Ringvorlesungen

Norm Conflicts in Pluralistic Societies

Lecture Series Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Cultural diversity is just as characteristic ofmodern pluralistic societies as differences in lifestyle, sexual orientation and worldview. The question no longer is whether homogenization or increased heterogeneity is desirable (Appadurai), but rather how plurality can be managed and conflicting norms be negotiated. In the social sciences and humanities the possible effects of social pluralization (desolidarization, hybridization, new forms of community formation) are discussed just as controversially as the possible measures to counteract these developments (tolerance, recognition, agreement on shared values). Conflicts currently center primarily on religious and gender norms (such as the head-scarf and caricature debates) in order to justify inclusions and exclusions and to construct collective identities. The lecture series will introduce and discuss new theoretical approaches and empirical findings on norm conflicts in pluralistic societies, particularly with respect to their potential to initiate normative change and the new ways they may socially integrate difference.

Programme:

28 October 2015

Prof. Dr. Alison Dundes Renteln (University of Southern California)
Recognizing the Human Right to a Name and the Implications for Giving and Changing Personal Names

11 November 2015
Prof. em. Dr. Rudolf Steinberg (Goethe-University Frankfurt am Main)
Toleranz und religiöse Pluralität am Beispiel von Kopftuch und Burka

25 November 2015
Dr. Nargess Eskandari-Grünberg (Dezernat XI - Intergration, Frankfurt am Main)
Chancen und Herausforderungen einer diversen Gesellschaft

2 December 2015
Prof. Dr. Olivier Roy (European University, Florence)
When and Why does a Religious Norm Become Unacceptable in the Public Space?

16 December 2015
Prof. Dr. Marie-Claire Foblets (Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle (Saale))
Accommodating Islam within the framework of Western Legal Thinking. An Impossible Mission?

20 January 2016
Prof. Dr. Kabir Tambar (Stanford University, California)
Brotherhood in Dispossession: State Violence and the Minority Question in Turkey

3 February 2016
Prof. Dr. Yüksel Sezgin (Syracuse University New York)
Democratizing “Shari’a”: How Liberal Democracies Apply and Regulate Muslim Family Laws

Goethe-University Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 10

Programme (pdf): click here...

Organisation: Prof. Dr. Susanne Schröter

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Previous Lecture Series: click here...

Was ist ein sozialer Prozess?

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

20. April 2016

Prof. Dr. Wolfgang Knöbl (Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ10

Abstract
Die Sozialwissenschaften haben seit ihrer Gründungsphase im 19. Jahrhundert zu ihrem begrifflichen Handwerkszeug stets    Prozessbegriffe wie diejenigen der Differenzierung oder der Individualisierung gezählt, mit denen man hoffte, fundamentale soziale Veränderungen fassen zu können. Unklar blieb dabei häufig, ob jeglicher sozialer Wandel als ein Prozess gefasst werden müsse und – wenn dies  nicht der Fall sein  sollte – was dann eigentlich die Prozesshaftigkeit eines Prozesses genau ausmache. Diese Unklarheiten rächen sich heute insofern, als seit einiger Zeit nicht wenige dieser Prozessbegriffe (siehe etwa die  derzeitigen Auseinandersetzungen um „Säkularisierung“) einer fundamentalen empirischen Kritik unterzogen werden, ohne dass  sozialwissenschaftliche Theorien hierauf schon  eine überzeugende Antwort gefunden hätten.
Der Vortrag versucht anhand der Analyse vergangener und gegenwärtiger historischer wie soziologischer Diskussionen um den Prozessbegriff unterschiedliche   theoretische   Herangehensweisen zu typisieren, deren Stärken und Schwächen zu benennen, und dann auch zu fragen, wie das Verhältnis von Prozess und Narrativität zu bestimmen ist.

CV

Wolfgang Knöbl ist seit 2015 Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Zwischen 2002 und 2015 war er Professor für  international vergleichende Sozialwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen und in dieser Zeit unter anderem auch Gastprofessor an der University of Toronto/Kanada und Fellow am Freiburg Institute for  Advanced  Studies  (FRIAS)  und  am  Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der politischen und historisch-komparativen Soziologie, der Sozialtheorie und  der  Geschichte  der  Soziologie.  Zu den Publikationen der letzten Jahre zählen: Die Kontingenz der Moderne. Wege in Europa, Asien und Amerika, Frankfurt a. M. und New York 2007; Kriegsverdrängung. Ein Problem in der Geschichte der Sozialtheorie (zusammen mit Hans Joas), Frankfurt a. M. 2008; Handbuch Moderneforschung (herausgegeben zusammen mit Friedrich Jaeger und Ute Schneider), Stuttgart 2015.

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Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Wolfgang Knöbl (Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung)
  • Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Bernhard Jussen, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Julika Griem, Professorin am Institut für England und Amerikastudien der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Jonathan Klein, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Prof. Dr. Hartmut Leppin, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Alte Geschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Bernhard Jussen, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in besonderer Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und dem SFB "Schwächediskurse und Ressourcenregime"

Programm (pdf): Hier...

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Soziokulturelle Evolution und soziale Differenzierung: Das Studium der Gesellschaftsgeschichte und die beiden Soziologien der Transformation

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

4. Mai 2016

Prof. Dr. Rudolf Stichweh (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ10

Abstract
Der Vortrag wird ‚Soziokulturelle Evolution‘ und ‚soziale Differenzierung‘ als die beiden soziologischen Theorien ergleichend analysieren, die sich für die Deskription und Erklärung des langfristigen Strukturwandels menschlicher Gesellschaften am besten eignen. Die Differenzierungstheorie hat ihren Schwerpunkt in einer historischen Makrosoziologie der Formen der Systembildung (Gruppen, tribale Verbände, Schichten, Kasten, Klassen, Organisationen, Funktionssysteme), deren Verschiedenheit und Sequenz die Gesellschaftsgeschichte bestimmt. Die Evolutionstheorie fügt dieser Zugangsweise eine Mikrosoziologie der basalen Einheiten der Strukturbildung (Erwartungen, Institutionen, Regeln, Meme, Symbole) hinzu, in denen Traditionen gespeichert und in die Variation inkorporiert wird. Wenn man dies so vorstellt, sind die beiden Theorien unweigerlich aufeinander angewiesen. Der Vortrag demonstriert dies in einer elementaren Rekonstruktion der Gesellschaftsgeschichte.

CV

Rudolf Stichweh ist Professor für Theorie der modernen Gesellschaft an der Universität Bonn. Er arbeitet auf dem Gebiet der Systemtheorie und der Theorien soziokultureller Evolution. Die Begriffe und die Theorien, die er diesen intellektuellen Traditionen verdankt, benutzt er in den Untersuchungs- zusammenhängen, die ihn vor allem interessieren: dem Studium der Strukturtransformationen menschlicher Gesellschaften von der Entstehung des Homo Sapiens bis zur Weltgesellschaft der Gegenwart; dem vergleichenden Studium der Funktionssysteme als der dominanten Form der Strukturbildung der Weltgesellschaft des 18. – 21. Jahrhunderts. Unter den Funktionssystemen wiederum konzentriert er sich besonders auf die demokratischen und autoritären politischen Systeme der Gegenwart und auf die primären Institutionen des Wissens und der Wissenschaft. Bücher: Die Weltgesellschaft (2000); Der Fremde (2010); Wissenschaft, Universität, Professionen (2. Aufl. 2013, Bd. 2 i. Vb.); Inklusion und Exklusion (2. Aufl. 2016); Theorie der Weltgesellschaft (i. Vb.).

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Bildegalerie:

  • Prof. Dr. Rudolf Stichweh, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Prof. Dr. Hartmut Leppin, Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Prof. Dr. Bernhard Jussen, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Moritz Epple, Professor für Wissenschaftsgeschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in besonderer Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und dem SFB "Schwächediskurse und Ressourcenregime"

Programm (pdf): Hier...

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Reihenbildung nach Goethe

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

1. Juni 2016

Prof. Dr. Eva Geulen (Direktorin des Zentrums für Literaturforschung, Berlin)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ10

Abstract
Goethe hat in seiner Morphologie und anrainenden Schriften mit der Reihe als Modellierung von Formenwandel in der Zeit experimentiert. Im 20. Jahrhundert wurde dieses protostrukturalistische Verfahren in verschiedenen Disziplinen wieder aufgenommen. Ihrer kritischen Sichtung gilt der Vortrag.

CV
Eva Geulen ist Direktorin des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung und Professorin für europäische Kultur- und Wissensgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Baltimore/USA und promovierte 1989. Ihren Lehrtätigkeiten an der Stanford University, University of Rochester und New York University (1989 – 2003) folgten Professuren für neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bonn (2003 – 2012) und an der Universität Frankfurt (2012 – 2015). Zu ihren wichtigste Publikationen zählen Giorgio Agamben zur Einführung (2009, 2. Aufl.); Das Ende der Kunst. Lesarten eines Gerüchts nach Hegel (2002); Worthörig wider Willen. Darstellungsproblematik und Sprachreflexion bei Adalbert Stifter (1992). Eva Geulen ist Mitherausgeberin der Zeitschrift für deutsche Philologie. Forschungsschwerpunkte: Literatur und Philosophie vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Erziehungsdiskursebv1800 und 1900, Goethes Morphologie und ihre Rezeption im 20. Jahrhundert.

 

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  • Prof. Dr. Eva Geulen, Direktorin des Zentrums für Literaturforschung, Berlin
  • Prof. Dr. Julika Griem, Professorin am Institut für England und Amerikastudien der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Moritz Epple, Professor für Wissenschaftsgeschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Prof. Dr. Bernhard Jussen, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in besonderer Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und dem SFB "Schwächediskurse und Ressourcenregime"

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Processual Social Theory

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

15. Juni 2016

Prof. Dr. Andrew Abbott (University of Chicago)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ10

Abstract
Es geht um die Grundlagen einer prozessualen Theorie des gesellschaftlichen Lebens. Ausgehend von der Prämisse, dass Veränderung der Normalzustand alles Sozialen ist, ersetzt die prozessuale Theorie das traditionelle und schwer lösbare Problem, Wandel in einem als stabil angenommenen System zu erklären, durch das leichter lösbare Problem, Stabilität als Nebenprodukt von Wandel zu erklären. Skizziert wird eine Sozialontologie, in der sowohl Personen als auch soziale Gruppen als Entwicklungslinien, definiert über Ereignisse im Laufe der Zeit, hervorgebracht werden. Dieser Schritt ersetzt die Idee der Ebenen durch jene der Koplanarität.
Das Gegenwärtige ist nicht unmittelbar, sondern weist eine begrenzte Dauer auf, da Handlungen, Bedeutungen und Einschränkungen unterschiedlich lange benötigen, um soziale Prozesse zu durchdringen. Zur Sprache kommt das Konzept des Kodierens, welches den Mechanismus bezeichnet, durch den 1) der soziale Prozess zu jedem Augenblick eine Aufzeichnung aller möglichen kausalen Effekte der Vergangenheit behält, und 2) Phänomene anderer Ordnungen (das Gehirn, die physische Umwelt etc.) als Reservoir von Erinnerungen dienen, die zu einem späteren Zeitpunkt ‚lebendig‘ werden können. Schließlich wird die Nützlichkeit dieser Analyse am Beispiel umfangreicher Transformationen sozialer und kultureller Entitäten aufgezeigt.

CV
Andrew Abbott ist Professor für Soziologie an der Universität von Chicago. Er studierte Geschichte, Literatur und Soziologie in Harvard und Chicago, wo er 1982 promoviert wurde. Nach 13 Jahren Lehrtätigkeit an der Rutgers Universität (New Jersey) kehrte er 1991 nach Chicago zurück.
Abbott ist bekannt für seine kontextsensitiven Beschäftigungstheorien und war Vorreiter einer algorithmenbasierten Herangehensweise in der soziologischen Sequenzanalyse. Er publizierte zu den Grundlagen der sozialwissenschaftlichen Methodik sowie zur Entwicklung der Sozial- wissenschaften und des akademischen Systems. Sein Werk umfasst u. a. The System of Professions (Chicago 1988), für das er 1991 den ASA Sorokin Award gewann, sowie eine historische Studie über akademische Disziplinen und Publikationen (Department and Discipline; Chicago 1999) und eine theoretische Analyse von fraktalen Mustern in sozialen und kulturellen Strukturen (Chaos of Disciplines; Chicago 2001). Seine neueste Publikation ist ein Studienhandbuch für die Nutzung von Bibliotheken und Internetmaterialien (Digital Paper; Chicago, 2014).

Vortrag in englischer Sprache

 

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Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in besonderer Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und dem SFB "Schwächediskurse und Ressourcenregime"

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The Strange Modernity of Modern Science

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

29. Juni 2016

Prof. Dr. Lorraine Daston (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ10

Abstract
In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts begannen Philosophen, Historiker und Sozialtheoretiker zu argumentieren, dass die moderne Welt weder aus der religiösen Reformation des sechzehnten Jahrhunderts, noch aus den politischen Revolutionen des achtzehnten Jahrhunderts, ja noch nicht einmal aus der industriellen Revolution des neunzehnten Jahrhunderts entstanden sei. Nein, die Ursprünge der modernen Welt lägen in der wissenschaftlichen Revolution (ein Begriff, der erst zu diesem Zeitpunkt in den allgemeinen Sprachgebrauch überging, was zu großen Teilen eben diesen Autoren geschuldet war). Nur wann genau diese Revolution erfolgte (1500–1700? 1300-1800? Oder war sie noch in vollem Gange?), was ihre Inhalte waren (sicherlich Astronomie und Mechanik, aber was ist mit Biologie und Chemie?) und wer ihre Helden sind (Kopernikus? Bacon? Galileo? Newton?) – all dies war umstritten. Aber britische, französische, amerikanische und deutsche Autoren waren sich überraschend einig in ihren Ansichten über die Natur dieser durch die Wissenschaft hervorgebrachten transformativen Modernität: Sie war nicht weniger als die Erschaffung der modernen Mentalität und, damit einhergehend, der Verlust der gelebten Erfahrung.

CV
Lorraine Daston studierte in Harvard und Cambridge und erhielt 1979 in Harvard ihren Ph.D. in Wissenschaftsgeschichte.
Sie unterrichtete in Harvard, Princeton, Brandeis, Göttingen und Chicago und ist seit 1995 Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Außerdem ist sie regelmäßig Gastprofessorin am „Committee on Social Thought“ der Universität von Chicago sowie Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Sie arbeitet zu einem breiten Themenspektrum der frühneuzeitlichen und modernen Wissenschaftsgeschichte, unter anderem zu Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik, Wundern und der Ordnung der Natur, wissenschaftlichen Bildern, Objektivität und anderen epistemischen Tugenden, Quantifizierung, Beobachtung, Algorithmen sowie der moralischen Autorität der Natur. Das Motiv, welches alle Ihre Arbeiten durchzieht, ist die Geschichte der Rationalität, ihre Ideale und Praktiken. Sie ist Fellow der American Academy of Arts and Sciences, Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und korrespondierendes Mitglied der British Academy.

Vortrag in englischer Sprache

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Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Lorraine Daston (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
  • Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Prof. Dr. Lorraine Daston, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
  • Prof. Dr. Moritz Epple, Professor für Wissenschaftsgeschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Prof. Dr. Lorraine Daston (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
  • Prof. Dr. Moritz Epple, Professor für Wissenschaftsgeschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Prof. Dr. Lorraine Daston (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
  • Prof. Dr. Lorraine Daston (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
  • Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in besonderer Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und dem SFB "Schwächediskurse und Ressourcenregime"

Programm (pdf): Hier...

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Modelling Transformation

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Historische Geisteswissenschaften befassen sich zwar fortwährend mit Phänomenen des Wandels, doch erstaunlich unterentwickelt ist die Diskussion darüber, wie das Phänomen „Wandel“ in den Geisteswissenschaften überhaupt zu denken ist. Mit welchen Deutungsmodellen erfassen wir Prozesse der Veränderung? Wie steuern unsere erkenntnistheoretischen Grundannahmen die Deutung von Wandel? Natürlich bieten historische Arbeiten andauernd vielfältige Erklärungen dafür an, warum (seltener: wie) die eine historische Formation zu einer anderen historischen Formation wurde. Aber die Deutungsmuster – die erkenntnistheoretischen, methodischen, nicht selten auch politischen Grundlagen dieser Erklärungen – bleiben meist implizit. Das ist umso erstaunlicher, als gerade hier der Brückenschlag zwischen empirischer Forschung und theoretischen Ansätzen gelingen könnte. Ziel der Vorlesungsreihe, die der Exzellenzcluster in Kooperation mit dem Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und dem Sonderforschungsbereich „Schwächediskurse und Ressourcenregime“ durchführt, ist es daher, durch Beiträge aus verschiedenen Disziplinen Modellierungen von Wandel zu erörtern. Dabei geht es um eine Selbstvergewisserung heutigen historischen Denkens, aber zudem wird gefragt, inwiefern auch prognostisches Denken möglich ist.

Bernhard Jussen & Hartmut Leppin

Programm:

20. April 2016

Prof. Dr. Wolfgang Knöbl (Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung)
Was ist ein sozialer Prozess?

4. Mai 2016
Prof. Dr. Rudolf Stichweh (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Soziokulturelle Evolution und soziale Differenzierung: Das Studium der Gesellschaftsgeschichte und die beiden Soziologien der Transformation

1. Juni 2016
Prof. Dr. Eva Geulen (Direktorin des Zentrums für Literaturforschung, Berlin)
Reihenbildung nach Goethe

15. Juni 2016
Prof. Dr. Andrew Abbott (University of Chicago)
Processual Social Theory

29. Juni 2016
Prof. Dr. Lorraine Daston (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
The Strange Modernity of Modern Science

Jeweils 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ10

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in besonderer Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und dem SFB "Schwächediskurse und Ressourcenregime"

Programmbroschüre (pdf): Hier...

Vorausgegangene Ringvorlesungen: Hier...

Vom Rechtsgüterschutz zur Aufmerksamkeit für das Besondere – Partikularisierung des Strafrechts?


Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": Criminal Justice between Purity and Pluralism - Strafrechtspflege zwischen Purismus und Pluralität

Klaus Günther (Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

3. Mai 2017, 18.15 Uhr

 

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ11

Abstract
Modernes Strafrecht ist Rechtsgüterschutz – so lautet die bis heute gängige Definition. Rechtsgüter sind verallgemeinerte Interessen gleicher Personen, auch dann, wenn sie individuell zugeordnet werden, wie Leib, Leben, Freiheit, Eigentum. In jüngster Zeit wird jedoch immer häufiger gefordert, dass das Strafrecht (mitsamt dem Strafverfahren) vor allem auf individuelle Lebenslagen und Bedürfnisse eingehen solle. Eine zentrale Rolle spielt dabei die öffentliche Zuwendung für das Verbrechensopfer und sein individuelles Leid, dem bisher weder im Strafrecht noch im Strafverfahren die vermeintlich gebotene Aufmerksamkeit geschenkt worden sei. Nicht nur das Strafrecht, sondern das Recht (und die Gerichte) überhaupt zeigten zu wenig Empathie, Einfühlungsvermögen, Verständnis für die konkrete Situation Einzelner. Der Vortrag geht möglichen Motiven dieser Entwicklung nach und fragt (kritisch) nach den normativen Konsequenzen.

CV

Klaus Günther
ist Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Goethe-Universität und Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Er ist Mitglied des Forschungskollegiums am Frankfurter Institut für Sozialforschung sowie Fellow und Mitglied des Direktoriums am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Bad Homburg.
Günther studierte Philosophie und Rechtswissenschaft an der Goethe-Universität. Von 1983 bis 1996 war er hier wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschulassistent – u.a. in einer rechtstheoretischen Arbeitsgruppe (1986-1990) unter der Leitung von Jürgen Habermas, in deren Rahmen er promoviert wurde. Seiner Habilitation im Jahr 1997 folgten Berufungen an die EUI Florenz und an die Universitäten Rostock und Zürich, die er ablehnte. Gastprofessuren führten ihn u.a. an die Buffalo Law School (State University of New York), an das Corpus Christi College Oxford, an die École des Hautes Études en Sciences Sociales (Maison des Sciences de l’Homme) Paris, an die London School of Economics, Department of Law, und an die SciencesPo Paris, Ecole de droit. Zu seinen Publikationen gehören: Der Sinn für Angemessenheit (1988, engl. 1993, portug. 2004) und Schuld und kommunikative Freiheit (2005). Er ist Co-Herausgeber der Schriftenreihe Normative Orders (Campus).

 

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Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Christoph Burchard Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Prof. Dr. Christoph Burchard Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Prof. Dr. Christoph Burchard Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Marcus Willaschek, Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

 

Titanen oder Zyklopen? Kriminalisierungstheorie zwischen Einheit und Vielfalt


Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": Criminal Justice between Purity and Pluralism - Strafrechtspflege zwischen Purismus und Pluralität

Beatrice Brunhöber (Leibniz Universität Hannover)

10. Mai 2017, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ11

 

Abstract
Darüber, welches Verhalten strafrechtlich verboten werden darf oder gar muss, lässt sich trefflich streiten. Die Rechtsgutstheorie sucht in der deutschen Strafrechtswissenschaft seit zwei  Jahr hunderten nach einer Antwort auf diese schwierige Frage. Viele gehen davon aus, dass die Antwort seit Feuerbach kontinuierlich auf einem theoretischen Fundament ruht und im Grunde eine  Antwort  formuliert: Strafwürdig sind nur Verhaltensweisen, die Rechtsgüter verletzen.
Aber ist die Einheit der Antwort nicht bloß eine große Erzählung (Lyotard)? Kann diese Erzählung in einer Welt aufrechterhalten werden, die empirisch von der Koexistenz verschiedenster Wertvorstellungen in der Gesellschaft geprägt  ist  und normativ auf den Ideen des Pluralismus fußt? Fehlt uns  gleich  den  Zyklopen  ein  Auge,  um  den  Standpunkt der anderen zu sehen (Kant)? Oder gilt nicht umgekehrt: Kehrt man der Einheit der Antwort den Rücken, so drohen  zwangsläufig Beliebigkeit und Relativität? Müssen wir an einer einheitlichen Antwort festhalten, um als Titanen eine Bastion gegen unbegründete Kriminalisierungen zu verteidigen?

CV

Beatrice Brunhöber ist Professorin für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Leibniz Universität Hannover. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie  2009 promoviert wurde und sich 2016 habilitierte. Sie war Visiting Scholar an der George Washington University Law School (Washington D.C.) und Junior Fellow an der DFG-Kollegforschergruppe „Normenbegründung in der Medizinethik und Biopolitik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Im Strafrecht befasst sie sich mit Grundfragen des materiellen Strafrechts sowie mit Medizin-, Datenschutz-, Computer- und Internetstrafrecht. Daneben hat sie einen Schwerpunkt in der Rechtsphilosophie, wo sie sich vor allem mit Kriminalisierungstheorien und bioethischen Fragen beschäftigt.
Weiterhin interessiert sie  sich für die Strafrechtsvergleichung mit dem kontinentaleuropäischen und angelsächsischen Raum. Bücher (Auswahl): Die Erfindung "demokratischer Repräsentation“ in den Federalist Papers (2009) (Auswahl zum juristischen Buch des Jahres 2010); Strafrecht und Verfassung (Mithrsg., 2013); Strafrecht im Präventionsstaat (Hrsg., 2014); Strafrechtlicher Schutz der informationellen Selbstbestimmung  (i.Vb.).

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Contemporary Critical Thought and Juridical Practice


Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": Criminal Justice between Purity and Pluralism - Strafrechtspflege zwischen Purismus und Pluralität

Bernard E. Harcourt (Columbia University & École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris)

24. Mai 2017, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ11

Abstract
Throughout the ages, legal practices have served as critical tools for social inquiry and as models for the discovery of truth in other fields. In Truth and Juridical Forms (1973) and Wrong-Doing, Truth-Telling (1981), Michel Foucault traced the birth of certain forms of modern social scientific inquiry to ancient forms of juridical practice, such as, for instance, the quasi-avowal of Antilokus in Book 23 of Homer’s Iliad or the search for truth in Sophocles’ Oedipus Rex. What of today? What is the relationship today, in contemporary critical thought, between social inquiry in the human sciences and the methods or practices of law? And if that question is ultimately indeterminate, what then should the  relationship look like?

CV
Bernard E. Harcourt is a contemporary critical theorist and the author, most recently, of Exposed: Desire and Disobedience in the Digital Age and The Illusion of Free Markets: Punishment and the Myth of Natural Order.
Harcourt is the Isidor and Seville Sulzbacher Professor of Law at Columbia University, Professor  of Political Science, and  the founding director of the Columbia Center for Contemporary Critical Thought; he is also directeur d’études (chaired  professor) at the École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. During 2016-2017, heis visiting professor at the Institute for Advanced Study at Princeton.
Professor Harcourt is also the editor of Michel Foucault’s 1972-73 lectures at the Collège de France, La Société punitive, and the 1971-1972 lectures as well, Théories et institutions pénales. He is also the editor of the new Pléiade edition of Surveiller et punir in the collected works of Foucault at Gallimard.
Professor Harcourt is also an active death row lawyer. He began represented inmates sentenced to death in Alabama in 1990 and continues that work on a pro bono basis today on cases challenging the death penalty and life imprisonment without parole.

 

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Bildergalerie:

  • Bernard E. Harcourt (Columbia University & École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris)
  • Prof. Dr. Christoph Burchard Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Bernard E. Harcourt (Columbia University & École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris)
  • Bernard E. Harcourt (Columbia University & École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris)
  • Johann Szews, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Jonathan Klein, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Bernard E. Harcourt (Columbia University & École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris)
  • Bernard E. Harcourt (Columbia University & École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris)

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Multikausale und monokausale Erklärungen des Verbrechens in der frühen Kriminologie – Eine 12-jährige Raubmörderin vor Gericht (RGSt 15, 87)


Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": Criminal Justice between Purity and Pluralism - Strafrechtspflege zwischen Purismus und Pluralität

David von Mayenburg (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für
Rechtsgeschichte)

14. Juni 2017, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ11

Abstract
Die durch Franz von Liszt (1851-1919) begründete „moderne Schule“ des Strafrechts suchte auf den ersten Blick die Straftat als ein multikausal erklärbares Geschehen zu fassen: Anlage- und Umweltmomente kamen gleichermaßen und in je spezifischer Kombination als Verbrechensursachen in Betracht. Ziel der von Liszt begründeten „gesamten Strafrechtswissenschaft“ war es daher, diese verschiedenen Ursachen empirisch zu erforschen, um dann der Praxis eine Möglichkeit an die Hand zu geben, eine für den jeweiligen Täter angemessene Straffolge zu finden.
Es fragt sich aber, welche Chancen dieser Ansatz im  zeitgenössischen Kontext tatsächlich hatte: Während in der Medizin seit der Entdeckung des Lepra-Erregers (1873) monokausale Erklärungen krankhafter Prozesse wichtig wurden, spielten auch im politischen Diskurs einfache, biologistische Erklärungsansätze eine große Rolle.
Der Vortrag fragt am Beispiel eines 1886 vor dem Reichsgericht verhandelten Mordprozesses, in dem die Schuldfähigkeit einer 12-jährigen Raubmörderin verhandelt wurde, nach der Bedeutung derartiger Konzepte für die Rechtspraxis.

CV

David von Mayenburg
ist seit Februar 2014 Inhaber eines Lehrstuhls für Neuere Rechtsgeschichte, Geschichte des Kirchenrechts und Zivilrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Nach Studium der Geschichtswissenschaften an der LMU München (1988-95, M.A. bei Gerhard A. Ritter) und der Rechtswissenschaften an der Universität Bonn (Examina 2000 und 2004) erfolgte dort bei Mathias Schmoeckel die Promotion zum Dr. iur. (2006). Die Arbeit Kriminologie und Strafrecht zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus. Hans von Hentig (1887–1974), Baden-Baden 2006, erhielt den Preis des Italienischen Staatspräsidenten. Die Habilitation erfolgte in Bonn 2012. Die Schrift Gemeiner Mann und Gemeines Recht erscheint demnächst. 2013 war David   von Mayenburg Extraordinarius für Rechtsgeschichte an der Universität Luzern. Einen Ruf an die Humboldt-Universität Berlin lehnte er 2016  ab. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Strafrechtsgeschichte, der Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit und der Geschichte des klassischen Kirchenrechts.

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Bildergalerie:

  • Prof. Dr. David von Mayenburg (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Rechtsgeschichte)
  • Prof. Dr. Christoph Burchard (Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Prof. Dr. David von Mayenburg (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Rechtsgeschichte)
  • Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Christoph Burchard (Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Prof. Dr. David von Mayenburg (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Rechtsgeschichte)

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Legitimationsbedürfnisse internationalisierter strafrechtlicher Hoheitsgewalt Zwischen Pluralismus und Nativismus


Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": Criminal Justice between Purity and Pluralism - Strafrechtspflege zwischen Purismus und Pluralität

Frank Meyer (Universität Zürich)

21. Juni 2017, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ11

 

Abstract
Die Strafrechtspflege gehört zu den klassischen staatlichen Aufgaben. In einem zunehmend komplexen Handlungsumfeld sieht der Staat sich jedoch vielfältigen faktischen  Notwendigkeiten  und  normativen Erfordernissen ausgesetzt, seine Rolle als exklusiver und autarker Schöpfer von Strafnormen zu relativieren oder sogar aufzugeben. Traditionelle Legitimationskonzepte  strafrechtlicher Hoheitsgewalt stellt das auf eine harte Probe. Der Vortrag wird der Frage nachgehen, wie es um deren Anpassungsfähigkeit  bestellt  ist  und  welche  alternativen Ansätze diskutabel wären, um jenseits des Staates geschaffenem Recht gegenüber den von ihm betroffenen Bürgern Legitimität zu verschaffen.

CV

Frank Meyer ist Professor für Strafrecht und  Strafprozessrecht unter Einschluss des internationalen Strafrechts an der Universität Zürich. Er studierte Rechtswissenschaften an der  Universität Hamburg und an der Yale Law School. 2002 wurde er in Hamburg promoviert und 2011 in Bonn habilitiert. Zuvor verbrachte  Meyer einige Jahre am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg.
Seine Forschungstätigkeit konzentriert sich auf die Funktion und Legitimation von Strafe bei der Konstituierung und Konstitutionalisierung von transnationalen Herrschaftsräumen sowie auf die Strukturen, Prinzipien und Finalitäten grenzüberschreitend-integrierter Strafrechtspflege.

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  • Prof. Dr. Frank Meyer, LL.M. (Yale) (Professor für Strafrecht und  Strafprozessrecht unter Einschluss des internationalen Strafrechts an der Universität Zürich)
  • Prof. Dr. Christoph Burchard (Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Prof. Dr. Frank Meyer, LL.M. (Yale) (Professor für Strafrecht und  Strafprozessrecht unter Einschluss des internationalen Strafrechts an der Universität Zürich)
  • Prof. Dr. Frank Meyer, LL.M. (Yale) (Professor für Strafrecht und  Strafprozessrecht unter Einschluss des internationalen Strafrechts an der Universität Zürich)
  • Prof. Dr. Frank Meyer, LL.M. (Yale) (Professor für Strafrecht und  Strafprozessrecht unter Einschluss des internationalen Strafrechts an der Universität Zürich)
  • Prof. Dr. Frank Meyer, LL.M. (Yale) (Professor für Strafrecht und  Strafprozessrecht unter Einschluss des internationalen Strafrechts an der Universität Zürich)
  • Prof. Dr. Christoph Burchard (Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Criminal Law and the Promise of Self-Government


Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": Criminal Justice between Purity and Pluralism - Strafrechtspflege zwischen Purismus und Pluralität

Malcolm Thorburn (University of Toronto, Faculty of Law)

12. Juli 2017, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ11

Abstract
Modern international law has been dominated by the principle of national self-determination. The idea that each people has the right to establish its own government and through it to  set  the  basic  terms of interaction within  its  jurisdiction, has become the beginning (if not the end)  of every argument about international affairs. In this climate, one might expect the old rule of law idea of criminal law to  thrive. For this is the idea of criminal law as the mechanism through which the state reasserts its sole authority over the terms of interaction within it jurisdiction. In fact, however, the old rule of law idea of criminal law has almost disappeared  from view. The boundaries between criminal law and ordinary tools of  state  policy  have  all  but disappeared; procedural differences between criminal justice and other processes have faded; and even the state’s monopoly on criminal law jurisdiction has given way to a variety of international and transnational actors who have assumed the power to make criminal laws.
Criminal law theory has tried hard to keep up with developments. Some writers have turned to a universalist moral discourse: criminal law identifies serious moral wrongdoing that anyone has  the standing to identify, to censure and to punish. Others have turned to a romantic vision of criminal law of each jurisdiction as the embodiment of the “Volksgeist” of its people. The roots of criminal law in the idea of self-government under the rule of law have become obscure. This lecture will explore what is lost and what (if anything) is gained from these developments.

CV

Malcolm Thorburn is an Associate Professor of Law at the University of Toronto. He studied philosophy at the University of Toronto and the University of Pennsylvania, and law at  the  University  of Toronto and Columbia University from which he received his doctorate in law in  2008. Until 2012, he held the Canada Research Chair in Crime, Security and Constitutionalism at  Queen’s  University,  Canada.  He served as Law Clerk to Mr. Justice Louis LeBel at the Supreme Court of Canada in 2000-2001. He has held visiting fellowships at the Australian  National University (2008), Ludwig Maximilian University of Munich (2011), the French National Centre for Criminology (CESDIP) (2011) and  Magdalen  College, Oxford (2011-2012). His writing focuses on theoretical issues in and around criminal justice and constitutional theory. He is an editor of two books: The Philosophical Foundations of Constitutional Law and The Dignity of Law. His work has appeared in such publications as the Yale Law Journal, the Boston University Law Review, the University of Toronto Law Journal, Criminal Law and Philosophy and many book collections. He is the book reviews editor of the University of Toronto Law Journal and he serves on the editorial boards of the journals Law and Philosophy, and Criminal Law and Philosophy, and the New Criminal Law Review.

 

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Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Criminal Justice between Purity and Pluralism - Strafrechtspflege zwischen Purismus und Pluralität


Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ11

Programmbroschüre mit Abstracts, Kurzbios u. a. (pdf): Hier...

3. Mai 2017, 18.15 Uhr
Vom Rechtsgüterschutz zur Aufmerksamkeit für das Besondere – Partikularisierung des Strafrechts?
Klaus Günther (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die
Herausbildung normativer Ordnungen“)

10. Mai 2017, 18.15 Uhr
Titanen oder Zyklopen? Kriminalisierungstheorie zwischen Einheit und Vielfalt
Beatrice Brunhöber (Leibniz Universität Hannover)

24. Mai 2017, 18.15 Uhr
Contemporary Critical Thought and Juridical Practice
Bernard E. Harcourt (Columbia University & École des Hautes Études en
Sciences Sociales, Paris)

14. Juni 2017, 18.15 Uhr
Multikausale und monokausale Erklärungen des Verbrechens in der frühen Kriminologie – Eine 12-jährige Raubmörderin vor Gericht (RGSt 15, 87)
David von Mayenburg (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für
Rechtsgeschichte)

21. Juni 2017, 18.15 Uhr
Legitimationsbedürfnisse internationalisierter strafrechtlicher Hoheitsgewalt Zwischen Pluralismus und Nativismus
Frank Meyer (Universität Zürich)

12. Juli 2017, 18.15 Uhr
Criminal Law and the Promise of Self-Government
Malcolm Thorburn (University of Toronto, Faculty of Law)

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Vorausgegangene Ringvorlesungen: Hier...

Has War Declined Through Human History?

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century

Prof. Michael Mann (University of California, Los Angeles)

11. Oktober 2018, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ9

Abstract
For over 150 years liberal optimism has dominated theories of war. It has been repeatedly argued that war either is declining or will shortly decline. There have been exceptions, especially in Germany and more generally in the first half of the twentieth century, but there has been a recent revival of such optimism, especially in the work of Azar Gat, John Mueller, Joshua Goldstein, and Steven Pinker who all perceive a long-term decline in war through history, speeding up in the post-1945 period. Critiquing Pinker’s statistics on war fatalities, I show that the overall pattern is not a decline in war, but substantial variation between periods and places. War has not declined and current trends are slightly in the opposite direction. Civil wars in the global South have largely replaced inter-state wars in the North, but there is also Northern involvement in most of them. War for the North is now less “ferocious” than “callous”, which renders war less visible and less central to Northern culture, which has the deceptive appearance of pacifism. Viewed from the South the view has been bleaker both in the colonial period and today. Globally war is not declining, but it is being transformed.

CV
Michael Mann is Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University. He has a BA and D.Phil. from Oxford University. He is a member of both the American and British Academies. His major publication project has been the four volumes of The Sources of Social Power published by Cambridge University Press: Volume 1: A History of Power from the Beginning to 1760 (published in 1986); Volume 2: The Rise of Classes and Nation-States, 1760–1914 (1993); Volume 3: Global Empires and Revolution, 1890–1945 (2012); Volume 4: Globalizations, 1945–2011 (2013). He also has books on American imperialism, fascism, and ethnic cleansing. Two books of essays have discussed his work, The Anatomy of Power: The Social Theory of Michael Mann (2006), and Global Powers: Mann’s Anatomy of the twentieth Century and Beyond (2018). He is currently writing a book on war.

Weitere Informationen zur Ringvorlesung "The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century": Hier...

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Bildergalerie:

  • Professor Michael Mann (Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University)
  • Professor Michael Mann (Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University)
  • Professor Michael Mann (Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University) und Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisation an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Rahmen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Professor Michael Mann (Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University)
  • Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisation an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Rahmen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Stellvertretender Direktor des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens und Konfliktforschung und Leiter der Abteilungen „Internationale Sicherheit“ und „Transnationale Akteure“)
  • Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisation an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Rahmen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Stellvertretender Direktor des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens und Konfliktforschung und Leiter der Abteilungen „Internationale Sicherheit“ und „Transnationale Akteure“)
  • Professor Michael Mann (Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University)
  • Professor Michael Mann (Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University) und Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisation an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Rahmen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Professor Michael Mann (Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University)
  • Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisation an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Rahmen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“) und Professor Michael Mann (Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University)
  • Professor Michael Mann (Distinguished Research Professor of Sociology, UCLA, and Honorary Professor, Cambridge University)

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

 

Sexual Violence during War

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century

Prof. Elisabeth J. Wood (Yale University)

12. Dezember 2018, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ9

Abstract
When rape occurs frequently by an armed organization, it is often said to be a strategy of war. But some cases of conflict-related rape are better understood as a practice, violence that has not been explicitly adopted as organization policy but is nonetheless tolerated by commanders.
Drawing on examples from World War II to Vietnam to current conflicts, I present a typology of conflict-related rape that emphasizes not only vertical relationship between commanders (principals) and combatants (agents) but also the horizontal, social interactions among combatants. I analyze when rape and/or other forms of sexual violence are likely to be prevalent as organizational policy and those for which they are likely to occur as a practice. I emphasize not only the gendered norms and beliefs of the society from which combatants come but also how these might be transformed by the organization’s socialization processes. I conclude with a brief assessment of the implications for research and for policy.

CV
Elisabeth Jean Wood is Crosby Professor of the Human Environment and Professor of Political Science, International and Area Studies at Yale University. She is the author of Forging Democracy from Below: Insurgent Transitions in South Africa and El Salvador and Insurgent Collective Action and Civil War in El Salvador, and co-editor with Morten Bergsmo and Alf B. Skre of Understanding and Proving International Sex Crimes. Among her recent articles are “Rape as a Practice of War: Towards a Typology of Political Violence,” “The Persistence of Sexual Assault within the US Military,” “Rape during War Is Not Inevitable” and “The Social Processes of Civil War: The Wartime Transformation of Social Networks,” as well as two articles co-authored with Francisco Gutiérrez Sanín, “What should we mean by “pattern of political violence”? Repertoire, targeting, frequency, and technique” and “Ideology and Civil War.” A fellow of the American Academy of Arts and Sciences, she teaches courses on comparative politics, political violence, collective action, and qualitative research methods.

Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Prof. Dr. Elisabeth J. Wood (Crosby Professor of the Human Environment and Professor of Political Science, International and Area Studies at Yale University)
  • Prof. Dr. Elisabeth J. Wood (Crosby Professor of the Human Environment and Professor of Political Science, International and Area Studies at Yale University)
  • Prof. Dr. Elisabeth J. Wood (Crosby Professor of the Human Environment and Professor of Political Science, International and Area Studies at Yale University)
  • Prof. Dr. Elisabeth J. Wood (Crosby Professor of the Human Environment and Professor of Political Science, International and Area Studies at Yale University)
  • Prof. Dr. Elisabeth J. Wood (Crosby Professor of the Human Environment and Professor of Political Science, International and Area Studies at Yale University)
  • Prof. Dr. Elisabeth J. Wood (Crosby Professor of the Human Environment and Professor of Political Science, International and Area Studies at Yale University)
  • Prof. Dr. Elisabeth J. Wood (Crosby Professor of the Human Environment and Professor of Political Science, International and Area Studies at Yale University)
  • Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Prof. Dr. Elisabeth J. Wood (Crosby Professor of the Human Environment and Professor of Political Science, International and Area Studies at Yale University)

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Weitere Informationen zur Ringvorlesung "The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century": Hier...

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Disturbing the Peace: How the United States Influences Trends in Global Political Violence

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century

Prof. Matthew A. Evangelista (Cornell University)

30. Januar 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ9

Abstract
In the debates over whether the world is undergoing a long-term decline in political violence or merely a transformation, the United States plays a distinctive role. Having accumulated more political and military power than history has ever seen, the United States finds itself in a hegemonic position that offers it disproportionate influence on the norms governing the use of force. Even if prevailing global trends point toward greater pacification of political life, can US behavior undermine those trends? This presentation seeks answers by examining several patterns evident in recent US behavior, some of which represent US initiatives, others of which follow other states’ examples. These include: selective individualization and permissive legalization of armed conflict, violent polarization of domestic conflict; government-sanctioned persecution of refugees and immigrants; and promotion of misogynist nationalism. Some of these behaviors are the product of Donald Trump’s administration, but others are of longer gestation.

CV
Matthew Evangelista is President White Professor of History and Political Science and former chair of the Department of Government at Cornell University, Ithaca, New York, USA.  He received his undergraduate degree in Russian History and Literature from Harvard and his MA and PhD in Government from Cornell. He has been a visiting scholar at Harvard, Stanford, the Brookings Institution, and the European University Institute in Florence, and a visiting professor at the Università Cattolica del Sacro Cuore in Milan, Università di Bologna, and Università di Roma Tre. His recent books include Law, Ethics, and the War on Terror (2008), Gender, Nationalism, and War (2011), The American Way of Bombing: Changing Ethical and Legal Norms, from Flying Fortresses to Drones (2014), and Do the Geneva Conventions Matter? (2017). He has served on the editorial boards of Cornell University Press and journals including World Politics and International Organization, and as Chair of the National Council for Eurasian and East European Research.

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Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Christopher Daase, Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • Prof. Dr. Christopher Daase, Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • Prof. Dr. Christopher Daase, Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • Prof. Matthew A. Evangelista, President White Professor of History and Political Science at Cornell University
  • Prof. Matthew A. Evangelista, President White Professor of History and Political Science at Cornell University
  • Prof. Matthew A. Evangelista, President White Professor of History and Political Science at Cornell University
  • Prof. Matthew A. Evangelista, President White Professor of History and Political Science at Cornell University
  • Prof. Matthew A. Evangelista, President White Professor of History and Political Science at Cornell University
  • Prof. Matthew A. Evangelista, President White Professor of History and Political Science at Cornell University
  • Prof. Matthew A. Evangelista, President White Professor of History and Political Science at Cornell University; Prof. Dr. Christopher Daase, Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • Prof. Matthew A. Evangelista, President White Professor of History and Political Science at Cornell University; Prof. Dr. Christopher Daase, Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Weitere Informationen zur Ringvorlesung "The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century": Hier...

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

 

The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ9

The history of the modern world has been told as a process of decreasing recourse to rampant violence: As a process of civilization that taught societies to tame human affects; as a process of legalization that led states and societies to regulate conflicts peacefully; and as a process of rising interdependence that made international conflict increasingly unprofitable. Even instances of massive collective violence, including world wars and the Holocaust, have been interpreted as deviant data points within an impressive macro-historical trend of pacification. This progressive narrative has been reinforced by the institutionalization of liberal norms and values, the global expansion of democracy and the peaceful termination of the Cold War.
While this diagnosis resonates with the Enlightenment ideas of modernization and rationalization, it runs the risk to oversee counter-evidence and underestimate developments that point to the opposite direction. New technologies allow for new kinds of weapons and the militarization of outer space and the internet. Non-state actors increasingly engage in mass-terrorism and new kinds of civil war. States adapt to these developments combining conventional and unconventional strategies in hybrid-warfare. What is more, the laws of war are increasingly violated and established institutions of regulating conflict are being questioned. Even the validity of formally agreed principles such as the illegality of violent conquest or the prohibition of chemical weapons are under pressure.
Do we witness the end of pacification? Is political violence transforming itself to the effect that it once again dominates political agendas? Or do we simply see the systemic contradictions inherent in the process of pacification which had all along consisted in the transformation and externalization rather than the overall reduction or even elimination of violence? Leading scholars from various  disciplines aim to find answers to these questions in this lecture series.

Organized by: Prof. Dr. Christopher Daase (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen", Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung), Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen", Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) and Dr. Julian Junk (Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung)

 Programm (pdf): Hier...

Programm:

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 18.15 Uhr
Has War Declined Through Human History?
Prof. Michael Mann (University of California, Los Angeles)

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 18.15 Uhr
Sexual Violence during War
Prof. Elizabeth J. Wood (Yale University)

Mittwoch, 23. Januar 2019, 18.15 Uhr
Sanktionskriege: Probleme dezentraler militärischer Normdurchsetzung
Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Mittwoch, 30. Januar 2019, 18.15 Uhr
Disturbing the Peace: How the United States Influences Trends in Global Political Violence
Prof. Matthew A. Evangelista (Cornell University)

Mittwoch, 6. Februar 2019, 18.15 Uhr
Global Change and Civil Wars
Prof. Stathis N. Kalyvas (University of Oxford)

Mittwoch, 13. Februar 2019, 18.15 Uhr
Pockets of Barbarism: Internal and External Challenges to the International Humanitarian Order
Prof. Jennifer Welsh (European University Institute)

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Vorausgegangene Ringvorlesungen: Hier...

Global Change and Civil Wars

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century

Prof. Stathis N. Kalyvas (University of Oxford)

6. Februar 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ9

Abstract
The systematic and comparative analysis of civil wars has relied primarily on the experience of the post-WWII and Cold War period (1945-1990) to draw general lessons which are extrapolated into the future. This is clearly problematic, as both the pre- and the post-Cold War periods vary on a number of key dimensions; it stands to reason that this variation would impact the likelihood but also the character of civil wars. Yet, this reasonable
conjecture has yet to be explored systematically. Moving beyond early superficial and misleading speculation about “new versus old wars,” recent research has pointed to changes in warfare between the Cold War and the post-Cold War period, but also emerging differentiations between
the post-Cold War unipolar and Liberal era and an emerging period of multipolarity and newly ideological insurgencies. I take stock of these trends and sketch a theory that seeks to specify how macro-historical change has shaped civil wars from the late 18th century to the present.

CV
Stathis N. Kalyvas is Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford. Until 2018 he was Arnold Wolfers Professor of Political Science at Yale University, where he also directed the Program on Order, Conflict, and Violence and codirected the Hellenic Studies Program. He is the author of The Rise of
Christian Democracy in Europe (Cornell University Press, 1996), The Logic of Violence in Civil War (Cambridge University Press, 2006), Modern Greece: What Everyone Needs to Know (Oxford University Press, 2015), the co-editor of Order, Conflict, and Violence (Cambridge University Press, 2008) and the Oxford Handbook on
Terrorism (Oxford University Press, 2019), and the author of over fifty scholarly articles in five languages. His current research focuses on global trends in civil conflict and political violence with an additional interest in the history and politics of Greece. His work has received several awards, including the Woodrow Wilson Award for best book on government, politics, or international affairs.

Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Direktorin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen der Goethe-Universität; Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Direktorin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen der Goethe-Universität; Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Direktorin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen der Goethe-Universität; Prof. Dr. Christopher Daase, Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Direktorin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen der Goethe-Universität
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Dr. Christopher Daase, Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • Prof. Stathis N. Kalyvas, Gladstone Professor of Government and Fellow of All Souls College at Oxford
  • Prof. Dr. Martin Saar, Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

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Weitere Informationen zur Ringvorlesung "The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century": Hier...

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

 

Pockets of Barbarism: Internal and External Challenges to the International Humanitarian Order

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century

Prof. Jennifer M. Welsh (McGill University, Montreal)

13. Februar 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ9

Abstract
This lecture challenges the meta-narrative of gradual pacification, by examining the manifestations, drivers, and consequences of the contemporary return of ‘barbarism‘ in armed conflict. While Stephen Pinker and others point to the vast majority of countries in the world that now enjoy relative peace, the ‘remaining 20 percent‘ is experiencing both interstate and civil conflict in which indiscriminate attacks on civilians, the annihilation of
religious and ethnic minorities, and the starvation of populations are a regular part of the strategic repertoire of belligerents. The lecture will assess both the reasons for the increasing lethality of armed conflicts for civilians, particularly in urban settings (with a particular focus on Syria and Yemen), as well as the impact on the regime of international humanitarian law that aims to regulate conflict and minimise suffering. It will also argue that contemporary challenges to that regulation are not only external to the regime, but also internal to its principles and rules. IHL has always had within it an inherent tension between humanitarian considerations and the imperative of military necessity, which has in some cases enabled the
current return of barbarism. The lecture will also contest the tendency to cast nonstate armed groups as the key perpetrators of barbarism, and demonstrate how nation-states themselves are also contributing to an erosion of the international humanitarian order.

CV
Jennifer M. Welsh is the Canada 150 Research Chair in Global Governance and Security at McGill University (Montreal, Canada). She was previously Professor and Chair in International Relations at the European University Institute (Florence, Italy) and Professor in International Relations at the University of Oxford, where she co-founded the Oxford Institute for Ethics, Law and Armed Conflict. From 2013-2016, she served as the Special
Adviser to the UN Secretary General, Ban Ki-moon, on the Responsibility to Protect. Professor Welsh is the author, co-author, and editor of several books and articles on humanitarian intervention, the evolution of the notion of the ‘responsibility to protect’ in international society, the UN Security Council, and Canadian foreign policy.
Her most recent books include The Return of History: Conflict, Migration and Geopolitics in the 21st century (2016), which was based on her CBC Massey Lectures, and The Responsibility to Prevent: Overcoming the
Challenges of Atrocity Prevention (2015).

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  • Dr. Julian Junk, Leiter Berliner Büro, Projektleiter, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoctoral Researcher am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • Dr. Julian Junk, Leiter Berliner Büro, Projektleiter, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoctoral Researcher am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • Prof. Jennifer M. Welsh, Professor at McGill University in Montreal, Chair in International Relations at the European University Institute and Senior Research Fellow at Somerville College at University of Oxford
  • Prof. Jennifer M. Welsh, Professor at McGill University in Montreal, Chair in International Relations at the European University Institute and Senior Research Fellow at Somerville College at University of Oxford
  • Prof. Jennifer M. Welsh, Professor at McGill University in Montreal, Chair in International Relations at the European University Institute and Senior Research Fellow at Somerville College at University of Oxford
  • Prof. Jennifer M. Welsh, Professor at McGill University in Montreal, Chair in International Relations at the European University Institute and Senior Research Fellow at Somerville College at University of Oxford
  • Prof. Jennifer M. Welsh, Professor at McGill University in Montreal, Chair in International Relations at the European University Institute and Senior Research Fellow at Somerville College at University of Oxford
  • Prof. Jennifer M. Welsh, Professor at McGill University in Montreal, Chair in International Relations at the European University Institute and Senior Research Fellow at Somerville College at University of Oxford
  • Prof. Jennifer M. Welsh, Professor at McGill University in Montreal, Chair in International Relations at the European University Institute and Senior Research Fellow at Somerville College at University of Oxford
  • Prof. Dr. Christopher Daase, Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Weitere Informationen zur Ringvorlesung "The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century": Hier...

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

„Die verbindende Kraft alles Rechts …“ Was bleibt vom revolutionären Verständnis der Rechte?

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": "Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz"

Prof. Catherine Colliot-Thélène (Universität Rennes)

Mittwoch, 8. Mai 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 6

Abstract
Die Besonderheit der modernen Demokratie liegt in ihrer Assoziation mit einer völlig neuen Auffassung der normativen Grundlagen der individuellen Rechte. Diese spezifisch moderne Konzeption, wie sie in der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 zu lesen ist, wurde auf philosophischer Ebene von Immanuel Kant erläutert. Sie impliziert eine klare Unterscheidung zwischen politischen Rechten im engeren Sinne und dem paternalistisch begründeten Schutz von Bürgern und Schutzgenossen. Kants Kritik an der „väterliche[n] Regierung (imperium paternale), wo also die Untertanen als unmündige Kinder, die nicht unterscheiden können, was ihnen wahrhaftig nützlich oder schädlich ist, sich bloß passiv zu verhalten genötigt sind“, beruht auf dieser Unterscheidung. Das Vergessen und Verschwinden dieser Unterscheidung ist ein beunruhigender Aspekt der Erosion des demokratischen Ethos in den heutigen westlichen Gesellschaften. Diese Erosion wird in diesem Vortrag am Beispiel der jüngsten Gesetzesreformen in Frankreich im Bereich des Arbeitsrechts und der bürgerlichen Freiheiten illustriert.

CV
Catherine Colliot-Thélène ist emeritierte Professorin an der Universität Rennes 1. Von 1999 bis 2004 war sie Direktorin des Centre Marc Bloch in Berlin; danach Gastwissenschaftlerin am Hamburger Institut für Sozialforschung (2008), am Max Weber-Kolleg in Erfurt (2013) und am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main (2015). Sie hat mehrere Bücher dem Werk von Max Weber gewidmet und diverse Texte von ihm ins Französische übersetzt. In jüngster Zeit erschien von ihr die Monographie Demokratie ohne Volk (Hamburger Edition, 2011). Einige ihrer Aufsätze sind auch in deutscher Sprache verfügbar: „Das Gastrecht – oder die Demokratie auf den Prüfstand der Immigration“, in Nele Kortendiek, Marina Martinez Mateo (Hg.): Grenze und Demokratie. Ein Spannungsverhältnis (Campus Verlag, Frankfurt am Main, 2017); „Politische Subjektivierung im Kontext der Pluralisierung des Rechts“, in Tatjana Sheplyakova (Hg.): Prozeduralisierung des Rechts (Mohr Siebeck, Tübingen, 2018). Ihre aktuelle Forschung bezieht sich auf die normativen Grundlagen der sozialen Rechte, das Gastrecht und die Demokratie in Europa.

 

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  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Emeritierte Professorin der politischen Philosophie an der Universität Rennes)
  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Emeritierte Professorin der politischen Philosophie an der Universität Rennes)
  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Emeritierte Professorin der politischen Philosophie an der Universität Rennes)
  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Emeritierte Professorin der politischen Philosophie an der Universität Rennes)
  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Emeritierte Professorin der politischen Philosophie an der Universität Rennes)
  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Emeritierte Professorin der politischen Philosophie an der Universität Rennes)
  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Emeritierte Professorin der politischen Philosophie an der Universität Rennes)
  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Emeritierte Professorin der politischen Philosophie an der Universität Rennes)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Martin Seel (Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Martin Seel (Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Emeritierte Professorin der politischen Philosophie an der Universität Rennes)
  • Prof. Dr. Martin Seel (Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Emeritierte Professorin der politischen Philosophie an der Universität Rennes)

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Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Immigration and Nationalism

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": "Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz"

Prof. Michael Walzer (Institute for Advanced Study, Princeton, NJ)

Dienstag, 28. Mai 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 6

Abstract
In my talk I would like to address two questions: first, what are the legitimate limits that countries can set on the number of people they take in? And second, who are the people whom we are obligated to take in? Among the latter, I will talk about various categories from ethnic and ideological kinfolk to asylum seekers, and refugees. While I do not principally advocate a policy of open borders for reasons I will explain, right now, in my own country, the United States, I am an advocate for people trying to come in.

CV
Professor Emeritus of Social Science, Institute for Advanced Study, Princeton, NJ. As a professor, author, editor, and lecturer, Michael Walzer has addressed a wide variety of topics in political theory and moral philosophy: political obligation, just and unjust war, nationalism and ethnicity, economic justice and the welfare state. His books (among them Just and Unjust Wars, Spheres of Justice, The Company of Critics, Thick and Thin: Moral Argument at Home and Abroad, On Toleration, and Politics and Passion) and essays have played a part in the revival of practical, issue-focused ethics and in the development of a pluralist approach to political and moral life. For more than three decades Walzer served as co-editor of Dissent, now in its 64th year. His articles and interviews appear frequently in the world’s foremost newspapers and journals. He is currently working on the fourth volume of The Jewish Political Tradition, a comprehensive collaborative
project focused on the history of Jewish political thought. His book The Paradox of Liberation: Secular Revolutions and Religious Counterrevolutions, was  published in March of 2015, and A Foreign Policy for the Left was published in 2018.

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  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Michael Walzer (Professor Emeritus of Social Science, Institute for Advanced Study, Princeton, NJ)
  • Prof. Michael Walzer (Professor Emeritus of Social Science, Institute for Advanced Study, Princeton, NJ)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Michael Walzer (Professor Emeritus of Social Science, Institute for Advanced Study, Princeton, NJ)
  • Prof. Michael Walzer (Professor Emeritus of Social Science, Institute for Advanced Study, Princeton, NJ)

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Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Europa als Republik? Von der Gemeinschaft der Nationalstaaten zu einer echten europäischen Demokratie

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": "Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz"

Prof. Ulrike Guérot (Donau-Universität Krems)

Mittwoch, 29. Mai 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 6

Abstract
Der Glaube an Europa, das ist zurzeit eine Wette mit hohem Einsatz. Die Europäische Union ist in ihrem jetzigen Zustand so gut wie nicht mehr zu halten, und die europäische Bevölkerung ahnt das. Die
eine Hälfte der Bürger will zurück in den Nationalismus; die andere Hälfte will mehr Europa, ein anderes, soziales, und demokratisches Europa, und will sich nicht mit einer verlorenen Wette zufriedengeben.
Der Vortrag skizziert einen möglichen Ausweg aus diesem Dilemma: die Europäische Republik. Die Idee der Republik ist von Aristoteles bis Kant ein gängiges Verfassungsprinzip für politische Gemeinwesen.
Die Europäische Republik ist die Idee, den allgemeinen politischen Gleichheitsgrundsatz für Europa anzuwenden. Denn momentan, in der EU als Rechtsgemeinschaft, sind zwar das Ölkännchen und die Glühbirne gleich unter EU-Recht, nicht aber die Bürgerinnen und Bürger Europas, die als eigentlicher Souverän in „nationale Rechtscontainer“ eingeteilt sind.

CV
Prof. Dr. Ulrike Guérot ist seit 2016 Professorin an der Donau-Universität Krems und Leiterin des dortigen Departments für Europapolitik und  Demokratieforschung. Zudem ist sie Gründerin des European Democracy Labs in Berlin. Zuvor arbeitete sie in europäischen Think Tanks und Universitäten in Paris, Brüssel, London, Washington und Berlin. Ihre Bücher Warum Europa eine Republik werden muss! Eine politische Utopie (2016 Dietz) und Der Europäische Bürgerkrieg – Das offene Europa und seine Feinde (2017 Ullstein) wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ihr aktuelles Werk Wie hältst du‘s mit Europa? erschien im März 2019 im Steidl Verlag.

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Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Entzivilisierung – über Regressionen in westlichen Demokratien

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": "Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz"

Prof. Oliver Nachtwey (Universität Basel)

Mittwoch, 5. Juni 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 6

Abstract
Westliche Gesellschaften beschreiben sich als Gesellschaften der Selbstkontrolle, in denen die Kräfte des sozialen Fortschritts zu Hause sind, die Aufklärung, die Gleichberechtigung und soziale Integration voranbringen. Aber etwas ist in diesen Gesellschaften ins Rutschen gekommen. Sie werden in ihrem Selbstbild erschüttert, erfahren sie doch lange nicht gekannte Prozesse der Entzivilisierung. In die politische Öffentlichkeit ist etwas Rohes eingezogen, gefährliche Gefühle wie Gewaltphantasien, ja sogar Tötungswünsche werden schamlos artikuliert, die Affektkontrolle verwildert an vielen Stellen: im
Internet, auf der Straße, im Alltagshandeln, im Wahlverhalten. Paradoxerweise ist die laufende Regression eine Nebenfolge gesellschaftlicher Fortschritte. Denn die spezifische Kombination aus Fortschritt
und Rückschritt – eine regressive Modernisierung – hat normative Krisen und vermeintliche Verlierer produziert, die sich in entzivilisierende Affekte flüchten.

CV
Oliver Nachtwey ist Professor für Sozialstrukturanalyse. Er hat an der Universität Hamburg Volkswirtschaftslehre studiert und wurde 2008 an der Universität Göttingen mit einer Arbeit in politischer Soziologie promoviert. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena, Trier und Darmstadt tätig. Er war Fellow am Hamburger Institut für Sozialforschung, dem Kolleg Postwachstum in Jena sowie am Institut für Sozialforschung Frankfurt.
Professor Nachtwey forscht zum Wandel der Arbeit und der gesellschaftlichen Modernisierung und ihrem Einfluss auf die Sozialstruktur. Ferner beschäftigt er sich mit dem Wandel politischer Repräsentation, Protesten und sozialen Bewegungen. In seiner jüngeren Forschung fokussiert er insbesondere auf die  gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Für sein Buch Die Abstiegsgesellschaft. Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne erhielt Professor Nachtwey mehrere Preise. Seine Bücher und Aufsätze werden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Oliver Nachtwey (Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel)
  • Prof. Oliver Nachtwey (Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel)
  • Prof. Oliver Nachtwey (Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel)
  • Prof. Oliver Nachtwey (Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel)
  • Prof. Oliver Nachtwey (Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel)
  • Prof. Oliver Nachtwey (Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel)
  • Prof. Oliver Nachtwey (Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel)

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Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Rethinking Democratic Athens and Republican Rome in an Age of Plutocracy and Populism

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": "Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz"

Prof. John P. McCormick (University of Chicago)

Mittwoch, 26. Juni 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 6

Abstract
Two ancient polities, Athenian democracy and the Roman republic, figure prominently in debates over the contemporary crisis of “liberal,” “electoral” or “representative” democracy. Democratic Athens and republican Rome are often invoked as models to be imitated or avoided in efforts to address rising political inequality and rampant political corruption in our plutocratic age. I criticize recent books by Philip Pettit, Nadia Urbinati and Josiah Ober that evaluate majoritarian and populist solutions, inspired by Athenian or Roman politics, to address the contemporary crisis of democracy. In response, I advocate classspecific or randomly distributed political offices, citizen referenda, and popularly judged political trials as ancient-inspired reforms intended to address the problems of unaccountable and unresponsive elites, socio-economic inequality and political corruption that plague contemporary democracies.

CV
John P. McCormick is Professor of Political Science at the University of Chicago. He is the author of Carl Schmitt’s Critique of Liberalism: Against Politics as Technology (Cambridge University Press, 1997); Weber, Habermas and Transformations of the European State: On Constitutional, Social and Supranational Democracy (Cambridge University Press, 2007); Machiavellian Democracy (Cambridge University Press, 2011); and Reading Machiavelli (Princeton 2018). Professor McCormick has received the following fellowships: Fulbright Scholarship, the Center for European Law & Politics, the University of Bremen in Germany (1994 – 95); Jean Monnet Fellowship, the European University Institute in Florence, Italy (1995 – 96); Radcliffe Institute for Advanced Study Fellowship, Harvard University (2008 – 09); Rockefeller Foundation Resident Fellowship, Bellagio, Italy (2013); and National Endowment for the Humanities Grant (2017 – 18).

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  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. John P. McCormick (Professor of Political Science at the University of Chicago)
  • Prof. John P. McCormick (Professor of Political Science at the University of Chicago)
  • Prof. John P. McCormick (Professor of Political Science at the University of Chicago)
  • Prof. John P. McCormick (Professor of Political Science at the University of Chicago)
  • Prof. John P. McCormick (Professor of Political Science at the University of Chicago)
  • Prof. John P. McCormick (Professor of Political Science at the University of Chicago)
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Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Ungleichheit und der Verlust demokratischer Visionen

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": "Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz"

Prof. Regina Kreide (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Mittwoch, 10. Juli 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 6

Abstract
Wir leben in einer ,Abstiegsgesellschaft‘ (Oliver Nachtwey). Die ,soziale Moderne‘ mit ihren Standard-Erwerbsverhältnissen, einer wachsenden Wirtschaft und einer starken demokratischen Basis, die die Ära von der Nachkriegszeit bis Ende der 1970er Jahre kennzeichnete, ist durch eine ,regressive Moderne‘ ersetzt worden, die hinter die schon erreichten Standards sozialer Integration zurückfällt. Europäische Gesellschaften sind derzeit geprägt von Polarisierungen, Post-Demokratie und zunehmender ökonomischer Ungleichheit. Paradoxerweise geht die ökonomische Ungleichheit mit einer zunehmenden Akzeptanz und institutionellen Anerkennung von Identitätspolitik einher. Ökonomische Gleichheit hat abgenommen, aber Gleichheit im Hinblick auf Geschlecht, sexuelle und ethnische Unterschiede erhält wesentlich mehr Aufmerksamkeit auf den politischen Agenden. Diese enge Verknüpfung zwischen ökonomischer Integration und Identitätspolitik, so das Argument der Vorlesung, ist unzureichend; stattdessen bedarf es einer differenziellen Analyse, die auch die Bedeutung politischer Integration mit einbezieht. Der Grund, warum Menschen nicht wählen gehen, öffentlich protestieren oder ihre
Stimme extremistischen Parteien geben, kann weder allein auf ökonomische, noch auf kulturelle Aspekte reduziert werden. Die Gründe finden sich vielmehr im ökonomischen und politischen System selbst.

CV
Regina Kreide ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie ist Mitbegründerin und Herausgeberin
der Zeitschrift für Menschenrechte und seit 2014 eine der Sprecher des SFBs 138 „Dynamiken der Sicherheit“ sowie Teilprojektleiterin des Projektes „Die Herausbildung der Roma-Minderheiten in Europa“. Zu ihren Arbeitsgebieten gehören globale (Un-)Gerechtigkeit, Demokratie, Widerstand, Menschenrechte, Gender- und Rassismus-Studies, Sicherheit und Versicherheitlichung. Wichtige Veröffentlichungen sind Globale Politik und Menschenrechte. Macht und
Ohnmacht eines politischen Instruments, 2008; das Habermas-Handbuch, 2009 (mit H. Brunkhorst, C. Lafont), Transformations of Democracy: Crisis, Protest, and Legitimation, mit R. Celikates, T. Wesche (2015); Die verdrängte Demokratie. Essays zur politischen Theorie, 2016 (Nomos); The Securitization of the Roma in Europe, herausgegeben mit Huub van Baar, Huub und Ana Ivasiuc, bei Palgrave 2019; Was ist globale (Un)gerechtigkeit? erscheint im Sommer 2019 bei Alber Verlag.

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  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Regina Kreide (Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen)
  • Prof. Dr. Regina Kreide (Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen)
  • Prof. Dr. Regina Kreide (Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen)
  • Prof. Dr. Regina Kreide (Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen)
  • Prof. Dr. Regina Kreide (Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen)
  • Prof. Dr. Regina Kreide (Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen)
  • Prof. Dr. Regina Kreide (Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Regina Kreide (Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Christoph Menke (Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Politische Philosophie und Rechtsphilosophie und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Dr. Eva Buddeberg (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt und Assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Regina Kreide (Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

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Demokratisierung der Demokratie, Entdemokratisierung der Demokratie

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": "Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz"

Prof. Philip Manow (Universität Bremen)

Mittwoch, 17. Juli 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 6

Abstract
Der Vortrag entwickelt die These, dass wir momentan mit der widersprüchlichen Gleichzeitigkeit, aber auch mit dem latenten Zusammenhang zweier Prozesse konfrontiert sind, die Demokratisierung der Demokratie und Ent-Demokratisierung der Demokratie genannt werden sollen. Was den ersten der beiden Prozesse angeht, so zeigt sich vor dem Hintergrund der historischen Rekonstruktion, wie um 1900 ,Pöbel‘ und ,Volk‘ auseinandertraten und das letztere in die Repräsentation eingeschlossen, und der erstere von der Repräsentation ausgeschlossen wurde, dass wir momentan mit einer Öffnung der Demokratie hin zu diesen zuvor ausgeschlossenen ,pöbelhaften‘ Elementen konfrontiert sind. Soweit dieser Prozess, zweitens, als Gefährdung der repräsentativen Demokratie gewertet wird, transformiert das den Streit ,in’ der Demokratie zu einem Streit ,über‘ die Demokratie. Aber dieser Diskurs über die Gefährdung der Demokratie gefährdet zugleich die Demokratie, weil eben die normalen  Funktionslogiken demokratischen Wettbewerbs dadurch ausgeschlossen werden.

CV
Prof. Dr. Philip Manow ist seit 2010 Professor für Vergleichende Politische Ökonomie am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen. Nachdem er im Jahr 2002 an der Universität Konstanz habilitiert wurde, leitete er die Forschungsgruppe Politik und politische Ökonomie am Max-Planck-Institut für  Gesellschaftsforschung in Köln, bevor er 2006 eine Professur für Politik- und Verwaltungswissenschaft in Konstanz und dann 2009 eine Professur für Moderne Politische Theorie an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg übernahm. Zuletzt gab er gemeinsam mit Bruno Palier und Hanna Schwander Welfare democracies and party politics: Explaining electoral dynamics in times of changing welfare capitalism heraus, das 2018 bei Oxford University Press erschien. Ebenfalls 2018 erschien sein vielbeachtetes Buch Die Politische Ökonomie des Populismus bei Suhrkamp.

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  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Philip Manow (Professor für Vergleichende Politische Ökonomie am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen)
  • Prof. Dr. Philip Manow (Professor für Vergleichende Politische Ökonomie am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen)
  • Prof. Dr. Philip Manow (Professor für Vergleichende Politische Ökonomie am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen)
  • Prof. Dr. Philip Manow (Professor für Vergleichende Politische Ökonomie am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen)
  • Prof. Dr. Philip Manow (Professor für Vergleichende Politische Ökonomie am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen)

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Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Die Politische Theorie des Neoliberalismus und die Zukunft Europas

Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": "Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz"

PD Dr. Thomas Biebricher (Goethe-Universität Frankfurt / Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Mittwoch, 29. Mai 2019, 18.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 6

 
PD Dr. Thomas Biebricher studierte an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und der Queen's University in Kingston/Kanada Wissenschaftliche Politik, Wirtschaftspolitik und Öffentliches Recht. Nach seinem Magisterabschluss 2000 promovierte er sich 2003 ebenfalls in Freiburg mit einer Dissertation, die unter dem dem Titel 'Selbstkritik der Moderne. Habermas und Foucault im Vergleich' im Campus Verlag 2005 veröffentlicht wurde. Von 2003 bis 2009 war er als DAAD Visiting Assistant Professor am Department of Political Science der University of Florida in Gainesville tätig. Von 2009 bis 2012 leitete er am Exzellenzcluster eine Nachwuchsforschungsgruppe zum Thema 'Krise und normative Ordnung - Variationen des Neoliberalismus und ihre Transformation'. 2012 und 2013 vertrat er die Professuren für Politische Theorie und Philosophie sowie Internationale Politische Theorie am Exzellenzcluster. Im Winter Term 2014 war er als DAAD Visiting Assistant Professor am Institute for European Studies der University of British Columbia in Vancouver tätig. Von 2014 bis 2017 vertrat er die Professur für politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität. Im Moment ist er Postdoktorand am Exzellenzcluster.

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  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“), PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Video:

 

Weitere Informationen zur Ringvorlesung "Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz": Hier...

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Machtverschiebung durch Algorithmen und KI

Ringvorlesung

Algorithmen und die automatisierte Auswertung großer Datenmengen (Big Data) verändern gesellschaftliche Strukturen und ökonomische Geschäftsmodelle. Schlagwortartige Beispiele reichen von sozialen Netzwerken und Suchmaschinen über die sog. Industrie 4.0, das predictive policing, die medizinische Forschung bis hin zum Versicherungs- und Finanzmarktsektor (FinTech). Als Kehrseite birgt dieses innovative, aus statistischen Wahrscheinlichkeiten generierte Wissen nicht nur Risiken von Verzerrungen und Diskriminierungen, sondern begünstigt auch eine Konzentration gesellschaftlicher und ökonomischer Macht. Der Zugang zu Daten und die Analysekompetenz prägen das Gestaltungspotential bestimmter Akteure, insbesondere von Plattformbetreibern. Im Anschluss an eine Einführung in die technischen Grundlagen erörtert die Ringvorlesung die gesellschaftlichen Auswirkungen aus soziologischer Perspektive und diskutiert Optionen rechtlicher Regulierung.

Convenors: Prof. Roland Broemel (Goethe-Universität), Prof. Christoph Burchard (Goethe-Universität, „Normative Orders“), Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe-Universität)

Online via Zoom. Eine Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist erforderlich. Die Logindaten werden nach Anmeldung übermittelt.

Programm

11. November 2020, 18.00 Uhr
Legal effect in computational ‘law’
Prof. Mireille Hildebrandt (Vrije Universiteit Brussel)

Begrüßung: Prof. Dr. Christoph Burchard (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Forschungsverbund "Normative Orders"), Prof. Birgitta Wolff (Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Prof. Dr. Klaus Günther (Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Forschungsverbund "Normative Orders"), Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Orders") und Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Weitere Informationen (Videoaufzeichnung): Hier...

23. November 2020, 18.00 Uhr
Machtverschiebung durch Algorithmen – computerwissenschaftliche Perspektiven
Prof. Kristian Kersting (Technische Universität Darmstadt)
 
16. Dezember 2020, 18.00 Uhr
Gesellschaft als digitale Sozialmaschine? Zur soziotechnischen Transformation des selbstbestimmten Lebens
Prof. Jörn Lamla (Universität Kassel)

Weitere Informationen (Videoaufzeichnung): Hier...

25. Januar 2021, 18.00 Uhr
Haftung für Künstliche Intelligenz – droht ein Verantwortungsvakuum?
Prof. Christiane Wendehorst (Universität Wien)

Weitere Informationen (Videoaufzeichnung): Hier...

3. Februar 2021, 18.00 Uhr
Machtverschiebung durch Algorithmen – ein Thema für Datenschutz und Antidiskriminierungsrecht?
Prof. Antje von Ungern-Sternberg (Universität Trier)

Weitere Informationen (Videoaufzeichnung): Hier...

 

Veranstalter:
Forschungsnetzwerk „Die normative Ordnung künstlicher Intelligenz | NO:KI" am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ gemeinsam mit den Frankfurter Gesprächen zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Legal effect in computational ‘law’

Ringvorlesung Machtverschiebung durch Algorithmen und KI

Mittwoch, 11. November 2020, 18.00 Uhr

Prof. Mireille Hildebrandt (Vrije Universiteit Brussel)

Begrüßung: Prof. Dr. Christoph Burchard (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Forschungsverbund "Normative Orders"), Prof. Birgitta Wolff (Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Prof. Dr. Klaus Günther (Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Forschungsverbund "Normative Orders"), Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Orders") und Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Online via Zoom. Eine Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist erforderlich. Die Logindaten werden nach Anmeldung übermittelt.

Weitere Informationen und Programm: Hier...

Video:

 

Veranstalter:
Forschungsnetzwerk „Die normative Ordnung künstlicher Intelligenz | NO:KI" am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ gemeinsam mit den Frankfurter Gesprächen zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Gesellschaft als digitale Sozialmaschine? Zur soziotechnischen Transformation des selbstbestimmten Lebens

Ringvorlesung Machtverschiebung durch Algorithmen und KI

Mittwoch, 16. Dezember 2020, 18.00 Uhr

Prof. Jörn Lamla (Universität Kassel)

Begrüßung:  Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Online via Zoom. Eine Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist erforderlich. Die Logindaten werden nach Anmeldung übermittelt.

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Veranstalter:
Forschungsnetzwerk „Die normative Ordnung künstlicher Intelligenz | NO:KI" am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ gemeinsam mit den Frankfurter Gesprächen zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Haftung für Künstliche Intelligenz – droht ein Verantwortungsvakuum?

Montag, 25. Januar 2021, 18.00 Uhr

Prof. Christiane Wendehorst (Universität Wien)

Online via Zoom. Eine Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist erforderlich. Die Logindaten werden nach Anmeldung übermittelt.

Weitere Informationen und Programm: Hier...

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Veranstalter:
Forschungsnetzwerk „Die normative Ordnung künstlicher Intelligenz | NO:KI" am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ gemeinsam mit den Frankfurter Gesprächen zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Machtverschiebung durch Algorithmen – ein Thema für Datenschutz und Antidiskriminierungsrecht?

Mittwoch, 3. Februar 2021, 18.00 Uhr

Prof. Dr. Antje von Ungern-Sternberg (Universität Trier)

Begrüßung: Prof. Dr. Roland Broemel (Professor für Öffentliches Recht, Wirtschafts- und Währungsrecht, Finanzmarktregulierung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Online via Zoom. Eine Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist erforderlich. Die Logindaten werden nach Anmeldung übermittelt.

Weitere Informationen und Programm: Hier...

Video:

 

Veranstalter:
Forschungsnetzwerk „Die normative Ordnung künstlicher Intelligenz | NO:KI" am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ gemeinsam mit den Frankfurter Gesprächen zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Algorithms - Between Trust and Control

Digital Lecture Series Summer Term 2021

Convenors: Christoph Burchard (Goethe University, Professor of Criminal Justice, PI of ConTrust and "Normative Orders") and Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, Professor of Public Law, PI of ConTrust)

Algorithms – and the actors behind them – are surveying and impacting ever more dimensions of our modern lives. They recommend which movies to watch; they calculate risk appropriate credit scores; and they play a role in meting out “just” punishment; to only name a few areas. At the same time, they correct imperfect human decisions and add new informational dimensions to decisions prior  impossible. To assess and evaluate the impeding transformations of normative orders in a predictive society, we approach algorithms in light of the juxtaposition of trust and control. Why and under which conditions do – or don’t – we trust algorithms? Indeed, can and should we trust them? Especially because their algorithmic normativity was (not) produced in justificatory fora where trust is brought about in and through social conflicts? But then, how much trust – if any – should algorithms put into us as citizens? For example, do they have to presume us non-dangerous and harmless? Vice versa, how much control do we need to retain over algorithms? And how much control should they exert over us? Can we use algorithms to control the effect of algorithms and thus create a meta-level of trust? Especially in order to negate, or as a matter of fact: to entertain, the freedom to deviate in the algorithmic society? These are but a few of the questions that internationally renowned speakers raise in “Algorithms between Trust and Control”, a lecture series convened by Indra Spiecker gen. Döhmann and Christoph Burchard, and co-organized by the research clusters ConTrust, Normative Orders and ZEVEDI in the line of the Frankfurt Talks on Information Law and under the auspices of Goethe University Frankfurt am Main.

The lectures will take place via Zoom. Please register at Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! to receive the login data.

Poster and Programme (pdf): Click here...

To download the ics file with all dates: Click here...

Programme:

Thursday, 22 April 2021, 18.00-20.00 CEST
Never apologise, never explain: (How) can AI rebuild trust after conflicts?
Burkhart Schäfer (University of Edinburgh, Professor of Computational Legal Theory)

Opening Remarks by Prof. Enrico Schleiff (President of Goethe University)
Opening Remarks by Prof. Rainer Forst (Speaker of ConTrust and Normative Orders)
Welcoming Remarks & Comment Prof. Klaus Günther (Dean of the Faculty of Law Goethe University)

For further information (Video): Click here...

Wednesday, 5 May 2021, 18.00-19.30 CEST
From Eugenics to Big Data: A Genealogy of Criminal Risk Assessment in American Law and Policy
Jonathan Simon (UC Berkeley, Professor of Criminal Justice Law)

For further information (Video): Click here..

Wednesday, 19 May 2021, 18.00-19.30 CEST
„Recommended for You“: Das Informationsproblem in Märkten für Kulturgüter und die Kontrollfunktion von Empfehlungsalgorithmen
Vinzenz Hediger (Goethe University, Professor of Cinema Studies, PI of Contrust)

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Thursday, 27 May 2021, 18.00-19.30 CEST
Zahlen lügen nicht? - Von trügerischer Objektivität und historic bias bei algorithmenbasiertem Kreditscoring
Katja Langenbucher (Goethe University, Professor of Civil Law, Commercial Law and Banking Law)

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Thursday, 10 June 2021, 18.00-19.30 CEST
Algorithm Watch - Von A wie Accountability bis Z wie Zertifizierung: Kann und sollte eine zivilgesellschaftliche Kontroll-Organisation zu mehr Vertrauen beim Einsatz von Systemen zum automatisierten Entscheiden beitragen?
Matthias Spielkamp (Algorithm Watch)

For further information (Video): Click here...

Monday, 14 June 2021, 18.00-19.30 CEST
Das vermessene Leben
Vera King (Goethe University, Professor of Sociology and Social Psychology, Managing Director of the Sigmund-Freud-Institut; PI of ConTrust)

For further information (Video): Click here...

Tuesday, 15 June 2021, 18.00-19.30 CEST
„Kontrolle trotz(t) Komplexität“: Wie Datenschüzer ihre unlösbare Aufgabe bewältigen
Stefan Brink (Landesbeauftragter für den Datenschutz, Baden-Württemberg)

For further information (Video): Click here...

Wednesday, 23 June 2021, 18.00-20.00 CEST
Virtual Roundtable
The Freedom to Deviate in the Algorithmic Society?
Lucia Zedner (Oxford, All Souls College, Professor of Criminal Justice)
Bernard Harcourt (Columbia Law School, Professor of Law and of Political Science)
Frank Pasquale (Brooklyn Law School, Professor of Law)
Christoph Burchard (Goethe University, Professor of Criminal Justice etc.)
Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, Professor of Public Law etc.)
Jürgen Kaube (Co-Editor at Large, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

For further information (Video): Click here...

 

Presented by:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, "ConTrust" - ein Clusterprojekt des Landes Hessen, Frankfurter Gespräche zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

Never apologise, never explain: (How) can AI rebuild trust after conflicts?

Digital Lecture Series "Algorithms - Between Trust and Control" Summer Term 2021

Thursday, 22 April 2021, 18.00-20.00 CEST

Prof. Burkhard Schäfer (University of Edinburgh, Professor of Computational Legal Theory)

Opening Remarks by Prof. Enrico Schleiff (President of Goethe University)
Opening Remarks by Prof. Rainer Forst (Speaker of ConTrust and Normative Orders)
Welcoming Remarks & Comment Prof. Klaus Günther (Dean of the Faculty of Law Goethe University)

Convenors: Prof. Christoph Burchard (Goethe University, Professor of Criminal Justice, PI of ConTrust and "Normative Orders") and Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, Professor of Public Law, PI of ConTrust)

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Presented by:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, "ConTrust" - ein Clusterprojekt des Landes Hessen, Frankfurter Gespräche zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

From Eugenics to Big Data: A Genealogy of Criminal Risk Assessment in American Law and Policy

Digital Lecture Series "Algorithms - Between Trust and Control" Summer Term 2021

Wednesday, 5 May 2021, 18.00-20.00 CEST

Prof. Jonathan Simon (Professor of Criminal Justice Law, UC Berkeley)

Convenors: Prof. Christoph Burchard (Goethe University, Professor of Criminal Justice, PI of ConTrust and "Normative Orders") and Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, Professor of Public Law, PI of ConTrust)

Video:

 

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Presented by:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, "ConTrust" - ein Clusterprojekt des Landes Hessen, Frankfurter Gespräche zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

„Recommended for You“: Das Informationsproblem in Märkten für Kulturgüter und die Kontrollfunktion von Empfehlungsalgorithmen

Digital Lecture Series "Algorithms - Between Trust and Control" Summer Term 2021

Wednesday, 19 May 2021, 18.00-19.30 CEST

Vinzenz Hediger (Goethe University, Professor of Cinema Studies, PI of Contrust)

Convenors: Prof. Christoph Burchard (Goethe University, Professor of Criminal Justice, PI of ConTrust and "Normative Orders") and Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, Professor of Public Law, PI of ConTrust)

Video:

 

Presented by:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, "ConTrust" - ein Clusterprojekt des Landes Hessen, Frankfurter Gespräche zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

Das vermessene Leben

Digital Lecture Series "Algorithms - Between Trust and Control" Summer Term 2021

Monday 14 June 2021, 18.00-19.30 CEST

Prof. Dr. Vera King (Professorin für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie an der Goethe-Universität und geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts Frankfurt, PI von ConTrust)
Ringvorlesung "Algorithms - Between Trust and Control"

Convenors: Prof. Christoph Burchard (Goethe University, Professor of Criminal Justice, PI of ConTrust and "Normative Orders") and Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, Professor of Public Law, PI of ConTrust)

Video:

 

Presented by:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, "ConTrust" - ein Clusterprojekt des Landes Hessen, Frankfurter Gespräche zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

„Kontrolle trotz(t) Komplexität“: Wie Datenschüzer ihre unlösbare Aufgabe bewältigen

Digital Lecture Series "Algorithms - Between Trust and Control" Summer Term 2021

Tuesday, 15 June 2021, 18.00-19.30 CEST

Dr. Stefan Brink (Landesbeauftragter für den Datenschutz, Baden-Württemberg)

Convenors: Prof. Christoph Burchard (Goethe University, Professor of Criminal Justice, PI of ConTrust and "Normative Orders") and Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, Professor of Public Law, PI of ConTrust)

Video:

 

Presented by:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, "ConTrust" - ein Clusterprojekt des Landes Hessen, Frankfurter Gespräche zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

The Freedom to Deviate in the Algorithmic Society?

Digital Lecture Series "Algorithms - Between Trust and Control" Summer Term 2021

Wednesday, 23 June 2021, 18.00-20.00 CEST

Virtual Roundtable

With: Lucia Zedner (Oxford, All Souls College, Professor of Criminal Justice)
Bernard Harcourt (Columbia Law School, Professor of Law and of Political Science)
Frank Pasquale (Brooklyn Law School, Professor of Law)
Christoph Burchard (Goethe University, Professor of Criminal Justice etc.)
Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, Professor of Public Law etc.)
Jürgen Kaube (Co-Editor at Large, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Convenors: Prof. Christoph Burchard (Goethe University, Professor of Criminal Justice, PI of ConTrust and "Normative Orders") and Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, Professor of Public Law, PI of ConTrust)

Video:

 

Presented by:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, "ConTrust" - ein Clusterprojekt des Landes Hessen, Frankfurter Gespräche zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

Algorithm Watch - Von A wie Accountability bis Z wie Zertifizierung: Kann und sollte eine zivilgesellschaftliche Kontroll-Organisation zu mehr Vertrauen beim Einsatz von Systemen zum automatisierten Entscheiden beitragen?

Digital Lecture Series "Algorithms - Between Trust and Control" Summer Term 2021

Thursday, 10 June 2021, 18.00-19.30 CEST

Matthias Spielkamp (Algorithm Watch)

Convenors: Prof. Christoph Burchard (Goethe University, Professor of Criminal Justice, PI of ConTrust and "Normative Orders") and Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, Professor of Public Law, PI of ConTrust)

Video:

 

Presented by:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, "ConTrust" - ein Clusterprojekt des Landes Hessen, Frankfurter Gespräche zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung


Aktuelles

„Normative Ordnungen“, herausgegeben von Rainer Forst und Klaus Günther, ist im Suhrkamp Verlag erschienen

Am 17. April 2021 ist der Sammelband „Normative Ordnungen“ im Suhrkamp Verlag erschienen. Herausgegeben von den Clustersprechern Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther, bietet das Werk einen weit gefassten interdispziplinären Überblick über die Ergebnisse eines erfolgreichen wissenschaftlichen Projekts. Mehr...

Das Postdoc-Programm des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“: Nachwuchsförderung zwischen 2017 und 2020

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zum Erfahrungsbericht: Hier...

„Symposium on Jürgen Habermas’ Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Rainer Forst erschienen

Als jüngste Ausgabe der Zeitschrift "Constellations: An International Journal of Critical and Democratic Theory" ist kürzlich das „Symposium on Jürgen Habermas, Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Prof. Rainer Forst erschienen. Mehr...

Nächste Termine

22. Oktober 2021, 14.00 Uhr

Book lɔ:ntʃ: Jun.-Prof. Dr. Franziska Fay (Johannes Gutenberg Universität Mainz, ehemalige Postdoktorandin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen"): Disputing Discipline. Child Protection, Punishment, and Piety in Zanzibar Schools. Mehr....

28. Oktober 2021, 14.00 Uhr

Buchvorstellung und Diskussion: Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. Mehr...

29. Oktober 2021, 17.00 Uhr

Buchvorstellung und Diskussion: The Government of Things - Foucault and the New Materialisms. Mehr...

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Neueste Medien

Studieren, Forschen, Lehren trotz Corona-Pandemie

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (HSFK und „Normative Ordnungen“), Prof. Dr. Stefanie Dimmeler (Cardio-Pulmonary Institute und Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Klaus Günther („Normative Ordnungen“) und Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen (SAFE)
Moderation: Doris Renck (hr-Journalistin)
Frankfurter interdisziplinäre Live-Debatte

Europa kann mehr! Friedensgutachten 2021

Prof. Dr. Christopher Daase (Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK))
Book lɔ:ntʃ

Videoarchiv

Weitere Videoaufzeichnungen finden Sie hier...

Neueste Volltexte

Rainer Forst (2021):

Solidarity: concept, conceptions, and contexts. Normative Orders Working Paper 02/2021. Mehr...

Annette Imhausen (2021):

Sciences and normative orders: perspectives from the earliest sciences. Normative Orders Working Paper 01/2021. Mehr...