Pressemitteilungen

„Making Crises Visible“ – Wissenschaft trifft Kunst

Die Goethe-Universität beteiligt sich gemeinsam mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ federführend am Rahmenprogramm zum Ausstellungsprojekt „Making Crises Visible“

Pressemitteilung

FRANKFURT. Krisen sind allgegenwärtig. Fast täglich erreichen uns beunruhigende Nachrichten aus der Welt, die eine düstere Gegenwart zeigen und auf eine ungewisse Zukunft hindeuten. Seien es soziale und ökonomische Ungleichheiten, die rasante Ausbreitung neuer Technologien, Risiken im Finanzsystem, der Klimawandel, Konflikte oder Kriege. Doch müssen Krisen nicht unbedingt als lähmend und ausweglos erfahren werden, sondern können mitunter als aktivierende Kraft und Umschlagsmoment in einem kreativen Transformationsprozess betrachtet werden.

In dem wissenschaftlich-künstlerischen Projekt „Making Crises Visible“ arbeiteten Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Forschungsverbundes „Krisen einer globalisierten Welt“, des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ und der Goethe-Universität Frankfurt mit Studierenden der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main zusammen daran, Ideen für die künstlerische Visualisierung von Forschungsergebnissen zu entwickeln, die sich mit Krisen und Krisendiagnosen befassen. Daraus entstanden ist eine Ausstellung mit „Wissens-Kunst-Objekten“, die vom 12. Februar bis zum 2. Juni 2020 im Senckenberg Museum zu sehen sein und durch ein Rahmenprogramm unterschiedlicher Veranstaltungsformate begleitet wird.

Das vielfältige Rahmenprogramm, welches maßgeblich von der Goethe-Universität – namentlich dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ und dem Lehr-Forschungs-Projekt KRISENSTAB – mitgestaltet wurde, wird in den kommenden Monaten wissenschaftliche Vorträge zum Krisenthema, Workshops, Führungen, Podiumsgespräche, Performances, Social Media Walks, Stadtspaziergänge und weitere Formate umfassen.

Bereits einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung findet am Montag, 10. Februar, um 19.30 Uhr im Hörsaal im Arthur-von-Weinberg-Haus der Senckenberg Gesellschaft eine einführende Podiumsdiskussion der Frankfurter Bürger-Universität „Demokratie weiter denken“ zum Thema „Making Crises Visible – Krise der Demokratie“ statt.

Zum Auftakt des Rahmenprogramms spricht Prof. Rainer Forst, Co-Sprecher des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt und Professor für Politische Theorie und Philosophie, am 12. Februar 2020 um 19.00 Uhr über die „Krise der Demokratie“.

Am Dienstag, 18. Februar, um 19.00 Uhr untersucht der Jurist und Co-Sprecher des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt Prof. Dr. Klaus Günther den Stellenwert der Digitalisierung und daraus potentiell resultierende Krisen in einem Vortrag mit dem Titel „Vom Zwang zum Algorithmus – Krise des Normvertrauens?“.

Am Mittwoch, den 19. Februar, findet von 12.00 bis 18.00 Uhr der erste einer Reihe von Workshops des Lehr-Forschungs-Projekts KRISENSTAB zum Thema „(Un)Sichtbarkeiten – Visuelle Krisenkommunikation“ statt. Die von Studierenden mitgestaltete Reihe ist eines von mehreren partizipativen Formaten, in denen die Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und Künstler*innen weiter vertieft wird.

„Making Crises Visible“ ist ein Projekt des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, des Leibniz-Forschungsverbunds „Krisen einer globalisierten Welt“, der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, dem Senckenberg Naturmuseum, der Goethe-Universität Frankfurt am Main, dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main und weiteren Partnern.

Pressekonferenz am 11. Februar 2020:

Wir möchten auch auf die Pressekonferenz zum Ausstellungsprojekt hinweisen, zu der Sie am Dienstag, den 11. Februar 2020, um 11 Uhr herzlich in das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt eingeladen sind (Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt am Main). Als GesprächspartnerInnen stehen Ihnen zur Verfügung: Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese (Leiterin des Programms Wissenschaft und Gesellschaft der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung), Prof. Dr. Nicole Deitelhoff vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) und Prof. Klaus Hesse (Hochschule für Gestaltung Offenbach).

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und danken für Ihre Anmeldung per E-Mail an: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Die Termine im Februar 2020 im Überblick:

10. Februar 2020, 19.30 Uhr, Podiumsdiskussion mit Preview
»Making Crises Visible – Krise der Demokratie«
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Hörsaal im Arthur-von-Weinberg-Haus
Robert-Mayer-Straße 2
60325 Frankfurt am Main

11. Februar 2020, 18.00 Uhr
Vernissage der Ausstellung »Making Crises Visible«
Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt am Main
Um Anmeldung bis zum 27. Januar 2020 wird gebeten: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

12. Februar 2020, 19.00 Uhr, Vortrag
Krise der Demokratie
Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Forschungsverbunds »Normative Orders« der Goethe-Universität und Professor für Politische Theorie und Philosophie
Senckenberg Biodiversität und Klima-Forschungszentrum, Hörsaal
Georg-Voigt-Straße 14-16
60325 Frankfurt am Main

18. Februar 2020, 19.00 Uhr, Vortrag
Vom Zwang zum Algorithmus – Krise des Normvertrauens?
Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Forschungsverbunds »Normative Orders« der Goethe-Universität und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Hörsaal im Arthur-von-Weinberg-Haus
Robert-Mayer-Straße 2
60325 Frankfurt am Main

19. Februar 2020, 12.00 – 18.00 Uhr, Workshop
Visuelle Krisenkommunikation und (Un)Sichtbarkeitspolitiken
Workshop des Lehr-Forschungsprojekts KRISENSTAB Visuelle Kultur, Institut für Kunstpädagogik der Goethe-Universität
Impuls-Gast: Dr. Peer Illner, Kulturwissenschaftler, Postdoktorand des Forschungsverbunds »Normative Orders« der Goethe-Universität
Dante 9, Ausstellungsraum des Universitätsarchivs Frankfurt
Dantestraße 9
60325 Frankfurt am Main
Die Plätze sind begrenzt; um Anmeldung bis 15. Februar 2020 wird gebeten unter: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Das Projekt KRISENSTAB ist durch den Förderfonds Lehre der Goethe-Universität gefördert.

19. Februar 2020, 19.00 Uhr, Ausstellung
Making Crises Political
Laufzeit: 20. Februar bis 1. März 2020
Offenes Haus der Kulturen
Mertonstraße 26
60325 Frankfurt am Main
In Kooperation mit Medico International sowie mit freundlicher Unterstützung des Offenen Hauses der Kulturen. Weitere Informationen: www.medico.de / www.offenes-haus-der-kulturen.de

26. Februar 2020, 18.00 Uhr / 19.00 – 19.45 Uhr
Kuratorenführung: »Making Crises Visible« / Performance: Frankfurter Hauptschule: MOTOR
18.00 Uhr: Kuratorenführung mit Felix Kosok, Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main
19.00 Uhr: Performance: Frankfurter Hauptschule: MOTOR
Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt am Main
Eintritt mit »Senckenberg Guten Abend Ticket« ab 17.00 Uhr für 6 €; Karten für die Performance der Frankfurter Hauptschule für 10 €
Anmeldung für Führung und/oder Performance bis 19.02.2020: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Soweit nicht anderweitig angegeben, sind die Veranstaltungen öffentlich und der Eintritt ist frei.

Informationen zu den Terminen im Februar 2020 unter: www.makingcrisesvisible.de / www.uni-frankfurt.de / www.normativeorders.net/makingcrisesvisible

Weitere Informationen zu den Terminen ab März 2020 folgen in Kürze.

Kontakt:
Dr. Annabelle Hornung, Veranstaltungsmanagerin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Tel.: 069/798-12442, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität, Tel.: 069/798-31407, anke.harms@normativeorders.net

 

Was kommt nach der Krise der Demokratie?

Der Sozialphilosoph Martin Saar spricht am 11. Februar in der „Denkraum“-Reihe des Schauspiel Frankfurt in Kooperation mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität

Pressemitteilung

FRANKFURT. „Zukunft_Aber wie?“ Unter diesem Motto steht die aktuelle Ausgabe der partizipativen Redenreihe „Denkraum“ des Schauspiel Frankfurt in Kooperation mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität. Auch dieses Mal gehören Mitglieder des geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsverbundes zu den Vortragenden. Gleich zum Auftakt der Gesamtreihe sprach die Politikwissenschaftlerin Nicole Deitelhoff. Am 11. Februar geht nun der Sozialphilosoph Martin Saar der Frage nach „Demokratie_Was wird aus der Krise des Politischen?“. Die Veranstaltung im Chagallsaal des Schauspielhauses beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt beträgt zehn Euro, ermäßigt acht Euro.

Erosionen von Rechtsstaatlichkeit und liberalen Institutionen, die populistische Herausforderung des repräsentativen Systems, ein neuer Autoritarismus und verschärfte geopolitische Verwerfungen scheinen es unmöglich zu machen, dass Politik, wie wir sie in den liberalen Nachkriegsdemokratien kennen, eine Zukunft hat. Aber was kommt danach? Ein neuer Modus von Steuerung, von Partizipation, von Kontrolle, von Zusammenleben? Und wer wird dieses System bauen, und wer wird es einfordern? Diese Fragen sollen im Zentrum des Abends stehen.

Martin Saar ist Professor für Sozialphilosophie an der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbundes „Normative Ordnungen“. Seine Arbeitsschwerpunkte beziehen sich auf die politische Ideengeschichte der frühen Neuzeit, die Kritische Theorie und die neuere französische Philosophie, auf Fragen nach der Macht, der Geschichte und dem Subjekt. Seit einigen Jahren interessiert er sich für nicht-identitäre demokratietheoretische Positionen, die kritisch gegenüber der Kategorie des Volkes sind. Er veröffentlichte u.a. die Analysen „Genealogie als Kritik. Geschichte und Theorie des Subjekts nach Nietzsche und Foucault“ und „Die Immanenz der Macht. Politische Theorie nach Spinoza“.

Der Denkraum ist eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Schauspiel Frankfurt, die seit 2018 in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität stattfindet. Nach jedem Impulsvortrag der Reihe erhalten die Zuhörer die Möglichkeit, in kleinen Tischgesprächen zu jeweils rund zehn Personen die dargelegten Thesen und Analysen zu diskutieren und Fragen an den Redner oder die Rednerin zu formulieren. Der jeweilige Moderator des Abends sammelt diese Eindrücke ein und konfrontiert den eingeladenen Spezialisten mit den Fragen des Publikums. Ein weiterer Redner aus den Reihen des Forschungsverbundes Normative Ordnungen ist Axel Honneth, Professor for the Humanities an der Columbia University in New York. Zu den Vortragenden der Reihe gehörte auch Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen.

Die anstehenden Termine im Überblick:

11. Februar 2020
Martin Saar: Demokratie_Was wird aus der Krise des Politischen?

10. März 2020
Susanne Wiest: Arbeit_Was wird aus der Wettbewerbsgesellschaft?

26. Mai 2020
Sophie Passmann: Gleichheit_Werden wir in Teilhabe leben?

2. Juni 2020
Axel Honneth: Anerkennung_Was wird aus unserem Recht auf soziale Freiheit?

Schauspiel Frankfurt, Chagallsaal, Neue Mainzer Str. 17, 60311 Frankfurt am Main
Jeweils 20 Uhr, Eintritt: 10 Euro / erm. 8 Euro; www.schauspielfrankfurt.de

Detailliertes Programm:
https://www.normativeorders.net/denkraum

Informationen:
Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation des Forschungsverbunds, 069/798-31407, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.; www.normativeorders.net

Wie werden wir die Erde retten können?

Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen, spricht am 3. Dezember in der „Denkraum“-Reihe des Schauspiel Frankfurt in Kooperation mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität

Pressemitteilung

FRANKFURT. Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen, der sich die Menschheit derzeit stellen muss. Das im Pariser Klimaabkommen vereinbarte Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, scheint bereits jetzt nur noch schwer zu erreichen. Der Trend zur globalen Erwärmung ist ungebrochen, der CO2-Ausstoß hat weiter zugenommen und Extremwettereignisse wie Starkregen, andauernde Hitze- und Dürreperioden häufen sich. Nicht zuletzt durch Bewegungen wie „Fridays for Future“ oder „Extinction Rebellion“ hat das Thema zusätzlich an gesellschaftlicher Brisanz gewonnen. Ein radikaleres Umdenken scheint dringend notwendig, doch stehen dem wirtschaftspolitische Interessen entgegen und insbesondere für weniger wohlhabende Länder wirken drastische Klimaschutzmaßnahmen unzumutbar.

Wie vereinbar ist Klimaschutz mit Wachstumspolitik und kann eine „sozial-ökologische Marktwirtschaft“, wie sie im Leitantrag des Bundesvorstands der Partei Bündnis 90/Die Grünen steht, gelingen? Hat die globale Marktwirtschaft angesichts der endlichen Ressourcen unseres Planeten nicht bereits ihre Grenzen erreicht? Sind stärkere Regulierungen durch die Politik, wie sie derzeit angestrebt werden, eine sinnvolle Maßnahme? Kann eine Kehrtwende gelingen und wenn ja wie?
Diese Fragen werden im Zentrum des kommenden „Denkraum“ des Schauspiel Frankfurt in Kooperation mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität stehen.

Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Schriftsteller und Publizist, spricht und diskutiert zum Thema

„Klima_Wie werden wir die Erde retten können?“
am Dienstag, dem 3. Dezember 2019, um 20 Uhr
im Chagallsaal des Schauspiel Frankfurt, Neue Mainzer Str. 17,
60311 Frankfurt am Main.

Moderieren wird Rebecca Caroline Schmidt, die Geschäftsführerin des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Dr. Robert Habeck ist seit Januar 2018 zusammen mit Annalena Baerbock Bundesvorsitzender der Grünen. Der gebürtige Lübecker hat in Hamburg seinen Doktor der Philosophie gemacht und seit 1999 mit seiner Ehefrau Andrea Paluch Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, sowie Romane und Übersetzungen zu englischer Lyrik. 2002 wurde er Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen. 2009 zog er in den Schleswig-Holsteinischen Landtag ein und wurde Fraktionsvorsitzender. 2012 bis 2017 erhielt er das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten und war Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt. 2017 brachte er sich erstmals als Spitzenkandidat für den Bundestag ein.

In der aktuellen Spielzeit lautet die Leitfrage des Denkraums „Zukunft_Aber wie?“. Die partizipative Redenreihe des Schauspiel Frankfurt findet seit 2018 in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt und wird unterstützt von der Heraeus Bildungsstiftung. Nach jedem Impulsvortrag der Reihe erhalten alle Zuhörer die Möglichkeit, in kleinen Tischgesprächen zu jeweils zehn Personen die dargelegten Thesen und Analysen zu diskutieren und Fragen an den Redner oder die Rednerin zu formulieren. Der jeweilige Moderator des Abends sammelt diese Eindrücke ein und konfrontiert den eingeladenen Spezialisten auf diese Weise mit den Fragen des Publikums.

Die anstehenden Termine im Überblick:

3. Dezember 2019
Robert Habeck: Klima_Wie werden wir die Erde retten können?

11. Februar 2020
Martin Saar: Demokratie_Was wird aus der Krise des Politischen?

10. März 2020
Susanne Wiest: Arbeit_Was wird aus der Wettbewerbsgesellschaft?

26. Mai 2020
Sophie Passmann: Gleichheit_Werden wir in Teilhabe leben?

2. Juni 2020
Axel Honneth: Anerkennung_Was wird aus unserem Recht auf soziale Freiheit?

Schauspiel Frankfurt, Chagallsaal, Neue Mainzer Str. 17, 60311 Frankfurt am Main
Jeweils 20 Uhr, Eintritt: 10 Euro / erm. 8 Euro; www.schauspielfrankfurt.de

Detailliertes Programm:
https://www.normativeorders.net/denkraum

Informationen:
Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation, 069/798-31407, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.; www.normativeorders.net

Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft in GOETHE-UNI online (www.aktuelles.uni-frankfurt.de)

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der drei größten deutschen Universitäten. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist die Goethe-Universität Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main. www.goethe-universitaet.de

Herausgeberin: Die Präsidentin der Goethe-Universität Redaktion: Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Tel: 069 798-13035, Fax: 069 798-763 12531, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Making Crises Visible: Bürger-Uni zur „Krise der Demokratie“

Die Bürger-Uni-Reihe zum Thema „Demokratie weiter denken“ endet am 10. Februar mit einer Podiumsdiskussion und Ausstellungs-Preview

Pressemitteilung

FRANKFURT. Die Demokratie befindet sich in einem stetigen Transformationsprozess – und in vielen Teilen der Welt in der Krise. Dass die Krise aber auch immer als Chance begriffen und überwunden werden kann, zeigt das interdisziplinäre Ausstellungsprojekt „Making Crises Visible“ unter der Schirmherrschaft der Hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst beschäftigt es sich mit vielfältigen und von Menschen gemachten Krisen.

Die Präsentation ist aus der Kooperation zwischen dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, der Goethe-Universität sowie dem Senckenberg Naturmuseum entstanden. Damit sollen neue Wege des Wissenstransfers erprobt werden. In der künstlerischen Visualisierung der Krise erscheint diese nichts als ausweglos, sondern als aktivierende Kraft.

Hiervon ausgehend erörtert die Podiumsdiskussion

„Making Crises Visible – Krise der Demokratie“
am 10. Februar 2020 um 19.30 Uhr,
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung,
Hörsaal im Arthur-von-Weinberg-Haus,
Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt am Main

neue und andersartige Zugangsweisen zur Krise, welche den Dialog in der Gesellschaft anregen und als Ausgangspunkt für eine Neuorientierung dienen können.

Zu Beginn hält Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Politikwissenschaftlerin, Goethe-Universität/ Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) ein Impulsreferat. Sie unterstreicht das Potenzial der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Kunst, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. „In der wechselseitigen Befragung und Irritation gewinnen beide Seiten neue Einblicke auf ihren Gegenstand und generieren neue Fragen und idealerweise auch neue Antworten“, so Deitelhoff.

Im Anschluss diskutieren auf dem Podium: Dr. Stefan Kroll (Politikwissenschaftler, Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“), Prof. Dr. Rainer Forst (Politischer Philosoph, Goethe-Universität), Prof. Dr. Verena Kuni (Professorin für Visuelle Kultur, Goethe-Universität) und Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese (Direktoriumsmitglied, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung / Direktorin, Senckenberg Biodiversität und Klimaforschungszentrum). Die Moderation übernimmt Susanne Boetsch (Verwaltungsleiterin, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung).

Am Tag der Podiumsdiskussion wird zudem eine Vorpremiere der Ausstellung „Making Crises Visible“, deren Vernissage am 11. Februar stattfinden wird, angeboten. Eine Teilnahme (Beginn: 18.30 Uhr) ist nach vorheriger Anmeldung unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. möglich.

Die dreiteilige Reihe „Demokratie weiter denken“ ist eine Kooperation der Goethe-Universität und des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ mit dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, der Stadt Frankfurt am Main, dem Deutschen Architekturmuseum, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main.

Kontakt:
Dr. Annabelle Hornung, Veranstaltungsmanagerin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Tel.: 069/798-12442, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität, Tel.: 069/798-31407, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Weitere Informationen: www.buerger.uni-frankfurt.de

Was tun gegen autoritäre Tendenzen in Politik und Gesellschaft?

Kantorowicz Lecture des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften und des Forschungsverbunds „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität am 27. November 2019

Pressemitteilung

FRANKFURT. Der Aufstieg und Siegeszug autoritärer Bewegungen und Machthaber in verschiedenen Teilen der Welt gilt als eine der größten Herausforderungen für demokratische Gesellschaften. Doch wie mit diesen autoritären Bewegungen und Entwicklungen angemessen umgehen? Wie verhindern, dass sich durch mögliche Lösungswege der Raum legitimer Politik noch weiter verengt und polarisiert und die politische Auseinandersetzung auf eine Konfliktzone zwischen Gut und Böse reduziert?

Solche und weitere Fragen sind Themen der aktuellen Kantorowicz Lecture in Political Language an der Goethe-Universität. Sie wird veranstaltet vom Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften in Kooperation mit dem Forschungsverbund „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Der Rechtswissenschaftler und Leibniz-Preisträger 2016 Christoph Möllers spricht über die

„Kritik der Wertegemeinschaft oder: Über den Platz der Politik in der politischen Auseinandersetzung“ am Mittwoch, dem 27. November 2019, um 18.00 Uhr, Campus Westend der Goethe-Universität, IG Farben Gebäude, Raum 411.

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Christoph Möllers ist Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seine Forschungen bewegen sich in den Bereichen deutsches, europäisches und vergleichendes Verfassungsrecht, Demokratietheorie und Theorie sozialer Normen. Er war zuvor Professor für Öffentliches Recht an den Universitäten Münster und Göttingen, Emile Noël-Fellow an der NYU, Fellow am Wissenschaftskolleg und Gastprofessor u.a. an der CEU Budapest, Princeton University und den Universités Paris I und II. Von 2011 bis 2014 war er Richter im Nebenamt am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Er ist Träger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises der DFG 2016.

Die einmal pro Jahr stattfindenden Kantorowicz Lectures in Political Language erinnern an Ernst Kantorowicz, der zu den herausragenden Forscherpersönlichkeiten der Frankfurter Universitätsgeschichte gehört. Kantorowicz musste die Universität 1934 zwangsweise verlassen und wurde später am Institute for Advanced Study in Princeton zu einem der international einflussreichsten Geisteswissenschaftler, dessen Arbeiten bis heute zu den meistzitierten gehören. Die 2011 ins Leben gerufene Vortragsreihe konzentriert sich auf das Thema der „politischen Sprache“. Stets sprechen sehr renommierte Gäste aus dem In- und Ausland, wie beispielsweise der Philosoph und Historiker Quentin Skinner, der Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt, der Komponist, Regisseur und Kunsttheoretiker Heiner Goebbels oder zuletzt 2018 die Amerikanistin Heike Paul. Seit 2013 findet die Kantorowicz Lecture in Kooperation mit dem Forschungsverbund „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ statt.

Information: Janneke Rauscher, Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften, 069/798-32344 (Sekretariat), This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.; www.fzhg.org

Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“, Tel.: 069/798-31407, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.; www.normativeorders.net/de

Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft in GOETHE-UNI online (www.aktuelles.uni-frankfurt.de)

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der drei größten deutschen Universitäten. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist die Goethe-Universität Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main. www.goethe-universitaet.de

Herausgeberin: Die Präsidentin der Goethe-Universität Redaktion: Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Tel: 069 798-13035, Fax: 069 798-763 12531, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.


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