Macht, Herrschaft und Gewalt in Ordnungen der Rechtfertigung

Wie uns viele Diskussionen während der ersten Förderphase innerhalb und außerhalb unseres Forschungsclusters zeigten, sieht sich ein Verständnis „normativer Ordnung“, das diese als eine Ordnung von „Rechtfertigungen“ versteht, dem Vorwurf des Idealismus ausgesetzt: Haben in solch einer Vorstellung von Ordnung Begriffe wie Macht, Herrschaft, Beherrschung und Gewalt überhaupt einen Platz, oder werden sie nur als Störungen wahrgenommen? In diesem Verbundprojekt ging es darum zu zeigen, dass dem nicht so ist, sondern der Begriff der Rechtfertigungsordnung geeignet ist, die genannten Begriffe der Macht, der Herrschaft und der Beherrschung neu und auf produktive Weise zu verstehen. Daraus ergeben sich auch Konsequenzen für ein Verständnis des Rechts.

(1) Noumenale Macht (Forst)

In diesen Forschungen wurde Macht - paradox gesprochen - als intelligibles bzw. noumenales Phänomen begriffen. Wenn wir Macht als das Vermögen von Handelnden verstehen, andere dazu zu motivieren, etwas zu denken bzw. zu tun, das sie sonst nicht gedacht oder getan hätten, dann müssen wir, um die Wirkweise der Macht im Unterschied zu rein physischer Wirkung zu begreifen, diese im „Raum der Rechtfertigungen“ verorten. Denn Macht auszuüben heißt, dass A B Gründe „gibt“, und das bedeutet, dass der wirkliche Machtvorgang sich auf der Ebene der Gründe abspielt. Dabei ist nicht bestimmt, wie dies geschieht - ob durch Überzeugung, Verführung oder eine Drohung bspw. -, und auch nicht, ob es jeweils gute oder schlechte Gründe sind, die dort wirken; gesagt ist nur, dass Macht zu haben heißt, den Raum der Rechtfertigungen, der für andere bestimmend ist, (in aufsteigender Linie) nutzen, beeinflussen, besetzen oder sogar abschließen zu können - etwa durch dominante oder hegemoniale Rechtfertigungsnarrative. Herrschaft (um eine Taxonomie von Machtformen anzudeuten) heißt somit, dass sich eine bestimmte Ordnung der Rechtfertigung etabliert hat, die soziale und politische Verhältnisse der Ein- und Unterordnung stabilisiert und auf Akzeptanz beruht; Beherrschung liegt dort vor, wo solche Verhältnisse in ihren Asymmetrien nicht rechtfertigbar sind und nur durch eine Vereinseitigung des Raums der Gründe legitimiert werden. Unterdrückung, (illegitimer) Zwang und Gewalt liegen dort vor, wo die Unterworfenen immer weniger als Subjekte der Rechtfertigung gelten und agieren können, bis hin zur Ersetzung des Rechtfertigungsraums durch bloße physische Faktizität, d.h. pure Gewalt. Macht bildet und erhält sich somit nur im Raum der Rechtfertigungen, und Kämpfe um Macht finden in diesem Raum statt. Eine Herrschaftsordnung, deren Rechtfertigungen in Frage gestellt werden, kann sich evtl. noch durch Lügen, Drohungen oder durch Mittel der Gewalt erhalten, aber ihre Macht schwindet in dem Maße, in dem sie verstärkt auf diese Mittel ohne begleitendes Narrativ angewiesen ist.

Im Rahmen der gemeinsamen Arbeit mit Klaus Günther und unseren Mitarbeitern Malte Ibsen und Johann Szews fanden zahlreiche Besuche internationaler Gastwissenschaftler und Gastwissenschaftlerinnen statt, verbunden mit gemeinsamen Workshops und Vorträgen – unter ihnen die bekanntesten Theoretiker und Theoretikerinnen der Macht wie Amy Allen, Seyla Benhabib, Allen Buchanan, Nancy Fraser, Helen Frowe, Sally Haslanger, Bob Goodin, Carol Gould, Duncan Ivison, Tony Laden, John McCormick, David Owen, Michael Rosen, Philip Pettit, Anne Phillips, Bill Scheuerman, James Tully, Melissa Williams, u.a. Auch wurde unsere Arbeit im Rahmen einer großen Zahl nationaler und internationaler Veranstaltungen vorgestellt.

Der theoretische Ansatz der “noumenalen Macht” (insbesondere der Aufsatz im Journal of Political Philosophy (siehe unten) und begleitende Aufsätze in Normativität und Macht) gaben Anlass zu zahlreichen Diskussionen. Bereits in einem gemeinsam von Rainer Forst und Kritikern verfassten Buch mit dem Titel Justice, Democracy and the Right to Justification (London: Bloomsbury, 2014) wurde dieser Ansatz kritisch von Amy Allen, Kevin Olson und Tony Laden diskutiert. Es folgte ein weiterführender Dialog mit Amy Allen und Mark Haugaard, der auch veröffentlicht wurde (siehe unten). Eine Reihe kritischer Aufsätze von Albena Azmanova, Pablo Gilabert, Mark Haugaard, Clarissa Hayward, Matthias Kettner, Steven Lukes, Max Pensky und Simon Susen wird im Journal of Political Power erscheinen. Drei weitere Bände zu Forsts Arbeiten, die einige kritische Beiträge zum Konzept der noumenalen Macht enthalten, befinden sich derzeit in der Vorbereitung: Amy Allen, Sarah Clark Miller, John McCormick und Melissa Yates werden ihre Aufsätze diesem Thema widmen (in Vorbereitung für Penn State Press); in einem weiteren Band (in Vorbereitung für Manchester UP) werden Patchen Markell, David Owen, Melissa Williams, Daniel Weinstock Beiträge zum Thema Macht veröffentlichen. Und in einem Band in Vorbereitung für Oxford UP werden Mattias Kumm, Arthur Ripstein, Enzo Rossi, Andrea Sangiovanni und Bernhard Schlink Artikel zum Verhältnis von Macht und Rechtfertigung veröffentlichen. Rainer Forst wird zu all diesen Aufsätzen Antworten schreiben. Eine große Zahl weiterer Artikel wie der von Lois McNay in der jüngsten Ausgabe des European Journal of Political Theory, die die Theorie der noumenalen Macht kritisieren, wurden bereits veröffentlicht oder sind derzeit in Vorbereitung.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Rainer Forst war von 2013 bis 2016 Malte Ibsen (Mphil Oxford University). Während seiner Zeit am Cluster schrieb er seine Dissertation “The Idea of a Critical Theory of Global Justice,” die von Rainer Forst und Axel Honneth betreut wurde. Die Dissertation zielt darauf ab, die theoretischen Ressourcen zur Entwicklung einer kritischen Theorie der globalen Gerechtigkeit freizulegen, die in der Tradition der Frankfurter Schule vorhanden sind – von Max Horkheimers frühen Versuch, eine materialistische Theorie der Gesellschaft auszuarbeiten, bis hin zu Rainer Forsts jüngst entwickelter Theorie transnationaler Gerechtigkeit. Die Dissertation argumentiert, dass wir in der Tradition der Kritischen Theorie sowohl eine spezifische Konzeption finden, was eine Theorie der Gerechtigkeit ist, wie auch eine Konzeption davon, was Gerechtigkeit ist. Dabei spielen die oben skizzierten Begriffe von Herrschaft und Beherrschung innerhalb einer Rechtfertigungsordnung eine zentrale Rolle.

(2) Rechtfertigung als Recht-Fertigung (Günther)

In modernen Rechtssystemen wird oft vom (positiven) Recht als „geronnener Politik“ gesprochen. Möglicherweise muss man bei der Analyse und Beschreibung dieses Phänomens schon früher ansetzen: Recht entsteht aus „geronnenen Gründen.“  Was sich im Raum der Gründe durchgesetzt hat, wird mit Hilfe des Rechts stabilisiert und durch zusätzliche Rechtfertigungen mit der Befugnis zur Ausübung von Gewalt verbunden. Recht ist aber auch ein Mittel, um jemanden zu autorisieren, seine Gründe gegen mögliche Gegen-Gründe durchzusetzen. Auf diese Weise wird Macht zur legalen Herrschaft. Diese Vermutung ist vor allem unter Rückgriff auf Joseph Raz‘ Charakterisierung von autoritativen Gründen als ausschließende Gründe („authoritative reasons as exclusionary reasons“) in mehreren Aufsätzen vertieft worden. Wenn eine Rechtsordnung rekonstruktiv auf einen Entschluss von Freien und Gleichen zurückzuführen ist, ihr Zusammenleben mit den Mitteln des modernen Rechts zu regeln (Habermas: eine Assoziation von Rechtsgenossen zu bilden), dann erzeugen sie damit zugleich auch den Typus von ausschließenden Gründen. Diese Gründe müssen jedoch – contra Raz – wiederum in rechtlich geregelten Verfahren kritisiert (und verändert) werden können, wenn sich die Rechtsgemeinschaft von Freien und Gleichen in der ihr einzig adäquaten Form, dem demokratischen Rechtsstaat, reproduzieren können soll.

Gemeinsam ist diesen Forschungen, die diskursive und kommunikative Dimension der Macht herauszustreichen. Dabei ließ sich zeigen, dass der Begriff der ausschließenden Gründe gleichsam dem Urbild der noumenalen Macht, wie Rainer Forst sie beschrieben hat, nachgebildet ist. Ausschließende Gründe fungieren als Gründe, die sich gegen die von den Akteuren subjektiv anerkannten Gründe durchsetzen können. Dies deshalb, weil sie, so Raz, auf eine legitime Autorität zurückgeführt werden, die an die Stelle der subjektiv anerkannten Gründe tritt. Im Unterschied zur noumenalen Macht ist die autoritative Macht der Rechtsgründe durch die legitime Autorität konstruktiv erzeugt. Gleichwohl ruht sie demselben Mechanismus noumenaler Macht auf. In weiteren Aufsätzen zu Rechtfertigungsnarrativen und zum Wandel des Strafrechts wurde gezeigt, dass öffentliche Kritik an der legitimen Autorität von ausschließenden Gründen dadurch umgangen oder neutralisiert werden kann, dass Rechtsgründe in Rechtfertigungsnarrative eingebettet werden. Mit diesen lassen sich Rechtsgründe relativieren, umgehen oder sogar verletzen, ohne die Gründe dafür einer öffentlichen Kritik in rechtlich geregelten Verfahren aussetzen zu müssen.

Das (noch nicht abgeschlossene) Promotionsprojekt des Projektmitarbeiters Johann Szews mit dem Titel: „Zahlungsmoral. Untersuchungen zum Zusammenhang von moralischer und ökonomischer Verschuldung” widmet sich einem aktuellen Aspekt des Verhältnisses von Recht und Macht: dem Schuldverhältnis. Das Promotionsprojekt stellt grundlegende sozialphilosophische und normative Fragen an die gegenwärtige soziale Ordnung der Verschuldung: Welche Formen von Subjektivität implizieren Schulden? Inwiefern kann von einer „sozialen Pathologie“ der Verschuldung gesprochen werden? Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf ein Kernproblem: Wie ist die Verbindung von moralischer und ökonomischer Verschuldung zu denken? Diese Forschungsfrage ist durch die Intuition motiviert, dass weder funktionalistische, wirtschaftstheoretische Problemdiagnosen, die etwa die zunehmende ökonomische Instabilität durch hohe Verschuldung betonen, noch gerechtigkeitstheoretische Kritikansätze, die Verteilungsfragen in den Mittelpunkt stellen, ausreichen, um die Form des verschuldeten Lebens angemessen verstehen zu können. Die These des Promotionsprojekts lautet, dass es erst der begriffliche Rahmen einer ethischen Kapitalismuskritik ermöglicht, deren immanente Kritikwürdigkeit jenseits von ökonomischer Dysfunktionalität und ungerechter Verteilung herauszuarbeiten. Ziel der Überlegungen ist es, zu zeigen, dass die Form des verschuldeten Lebens nicht allein ungerechte Effekte (beispielsweise Armut) hervorruft, sondern in sich selbst ethisch kritikwürdige Welt- und Selbstverhältnisse produziert. Aufbauend auf einer Auseinandersetzung mit Friedrich Nietzsche und Max Weber wird dafür argumentiert, dass Formen der Verschuldung durch eine spezifische Zeitlichkeit geprägt sind. Die zentrale These lautet, dass die über eine freiwillige Selbstverschuldung durch Aufnahme von Krediten gesellschaftlich in Aussicht gestellte zukünftige Freiheit, sich unter Bedingungen der Überschuldung und der mit Verschuldung einhergehenden Abhängigkeiten, in ein kontinuierliches subjektives Schuldbewusstsein verkehrt. Das Verhältnis von Freiheit und Abhängigkeit in subjektivierenden Schuldverhältnissen wird dabei aus machttheoretischer Sicht (über Nietzsche und Weber hinausgehend) anschließend an Michel Foucaults relationale Machtkonzeption analysiert. Aus einer Perspektive ethischer Kapitalismuskritik wird die Form des verschuldeten Lebens kritisiert und nach alternativen Subjektivierungsformen gefragt.

Diskutiert wurden die Thesen dieses Teilprojekts in einer Reihe von Veranstaltungen, u.a. regelmäßig im „Rechtstheoretischen Arbeitskreis“ des Clusters, an dem Professoren, Postdocs und Doktoranden teilnehmen und gelegentlich auswärtige Gäste eingeladen werden (z.B. Fred Schauer, Robert Alexy, Richard W. Wright, Larissa Katz, Matthias Mahlmann). Ein wichtiger Impulsgeber für Günthers Aufsatz über „Parapraktische Rechtfertigungsnarrative“ war der von dem PI Martin Seel veranstaltete Workshop „Rechtfertigungsnarrative – Terror und Gewalt im Kino“ (März 2014). In Zusammenarbeit mit der „Forschungsstelle für Strafrechtstheorie und Strafrechtsethik“ (Prof. Andreas von Hirsch) fanden zwei internationale Tagungen statt, über „Vergeltung und Tadel“ (Dezember 2014) und zu „Philosophical Foundations of Interantional Criminal Law“ (April 2017). Auf einer in Kooperation mit der Rechtsfakultät der Rosario Universität veranstalteten internationalen Konferenz zu „Transitional Justice“ (August 2016) in Bogotá (Kolumbien) wurden ebenfalls Günthers Thesen vorgetragen und diskutiert.

Die wichtigsten Publikationen in diesem Projekt:

Forst, Rainer: Normativität und Macht. Zur Analyse sozialer Rechtfertigungsordnungen, Berlin: Suhrkamp, 2015. Englische Übersetzung (von Ciaran Cronin): Normativity and Power, Oxford: University Press, 2017.

Forst, Rainer: „Noumenal Power”, in: The Journal of Political Philosophy 23(2), 2015, S. 111–127.

Forst, Rainer: „Transnational Justice and Non-Domination. A Discourse-Theoretical Approach”, in: Barbara Buckinx, Jonathan Trejo-Mathys, Timothy Waligore (Hg.): Domination Across Borders, London/New York: Routledge, 2015, S. 88–110.

Ibsen, Malte: „Global Justice and Two Conceptions of Practice-Dependence”, in: Raisons Politiques  (special issue on the theme „Practice-Dependence and Global Justice”), 51(3), 2013, S. 81–96.

Günther, Klaus: „Parapraktische Rechtfertigungsnarrative“, in: Jochen Schuff und Martin Seel (Hg.): Erzählungen und Gegenerzählungen. Terror und Krieg im Kino des 21. Jahrhunderts, Frankfurt am Main/New York: Campus, 2016, S. 101–124.

Günther, Klaus: „Zur Rekonstruktion des Rechts: Das System der Rechte“, in: Peter Koller und Christian Hiebaum (Hg.): Jürgen Habermas: Faktizität und Geltung, Klassiker Auslegen, Bd. 62 (Hg. von Otfried Höffe), Berlin/Boston: Walter de Gruyter, 2016, S. 51–68.

Günther, Klaus: „De nihilo aliquid facit – Zur Kriminologie des effizienten Regelbruchs“, in: Henning Schmidt-Semisch und Henner Hess (Hg.): Die Sinnprovinz der Kriminalität. Zur Dynamik eines sozialen Feldes, Wiesbaden: Springer VS, 2014, S. 121–136.

 

 

Personen in diesem Projekt:

  • Projektleitung / Ansprechpartner
    • Forst, Rainer, Prof. Dr. | Profil
    • Günther, Klaus, Prof. Dr. | Profil
  • Projektmitarbeiter
    • Ibsen, Malte, M.Phil. in Politics: Political Theory (Oxon) | Profil
    • Szews, Johann | Profil


Publikationen in diesem Projekt:

  • Forst, Rainer (2017): “What’s Critical About a Critical Theory of Justice?”, in: Banu Bargu u. Chiara Bottici (eds.), Feminism, Capitalism, and Critique. Essays in Honor of Nancy Fraser. Basingstoke: Palgrave, S. 225-242.
    Details
  • Forst, Rainer (2017): “Noumenal Alienation: Rousseau, Kant and Marx on the Dialectics of Self-Determination”, in: Kantian Review 22(4), S. 523-551.
    Details | 10.1017/S1369415417000267
  • Open-Access-Logo Forst, Rainer (2017): "The Justification of Basic Rights: A Discourse-Theoretical Approach", Normative Orders Working Paper Series of the Cluster of Excellence ‘The Formation of Normative Orders’ 02/2017.
    Details | Link zum Volltext | urn:nbn:de:hebis:30:3-440266
  • Forst, Rainer (2017): "A Critical Theory of Human Rights. Some Groundwork", in: Penelope Deutscher & Cristina Lafont (Hg.), Critical Theory in Critical Times. Transforming the Global Political and Economic Order, New York: Columbia University Press, S. 74-88
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  • Forst, Rainer (2017): "Toleration and its Paradoxes: A Tribute to John Horton", in: Philosophia 2017, online first
    Details | Link zum Volltext | doi:10.1007/s11406-016-9801-0
  • Forst, Rainer (2017): “Religion, Reason, and Toleration: Bayle, Kant – and Us”, in: Cécile Laborde u. Aurélia Bardon (Hg.), Religion in Liberal Political Philosophy. Oxford: Oxford University Press, S. 249-261
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  • Forst, Rainer (2017): Normativity and Power. Oxford: Oxford University Press.
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  • Forst, Rainer (2017): „Political Liberalism: A Kantian View", Ethics 128 (1), S. 123-144.
    Details | 10.1017/S1369415417000267
  • Forst, Rainer (2016): Christoph Möllers: Die Möglichkeit der Normen, in: Die Zeit 3, 14.1.2016, S. 43
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  • Forst, Rainer (2016): „Toleranz kommt vor Glückseligkeit", Interview durch Bernd Frye, in: Forschung Frankfurt, 1/2016; S. 6-9.
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  • Forst, Rainer (2016): "The Justification of Basic Rights: A Discourse-Theoretical Approach", in: Netherlands Journal of Legal Philosophy 45 (3), S. 7-28
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  • Forst, Rainer (2016): "Toleranz. Die Herausforderung neuer Grenzziehungen für westliche Demokratien", in: Shalini Randeria (Hg.), Border Crossings: Grenzverschiebungen und Grenzüberschreitungen in einer globalisierten Welt, Zürich:vdf, S. 223-235
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  • Forst, Rainer (2016): "The Point and Ground of Human Rights: A Kantian Constructivist View", in: David Held u. Pietro Maffettone (Hg.), Global Political Theory, Cambridge: Polity, S. 22-39
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  • Forst, Rainer (2016): "Eine fortschrittliche Kritik des Fortschritts? Kommentar zu Amy Allen, 'Das Ende - und der Zweck - des Fortschritts'", in: Michael Quante (Hg.), Geschichte - Gesellschaft - Geltung. XXIII: Deutscher Kongress für Philosophie, Hamburg: Meiner, S. 427 - 432
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  • Forst, Rainer (2016): "What does it Mean to Justify Basic Rights? Reply to Düwell, Newey, Rummens and Valentini", in: Netherlands Journal of Legal Philosophy 45 (3), S. 76-90
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  • Forst, Rainer (2016): „Gibt es religiöse Eigenheiten, die ein demokratischer Rechtsstaat nicht tolerieren sollte?“, Stellungnahme in: Philosophie Magazin 2/2016, S. 63.
    Details
  • Forst, Rainer (2016): „Toleranz. Zwischen sozialer Beherrschung und demokratischer Vernunft“, in: der blaue reiter. Journal für Philosophie, 39, S. 52-55.
    Details
  • Forst, Rainer; Buddeberg, Eva (2016): Pierre Bayle, Toleranz. Ein philosophischer Kommentar, übers. v. E. Buddeberg, Einl. v. E. Buddeberg u. R. Forst, Berlin. Suhrkamp
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  • Forst, Rainer; Buddeberg, Eva (2016): "Zur Einleitung: Pierre Bayles Theorie der Toleranz", in: Pierre Bayle, Toleranz. Ein philosophischer Kommentar, hg. v. E. Buddeberg u. R. Forst, übers. v. E. Buddeberg, Berlin: Suhrkamp, S. 11-45
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  • Forst, Rainer; Ulrich, Bernd (2016): „Kann die Linke noch kämpfen? Barbarei oder Solidarität: Die globale Armut ist vor unserer Haustür angekommen“ (zus. mit Bernd Ulrich), in: Die Zeit Nr. 20, 4. Mai 2016, S. 4-5.
    Details | Link zum Volltext
  • Forst, Rainer (2015): Between Social Domination and Democratic Reason: The Concept of Toleration, in: Contemporary Political Theory, Vol. 14, Nr. 2, S. 190-196.
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  • Forst, Rainer (2015): "Tolerieren können wir nur, was wir falsch finden", Interview mit Nils Markwardt, Philosophie Magazin, 02/2015, S. 70-75.
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  • Forst, Rainer (2015): "Öffentlichkeit und Macht. Im Gedenken an Bernhard Peters", TranState Working Papers, Nr. 186, Universität Bremen
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  • Forst, Rainer (2015): "Toleranz und Fortschritt", Sitzungsberichte der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Bd. LII, Nr. 2, Steiner Verlag, Stuttgart, S. 1-10.
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  • Forst, Rainer (2015): "The Right to Justification: Moral and Political, Transcendental and Historical. Reply to Seyla Benhabib, Jeff Flynn and Matthias Fritsch", in: Political Theory 43 (6), S. 822-837
    Details
  • Forst, Rainer (2015): A Critical Theory of Politics: Grounds, Method and Aims. Reply to Simone Chambers, Stephen White and Lea Ypi, in: Philosophy and Social Criticism 41:3, S. 225-234.
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  • Forst, Rainer (2015): Justice, Democracy and the Right to Justification: Reflections on Jürgen Neyer's Normative Theory of the European Union, in: Dimitry Kochenov, Gráinne de Burca, Andrew Williams (Hg.), Europe's Justice Deficit, Oxford: Hart, S. 227-234.
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  • Forst, Rainer (2015): Human Rights, in: Darrel Moellendorf u. Heather Widdows (Hg.), The Routledge Handbook of Global Ethics, London u. New York: S. 72-81.
    Details
  • Forst, Rainer (2015): Noumenal Power, in: The Journal of Political Philosophy, Vol. 23, Nr. 2, S. 111-127.
    Details | Link zum Volltext
  • Forst, Rainer (2015): Normativität und Macht. Zur Analyse sozialer Rechtfertigungsordnungen, Berlin: Suhrkamp.
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  • Forst, Rainer (2015): Justificación y crítica, Spanische Übersetzung (von Graciela Calderón), Buenos Aires: Katz Editores.
    Details
  • Forst, Rainer (2015): Religion und Toleranz von der Aufklärung bis zum postsäkulären Zeitalter: Bayle, Kant und Habermas, in: Matthias Lutz-Bachmann (Hg.), Postsäkularismus, Frankfurt/M.: Campus, S. 97-134.
    Details
  • Forst, Rainer (2015): Transnational Justice and Non-Domination. A Discourse-Theoretical Approach, in: Barbara Bucknix, Jonathan Trejo-Mathys, Timothy Waligore (Hg.): Domination Across Borders, New York: Routledge, S. 88-100.
    Details
  • Forst, Rainer (2015): „Toleranz ist keine Schönwetterveranstaltung“, Interview mit Beate Hausbichler, Der Standard (Wien), 30.9.2015, S. 10.
    Details | Link zum Volltext
  • Forst, Rainer (2015): „Rechtfertigung in der praktischen Philosophie“, Stellungnahmen (zus. mit B. Gesang, P. Stemmer, H. Wittwer), in: Information Philosophie 4, Dezember 2015, S. 20-27.
    Details
  • Forst, Rainer (2015): Toleration, in: The Cambridge Dictionary of Philosophy, 3. Aufl., Cambridge University Press 2015.
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  • Forst, Rainer (2015): „Fortschritt. Nehmen Freiheit und Toleranz ständig zu?“, in: Jürgen Kaube und Jörn Laakmann (Hg.), Lexikon der offenen Fragen, Stuttgart: Metzler, S. 81f.
    Details
  • Forst, Rainer; Möllers, C.; Zürn, Michael (2015): "Brauchen wir eine Weltregierung?", in: Silke Lechner u. Ellen Ueberschär (Hg.), Damit wir klug werden. Die wichtigsten Texte des Stuttgarter Kirchentages, Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, S. 32-49
    Details
  • Szews, Johann (2015): Die Empfindlichkeitsregler des Rechts. Zur Möglichkeit ästhetischer Kritik. In: Forum Recht 3/15. S. 89-91.
    Details
  • Forst, Rainer (2014): Justice, Democracy and the Right to Justification. Rainer Forst in Dialogue, Bloomsbury Academic.
    Details
  • Forst, Rainer (2014): Toleration and Democracy (Übers. v. C. Cronin), Journal of Social Philosophiy 45:1, S. 66-75.
    Details
  • Forst, Rainer (2014): Die Unwahrscheinlichen, in: Kursbuch 178 (Thema "1964"), S. 142-145.
    Details
  • Forst, Rainer (2014): Toleranz, in: Thomas M. Schmidt u. Annette Pitschmann (Hg.): Handbuch Religion und Säkularisierung, Stuttgart: Metzler, S. 272-277.
    Details
  • Forst, Rainer (2014): Justice and Democracy in Transnational Contexts: A Critical Realistic View. In: social research Vol 81 : No 3 : Fall 2014, 667-682
    Details | Link zum Volltext
  • Forst, Rainer (2014): Legitimität, Demokratie und Gerechtigkeit. Zur Reflexivität normativer Ordnungen, in: Oliver Flügel-Martinsen, Daniel Gaus, Tanja Hitzel-Cassagnes, Franziska Martinsen (Hg.): Deliberative Kritik - Kritik der Deliberation. Festschrift für Rainer Schmalz-Bruns, Wiesbaden: Springer, S.137-147.
    Details
  • Forst, Rainer; Allen, Amy; Haugaard, Mark (2014): "Power and Reason, Justice and Domination. A Conversation", Journal of Political Power 7, S. 7-33.
    Details
  • Forst, Rainer; Brown, Wendy (2014): The Power of Tolerance, New York: Columbia University Press.
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  • Günther, Klaus (2014): Criminal law, Crime and Punishment as Communication, Normative Orders Working Paper 02/2014.
    Details | Link zum Volltext | urn:nbn:de:hebis:30:3-346639
  • Forst, Rainer (2013): Zum Begriff eines Rechtfertigungsnarrativs, in: Fahrmeir, Andreas (Hg.), Rechtfertigungsnarrative. Zur Begründung normativer Ordnung durch Erzählungen, Normative Orders Bd. 7, Frankfurt am Main: Campus 2013, S. 11-28.
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  • Forst, Rainer (2013): Critica dei rapporti di giustificazione, Italienische Übersetzung (von Enrico Zoffoli) Turin: Trauben.
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  • Forst, Rainer (2013): The normative order of justice and peace, in: Hellmann, Gunther (ed.): Justice and Peace. Interdisciplinary Perspectives on a Contested Relationship, Normative Orders vol. 10, Frankfurt am Main: Campus 2013, p. 69-89.
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  • Forst, Rainer (2013): Dos imágenes de la justicia, in: Gustavo Pereira (Hg.): Perspectivas críticas de justicia social, Porto Alegre: Evangraf, S. 29-46.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): Noumenal Power, Normative Orders Working Paper 02/2013.
    Details | Link zum Volltext | urn:nbn:de:hebis:30:3-332177
  • Forst, Rainer (2013): Ein großer Liberaler. Zum Tod des amerikanischen Rechtsphilosophen Ronald Dworkin, in: Die Zeit 9, 21.02.2013, S. 58.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): Toleration in Conflict, Englische Übersetzung (von Ciaran Cronin), New York: Cambridge University Press.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): Gerechtigkeit ist ein ständiger Prozess (Interview mit T. Vasek u. T. Hürter), in: Hohe Luft. Philosophie-Zeitschrift 4, S.60-67.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): A Kantian Republican Conception of Justice as Non-Domination, in: Andreas Niederberger u. Philipp Schink (Hg.): Republican Democracy, Edinburgh: Edinburgh University Press, S. 281-292.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): Gerechtigkeit nach Marx, in: Rahel Jaeggi und Daniel Loick (Hg.): Nach Marx, Berlin: Suhrkamp, S. 101-121.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): On the Role of the Political Theorist Regarding Global Injustice, Interview mit Katrin Flickschuh und Darrel Moellendorf durch Valentin Beck und Julian Culp, in: Global Justice. Theory, Practice, Rhetoric 6, S. 40-53.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): Gerechtigkeit und Demokratie in transnationalen Kontexten. Eine realistische Betrachtung, in: Hubertus Buchstein (Hg.): Die Versprechen der Demokratie, Baden-Baden: Nomos, S.125-139.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): Toleranz ist nicht beliebig, in: Die Zeit 25, Sonderheft Philosophie, S. 34f.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): Justification and Critique. Towards a Critical Theory of Politics, Englische Übersetzung (von Ciaran Cronin), Cambridge: Polity Press.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): Two Pictures of Justice, in: Forst: Justification and Critique, S. 17-37.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): Man kann überall Frankfurter sein. Ein Gespräch über Geist und Mobilität, Interview mit Darrel Moellendorf durch Bernd Frye und Ulrike Jaspers, in: Forschung Frankfurt 2/2013, S. 57-61.
    Details
  • Forst, Rainer (2013): “Radikale Gerechtigkeit. Zu Iris Marion Youngs Kritik des distributiven Paradigmas”, Deutsche Version (übers. Usama Ibrahim), in Peter Niesen u. Tim Eckes (Hg.), Zwischen Demokratie und globaler Verantwortung. Iris Marion Youngs Theorie politischer Normativität, Baden-Baden: Nomos, S. 51-58.
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  • Ibsen, Malte (2013): "Global Justice and Two Conceptions of Practice-Dependence", Raisons Politiques (51/3), August 2013, 81-96
    Details
  • Forst, Rainer (2012): The Right to Justification. Elements of a Constructivist Theory of Justice, Englische Übersetzung (von Jeff Flynn), New York: Columbia University Press, 2012.
    Details


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In eigener Sache: Letter of Concern and Support Regarding the Cluster of Excellence “Normative Ordnungen”

Seyla Benhabib und Charles Larmore, Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats des Exzellenzclusters, haben einen offenen Brief verfasst, in dem sie nach dem Ausscheiden von Normative Orders aus dem Wettbewerb der Exzellenzstrategie ihre Hoffnung auf einen Fortbestand des Forschungsverbundes zum Ausdruck bringen. Mehr...
After the negative result of the DFG Excellence Strategy competition for Normative Orders, Seyla Benhabib and Charles Larmore, Members of our International Advisory Board, wrote an open letter to express their concern about the future of the Cluster and their strong support for it. More...

Leibniz-Preis für Nicola Fuchs-Schündeln

Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln, Professorin für Makroökonomie und Entwicklung und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen", ist Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2018. Mehr...

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15. August 2018, 19 Uhr

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20. August 2018, 19 Uhr

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