Markus Beckedahl im Gespräch mit Prof. Alexander Peukert

Moderation: Rebecca Caroline Schmidt

Das Ende des Internets? Zur Regulierung der digitalen Gesellschaft

20. November 2013, 20.00 Uhr
Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44, Frankfurt am Main


Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kunstverein






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Das Internet ist für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Alltags geworden. Wie selbstverständlich kommunizieren wir „im Netz“. Häufig erscheinen auch die Auswirkungen des Internets auf alle Bereiche der Gesellschaft als geradezu unumgänglich. Gestritten wird deshalb meist darüber, wie mit diesen Effekten umzugehen ist. Das Internet hingegen wird als bleibendes Phänomen unterstellt. Im 12. Frankfurter Stadtgespräch des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ soll diese Perspektive um die gewissermaßen umgekehrte Frage ergänzt werden, ob das Internet, wie wir es kennen, aufgrund rechtlich-technischer Regulierungen schon bald nicht mehr existieren wird. An die Stelle des weltweit offenen, anarchisch-unsicheren Internets könnten durchaus andere Formen der digitalen Vernetzung und damit der digitalen Gesellschaft treten, die mehr Sicherheit und Kontrolle, dafür aber weniger Offenheit und Partizipation ermöglichen. Um diesen Entwicklungen nachzugehen, sollen unterschiedliche Regulierungs- und Konfliktfelder zur Sprache kommen, insbesondere Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit, der Regulierung des Persönlichkeits- und Urheberrechts im Internet und nicht zuletzt die Zukunft der Netzneutralität. Es diskutieren Markus Beckedahl und Alexander Peukert, es moderiert die Juristin und Geschäftsführerin des Clusters, Rebecca Caroline Schmidt.

Markus Beckedahl betreibt seit 2002 das Blog netzpolitik.org mit dem Themenschwerpunkt Politik in der digitalen Gesellschaft. Der Blog zählt zu den reichweitenstärksten im deutschsprachigen Raum und wurde mehrfach ausgezeichnet. Im Rahmen einer Agentur für Open Source Strategien mit Sitz in Berlin ist er als Berater und Referent tätig und ist Mitveranstalter der re:publica mit zuletzt mehr als 5.000 Teilnehmern. Beckedahl unterrichtet als Lehrbeauftragter „Soziale Medien“ und „Open Source“/„Open Business“ an der Universität Mannheim und an der Filmakademie Ludwigsburg. Er fungierte als Sachverständiger der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zu „Internet und digitale Gesellschaft“ und ist Mitglied im Medienrat der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg sowie persönliches Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission.

Alexander Peukert ist seit 2009 Professor für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht mit Schwerpunkt im internationalen Immaterialgüterrecht am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität und einer der Hauptantragsteller des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Er studierte und promovierte in Freiburg i.Br., war kurze Zeit als Rechtsanwalt in Berlin und sodann als wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht in München tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt das Urheberrecht im digitalen Zeitalter. Er ist Autor der Bücher „Güterzuordnung als Rechtsprinzip“ (2008) und „Die Gemeinfreiheit“ (2012) sowie zahlreicher Aufsätze, unter anderem zu Open Access im Wissenschaftsbereich und zur Frage: „Why do ‚good people‘ disregard copyright on the internet?“

Rebecca Caroline Schmidt hat an der Goethe-Universität Rechtswissenschaft studiert und ist seit Beginn der zweiten Förderperiode am 1. November 2012 Geschäftsführerin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen". Zuvor war sie bereits an unterschiedlichen universitären Forschungsprojekten sowohl wissenschaftlich als auch als Koordinatorin tätig.





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