwissenschaftler unseres Landes von uns gegangen. Wir verlieren mit ihm einen der originellsten Denker in Bezug auf die Dynamiken demokratischer Ordnungen, auf dessen Expertise und Rat wir stets zurückgreifen konnten, und wir verlieren einen wundervollen Menschen – und lieben Freund – der uns sehr fehlen wird.
Rainer Schmalz-Bruns war seit 2005 Professor für Politikwissenschaft in Hannover. Zuvor war er seit 1997 Professor für Politische Theorie an der TU Darmstadt, und seit jener Zeit war er ein nicht wegzudenkender Gesprächspartner für viele an der Goethe-Universität. Gemeinsam mit Rainer Forst erarbeitete er den bis heute sehr erfolgreichen Studiengang Politische Theorie, und seine Theorie der „Reflexiven Demokratie“ von 1995 ist nach wie vor einer der international besten Beiträge zur Diskussion um die Grundidee und den Zuschnitt einer „deliberativen Demokratie“ – eine besonders in Frankfurt lebhaft geführte Debatte.
Die Frage, welche Rolle die Rationalität in politischen Verfahren und der politischen Kultur einer Demokratie generell zu spielen vermag, und was das institutionell bedeutet, war das wissenschaftliche Lebensthema von Rainer Schmalz-Bruns. Von diesem normativen Kern seines Denkens ließ er nie ab, doch seine soziologische und institutionenanalytische Schulung ließ ihn an hochfliegenden normativen Idealen zweifeln, die er aber deshalb nicht aufgab, sondern vielmehr erdete. Schmalz-Bruns stand fest in dieser Welt, und wenn man wissen wollte, was die Chancen und Probleme des deliberativen Ansatzes jenseits des Nationalstaats waren, gab es keinen Besseren als ihn. Sein Ansatz des „Deliberativen Supranationalismus“ (1999) ist ein Markstein der Forschung dazu.

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Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt nimmt im Juni die Arbeit auf

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat entschieden, das neue Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) für zunächst vier Jahre zu fördern.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat entschieden, das neue Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) für zunächst vier Jahre zu fördern. Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist ein Verbund aus elf Hochschul- und Forschungsinstituten, die in zehn verschiedenen Bundesländern angesiedelt sind und dadurch auch die regionale Vielfalt gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland in den Blick nehmen. Zusammen sollen die mehr als 100 Wissenschaftler*innen aus vielen verschiedenen Disziplinen mit empirischen Untersuchungen und großangelegten Vergleichen praxisrelevante Vorschläge erarbeiten, die dazu beitragen, gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen. Sie decken Aspekte wie Identitäten und regionale Erfahrungswelten, Ungleichheiten und Solidarität, Medien und Konfliktkultur, Polarisierung und Populismus, aber auch Antisemitismus und Hasskriminalität ab und erforschen diese im europäischen Vergleich und darüber hinaus.
In der anderthalbjährigen Vorphase des FGZ, in der das Gründungskonzept für das Institut erarbeitet wurde, wurde ein umfangreiches Forschungs- und Transferprogramm mit mehr als 70 Teilprojekten und institutsübergreifenden Arbeitsbereichen entwickelt, die ab dem 1. Juni 2020 realisiert werden.

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Die Website der „Frankfurter interdisziplinären Debatte“ ist online

Die „Frankfurter interdisziplinäre Debatte“ ist ein Versuch des Dialogs zwischen Vertreter*innen unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen zu aktuellen Fragestellungen – derzeit im Kontext der Corona-Krise. Seit heute ist die Onlineplattform des Projekts (www.frankfurter-debatte.de) aufrufbar. 
Die interdisziplinäre Initiative des Cardio Pulmonary Institute, des Forschungsverbunds Normative Orders der Goethe-Universität, des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedes- und Konfliktforschung und des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE will unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch bringen, die voneinander lernen und ggf. miteinander streiten sollen. Die Debatte über unterschiedlichste Disziplinen hinweg soll eine informierte und umfassende Betrachtung einer aktuellen gesellschaftspolitischen Thematik erlauben und damit einen wichtigen Beitrag zum öffentlichen Diskurs von Seiten der Wissenschaft leisten.
In regelmäßigen Abständen werden jeweils neue Fragen gestellt und Beiträge, die diese wissenschaftlich untersuchen, auf der Seite veröffentlicht.
Aktuell lautet die Leitfrage der Debatte „Alternativlos? Besteht derzeit in der Gesellschaft eine wohlbegründete Einigkeit über die Ziele der im Zuge der Coronakrise in Gang gesetzten Maßnahmen, und entsprechen diese Maßnahmen zweifel- oder gar alternativlos diesen Zielen?“ Von Seiten des Forschungsverbunds Normative Ordnungen der Goethe-Universität gehen Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Prof. Dr. Rainer Forst und Prof. Dr. Klaus Günther in ihren Beiträgen dieser Frage nach. 

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"Prussians, Nazis and Peaceniks. Changing images of Germany in International Relations" von Prof. Jens Steffek und Dr. Leonie Holthaus erscheint im März

Diesen Monat erscheint der Sammelband "Prussians, Nazis and Peaceniks. Changing images of Germany in International Relations" herausgegeben von Prof. Dr. Jens Steffek (Professor für Transnationales Regieren am Institut für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Orders" der Goethe-Universität) und Dr. Leonie Holthaus (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich „Transnationales Regieren“ des Institus für Politikwissenschaft, TU Darmstadt) bei Manchester University Press. Die Beträgerinnen und Beiträger des Bandes befassen sich darin mit dem Wandel der Wahrnehmung Deutschlands in den Internationalen Beziehungen. Hervorgegangen ist der Band aus dem Forschungsprojekt "Legitimation durch Völkerrecht und Legitimation des Völkerrechts" im Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität.

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Prof. Beatrice Brunhöber zu neuer Goethe-Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität ernannt

Zum Auftakt des Sommersemesters 2020 hat die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff, drei Professorinnen als Goethe-Fellows am Forschungskolleg Humanwissenschaften ernannt. Neben der Sozialpädagogin und Familienforscherin Prof. Dr. Sabine Andresen und der Linguistin Prof. Dr. Cornelia Ebert wird auch Prof. Dr. Beatrice Brunhöber (Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität) für ein Jahr an dem Fellowship-Programm teilnehmen.
Unter dem Titel "Das Recht der globalen Digitalität" wird Prof. Brunhöber die Frage untersuchen, ob sich ein spezifisches Recht der globalen Digitalität herausgebildet hat, dessen besondere Eigengesetzlichkeiten bei der Gesetzgebung und Rechtsanwendung Berücksichtigung finden sollten. Ferner wird es darum gehen, ob und inwiefern dem Missbrauch digitaler Macht durch Unternehmen wie Google ebenso wie durch den Staat rechtlich vorgebeugt werden kann und wie die emanzipativen Möglichkeiten der neuen Informationstechnologien rechtlich gestärkt werden können.

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"Nur keine Angst! Zivile Unerschrockenheit in Zeiten von Hass und Hetze" - Intervention der Römerberggespräche

DER TERMIN WURDE ABGESAGT!

Der Forschungsverbund "Normative Orders" der Goethe-Universität beteiligt sich am Samstag, dem 21. März 2020, erneut an einer Intervention der Römerberggespräche, die ab 10 Uhr im Chagallsaal des Schauspiel Frankfurt stattfindet. Unter dem Titel "Nur keine Angst! Zivile Unerschrockenheit in Zeiten von Hass und Hetze" untersuchen die Römerberggespräche an diesem Tag, wie Hetze und Gewalt für einen Teil unserer Gesellschaft ein scheinbar legitimes Mittel geworden sind, fundamentalen Widerspruch und politische Gegnerschaft auszudrücken und wie sich nun sowohl Individuen als auch die Gemeinschaft dagegen wehren können.

Von Seiten des Forschungsverbundes wird Prof. Dr. Klaus Günther (Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main) die Veranstaltung mit dem Vortrag "„Wandle nur wehrlos fort durchs Leben, und fürchte nichts!“ – Angst und Vertrauen im demokratischen Rechtsstaat" eröffnen. Am Vormittag spricht außerdem PD Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard) (Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)), darüber, wie private Kommunikationsordnungen im Netz die Demokratie herausfordern.

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Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn zu Besuch beim Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität

  • Rebecca Caroline Schmidt, Prof. Dr. Klaus Günther, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Angela Dorn, Prof. Dr. Birgitta Wolff, Prof. Dr. Rainer Forst
  • Prof. Dr. Birgitta Wolff (Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Angela Dorn (Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst)
  • Prof. Dr. Birgitta Wolff (Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Angela Dorn (Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst)
  • Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt), Angela Dorn (Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst)
  • Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt), Dr. Sofie Møller (Postdoktorandin am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt), Dr. Greta Wagner (Postdoktorandin am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Alexander Peukert (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt)
  • Angela Dorn (Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst), Prof. Dr. Birgitta Wolff (Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt)
  • Dr. Greta Wagner (Postdoktorandin am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Birgitta Wolff (Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Angela Dorn (Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst)
  • Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt)

Fotos: Jürgen Lecher

Die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, besuchte am 6. März 2020 den Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Anschluss an einen Rundgang durch den Forschungsbau auf dem Campus Westend und Bürobesuche bei einigen VertreterInnen der internationalen Postdocs, wurde die Ministerin von der Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Birgitta Wolff, sowie von Seiten des Forschungsverbunds durch Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Prof. Dr. Rainer Forst, Prof. Dr. Klaus Günther und Rebecca Caroline Schmidt begrüßt.
Im Anschluss daran wurde in dem Treffen zunächst auf die bisherige Forschung und Arbeit von „Normative Orders“ zurückgeblickt, bevor das aktuelle Forschungsthema und die interdisziplinären Forschungsschwerpunkte durch Mitglieder des Verbundes näher vorgestellt wurden. So boten die PostdoktorandInnen PD Dr. Thomas Biebricher, Dr. Sofie Møller und Dr. Greta Wagner sowie Prof. Dr. Alexander Peukert, Prof. Dr. Vinzenz Hediger und Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln Einblicke in ihre gegenwärtigen Forschungstätigkeiten innerhalb des Verbundes. Die Ministerin zeigte sich von den Forschungen zu zentralen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und den Dynamiken der politischen Ordnungen überaus beeindruckt.

"Autoritarismus - Verfassungstheoretische Perspektiven" von Prof. Dr. Dr. Günter Frankenberg bei Suhrkamp erschienen

Zu Beginn dieses Jahres ist Prof. Dr. Dr. Günter Frankenbergs (Professor für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung und assoziiertes Mitglied des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt) neues Buch "Autoritarismus - Verfassungstheoretische Perspektiven" bei Suhrkamp erschienen. Darin untersucht Frankenberg, weshalb sich autoritäre Regime Verfassungen geben und zeigt wie diese als für ein Publikum geschriebene Texte, mit denen Zwecke verfolgt werden, verstanden werden müssen. Ausgehend von einer imaginären Gemeinschaft von Herrschern und Beherrschten beschreibt er Merkmale eines autoritären Konstitutionalismus, darunter Partizipation als Komplizenschaft, Macht als Privateigentum und den Kult der Unmittelbarkeit.

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"Irrationalität als Wagnis. Philosophische Theorie und psychoanalytische Praxis" von Dr. Judith-Frederike Popp erschienen

In ihrem Buch "Irrationalität als Wagnis. Philosophische Theorie und psychoanalytische Praxis", welches kürzlich im Wissenschaftsverlag Velbrück und bei Nomos als E-Book erschienen ist, untersucht Dr. Judith-Frederike Popp das spannungsvolle Verhältnis zwischen Philosophie und Psychoanalyse. Den Ausgangspunkt ihrer Untersuchungen bildet ein Unbehagen gegenüber philosophischen Ansätzen, die ein Ideal praktischer Vernünftigkeit und Selbstbestimmung propagieren, das sich primär auf die reflexive Distanznahme beruft. Es wird dafür argumentiert, dass dieses Ideal der Vielfalt des Handelns nicht gerecht wird, was auch mit dem Fehlen methodologischer Selbstreflexion zusammenhängt.  
Judith-Frederike Popp ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Gestaltung, Schwerpunkt Philosophie, Wissenschaftstheorie und Ästhetik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Sie studierte Philosophie, Psychoanalyse und Germanistik in Frankfurt am Main und forschte am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normative Ordnungen" unter dem Thema "Grenzgänge des Verstehens - Das psychoanalytische Setting als interdisziplinärer Prüfstein der Handlungsrationalität". 2018 wurde sie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main promoviert.

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Miteinander reden oder aneinander vorbei? Workshop zu Chancen und Herausforderungen aus der Praxis der Wissenschaftskommunikation

Führungskräfte aus Politik, Verwaltung und Medien diskutierten am vergangenen Freitag gemeinsam mit ProfessorInnen und Early Career Researchers die Handlungslogiken der jeweils anderen Seite und die jeweiligen Erwartungen an Wissenschaftskommunikation. Dabei standen die Fragen "Welche Bedarfe haben unterschiedliche Sektoren (Ministerien, Medien, Nonprofit-Organisationen, internationale Organisationen) an die Wissenschaft? Was können WissenschaftlerInnen ihnen anbieten? Welche Erfahrungen haben WissenschaftlerInnen im Dialog mit der Praxis – z.B. als Mitglieder von Beiräten oder Kommissionen, GutachterInnen im Rahmen von Anhörungen, als Interviewpartner oder als in der Öffentlichkeit sichtbare ForscherInnen – gemacht?" im Zentrum der Gespräche.

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Goethe-Universität wird Partner von "Humanity in Action" - Fellowships für Studierende und frische AbsolventInnen

Die Goethe-Universität Frankfurt geht, vertreten durch Prof. Nicole Deitelhoff (Mitglied des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität und Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen) und Prof. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt und Professor für Politische Theorie und Philosophie), von 2020 bis 2021 eine Kooperation mit der internationalen gemeinnützigen Organisation "Humanity in Action" ein.
Der Kern der Zusammenarbeit wird jeweils ein einjähriges Fellowship-Programm sein, das sich gezielt an Studierende aller Fachbereiche und AbsolventInnen, die ihr Studium erst kürzlich abgeschlossen haben, richtet. Das Programm besteht aus einem vierwöchigen Planungsaufenthalt in Berlin und einer elfmonatigen Durchführungsphase von Aktionsprojekten und wird von der VolkswagenStiftung gefördert.
"Humanity in Action" wurde 1997 gegründet und setzt sich zusammen aus über 2000 internationalen Fellows und Senior Fellows, die sich weltweit mit sozialer Gerechtigkeit befassen. Die Organisation hat sich dabei zum Ziel gesetzt, einen Dialog zu fördern, um auf die Herausforderungen, denen sich immer heterogener werdende demokratische Gesellschaften stellen müssen, angemessen reagieren zu können.

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"Making Crises Visible" - Vernissage der Ausstellung am 11. Februar 2020

Krisen sind Phänomene gesellschaftlicher Wahrnehmung. Auch Kunst und Gestaltung sind Medien der Wahrnehmung und der Sichtbarmachung von Krisen und Krisenforschung. Das interdisziplinäre Ausstellungsprojekt »Making Crises Visible« setzt es sich zur Aufgabe, im Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst einen neuen Weg des Wissenstransfers zu erproben. Am 11. Februar 2020 um 18 Uhr findet die Vernissage des Projekts im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt statt. Eröffnen werden die Schrimherrin des Projekts Staatsministerin Angela Dorn (Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst), Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) und "Normative Orders"-Mitglied Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, die Direktorin des Senckenberg Biodiversität- und Klima-Forschungszentrums Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, sowie der Kurator der Ausstellung Felix Kosok (Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main).
In dem wissenschaftlich-künstlerischen Projekt „Making Crises Visible" arbeiteten Forscherinnen und Forscher der HSFK, des Leibniz-Forschungsverbundes „Krisen einer globalisierten Welt“, des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" und der Goethe-Universität Frankfurt mit Studierenden der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main zusammen, um Ideen für die künstlerische Visualisierung von Forschungsergebnissen zu entwickeln, die sich mit Krisen befassen.
Darüber hinaus beteiligt sich der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität am Rahmenprogramm zum Ausstellungsprojekt. Im Februar finden Vorträge der beiden Sprecher des Verbunds, Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität und Professor für Politische Theorie und Philosophie) und Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht), sowie ein Workshop mit Dr. Peer Illner (Kulturwissenschaftler und Postdoktorand des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität) statt. Weitere Termine werden folgen.

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DFG fördert Kolleg-Forschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ an der Goethe-Universität

Welche Rolle spielen Religionen für die Organisation von Gesellschaften, für ihre Konflikte und ihren Zusammenhalt? Diese Frage ist nicht nur politisch hochaktuell, sondern auch relevant für die historische Forschung. Eine neue, von der DFG geförderte Kolleg-Forschungsgruppe mit dem Titel  „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ richtet den Blick auf frühere Formen des Christentums. Sprecherinnen der Kolleg-Forschungsgruppe sind Prof. Dr. Birgit Emich, die an der Goethe-Universität die Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit innehat, und Prof. Dr. Dorothea Weltecke, Professorin für Mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität.
Das Projekt ist zunächst auf vier Jahre bewilligt und wird mit ca. 3 Millionen Euro gefördert. Es startet mit seinem Fellow-Programm im Oktober 2020.
Ziel der Kolleg-Forschungsgruppe ist es, die Vielfalt der Christentümer terminologisch wie konzeptionell neu zu fassen und ein Modell zu entwerfen, das die Vorstellungen historischer Dynamik im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit grundlegend erweitert. Methodischer Ausgangspunkt ist der Begriff der „Christentümer“, der den Kirchen, d.h. den Institutionen mit ihren Apparaten und Hierarchien, zur Seite gestellt wird.

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"Der Zorn der Moralisten und die Theorie des Ressentiments." Vortrag von Prof. Albrecht Koschorke am 20. Januar 2020

Am 20. Januar 2020 um 18.15 Uhr spricht Prof. Dr. Albrecht Koschorke (Universität Konstanz) am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität in Raum EG 01 unter dem Titel "Der Zorn der Moralisten und die Theorie des Ressentiments. Gegenwartsdiagnose mit/gegen Nietzsche". In seinem Vortrag befasst sich der Leibniz-Preisträger 2003 mit dem Begriff des Ressentiments und untersucht, ob dieser geeignet ist Spaltungstendenzen in der heutigen Gesellschaften zu beschreiben. Dabei beleuchtet er die Reichweite und die Grenzen des Ressentiment-Begriffs in einem Durchgang durch einige seiner philosophisch-anthropologischen Konzeptualisierungen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Frage nach der spirituellen Dimension sozialmoralischer Protestbewegungen.
Albrecht Koschorke ist als Ko-Sprecher des Teilinstituts Konstanz zusammen mit der Goethe-Universität Frankfurt und weiteren neun Standorten an der Gründung des bundesweiten Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt beteiligt, das gemeinsam mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität auch Veranstalter des Vortragsabends ist.

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Nächster Crisis Talk untersucht die Rechtsstaatlichkeit in der EU als Grundwert in der Krise

Der nächste Crisis Talk am 5. Feburar 2020 um 12.30 Uhr in der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union untersucht die Rechsstaatlichkeit in der EU als Grundwert in gegenwärtigen Krisenzeiten. Dabei wird u.a. diskutiert werden, wie die EU auf Verletzungen dieses Prinzips reagieren kann und soll: mit gerichtlichen Verfahren, budgetären Konsequenzen oder doch primär politischem Dialog. Prof. Dr. Armin von Bogdandy (Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg, Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main) gibt einen Impuls und diskutiert anschließend mit Tanja Fajon (Mitglied des Europäischen Parlaments). Moderieren wird Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main).

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Celebrating the Centennial of The New School for Social Research - Wissenschaftliche Konferenz anlässlich Jubiläums der New School

Am 6. Dezember 2019 findet anlässlich des 100-jährigen Bestehens der The New School in New York die wissenschaftliche Konferenz "A Light in Dark Times. Celebrating the Centennial of The New School for Social Research" am Forschungsverbund Normative Orders der Goethe-Universität statt. Die Keynote Lecture wird Judith Friedlander (Professorin em. für Anthropologie, Hunter College), Autorin von "A Light in Dark Times. The New School and its University in Exile", halten. Von der New School of Social Research werden Richard J. Bernstein (Vera List Professor of Philosophy) und Dmitri Nikulin (Professor of Philosophy) anwesend sein und in einer Paneldiskussion "on Philosophy – Past and Present" mit Rainer Forst (Co-Sprecher "Normative Orders", Professor für Politische Theorie und Philosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main) zusammentreffen.
Als weitere Gäste tragen Harald Hagemann (Professor em. für Wirtschaftstheorie, Universität Hohenheim) und Rainer Klump (Mitglied "Normative Orders", Professor für Volkswirtschaftslehre, Goethe-Universität Frankfurt am Main) gemeinsam mit Judith Friedlander mit der Paneldiskussionen "on Economics – Past and Present" zur Jubiläumskonferenz bei.

1919 wurde The New School als New School for Social Research von einer Gruppe progressiver Intellektueller gegründet. Ihre Geschichte und Leitsätze sind im amerikanischen Progressivismus, in der europäischen Kritischen Theorie und in ihrer Existenz als "University in Exile" während der 1930er und 40er Jahre begründet.

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Wiederauftakt der Postodoctoral Dialogue Series mit Buchpräsentation von Prof. Quinn Slobodian

Mit der Buchvorstellung und dem Vortrag "Globalisten: Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus" von Prof. Quinn Slobodian (Associate Professor of History, Wellesley College) wird am 28. November 2019 die Postdoctoral Dialogue Series "Norms, Plurality and Critique" fortgesetzt. Die von PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand am Forschungsverbund "Die Herausbildung normativer Ordnungen") moderierte und organisierte Buchvorstellung bildet die Wiederaufnahme der Reihe, in der sich die Nachwuchswissenschaftler*innen des Forschungsverbunds "Die Herausbildung normativer Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main in unterschiedlichen Formaten interdisziplinär mit Normen, Vielfalt und Kritik auseinandersetzen.

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12. Internationale Jahreskonferenz des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" am 5. Dezember 2019

Die diesjährige Jahreskonferenz des Forschungsverbunds "Die Herausbildung normativer Ordnungen" findet unter dem Titel “Smart Orders and/or Democracy" am 5. Dezember im Gebäude "Normative Ordnungen" auf dem Campus Westend statt. Zum Konferenzauftakt trägt Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Orders" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main) zu "Von normativen zu smarten Ordnungen" vor. Anschließend kommentieren werden Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Orders") und Prof. Dr. Beatrice Brunhöber (Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Orders") unter der Moderation von Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Orders").
Am Nachmittag spricht Prof. Dr. Richard J. Bernstein (Vera List Professor of Philosophy in the Philosophy Department at the New School for Social Research, New York) unter dem Titel "Reflections on Hannah Arendt's Contemporary Relevance". Moderieren wird Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Orders" und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main).

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"Constitutionalism Justified: Rainer Forst in Discourse" erschienen

Am 12. November 2019 ist das Buch "Constitutionalism Justified: Rainer Forst in Discourse" herausgegeben von Ester Herlin-Karnell, Matthias Klatt und Héctor A. Morales Zúñiga bei Oxford University Press erschienen. Der Band analysiert Rainer Forsts Theorie des Rechts auf Rechtfertigung aus einer rechtsphilosophischen und konstitutionell-theoretischen Perspektive. Die Autorinnen und Autoren behandeln in ihren Beiträgen die philosophischen Grundlagen der Rechtfertigung und des Konstitutionalismus, der Rechtfertigung von Menschenrechten, die Anforderungen sozialer Gerechtigkeit und bedeutende Elemente des Verfassungsrechts. Rainer Forst antwortet den Beiträgern in einem abschließenden, zusammenfassenden Kapitel.

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Kantorowicz Lecture in Political Language von Christoph Möllers am 27. November 2019

Bei der diesjährigen Kantorowicz Lecture in Political Language spricht Prof. Dr. Christoph Möllers, LL.M (Chicago) am 27. November 2019 um 18 Uhr im IG Farben Gebäude, Raum 411, auf dem Campus Westend unter dem Titel "Kritik der Wertegemeinschaft oder: Über den Platz der Politik in der politischen Auseinandersetzung". In seinem Vortrag wird er sich mit der Rolle der Politik und insbesondere der Bestimmung normativer Gemeinsamkeit in einer "Wertegemeinschaft" und deren problematischen Auswirkungen auf politische Auseinandersetzungen befassen. Der Versuch, eine große Konsenskoalition zu bilden, verkehrt sich, laut Möllers, so in sein Gegenteil: Weil sich viele Positionen ausgeschlossen finden, entstehe mehr Polarisierung.
Veranstalter ist das Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund "Die Herausbildung normativer Ordnungen" an der Goethe-Unviersität Frankfurt am Main.

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Nächster Crisis Talk behandelt Entscheidungsfindungen in Krisenzeiten

"Gipfelnächte in Europa: Die Krise als Entscheidungsmodus" lautet der Titel des kommenden Crisis Talk in der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union am 13. November 2019 um 12.30 Uhr. Prof. Dr. Oliver Ibert (Direktor des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung) wird einen Impuls zu dem anschließenden Podiumsgespräch mit Dr. Carsten Pillath (Generaldirektor, Rat der Europäischen Union) und Prof. Dr. Mark Rhinard (Stockholm University, Institute of International Affairs) geben. Der Crisis Talk widmet sich dem Thema des Entscheidens unter Krisenbedingungen, die auch dadurch gekennzeichnet sind, dass bisherige Gewissheiten nicht mehr gelten, und dass der Entscheidungsdruck für die Lösungen existentiell wahrgenommener Bedrohungen besonders hoch ist. Im Rahmen dieses Crisis Talks werden Analysen solcher Entscheidungssituationen im Fokus der Diskussion stehen.

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Rechte, Pflichten und Verantwortung in der post-humanistischen Konstellation - Frankfurt Lectures XI

Prof. Dr. iur. Anne Peters, LL.M. (Harvard), Direktorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg wird die nächsten Frankfurt Lectures am 4. sowie 5. November 2019 halten. In der ersten Lecture beschäftigt sich Prof. Peters mit dem Themenkomplex "Rechte der Tiere und der Natur", während sie im zweiten Vortrag dem Thema "Pflichten, Verantwortung und künstliche Intelligenz" nachgeht. Beide Vorträge finden um 18.15 Uhr in HZ 3 im Hörsaalzentrum, Campus Westend statt.
Bei den XI. Frankfurt Lectures erötert Prof. Peters, welche Folgen sich für Rechte und Pflichten aus der zunehmenden Verschwimmung der Grenzen zwischen Tier, Mensch und Maschine ergeben. In dieser post-humanistischen Konstellation drängen sich konkrete Fragen auf: Was sind die praktischen Konsequenzen für unseren Umgang mit der Natur und mit Tieren, insbesondere jenen, die wir milliardenfach ausbeuten und töten? Sollten wir auf der anderen Seite, intelligenten Maschinen Rechtspflichten auferlegen? Könnte sich eine unbemannte Drohne selbst strafbar machen, wenn sie das humanitäre Völkerrecht verletzt? Müssen wir eine neue Rechtsgemeinschaft gründen, in der Menschen, Tiere und Cyborgs Platz haben?

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47. Römerberggespräche mit Beiträgen von Prof. Dr. Gunther Hellmann und PD Dr. Thomas Biebricher

Unter dem Titel "30 Jahre nach dem Mauerfall – mehr Aufbruch wagen!" nehmen die 47. Römerberggespräche am 2. November 2019 ab 10 Uhr im Chagallsaal des Schauspiel Frankfurt das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls zum Anlass einer kritischen Bilanz der globalen Gegenwart und stellen die Fragen "Wo verlaufen heute die großen Konfliktlinien und Gräben, und wo müsste 2019 ein vergleichbar mutiger Aufbruch in eine neue Epoche gewagt werden?"
Der Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ ist erneut Partner und beteiligt sich durch Beiträge von Prof. Dr. Gunther Hellmann (Professor für Vergleichende Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen, Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen") und PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen"). Weitere Beiträgerinnen und Beiträger sind: Dr. Ivan Krastev (Leiter des 'Centre for Liberal Strategies' in Sofia, Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen), Prof. Dr. Steffen Mau (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Patrice G. Poutrus (Universität Erfurt), Manuela Bojadžijev (Leuphana Universität Lüneburg), Jana Hensel (Autorin und Journalistin) und Prof. Dr. Stephan Lessenich (LMU München). Moderieren werden Hadija Haruna-Oelker (Politologin, Journalistin und Moderatorin), Rebecca C. Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbund "Normative Ordnungen" und Uwe Berndt (Moderator, hr1).

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Lecture & Film "Jia Zhangke: Kino der Transformation" beginnt am 31. Oktober 2019

Die nächste Lecture & Film-Reihe "Jia Zhangke: Kino der Transformation" widmet sich ab dem 31. Oktober Jia Zhangke, dem bedeutendsten chinesischen Regisseur der Gegenwart. Von Oktober 2019 bis Juli 2020 befasst sich die Reihe im DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Vorträgen und Filmvorführungen mit seinem Werk. Den Eröffnungsvortrag um 20.15 Uhr im Kino des DFF Deutsches Filminstitut & Filmmuseum hält Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“) zu "Das filmische Gedächtnis der Stadt: I wish I knew" (VR China 2010, 138 Min.). Im weiteren Programm behandeln namhafte internationale Kennerinnen und Kenner wie Dai Jinhua (Peking), Dudley Andrew (Yale), Cecilia Mello (Sao Paulo), Rey Chow (Duke University) oder Victor Fan (King’s College London) Zhangkes Werk in zahlreichen Facetten von den großen Spielfilmen über die dokumentarischen Arbeiten bis zu den Kurzfilmen.

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23. Frankfurter Stadtgespräch "Das islamische Kopftuch zwischen Glaubensfreiheit, staatlicher Neutralität und Gleichberechtigung" mit Seyran Ateş und Prof. Ute Sacksofsky

Individueller Ausdruck der grundrechtlichen Glaubensfreiheit oder politisches Symbol eines paternalistischen, emanzipationsfeindlichen Islam? Über diese Leitfrage diskutieren am 1. November 2019 um 18.30 Uhr Seyran Ateş (Rechtsanwältin, Autorin, Imamin und Mitbegründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin) und Prof. Ute Sacksofsky (Professorin für Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung und Mitglied des Forschungsverbunds „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität) im Historischen Museum Frankfurt. Moderieren wird Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Die Herausbildung normativer Ordnungen"). Bei dem Gespräch soll insbesondere der (verfassungs-)rechtliche Rahmen der teils hitzigen Diskussionen um das Kopftuch beleuchtet werden. Verletzen die Forderungen nach Kopftuchverboten die grundrechtlich geschützte Glaubensfreiheit von Kopftuch tragenden Frauen? Oder verlangt im Gegenteil die staatliche Neutralität, dass Lehrerinnen und Richterinnen sich im Dienst unverhüllt zeigen? Wie ist das Kopftuch aus feministischer Sicht zu bewerten?

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Auftakt der Reihe "Demokratie weiter denken" am 28. Oktober 2019

Die Reihe "Demokratie weiter denken" setzt sich im Wintersemester 2019/2020 das Ziel, die Gegenwart der Demokratie und ihre Zukunftspotenziale zu analysieren. Mit der Podiumsdiskussion "Ungleiches Deutschland - Gesellschaftlicher und geographischer Zusammenhalt in der Demokratie" beginnt die Reihe, die zugleich Teil der Frankfurter Bürger-Universität ist, am 28. Oktober 2019 um 19.30 Uhr im Renate von Metzler-Saal im Casino-Gebäude auf dem Campus Westend. An der Auftaktdiskussion werden Prof. Dr. Birgitta Wolff (Präsidentin der Goethe- Universität), Prof. Dr. Matthias Middell (Kulturhistoriker, Universität Leipzig), Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln (Wirtschaftswissenschaftlerin, Goethe-Universität, Normative Orders) und Prof. Dr. Uwe Cantner (Vorsitz der Expertenkommission Forschung und Innovation der Bundesregierung, Universität Jena) teilnehmen. Moderieren wird Meinhard Schmidt-Degenhard (Fernsehmoderator und Autor). 

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"Demokratie - Eine gefährdete Lebensform" von Prof. Till van Rahden erscheint am 20. November 2019

In seinem Buch "Demokratie - Eine gefährdete Lebensform", das am 20. November 2019 im Campus Verlag erscheinen wird, wirft Prof. Dr. Till van Rahden (Inhaber des Canada Research Chair in German and European Studies an der Université de Montréal) einen Blick auf die Krise der Demokratie und unterstreicht, dass es insbesondere eine Pflege demokratischer Umgangsformen, einer Stärkung der Streitkultur und einem Ausbau öffentlicher Räume bedarf, um sie zu stärken. Dabei wirft er Schlaglichter auf die Geschichte der Bundesrepublik, die ihre sozialen und kulturellen Voraussetzungen anschaulich machen. 
Prof. van Rahden war mehrfach Fellow des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen". 2015 und 2017 arbeitete er in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andreas Fahrmeir an dem Projekt "Forms, Style and Manners: Democracy as a Way of Life".

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Weitere Informationen zum Fellowship von Prof. van Rahden: Hier...


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„Normative Ordnungen“, herausgegeben von Rainer Forst und Klaus Günther, ist im Suhrkamp Verlag erschienen

Am 17. April 2021 ist der Sammelband „Normative Ordnungen“ im Suhrkamp Verlag erschienen. Herausgegeben von den Clustersprechern Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther, bietet das Werk einen weit gefassten interdispziplinären Überblick über die Ergebnisse eines erfolgreichen wissenschaftlichen Projekts. Mehr...

Das Postdoc-Programm des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“: Nachwuchsförderung zwischen 2017 und 2020

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zum Erfahrungsbericht: Hier...

„Symposium on Jürgen Habermas’ Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Rainer Forst erschienen

Als jüngste Ausgabe der Zeitschrift "Constellations: An International Journal of Critical and Democratic Theory" ist kürzlich das „Symposium on Jürgen Habermas, Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Prof. Rainer Forst erschienen. Mehr...

Upcoming Events

22. Oktober 2021, 14.00 Uhr

Book lɔ:ntʃ: Jun.-Prof. Dr. Franziska Fay (Johannes Gutenberg Universität Mainz, ehemalige Postdoktorandin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen"): Disputing Discipline. Child Protection, Punishment, and Piety in Zanzibar Schools. Mehr....

28. Oktober 2021, 14.00 Uhr

Buchvorstellung und Diskussion: Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. Mehr...

29. Oktober 2021, 17.00 Uhr

Buchvorstellung und Diskussion: The Government of Things - Foucault and the New Materialisms. Mehr...

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Weitere Videoaufzeichnungen finden Sie hier...

Studieren, Forschen, Lehren trotz Corona-Pandemie

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (HSFK und „Normative Ordnungen“), Prof. Dr. Stefanie Dimmeler (Cardio-Pulmonary Institute und Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Klaus Günther („Normative Ordnungen“) und Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen (SAFE)
Moderation: Doris Renck (hr-Journalistin)
Frankfurter interdisziplinäre Live-Debatte

Europa kann mehr! Friedensgutachten 2021

Prof. Dr. Christopher Daase (Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK))
Book lɔ:ntʃ

New full-text Publications

Rainer Forst (2021):

Solidarity: concept, conceptions, and contexts. Normative Orders Working Paper 02/2021. More...

Annette Imhausen (2021):

Sciences and normative orders: perspectives from the earliest sciences. Normative Orders Working Paper 01/2021. More...